DE2145205B2 - Verfahren zum erkennen eines zusammenstosses zwischen einem aufsteigenden und einem absteigenden ruf auf den teilnehmeranschlussleitungen einer datenvermittlungsanlage - Google Patents
Verfahren zum erkennen eines zusammenstosses zwischen einem aufsteigenden und einem absteigenden ruf auf den teilnehmeranschlussleitungen einer datenvermittlungsanlageInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erkennen eines Zusammenstoßes zwischen einem von einer
Datenstation zu einer Vermittlungsstelle aufsteigenden und einem von der Vermittlungsstelle zur Datenstation
absteigenden Ruf in einer Datenyermittlungsanlage, bei der die Datenstationen über Übertragungswege mit 5"
verschiedenen Signallaufzeiten mit der Vermittlungsstelle verbunden sind und die ein Rufkriterium
empfangende Datenstation bzw. Vermittlungsstelle eine Quittung zur rufenden Vermittlungsstelle bzw. Datenstation
zurücksendet.
Den aufsteigenden Ruf eines Teilnehmers empfängt die Vermittlungsstelle nicht unmittelbar nach dem
Aussenden des betreffenden Kriteriums durch den Teilnehmer; es tritt vielmehr stets eine Verzögerung
auf. Ebenso wird der absteigende Ruf der Vermittlungs- <>"
stelle vom Teilnehmer verzögert empfangen. Es ist nun möglich, daß die Vermittlungsstelle unmittelbar nach
einem aufsteigenden Ruf des nahen Teilnehmers oder innerhalb der Verzögerungszeil vom Teilnehmer zur
Vermittlungsstelle den Ruf eines fernen Teilnehmers (lS
absteigend sendet oder daß der nahe Teilnehmer unmittelbar nach einem absteigenden Ruf der Vermittlunesstelle
oder innerhalb der Verzögerungszeit von der Vermittlungsstelle zum Teilnehmer selbst aufsteigend
ruft. Dieses Zusammentreffen wird als Zusammenstoß von aufsteigendem und absteigendem Ruf bezeichnet
SJnd die Amtskriterien für absteigenden Ruf und Wahlauffordeinng bzw. die Teilnehmerkriterien für
aufsteigenden Ruf und Freimeldung gleich, so faß« de,-Teilnehmerden
absteigenden Ruf als Wahlaufforderung und die Vermittlungsstelle den aufsteigenden Ruf als
Freimeldung auf. Weder die Vermittlungsstelle noch die Datenübertragungseinrichtung des Teilnehmers können
den Zusammenstoß erkennen. Dadurch kommt es zu einer gebührenpflichtigen Fehlverbindung, und außerdem
kann ein Datenverlust auftreten.
Es ist nun möglich und auch bekannt, den Verbindungsaufbau durch Änderung der Signalisierung zu
sichern. Der Zusammenstoß auf der Teilnehmeranschiußleitung
wird dadurch erkannt, daß der Teilnehmer für aufsteigenden Ruf und Freimeldung oder die
Vermittlungsstelle für absteigenden Ruf und Wahlaufforderung verschiedene Kriterien verwenden. Dabei
wird beispielsweise der auf- oder absteigende Ruf durch ein Dauerkriterium und die Freimeldung bzw. Wahlaufforderung
durch eine Impulsfolge signalisiert. Diese Kriterien müssen in der Sendestation erzeugt und in der
Empfangsstation erkannt werden können. Dieses Verfahren — insbesondere die Erzeugung und Erkennung
der Impulsfolge — erfordert jedoch einen unerwünscht hohen technischen Aufwand.
In dem Lehrbuch von W. H. Schönfeld, »Einführung in die Femsprech-Nebenstellentechnik«,
Goslar, 1965, Seiten 436 bis 446, wird auf Amtsübertragungen bei Nebenstellenanlagen eingegangen. Bei
ankommenden Amtsverbindungen hängt die Auslösung der Amtseinrichtung vom rufenden Teilnehmer ab.
Diese Auslösung kann längere Zeit in Anspruch nehmen als die Auslösung der Nebenstelleneinrichtung durch
den Nebenstellenteilnehmer. Es könnte deshalb vorkommen, daß ein anderer Nebenstellenteilnehmer die
noch nicht ausgelösten Amtseinrichtungen belegt und dadurch eine Doppelbelegung odev Fehlverbindung
zustandekommt. Dies wird durch besondere Einrichtungen vermieden, die eine Wiederbelegung der Amtsleitung
für eine kurze Zeit nach Schluß des Gesprächs (also bis zur Auslösung der Amtseinrichtung durch den
rufenden Teilnehmer) sperren.
Dabei handelt es sich jedoch nicht um den Zusammenstoß zwischen einem aufsteigenden und
einem absteigenden Ruf auf einer Teilnehmeranschlußleitung, sondern eben um die Verhinderung der
Belegung einer zwar freien, aber mit noch nicht ausgelösten Amtseinrichtungen verbundenen Amtsleitung
am Schluß eines Gesprächs. Die Aufgabe der Erfindung unterscheidet sich also von der Aufgabe des
bekannten Verfahrens. Bei der für das bekannte Verfahren benutzten Einrichtung wird nur die Freigabe
des Belegungsstromkreises für eine neue Belegung, nicht aber die Quittung auf ein Rufkriterium verzögert.
Auch die technischen Lösungsmittel des bekannten Verfahrens unterscheiden sich also von denen der
Erfindung.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Erkennung eines Zusammenstoßes
zwischen einem aufsteigenden und einem absteigenden Ruf anzugeben, das technisch einfacher zu realisieren ist
als das bekannte Verfahren.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die das Rufkriterium empfangende Datenstation
(DSt)bzv/. Vermittlungsstelle (EDS)dxe Aussendung der
Quittung auf das Rufkriterium (Freimeldung bzw. Wahlaufforderung) um eine Zeitdauer verzögert, die
mindestens gleich der Differenz zwischen der längsten und der kürzesten Signallaufzeit in der Schleife
zwischen der Vermittlungsstelle (EDS) und den Datenstationen (DSt) ist, daß in der das Rufkriterium
aussendenden Vermittlungsstelle bzw. Datenstation die Verzögerungszeit zwischen dem Aussenden des Rufkriteriums
und dem Empfang der Quittung gemessen wird unH daß ein Zusammenstoß signalisiert wird, wenn
die genannte Verzögerungszeit kurzer als die längste Signallaufzeit in der Schleife zwischen der Vermittlungsstelle
und den Datenstationen ist.
Wegen der Signallaufzeiten auf den Übertragungswegen kann die Quittung auf ein Kriterium nicht vor einem
hierdurch bestimmten Zeitpunkt eintreffen. Kommt ein Signal, das als Quittung aufgefaßt werden kann, vor
diesem Zeitpunkt an, so muß es sich um einen Zusammenstoß handeln. Zur Erkennung des Zusammenstoßes
muß der Ursprungsstation des Kriteriums diese längste mögliche Laufzeit bekannt sein. Da
Signallaufzeiten zwischen der Vermittlungsstelle und den verschiedenen Teilnehmern unterschiedlich sind, ist
die längste Laufzeit maßgebend. Damit bei Anschlüssen mit einer kürzeren Laufzeit die Quittung nicht zu früh
eintrifft, verzögert die auf ein Rufkriterium antwortende Station die Quittung mindestens um die Differenz
zwischen der kürzesten und der längsten Signallaufzeit zwischen der Vermittlungsstelle und den Teilnehmern.
Der Aufwand ist dabei auf ein Zeitglied in der die Quittung aussendenden Station und auf eine Zeitüberwachung
in der das Rufkritenum aussendenden Station reduziert worden.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung verzögert die Vermittlungsstelle die Wahlaufforderung, und die
Datenübertragungseinrichtung des Teilnehmers bewertet die Zeit zwischen dem Absenden des aufsteigenden
Rufes und dem Eintreffen der Wahlaufforderung.
Sind die Teilnehmer jedoch über einen Konzentrator an die Vermittlungsstelle angeschlossen, so entsteht
eine Wartezeit vom Eintreffen des Rufes beim Konzentrator bis zur Durchschaltung des Kopplers im
Konzentrator, die von der augenblicklichen Verkehrsdichte abhängt. Diese Wartezeit kann sehr lang werden,
und die Verzögerungszeit für die Quittung, die auch die langen Wartezeiten berücksichtigen muß, führt dann zu
erheblichen Verlustzeiten bei normalem Verbindungsaufbau.
Die Wartezeiten im Konzentrator brauchen jedoch nicht berücksichtigt zu werden, wenn die Datenübertragungseinrichtung
des Teilnehmers die Freimeldung verzögert und die Vermittlungsstelle die Zeit zwischen
dem Absenden des absteigenden Rufes und dem Eintreffen der Freimeldung bewertet.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung bzw. ihrer Weiterbildungen werden anhand eines in den
Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Vermittlungsstelle mit angeschlossenen Konzentratoren und Datenstationen und
F i g. 2 ein Blockschaltbild einer Teilnehmeranschlußschaltung.
Fig. 1 zeigt das zentralgesteuerte elektronische Datenvermittlungssystem EDS, an das eine Vielzahl von
Datenstationen unmittelbar oder über Konzentratoren angeschlossen ist. Die Datenstation DSl 1 ist über die
Teilnehmeranschlußleitung 771 an den Konzentrator K 1 und der Konzentrator K 1 ist über die Konzentratorverbindungsleitung
KIi an die Vermittlungsstelle EDS angeschlossen. Die Datenstation DSt 2 ist über die
Teilnehmeranschlußleitung 772 mit dem Konzentrator K 2 verbunden, der seinerseits über die Konzentrator-Verbindungsleitung
KI2 an den Konzentrator K1 angeschlossen ist Die Konzentratoren K 1 und K 2 sind
über die Steuer- und Meldeleitungen S1 und 52 von der
Vermittlungsstelle EDSaus steuerbar.
Bei Datenstationen, die in Gleichstrom-Anschlußtechnik direkt an die Vermittlungsstelle angeschlossen
sind, tritt eine sehr kurze Signallaufzeit auf; diese kann im Extremfall zu Null werden.
Endliche Werte nimmt die Laufzeit dagegen an, wenn die Datenstationen in Wechselstrom-Anschlußtechnik
über Teilnehmeranschlußleitungen und/oder Konzentratorverbindungsleitungen angeschlossen werden, diese
also mit Wechselstrom betrieben werden. In diesem Fall sind zwar die durch die variablen Leitungslängen
verursachten Laufzeitunterschiede gering, und diese unterschiedlichen Kabellaufzeiten werden daher mit
±2 ms ausreichend berücksichtigt. Im wesentlichen wird die Laufzeit jedoch durch die Wechselstromtelegrafiesender
und -empfänger bestimmt. Be: einem Kanal für 200 Bd ist die Kanallaufzeit beispielsweise
kleiner als 15 ms, die Schleifenlaufzeit zwischen der Vermittlungsstelle und einem Konzentrator bzw.
zwischen zwei Konzentratoren ist dann unter Berücksichtigung der Kabellaufzeit von ±2 ms kleiner als
35 ms. (Bei höheren Übertragungsgeschwindigkeiten sind diese Zeiten dementsprechend kürzer.) Wird die
Zeitbewertung in der Vermittlungssteile oder in der Datenstation mit Hilfe von Abfrageimpulsen durchgeführt,
so entsteht noch ein Rastfehler, der bei einer Abfragefrequenz von 200 Hz maximal 5 ms werden
kann. Ist die Datenstation über eine Teilnehmeranschlußleitung direkt an die Vermittlungpstelle angeschlossen,
so kann die Gesamtlaufzeit maximal 35 ms + 5 ms = 40 ms erreichen. Bei Anschluß über
einen Konzentrator kommt die Schleifenlaufzeit zwisehen der Vermittlungsstelle und dem Konzentrator
hinzu. Die Gesamtlaufzeit beträgt also 40 ms + 35 ms = 75 ms. Bei Anschluß über zwei
Konzentratoren beträgt die Laufzeit demnach 110 ms. Nimmt man beispielsweise an, daß die Datenstationen
über höchstens 2 Konzentratoren an die Vermittlungsstelle angeschlossen sind und keine Wartezeiten in den
Konzentratoren zu berücksichtigen sind, so ist T= 110 ms die maximale Gesamtlaufzeit zwischen der
Vermittlungsstelle und den Datenstationen. Die das Rufkriterium empfangende Station muß also die
Quittung um mindestens 110 ms verzögern, um die Erkennung eines Zusammenstoßes zu ermöglichen.
Bei einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung sendet die Vermittlungsstelle EDS um eine bestimmte
Zeit nach dem Empfang des aufsteigenden Rufes verzögert die Wahlaufforderung aus. Diese Verzögerungszeit
gleicht die je nach Gegebenheit unterschiedliche Laufzeit des Kriteriums für den aufsteigenden Ruf
aus. Die Datenstation kann deshalb die Wahlaufforderung nicht vor einem bestimmten Zeitpunkt nach dem
Absenden ihres Rufes erwarten. Empfängt die Datenstation innerhalb der hierdurch bekannten Zeit eine
Umpolung, so handelt es sich um einen Zusammenstoß. Die Mindestwartezeit setzt sich bei Anschluß über einen
Konzentrator aus mehreren Laufzeiten zusammen:
a) Schleifenlaufzeit auf der Teilnehmeranschlußleitung 771 zwischen der Datenstation DSt I und dem Konzentrator K 1.
a) Schleifenlaufzeit auf der Teilnehmeranschlußleitung 771 zwischen der Datenstation DSt I und dem Konzentrator K 1.
b) Wartezeit vom Eintreffen des Rufes beim Konzentrator K 1 bis zur Durchschaltung des Kopplers im
Konzentrator K 1,
c) Schleifenlaufzeit zwischen dem Konzentrator K 1 und der Vermittlungsstelle EDSund
d) Bewertungszeit bei der Vermittlungsstelle EDS für den aufsteigenden Ruf.
Die Wartezeiten im Konzentrator müssen nicht berücksichtigt werden, wenn die Datenstationen die
Freimeldung verzögert und die Vermittlungsstelle die Zeit zwischen absteigendem Ruf und dem Eintreffen der
Freimeldung bewertet. Diese Verzögerungszeit gleicht die gegebenenfalls unterschiedliche Laufzeit des Kriteriums
für den absteigenden Ruf aus. Die Vermittlungsstelle kann deshalb die Freimeldung nicht vor einem
bestimmten Zeitpunkt nach dem Absenden des Rufes erwarten. Empfängt die Vermittlungsstelle innerhalb
der hierdurch bekannten Zeit eine Umpolung, so handelt es sich um einen Zusammenstoß. Die Mindiestwartezeit
setzt sich aus folgenden Laufzeiten zusammen:
a) Zum Zweck des Verbindungsaufbaus muß zunächst der Koppler im Konzentrator K 1 und/oder K 2
durchgeschaltet werden. Hierzu wird die Laufzeit eines Steuersignals über die Steuerleitung 51
und/oder 52 und die Durchschaltzeit des Kopplers benötigt. Es ist jedoch möglich, daß die Laufzeit des
Rufpotentials der Vermittlungsstelle über die Konzentratorverbindungsleitung Kl1 und/oder Kl 2
länger ist, weshalb in diesem Fall diese Zeit herangezogen wird;
b) Laufzeil zwischen den Konzentratoren K1
und/oder K 2 und der Vermittlungsstelle EDSund
c) Schleifenlaufzeit zwischen dem Konzentrator K 1 bzw. K 2 und der Datenstation DSt 1 bzw. DSt 2 auf
der Teilnehmeranschlußleitung TIi bzw. TI 2.
Die Datenstation muß also die Freimeldung — wie
oben angegeben, — um mindestens 110 ms verzögern. Bei der beim Teilnehmer üblichen Zeittoleranz von
±30% ergibt das bei einer Übertragungsgeschwindigkeit von 200 Bd. eine Verzögerung von 160 ms. Trifft
eine Umpolung vor dem Zeitpunkt T= 110 ms ein, so
hat die Vermittlungsstelle einen Zusammenstoß erkannt.
Die Verzögerung der Quittung auf einen absteigenden Ruf hat noch weitere Vorteile. Durch die verzögerte
Bewertung wird nämlich verhindert, daß ein kurzer Störimpuls zu einem Fehlanruf führt. Außerdem bleibt
dem Teilnehmer aufgrund der Verzögerung ausreichend Zeit, die Meldung »ankommender Ruf« entgegenzunehmen.
Bei ständig aufnahmebereiten Geräten, z. B. bei einer Datenverarbeitungsanlage, muß eine Reaktionszeit
gewähn werden, nach der angenommen werden kann, daß das Endgerät den ankommenden Ruf
angenommen und sein Programm dementsprechend umgeschaltet hat Die bedingung für die Datenstation
lautet daher:
Ein ankommender Ruf wird bestätigt, wenn die Datenstation betriebs- und empfangsbereit ist, aber
nicht früher als beispielsweise T=IlO ms.
F i g. 2 zeigt das Blockschaltbild einer Anordnung, bei der die Datenstation DSt die Freimeldung um eine Zeit t
verzögert Die Datenstation DSt ist über die Anschlußleitung 77 direkt mit der Vermittlungsstelle EDS
verbunden. Die Laufzeiten 7"1 und T2 in den einander
entgegengesetzten Richtungen können im allgemeinen Fall verschieden sein. An den Klemmen A' I bis Jt 8 treten
folgende Signale auf:
4s
55
k 1: »0« für Wahlaufforderung
£2: »1« für Ruf
k 3: Abirageimpulse
k 4: »0« für Zusammenstoß
k 5: »0« für Rufquitiung
Jt6:»1«fürRuf
Jt 7: »1« für Freimeldung
k 8: »1« für Ruf
Wenn die Vermittlungsstelle EDSeinen absteigenden
Ruf an die Datenstation DSt sendet, so liegt nach vorstehendem am Anschluß JIc 2 das Potential »1«. Da
auch am zweiten Eingang des NAND-Gatters G I das Potential »I« liegt, treten an den Eingängen des Gatters
G 2 die Potentiale »0« und »1« auf. Durch das Potential »0« am Ausgang des Gatters G 1 wird der Zähler Z
gestartet. Der Zähler Z zählt nun die am Anschluß ki
auftretenden Abfragimpulse. Über die Anschlußleitung 77 wird mit Hilfe des Senders 51 das am Ausgang des
Gatters G 2 erscheinende Potential »1« übertragen. Dieses wird vom Empfänger E2 der Datenstation DSt
aufgenommen und an die Datenenu'einrichtung der Datenstation DSt weitergegeben. Ist der Teilnehmer
frei, so liegt nach vorstehendem am Anschluß k 7 und somit am rechten Eingang des NAND-Gatters C6 das
Potential »1«. Am linken Eingang des Gatters G 6 erscheint das Rufpotential »1« erst nach der Verzögerungszeit
des Verzögerungsgliedes i. Damit tritt auch am Ausgang des Gatters G6 das Potential »0« erst nach
dieser Zeit auf. Liegt am Anschluß k 8 und somit am oberen Eingang des Gatters Gl kein Ruf vor, so
erscheinen an den Eingängen des Gatters G 8 die Potentiale »0« und »1« und damit an dessen Ausgang
das Potential »1«. Dieses wird mit Hilfe des Senders 52
über die Anschlußleitung Ti übertragen, vom Empfänger El der Vermittlungsstelle EDSaufgenommen und
an die oberen Eingänge der Gatter G 4 und G 5 weitergegeben.
Der untere Eingang des Gatters G 4 ist mit dem Ausgang a 1 des Zählers Z und der untere Eingang des
Gatters G 5 ist mit dem Ausgang a 2 des Zählers Z verbunden. Am Ausgang a 1 des Zählers Zerscheint das
Potential »1«, wenn das Zählergebnis zwischen n=\ bis n = N nach dem Start des Zählers Z liegt. Dabei
entspricht die Zahl N der Verzögerungszeit des Verzögerungsgliedes t. Liegt also an beiden Eingängen
des Gatters G 4 das Potential »1«, so erscheint an seinem Ausgang k 4 das Potential »0«. Das Potential »0«
zeigt nach vorstehendem einen Zusammenstoß an. Beträgt das Zählergebnis dagegen η = N + 1 und
mehr, so liegt am Ausgang k 5 des Gatters G 5 das Potential »0«. Dieses zeigt nach vorstehendem eine
Freimeldung an.
Dieser letztere Fall ist dann gegeben, wenn — wie oben dargestellt — am Anschluß Jt 8 der Datenstation
DSt kein Ruf vorliegt Sendet dagegen die Datenstation DSt einen aufsteigenden Ruf noch vor dem Ablauf der
Verzögerungszeit, so liegt an den beiden Eingängen des Gatters G 7 das Potential »1« und am Ausgang des
Gatters G 7 erscheint das Potential »0«. An den Eingängen des Gatters G 8 erscheint daher wieder die
Kombination »0«, »1«, und es wird wiederum das Potential »1« zum Empfänger El der Vermittlungsstelle
EDS übertragen. Das Gatter G 4 zeigt dann wie vorstehend beschrieben, einen Zusammenstoß zwischen
aufsteigendem und absteigendem Ruf an.
Die Signale »Rufquittung« und »Zusammenstoß« werden von der Teilnehmeranschlußschaltung an die
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Vermittlungsstelle weitergegeben, deren Steuerung diese Signale auswertet. Bei einem Zusammenstoß
zwischen aufsteigendem und absteigendem Ruf kann die Vermittlungsstelle ein Besetztzeichen zu dem den
absteigenden Ruf abgebenden fernen Teilnehmer senden und diese Verbindung auflösen. Der aufsi
de Ruf des nahen Teilnehmers wird dann aufgenc und die von ihm gewünschte Verbindung
aufgebaut.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
5710
Claims (3)
1. Verfahren zum Erkennen eines Zusammenstoßes zwischen einem von einer Datenstation zu einer ■>
Vermittlungsstelle aufsteigenden und einem von der Vermittlungsstelle zur Datenstation absteigenden
Ruf in einer Datenvermittlungsanlage, bei der die Datenstationen über Übertragungswege mit verschiedenen
Signallaufzeiten mit der Vermittlungs- ι ^ stelle verbunden sind und die ein Rufkriterium
empfangende Datenstation bzw. Vermittlungsstelle eine Quittung zur rufenden Vermittlungsstelle bzw.
Datenstation zurücksendet, dadurch gekennzeichnet,
daß die das Rufkriterium empfangende ■ Datenstation (DSt) bzw. Vermittlungsstelle (EDS)
die Autsendung der Quittung auf das Rufkriterium (Freimeldung bzw. Wahlaufforderung) um eine
Zeitdauer verzögert, die mindestens gleich der Differenz zwischen der längsten und der kürzesten
Signallaufzeit in der Schleife zwischen der Vermittlungsstelle
(EDS) und den Datenstationen (DSt) ist, daß in der das Rufkriterium aussendenden Vermittlungsstelle
bzw. Datenstation die Verzögerungszeit zwischen dem Aussenden des Rufkriteriums und
dem Empfang der Quittung gemessen wird und daß ein Zusammenstoß signalisiert wird, wenn die
genannte Verzögerungszeit kürzer als die längste Signallaufzeit in der Schleife zwischen der Vermittlungsstelle
und den Datenstationen ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vermittlungsstelle die Wahlaufforderung
verzögert und die Datenstation die Zeit zwischen dem Absenden des aufsteigenden Rufes
und dem Eintreffen der Wahlaufforderung bewertet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenstation die Freimeldung
verzögert und die Vermittlungsstelle die Zeit zwischen dem Absenden des absteigenden Rufes
und dem Eintreffen der Freimeldung bewertet.
Priority Applications (13)
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| FR2152595A1 (de) | 1973-04-27 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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