DE215411C - - Google Patents

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DE215411C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B17/00Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement
    • F26B17/001Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement the material moving down superimposed floors
    • F26B17/003Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement the material moving down superimposed floors with fixed floors provided with scrapers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 82«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Januar 1908 ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Trocknen oder Verkohlen von Torf, Sägespänen und anderen aus kleinen Stücken bestehenden oder in Pulverform befindlichen Stoffen. Das Trockengut, dünn ausgebreitet, wird mittels endloser Ketten mit daran befestigten Schabern auf dem erhitzten Boden des Ofens entlanggeführt. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchen des Trockengutes während der erwähnten Ausbreitung zugleich gezwungen werden, wiederholt ihre Höhenlage zu ändern, so daß sie sich abwechselnd in dem obersten. und untersten Teil der Schicht des Trockengutes befinden und somit durch die zeitweilige nähere Berührung mit dem erhitzten Boden des Ofens einer vorläufigen, stärkeren Erhitzung ausgesetzt werden. Dies wird mittels im Wege des Trockengutes vorgesehener, fester Hindernisse bewirkt, welche die oberen Teilchen der Schicht zurückhalten und sie hinter die beweglichen, an ihnen vorbeigehenden Schaber herunterfallen lassen, welche die dem Boden des Ofens am nächsten liegenden Teilchen vor sich herschieben und somit den herunterfallenden Teilchen Raum auf dem Boden bereiten. In dieser Weise wird die Trocknung erheblich beschleunigt und man kann eine höhere Trocknungs- oder Verkohlungstemperatur verwenden, als sonst möglich wäre, was davon abhängt, daß die Teilchen nur während gewisser kurzer Zeitabschnitte mit dem Boden des Ofens in naher Berührung sind. Größerer Sicherheit halber wird die Erhitzung derart bewirkt, daß die Temperatur des Bodens des Ofens in derselben Richtung abnimmt, in welcher sich das Trockengut bewegt. Um einen genügend langen Weg für die Teilchen, d. ti. eine ge-' nügend lange Zeit für die Trocknung dieser Teilchen zu erreichen, ist der Ofen in üblicher Weise mit mehreren übereinander gelegenen Trockenräumen oder Kammern versehen, durch welche das Trockengut von oben nach unten allmählich hindurchgeht.
Fig. ι ist ein senkrechter Längsschnitt durch den Ofen, und Fig. 2 ist ein Querschnitt nach der Linie x-y in Fig. 1. Fig. ,3 ist ein Querschnitt eines Teiles des Ofens in größerem Maßstabe. Fig. 4 zeigt einen Teil des Bodens des Ofens, und Fig. 5 zeigt eine abgeänderte Einzelheit.
Der Ofen besteht aus mehreren übereinandergelegenen wagerechten Trockenräumen 1, 2, 3 usw. (Fig. 1) mit einem Feuerkahal 4, 5, 6 usw. unter jedem Trockenraum. Die Trockenräume sind abwechselnd an dem einen und dem anderen Ende durch die öffnungen 7, 8 und 9 usw. miteinander verbunden, und von dem untersten Trockenraum führt der Kanal 10 hinaus zu einem Sammelraum 11. Der oberste Feuerkanal ist mit dem Feuerraum 12 verbunden, der zweckmäßig mit Tprfpulver beheizt wird, um eine langgestreckte Lohe zu erzeugen, welche die langen Trockenräume gleichmäßig erwärmt. Die Feuerkanäle stehen abwechselnd an dem einen und dem anderen Ende in derselben Reihenfolge wie die Trocken-
räume durch Seitenöffnungen 13, 14, 15 usw. miteinander in Verbindung und sind bei 16 mit einem Schornstein oder Sauggebläse verbunden, welcher bzw. welches die Verbrennungsgase entfernt. In der Längsrichtung der Trockenräume laufen eine oder mehrere endlose Ketten 17, welche durch die Zahnräder 18 angetrieben werden. An den Ketten sind schaberähnliche Mitnehmer 19, im folgenden nur Schaber genannt, befestigt. Diese Schaber bestehen aus einem hochkant gestellten Blech, welches sich quer über den Boden des Trockenkanals erstreckt. Der Schaber hat einen unteren, fußähnlichen Teil 20 (Fig. 3) und, einen oberen Teil 21, welcher durch einen schmäleren Zwischenteil 22 mit jenem verbunden ist. Ferner besitzen die Schaber an den Enden des mit den Ketten verbundenen Oberteiles kleine Zapfen 23, auf denen eiserne Hülsen gelagert sind. Diese Hülsen laufen auf an den Seiten des Trockenraumes vorgesehenen Eisenschienen 24, welche somit die Ketten und Schaber tragen, so daß diese dem Boden des Trockenraumes genau folgen, ohne von demselben abgenutzt zu werden. Der obere Teil des Schabers kann auch aus einer einfachen Stange bestehen, deren Enden die Zapfen 23 bilden. An den Schienen 24 sind feste Schaber 25 befestigt, welche so' weit oberhalb des Bodens des Trockenraumes sitzen, daß der Fuß der beweglichen Schaber 19 unter diesen festen Schabern 25 vorübergehen kann. Die festen Schaber 25 bilden ein Hindernis für das Trockengut bei der von den beweglichen Schabern bewirkten Förderung und bestimmen dadurch die Dicke der Schicht. Die Ketten 17 sind an dem einen Ende des Ofens aus letzterem herausgeführt und sind dort von eisernen Schutzhauben oder Klappen 26 umgeben, welche für die Reinigung, Ausbesserung usw. der Ketten und Schaber losgenommen werden können.
Die Trockenräume und Feuerkanäle sind durch feuerbeständige Gewölbe oder Platten 27 aus Gußeisen voneinander getrennt. Falls gegossene Platten verwendet werden, w.erden sie in Nuten 28 (Fig. 3) an den Seitenmauern eingeschoben, so daß sie leicht gegen neue vertauscht werden können. In der Nähe des einen Endes sind die Trockenräume mit regelbaren Ventilen 29 versehen. Nahe dem anderen Ende, aber an der entgegengesetzten Seite des Ofens, haben die Trockenräume Seitenöffnungen 30 (Fig. 2), welche in eine Kammer 31 münden, die oben mit dem Schornstein 32 mit der Klappe 33 und unten mit einem Sauggebläse 34 versehen ist. Über einem Teil des obersten Trockenraumes ist ein Kanal 35 angeordnet, welcher auch mit Förder- oder Verteilungsvorrichtungen versehen ist, aber keinen besonderen darunterliegenden Feuerkanal hat. Dieser Kanal 35 besitzt einen Einlaßtrichter 36 und ein Paar Speisewalzen 37. In einem oder mehreren der die Trockenräume verbindenden Kanäle (z. B. in den Kanälen 7 und 8) und in dem Auslaßkanal 10 sind ein Paar Quetschwalzen 38 vorgesehen. Der Schornstein 39 und die Klappe 40 sind an dem obersten Teil des Ofens am Kanal 35 angebracht.
Der Ofen arbeitet in folgender Weise: Zunächst wird der Feuerraum 12 mit geeignetem Pulver beheizt. Die Lohe und die heißen Verbrennungsgase streichen durch die Kanäle 4: τ3> 5» 14 usw. bis zum Schornstein 16 oder dem Sauggebläse, wodurch der Ofen von oben nach unten und mehr in dem oberen Trockenraum als in den unteren Trockenräumen erwärmt wird. Wenn der Ofen warm genug ist, werden die Förderketten in Bewegung gesetzt. Durch den Trichter 36 wird der Torf in den Kanal 35 eingespeist, wo er gleichmäßig verbreitet und für die Trocknung geordnet wird. Indem der Torf durch eine Öffnung herunterfällt, kommt er mit dem heißen Boden 27 in Berührung. Die beweglichen Schaber 19 führen den Torf längs des Bodens des Trockenraumes 1 langsam vorwärts. Vor jedem Schaber bildet sich ein langgestreckter Haufen, der immer höher wird, bis die oberste go Schicht den festen Schaber 25 erreicht. Dieser streicht die oberste Schicht, ab, welche auf den Boden vor. den Sitz des nächsten Schabers herunterfällt. In dieser Weise schieben die Schaber immer die unterste Schicht vorwärts und halten die oberste Schicht zurück. In der Öffnung 7 bewegt sich der Torf durch die Quetschwalzen 38. Hier wü"d der jetzt etwas erwärmte Torf in feinere Körner zerdrückt. In dem Trockenraum 2 wird der Torf in entgegengesetzter Richtung aber in derselben Weise vorwärts geführt, worauf er wieder von den Walzen in der öffnung 8 zerdrückt wird usw., bis er an die Quetschwalzen im Kanal 10 gelangt, worauf er in die Vertiefung 11 fertig herunterfällt. ■ Inzwischen hat das Gebläse 34 die Wasserdärripfe aus sämtlichen Trockenräumen angesogen und die Trocknung durch die frische Luft beschleunigt, welche infolge der Saugung in die öffnung 29 eingedrungen ist und über den Torf hinstreicht. Das staubfeine Trockengut, welches möglichenfalls mitfolgt, fällt in den Raum 31 (Fig. 2) herunter oder kann in einem vor dem Gebläse gelegenen Staubabscheider aufgesammelt werden. Wenn der Torf weniger naß ist, kann das Gebläse bald angehalten werden, und es kann die Klappe der Schornsteine 39 und 32 aufgemacht werden, welche in diesem Fall das Gebläse ersetzen. Soll der Ofen für Verkohlung (trockener Stoffe) verwendet werden, so werden die Öffnungen 29 und 30 und
der Schornstein 39 geschlossen und die Gase durch den oberen Trockenraum entfernt. Die Platten 27 greifen an ihren benachbarten Kanten durch einen Falz, Nut 0. dgl. ineinander (Fig. 4), um Erweiterung und Einschwinden zu gestatten, ohne daß das Trockengut zwischen den Fugen herunterfallen kann. Falls Dampf anstatt direkter Heizung verwendet werden soll, werden die Böden der Trockenräume in Form von Dampfkästen ausgebildet und durch Kanäle 13 usw. verbunden, wobei die Feuerkanäle in Wegfall kommen. Der Dampf wird in den oberen Dampfkasten eingeleitet und strömt abwärts durch die darunterliegenden Dampfkästen.
Es können leicht Abänderungen an den Teilen des beschriebenen Ofens herbeigeführt werden. So können z. B. die Schaber in der in Fig. 5 dargestellten abgeänderten. Weise hergestellt werden. In diesem Fall besteht der bewegliche Schaber aus einem sich quer über den Trockenraum erstreckenden weiten Bogen 41, dessen gerader, unterer Teil dem Boden des Trockenraumes folgt und dessen aufwärts gerichtete Enden im Winkel gebogen sind, um die Zapfen 23 zu bilden. Der feste Schaber 25 ist in diesem Falle über den Seitenschienen 24 befestigt, derart, daß von einer oberen Stange 42, welche zwischen den Seiten des Trockenraumes, oberhalb des Bogens 41 und des unteren Kettenteiles befestigt ist, sich zwei Arme 43 abwärts erstrecken, an welchen der Schaber oder das Hindernis 25 befestigt ist. Die Abmessungen des Schabers 25 sind so gewählt, daß der Bogen 41 an diesem Schaber vorübergehen kann.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zum Trocknen oder Verkohlen von Torf, Sägespänen oder anderen aus kleinen Teilen bestehenden oder pulferförmigen Stoffen in einem Ofen, durch welchen das Trocken- oder Verkohlungsgut mittels beweglicher, an endlosen Ketten angeordneter Schaber bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Schaber an festen, als Hindernisse für das Gut dienenden Schabern so vorübergeführt werden, daß die vor den beweglichen Schabern befindlichen oberen Teile des Gutes durch die festen Schaber hinter die beweglichen Schaber auf den heißen Boden des Ofens geworfen werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit mehreren übereinander gelegenen und abwechselnd an dem einen und anderen Ende miteinander verbundenen Trockenräumen, dadurch gekennzeichnet, daß in einiger Entfernung oberhalb des Bodens der Trockenräume feste, zwischen die oberen und unteren Teile der beweglichen Schaber hineinragende Schaber (25) an den Schienen (24) angebracht sind, auf denen (24) sich in bekannter Weise die endlosen Ketten bewegen, die die Schaber (19) tragen, die ihrerseits aus einem unteren, fußähnlichen Teil (20) und einem oberen Teil (21) bestehen, die durch einen schmalen Zwischenteil (22) verbunden sind (Fig. 3).
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Schaber aus einem sich quer über den Trockenraum erstreckenden, dem Boden dieses Raumes angepaßten Bogen (41) besteht, dessen aufwärts gerichtete und mit endlosen Ketten verbundene Enden mit Endzapfen (23) versehen sind, welche, wie bekannt, auf längs der Seiten des Raumes vorgesehenen Schienen (24) laufen, während der feste Schaber aus einer Querstange (25) besteht, an welcher der Bogen (41) vorübergehen kann, und welche an einer zwischen den Seiten des Raumes oberhalb des Bogens (41) angebrachten Stange (42) befestigt ist (Fig. 5).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE955939C (de) * 1942-09-11 1957-01-10 Siemens Ag Verfahren und Einrichtung zum Trocknen von Gruenfutter
US5858640A (en) * 1997-05-16 1999-01-12 Eastman Kodak Company Thermally processable imaging element comprising sulfenimide compounds

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE955939C (de) * 1942-09-11 1957-01-10 Siemens Ag Verfahren und Einrichtung zum Trocknen von Gruenfutter
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