DE215210C - - Google Patents

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DE215210C
DE215210C DENDAT215210D DE215210DC DE215210C DE 215210 C DE215210 C DE 215210C DE NDAT215210 D DENDAT215210 D DE NDAT215210D DE 215210D C DE215210D C DE 215210DC DE 215210 C DE215210 C DE 215210C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q21/00Devices for effecting ignition from a remote location

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

KAISERLICHES
Die Erfindung bezieht sich auf einen Gasdruckfernziinder, dessen Gasventil unter Vermittlung eines Schaltwerks o. dgl. bei einer Drucksteigerung des Gases' durch eine Membran, Schwimmerglocke, Kolben o. dgl. abwechselnd geöffnet und geschlossen wird.
Um einen Gasdruckfernzünder dieser Art gegen kleinere Gasdruckschwankungen unempfindlich zu machen, hat man bereits das
ίο zum Antrieb der Stellglieder des Schaltwerks dienende nachgiebige Druckglied (Membran, Schwimmerglocke, Kolben o. dgl.) so angebracht, daß es für gewöhnlich auf beiden Seiten unter dem Druck der Außenluft' steht und nur zur Herbeiführung einer Schaltung des Gasventils auf einer Seite mit Hilfe eines vorgeschalteten Absperrorgans unter Gasdruck-gesetzt wird.
Für das zur Belastung der Arbeitsmembran ·
o. dgl. dienende Hilfsorgan hat man bisher einen Flüssigkeitsverschluß verwendet. Durch diese Ausbildung des Absperrorgans wird jedoch der Gasdruckfernzünder von einem bestimmten, durch die Höhe der eingestellten Flüssigkeitssäule gegebenen Gasdrucke abhängig gemacht, der nach erfolgter Schaltung des Gasventils nicht beibehalten werden darf, sondern wieder erniedrigt werden muß, um eine ungewollte Gasausströmung aus dem Fernzünder zu verhüten.
Dieser Übelstand wird bei dem Gasdruckfernzünder nach der Erfindung dadurch behoben, daß das Absperrorgan für die zu der Arbeitsmembran o. dgl. führende Leitung bei einer Gasdrucksteigerung unter dem Einfluß einer Hilfsmembran o. dgl. mit beiderseitigem Gasdruckausgleich geöffnet und nach erfolgtem Druckausgleich durch die Belastung der Hilfsmembran o. dgl. wieder geschlossen wird. Ein als Membran ausgebildetes nachgiebiges Druckglied mit beiderseitigem Gasdruckausgleich ist zwar bei Gasdruckfernzündern bereits verwendet worden, um den Fernzünder gegen langsam sich geltend machende Druckschwankungen unempfindlich zu machen, jedoch muß bei den mit dieser Membran versehenen Fernzündern zum Erlöschen der Gasflamme eine Erniedrigung des Gasdrucks unter den Schaltdruck herbeigeführt werden. Bei dem Fernzünder nach der Erfindung wird dagegen das durch die Hilfsmembran o. dgl. gesteuerte Absperrorgan nach erfolgtem Druckausgleich auf beiden Membranseiten durch die Belastung der Hilfsmembran wieder geschlossen.
Durch die Einrichtung des Fernzünders nach der Erfindung wird demnach der wesentliche Vorteil erzielt, daß die Schaltung des Gas-. ventils ausschließlich durch Drucksteigerungen herbeigeführt werden kann und infolgedessen der Schaltdruck nach Entzünden der Gasflamme beibehalten werden kann, wobei die Anfangs- und Enddrücke der Drucksteigerungen beliebig gewählt werden können, da der Fernzünder unabhängig von einem bestimmten Schaltdruck ist. Ferner kommt die bisher erforderliche Einstellung des Fernzünders auf
den Schaltdruck der damit zu versehenden Laterne und infolgedessen das zeitraubende Aufmessen des Schaltdrucks usw. in Wegfall.
Um das zur Steuerung des vorgeschalteten Absperrorgans dienende nachgiebige Druckglied (Membran, Schwimmerglocke, Kolben o. dgl.) mit beiderseitigem Gasdruckausgleich für die Öffnung des .Absperrorgans möglichst
ίο empfindlich zu machen, ist ferner nach der Erfindung in die Verbindungsleitung zwischen dem Raum unter und über dem nachgiebigen Druckglied ein Gassammeiraum eingeschaltet, durch welchen bei der Gasdrucksteigerung die Verzögerung des Druckausgleichs vergrößert wird.
Auf den Zeichnungen ist der Gasfernzünder
in Fig. ι schematisch und in Fig. 2 und 3 in . einer praktischen Ausführungsform für hängendes Glühlicht in senkrechtem Schnitt dargestellt. Die Schnittansichten der Fig. 2 und 3 sind um 90° zueinander versetzt.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, tritt das Gas aus dem Rohre α ungedrosselt durch das Rohr b unter die Hilfsmembran f, während es, durch die Schraube u gedrosselt, durch das Rohr c in einen Gassammeiraum g und das Rohr i in den Raum h oberhalb der Membran f gelangt. Ferner geht das Gas ungedrosselt durch die Leitung d zum Gasventil η oberhalb des Schaltwerks I, m, r. Außerdem kann bei geöffnetem Ventil 0 der Hilfsmembran f Gas gedrosselt durch die Leitung e unter die oben freiliegende Arbeitsmembran p in das Membrangehäuse k und aus diesem durch den mittels der Schraube χ stark gedrosselten Stutzen q in die Außenluft gelangen.
Die Schaltweise dieses Fernzünders ist nun folgende:
Bei normalem Tagesdruck bzw. bei Abenddruck, dessen größere Schwankungen stets mit Langsamkeit auftreten, herrscht sowohl oberhalb als auch unterhalb der Hilfsmembran f der gleiche Druck. Die Hilfsmembran wird daher durch ihre Belastung herabgedrückt und preßt das Ventil 0 auf seinen Sitz, wodurch der Gaszutritt zur Arbeitsmembran -p versperrt wird. Letztere befindet sich demnach in ihrer tiefsten Lage, da sowohl über als unter ihr der Druck der Außenluft herrscht, weil das Gehäuse k durch das Rohr q mit der Außenluft in Verbindung steht. Das Schaltwerk I, m, r befindet sich bei dieser Lage in Bereitschaft zur nächsten Schaltung.
Soll diese Schaltung eingeleitet werden, dann muß im Gaswerk der Leitungsdruck möglichst schnell um eine der Belastung der Hilfsmembran f entsprechende Höhe gesteigert werden, wobei es jedoch belanglos ist, von welcher Druckhöhe die Drucksteigerung ausgeht. Diese schnelle Steigerung des Leitungsdruckes pflanzt sich sofort bis unter die Hilfsmembran f fort und hebt diese an, weil die kurze Zeit zur Fortpflanzung der Drucksteigerung nach dem Raum h über der Membran infolge der Anbringung der engen Leitungen c, i und insbesondere des Gassammeiraumes g nicht genügt. Die Dauer des Druckausgleichs auf beiden Seiten der Hilfsmembran f ist durch Einstellung der vor dem Rohr c eingeschalteten Schraube u regelbar. j■"'
Durch das Anheben der Hilfsmembran f wird das Ventil 0 geöffnet. Das Gas strömt nun unter die Arbeitsmembran p, und zwar schneller als die Einstellung der Schraube χ des Rohrstutzens q das Entweichen des Gases nach der Außenluft gestattet, jedoch nur so schnell, als die Einstellung der Schraube υ in der Leitung e es zuläßt. Die Arbeitsmembran p wird langsam gehoben und vollzieht mittels des Schaltwerks l,m, r die Schaltung des ■ Gasventils n, so daß dieses entweder geöffnet wird oder sich schließt.
Nach eingetretenem Ausgleich der Drucke über und unter der Hilfsmembran f senkt sich die Arbeitsmembran j> wieder, da das Ventil 0 die Gaszufuhr absperrt und das Gas aus dem Gehäuse k durch den Stutzen q entweicht. Beide Membranen f und p stehen nun wieder beiderseitig unter Druckausgleich, und der Fernzünder befindet sich wieder in Bereitschaft zur nächsten Schaltung.
Die in der Fabrik erfolgende Einstellung der Drosselungsschrauben u, χ, ν hat so zu geschehen, daß nur eine schnelle Steigerung des Leitungsdruckes mit darauf folgender Ruhe von verhältnismäßig kurzer Dauer die volle Bewegung der Arbeitsmembran zur Folge hat, damit die häufigen geringen Schwankungen der Membran, welche namentlich bei starkem Winde bemerkbar sind, die Arbeitsmembran nicht beeinflussen können.
Die Wirkungsweise der in Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsform des Gasfernzünders ist hiernach ohne weiteres verständlich. Der Fernzünder ist hier für hängendes Gasglühlicht eingerichtet, wobei das Gasventil η unten liegt, während es für stehende Brenner oben angebracht wird, wie in Fig. 2 mit gestrichelten Linien angedeutet ist. Die Drosselschrauben u und χ sind durch zusammendrückbare Asbestpackungen u1 und x1 ersetzt.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Gasdruckfernzünder mit einer für gewöhnlich auf beiden Seiten unter dem Druck der Außenluft stehenden Membran, Schwimmerglocke, Kolben o. dgl., die zum Antrieb eines Schaltwerks für das Brenner-
    ventil zeitweise auf einer Seite durch ein vorgeschaltetes Absperrorgan unter Gasdruck gesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrorgan (o) für die zu dem Arbeitsglied, z. B. einer Membran (p), führende Leitung (e) bei einer Gasdrucksteigerung unter dem Einflüsse eines Hilfsdruckgliedes, z. B. einer Membran (f), mit beiderseitigem Gasdruckausgleich geöffnet und nach erfolgtem Druckausgleich durch die Belastung des Hilfsdruckgliedes wieder geschlossen wird.
  2. 2. Gasdruckfernzünder nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen in die Verbindungsleitung (h, c, i) zwischen dem Raum unter und über dem Hilfsdruckglied (f) eingeschalteten Gassammeiraum . (g), durch welchen bei der Gasdrucksteigerung die Verzögerung des Druckausgleichs auf beiden Seiten der Hilfsmembran vergrößert wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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