DE2145159B2 - Verdampfungsgettermaterial - Google Patents

Verdampfungsgettermaterial

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DE2145159B2 DE19712145159 DE2145159A DE2145159B2 DE 2145159 B2 DE2145159 B2 DE 2145159B2 DE 19712145159 DE19712145159 DE 19712145159 DE 2145159 A DE2145159 A DE 2145159A DE 2145159 B2 DE2145159 B2 DE 2145159B2
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J29/00Details of cathode-ray tubes or of electron-beam tubes of the types covered by group H01J31/00
    • H01J29/94Selection of substances for gas fillings; Means for obtaining or maintaining the desired pressure within the tube, e.g. by gettering

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  • Vessels, Lead-In Wires, Accessory Apparatuses For Cathode-Ray Tubes (AREA)

Description

Die ternäre Stickstoff-Eisen-Gernmmum-Verbindung kann aus Fe„Ge-Njtrid unter Einschluß geeigneter Mengen von FeGcirNitrid oder Fe3Ge«Nitrid allein bestehen. Die Herstellung dieser Nitride kann zunächst durch Legierung von Eisen und Germanium gefolgt von einer Pulverisierung und anschließender thermischer Nitrierung des erhaltenen Pulvers, beispielsweise in einer Ammoniakgasatmosphäre, erfolgen. Eine Röntgenstrahl-tDiffraktionsanalyse zeigt, daß das so hergestellte Nitrid aus eher gleichzeitigen Ausbildung von Nitriden des Eisens und Germaniums und solche des Germaniums besteht. Das erfindungsgemäße Verdnmpfungsgettermaterial wird unter Druck in ein an einem Ende offenes, leitfähiges Behältnis eingebracht.
Das das Gettermaterial enthaltende leitende Gefäß wird beispielsweise an dem Ende einer Elektronenkanone befestigt, das in den Halsabschnitt einer Kathodenstrahlröhre hineinragt, der dem Schirmabschnitt benachbart ist. Nach dem vollständigen Zusammenbau wird die Röhre mit dem so eingebrachten Gettermaierial ausgeheizt. Nach dem Abdichten und Versiegeln der Röhre wird das Material teilweise durch eine Induktionsheizvorrichtung zur Freisetzung des Stickstoffgases und der Dämpfe des Getters, das in *5 dem Material enthalten ist, verdampft, und zwar durch die Öffnung des Gettergefäßes in der beschriebenen Richtung. Eine Kollision der Getterdämpfe mit dem Stickstoffgas bewirkt, daß erstere in Form eines porösen Films auf den erwünschten Teilen der Innenwandung der Röhre niederschlagen werden.
Die ternäre Stickstoff-Eisen-Germanium-Verbindung, die in dem Verdampfungsgettermaterial gemäß der Erfindung enthalten ist, ist gegeri die beim Ausheizen der Röhre angewandte Erwärmung stabil und garantiert den richtigen Stickstoffgasdruck in der Röhre während des Verdampfer^ des Getters, so daß ein guter Ablenkeffekt auf die Getterdämpfe entsteht. Dadurci wird ein Getterfilm erzeugt, der eine sehr gute Gasadsorptionskapazität aufweist.
Die Erfindung wird im folgenden unter Bezug auf die Zeichnungen und an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Getterbehältnis für ein Verdampfungsgettermaierial,
Fig. 2 den Vergleich der Zersetzungskennlinien zweier ternärer Stickstoff-Eisen-Germanium-Verbindungen und einer bekannten Gasdotierungsverbindung aus Eisennitrid,
Fig. 3 den Verg'eich der Verteilung von Barium so und dessen Filmdicke in einer Kathodenstrahlröhre unter Verwendung eines nicht gasdotierten Gettermaterials, eines Gettermateriais, das einen Zusatz aus einer ternären Stickstoff-Eisen-Germanium-Verbindung enthält, und eines Gettermateriais, das als Gasdotierung Eisennitrid enthält,
Fig. 4 den Vergleich der Gasadsorptionskapazität eines auf den Innenwänden einer Kathodenstrahlröhre ausgebildeten Bariumfilms unter Verwendung von gasdotierten Gettermaterialien mit verschiedenen Gasdotierungsverbindungen.
Fig. 2 zeigt den Verlauf der Zersetzungscharakteristik von FegGe-Nitrid, die mit 1 bezeichnet ist, und von FeGe2-Nitrid, die mit 2 gekennzeichnet ist, die beide als Gasdotisrungsverbindung verwendbar sind, im Vergleich zur bekannten Gasdotierungsverbindung aus Eisennitrid, deren Zersetzungskennlinie mit 3 iie7cichnet ist. AuJ der Abszisse ist die Erwärmungstemperatur in 0C und auf der Ordinate der Druck in Torr des zersetzten Stickstoffgases aufgetragen. Eisennitrid Fe4N jwrfäHt unter Freisetzen von Stickstoff im wesentlichen bei 500'3C mit einem Maixmaldruck bei etwa 8000C, Die Zersetzung ist bei 95O°C weitgehend abgeschlossen. Wie bereits erwähnt, beginnt sich Eisennitrid daher schon während des Ausheizens der Röhre zu zersetzen, was im allgemeinen bei einer Temperatur von 450"C bis 5000C erfolgt. Dadurch kann es sehr leicht passieren, daß der eigentliche Zweck, genügend Stickstoffgas freizusetzen, wenn das Gettermaterial verdampft, nicht erreicht wird. Versuche haben nun gezeigt, daß bei einet Wahl der Anlaufzeit (d, h. der Zeit, die bis zum Beginn der Verdampfung eines Gettermateriais nach Einschaltung der Heizung) von 8 Sekunden das im Gettermaterial, das eine Gasdotierungsverbindung aus Eisennitrid enthält, enthaltene Barium ttenn zu verdampfen beginnt, wenn der in der Röh'fe freigesetzte Stickstoff einen Druck erreicht, der einem Drittel des maximal zu erreichenden Druckes entspricht. Das Eisennitrid beginnt sich dann zu zerset'»n, und der freigesetzte Stickstoff erreicht einen Maximaldruck etwa 3 Sek. nach dem Beginn der Verdampfung des Bariums. Da vor der Verdampfung des Bariums noch immer ein relativ niedriger Gasdruck herrscht, erfolgt dessen Ausbreitung nach dem Verdampfungsbeginn während mehrerer Sekunden relativ rasch. Dies führt zu heftigen Kollisionen zwischen den B.ariumdämpfen und den Molekülen des freigesetzten S.tickstoffgases, so daß ein Teil der Bariumdämpfe gegen die Elektronenkanone gestreut wird. Außerdem führt das vorhandene Stickstoffgas in diesem Fall nicht in befriedigendem Maße dazu, daß die Bariumdämpfe in einem guten porösen Getterfilm niedergeschlagen werden, obgleich das Gas die Bariumdämpfe gut verteilt. Die durchgeführten Untersuchungen zeigten weiter, daß das nach der maximalen Zersetzung des Eisennitrid freigesetzte Gas rasch durch den bereits niedergeschlagenen Bariumfilm adsorbiert wird. Das bei der Zersetzung des Eisennitrids freiwerdende Stickstoffgas wirkt etwa 12 Sekunden nach Verdampfungsbeginn auf die Bariumdämpfe, um diese abzulenken. Wird das Gettermaterial dagegen langer als 12 Sekunden beheizt, so verschwindet der erwähnte Ablenkeffekt, da der Gasdruck in der Röhre bereits reduziert wird, und die entstehenden Bariumdämpfe können leicht an den Frontabschnitt der Röhre gelangen. Außerdem wird ein frischer, glatter Bariumfilm auf der bereits niedergeschlagenen erwünschten porösen Schicht ausgebildet. Bei den verwendeten Röhrentypen und den dafür erforderlichen Bariummengen ist es ziemlich schwierig, das Verdampfen des Gettermateriais innerhalb von ^Sekunden zu beenden, um die erwähnten Schwierigkeiten zu vermeiden.
Fig. 1 zeigt ein leitfähiges Getterbehältnis 5, das an einem Ende eine öffnung 4 aufweist, in die unter Druck eine gleichmäßige Mischung 6 einer Gasdolietungsverbindung aus Fe2Ge-Nitrid und einem Getter aus einer Aluminium-Barium-Legierung gefüllt ist, die kleine Anteile an Nickelpulver enthält. Das Fe8Ge-Nitrid kann durch Legierung von Eisen und Germanium, ?ulverisierung der Legierung auf eine durchschnittliche Teilchengröße von unter 35 Mikron und anschließender Nitrierung des Pulvers in einer Ammoniakatmosphäre bei einer Temperatur von etwa 5501C hergestellt werden. Das Gettermaterial mit dem Behältnis gemäß Fig. 1 wird am Ende einer nichtgezeig-
5 6
ten Elektronenkanone befestigt, die in eine Röhre Unter Bezug auf Fig. 3 wird nun die Verteilung und
eingebracht ist, und wird nach Abschluß des Aus- Dicke eines Bariumfilms näher erläutert, der in einer
heizens und Versiegeins der Röhre einer Hochfre- 17 Zoll-Fernsehröhre niedergeschlagen wurde, und
quenzerwärmung ausgesetzt. zwar bei Verwendung verschiedener Ausführungsfor-
Wird das im Behältnis gemäß Fig. I enthaltene 5 men des erfindungsgemäßen Gettermaterials, die jedoch
Gettermaterial abgebrannt, so daß dessen Verdamp- alle 70 mg Barium enthielten. Die Abszisse gibt jene
fung beginnt, so ist der Druck des Stickstoff gases, das Punkte auf der Innenwand der Röhre wieder, an denen
aus der Zersetzung des Fe2Ge-Nitrids (s. 1 in Fig. 2) die Messung vorgenommen wurde, und auf der Ordi-
freigesetzt wird, bereits auf einem Wert, der zwei Drit- nate ist der Gewichtsprozentanteil des niedergeschla-
teln des maximalen Drucks entspricht. Dieser Druck io genen Bariumfilms in bezug auf die Gesamtmenge
ist wesentlich höher als der Druck des Stickstoffs, des im Gettermaterial enthaltenen Bariums aufgetra-
der aus der zuvor erwähnten Gasdotierung des Fe4N gen. Bezugszeichen 10, 11 und 12 kennzeichnen jeweils
vor der Verdampfung des Bariums freigesetzt wurde. die Fälle, bei denen ein Bariumgettermaterial ohne
Der Druck der letztgenannten Gasdotierung erreichte Gasdotiermittel, ein Bariumgettermaterial, das mit
dabei erst ein Drittel des maximal zu erreichenden 15 FeaGe-Nitrid dotiert war, und schließlich ein Getter-
Druckes. material, das mit Fe4N dotiert war, verwendet wurde.
Die Versuche haben weiter ergeben, daß wie beim Die mit einem »f« versehenen Zahlen am Fuß der Verdampfen eines Gettermaterials in einer Zusammen- Säulen entlang der Abszisse kennzeichnen die relative setzung, die als Gasdotiermittel Fe4N enthält, das Dicke des Films, der auf den Innenwänden des Hals-Stickstoffgas in der Röhre bereits 2 Sekunden nach ao abschnitts I, der Seite II des nahe dem Halsabschnitt Beginn der Verdampfung des Bariums den Maximal- liegenden Trichterabschnitts, der Seite III des Trichterdruck erreicht und daß das nach Erreichen des Maxi- abschnitts, der an die Schirmplatte angrenzt, und auf maldrucks entstehende Stickstoffgas durch einen be- der Schirmplatte IV niedergeschlagen wurde. Der reits niedergeschlagenen Beriumfilm adsorbiert wurde. Gewichtsprozentanteil und die Dicke des auf den
Beim Verdampfen eines Gettermaterials in einer 25 Innenwänden des Schirmplattenabschnitts IV oder Zusammensetzung, die als Gasdotiermittel Fe2Ge- dem Fluoreszenzschirm niedergeschlagenen Barium-Nitrid enthielt, wurde Stickstoff während einer relativ films läßt erkennen, daß das Gettermaterial gemäß der langen Zeitperiode freigesetzt, bevor die Verdampfung Erfindung eine beträchtliche Verbesserung gegenüber des Bariums zu kräftig wurde, und es steig der Gas- dem Stand der Technik bringt,
druck in der Röhre an. Es wurde verhindert, daß 30 Wie bereits beschrieben, ist es sehr wichtig zu ver-Bariumdämpfe rasch entwickelt wurden, was heftige hindern, daß der Bariumgetter sich unnötigerweise, Kollisionen mit dem Stickstoffgas zur Folge gehabt beispielsweise auf die im Halsabschnitt angeordneten hätte. Vielmehr fanden relativ gedämpft ablaufende Elektroden niederschlägt, und zwar dadurch, daß das Kollisionen während einer relativ langen Periode Gettermaterial in der Röhre nach dem »Abschießen« statt, und es war während der ganzen Zeit freigesetz- 35 in rückwärtiger Richtung getrieben wird. Es wurde tes Stickstoffgas unter ausreichendem Druck vor- gefunden, daß bei Verwendung eines erfindungshanden. gemäßen Gettermaterials der in rückwärtiger Richtung
In Fig. 4 ist die Kohlenmonoxid-Adsorptionskapa- »strahlende« Anteil des Bariumgetters sehr kleir
zität eines in einer 16-Zoll-Fernsehröhre aufgebrachten gehalten wird.
Bariumfilms dargestellt, der aus Gettermaterialien 40 Es werden nun die Versuche beschrieben, mit dener
gebildet wurde, die als Gasdotiermittel Fe2Ge-Nitrid verglichen wurde, welche Anteile des in rückwärtige!
gemäß der Erfindung und Fe1N nach dem Stand der Richtung abgestrahlten Bariumgetters in einer 13-Zoll
Technik enthielten. Auf der Ordinate ist die Adsorp- Fernsehröhre bei verschiedenen Gettermaterialiei
tionsgeschwindigkeit (cm3 · see-1) aufgetragen, mit feststellbar waren, die alle 90 mg Barium enthielten
der der Bariumfilm Kohlenmonoxyd adsorbiert, 45 Es wurden folgende zurückgestrahlte Bariumgetter
während die Abszisse die Menge des Kohlenmonoxyds anteile festgestellt:
(in Torr · cm3) t-.iedergibt, die adsorbiert wurde, a) Bariumgettermaterial ohne Gas-
bevor die erwähnte Adsorptionsgeschwindigkeit er- dotiermittel 0 45 me
reicht wurde.Die Menge an auf den Innenwänden b) mit FN dotiertes " Getter " (der '
der Röhre niedergeschlagenen Barnims betrug 60 mg. so maxmiafe stickstoff gasdruck in der
DfS Kurve 7 gibt die Verhältnisse fur ein Banumgetter Rönre ^^ m 4 . 10_2 Tofr ^
wieder, das mit ausreichenden Mengen an Eisennit^d stimmt) 2 0 me
dotiert war, um zu gewährleisten, daß das freigesetzte c) mh Fe8Ge-NUrId" dötieAes Getter '
Stickstoffgas einen Maximaldruck ycm 4,6 · 10* Torr (maximaler Stickstoffgasdruck in der
erreicht, wahrend die Kurve 8 die Verhaltnisse bei 55 Röhre· 5 6 · 10-* Torrt 09 me
einem Banumgetter wiedergibt, das mit einer ausrei- ^ p^ dotiertes Gette; \^^r ' g
chenden Menge von FejGe-Nitnd dotiert war, um die sückstoffgasdruck in der Röhre:
Freisetzung von Stickstoffgas mit einem Maximaldruck 7 s . tn-aTnrri 10 ™»
von 7 · 10-* Torr zu gewährleisten. Die Kurve 9 7'5 X^ ΤθΓΓ) lfi m8
dagegen zeigt die Verhältnisse bei einem Bariumgetter, 60 pie angegebenen Versuchsdaten zeigen, daß sfr
das mit einer ausreichenden Menge von Fe^Ge-Nitrid bei einem erfindungsgemäßen Gettermaterial, bei de
dotiert war, um die Frcisetzinig von Stickstoff gas mit der FejGe-Nitridgehalt als Gasdotiermittel so gesteui
einem Maxirrtaldruck von 4,6 · 10-* zu gewährleisten. ist, daß der richtige Maximaldruck des Stickstoffgas
Wie die Fig. 4 erkennen läßt, zeigen die Bariumfilme in der Röhre entsteht, der nach rückwärts abgestrah]
aus einem Gettermaterial gemäß der Erfindung 65 Anteil des Bariums ganz wesentlich vermindern läl
(Kur/en 8 und 9) wesentlich größere Gasadsorptrons- Im Gegensatz dazu hat ein Gettermaterial ohne Gs
kapazität als ein Film, der aus einem nach bekannter dotiermittel den Nachteil, daß Barium in beträcl
Weise dotierten Gettermaterial entstand. liehen Mengen auf dem fluoreszierenden Schirm ni
dergeschlagen wird, obgleich der aus einem solchen Material im rückwärtigen Teil der Röhre niedergeschlagene Anteil insgesamt auf Grund der Verhältnisse und des mechanischen Aufbaus kleiner gehalten werden kann.
Bei rdrbfernsehröhren ist es unbedingt erforderlich, daß der rückwärts abgestrahlte Anteil des Bariums möglichst klein gehalten wird. Aus den oben angegebenen Daten ist ersichtlich, daß sich mix einem erfindungsgemäßen Gettermaterial dieser Anteil des Bariumniederschlags beträchtlich vermindern läßt, so daß den erwähnten Forderungen genügt werden kann. Photographien des Inneren des Halsabschnitts einer Fernsehröhre bestätigen weiter diesen Vorteil der Erfindung.
Es wurde ein Gettermaterial beschrieben, das gemäß der Erfindung als Gasdotiermittel Fe2Ge-Nitrid enthielt. Es wurde jedoch ermittelt, daß auch Gettermaterialien, die als Gasdotiermittel eine Mischung aus Fe2Ge-Nitrid und FeGe2-Nitrid enthielten, die gleiche vorteilhafte Wirkung wie das bisher beschriebene Gettermaterial aufweisen. Als Beispiel sei ein Gettermaterial mit einem so gemischten Gasdotiermittel beschrieben.
Zunächst wurde eine FeGe2-Legierung hergestellt, die anschließend zu einer Partikelgröße von weniger als 35 Mikron pulverisiert wurde. Dieses Pulver wurde in einer Ammoniakatmosphäre bei einer Temperatur von etwa 750 C nitriert. Anschließend wurde Fe2Ge-Nitrid in gleicher Weise wie zuvor beschrieben hergestellt. Ein Gasdotiermittelgemisch, das hauptsächlich aus Fe2Ge-NUHd mit einem guten Anteil an FeGe2-Nitrid bestand, wurde ein leitfähiges Behältnis 5
ίο zusammen mit einem Getter aus einer Barium-Aluminiumlegierung eingebracht, die Nickelpulver enthielt, um insgesamt ein gewünschtes Gettermaterial zu erhalten. An einer Fernsehröhre ließ sich bei Verwendung dieses Gettermaterials zeigen, daß der Bildschirm mit wesentlich weniger Anteil an Barium beaufschlagt wurde als bei Verwendung eines Gettermaterials, das nur ein einziges Gasdotiermittel enthielt.
Es wurde weiter gefunden, daß sich der Bariumniederschlag insbesondere auf dem Bildschirm wesent·· Hch dann vermindern ließ, wenn der Gehalt an Gasdotiermittel in einem Gettermaterial so gewählt wurde, daß das Stickstoffgas in der Röhre bis zu einem Druck von 5 bis 8 · 10-2 Torr anstieg (ein Maximaidruck dei bei Zersetzung des Gasdotiermittels entsteht).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

  1. dabei angewandten Verfahren treffen die Dämpfe eines
    Patentansprüche; Gettermaterials, beispielsweise Bariumdämpfe, die aus
    dem in dem gasdotierten Gettermaterial enthaltenen
    1T Verdampfwngsgettermaterial für Kathoden- Barium freigesetzt werden, auf die Gase — beispielsstrahlröhren mit einem mindestens eine Stickstoff- 5 weise Stickstoff —, die aus der in dem Material ent-Eisen-Verbindung enthaltenden Zusatz, da- haltenen Gasdoüerung freigesetzt werden, auf, wodurch gekennzeichnet, daß der Zusatz durch die Ausbreitungsrichtung der Bariumdämpfe aus einer oder einem Gemisch mehrerer ternärer so abgelenkt wird, daß sie nicht auf den Bildschirm Stickstoff-Eisen-Germanium-Verbindungen besteht. der Röhre auf treffen. In diesem Fall wird die Energie
  2. 2. Verdampfungsgettermaterial nach Anspruch I, io der Bariumdämpfe so vermindert, daß diese sHi auf dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatz aus den Innenwänden der Röhre unter Bedingungen fest-FejGe-Nttrid besteht. setzten, bei denen die intermolekularen Bindungskräfte
  3. 3. Verdampfungsgettermaterial nach Anspruch 1, des Bariums derart geschwächt sind, daß sich ein dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatz aus einem poröser Getterfilm ausbildet. Auf Grund der Porosität Gemisch aus Fe2Ge-Nitrid und FeGea-Nitrid be- 15 des auf diese Weise niedergeschlagenen Bariumfilms steht. " ergibt sich eine größere Gasadsorptionskapazität.
    Aus der deutschen Offenlegungsschrift 1514 562
    is' ebenfalls ein gasdotiertes Gettermaterial mit einem
    mindestens eine Stickstoff-Eisen-Verbin-Oung ;nthal-
    20 tenden Zusatz bekannt, aus dem bei thermischer Zer-
    Setzung Stickstoff und üblicherweise verwendete Getter, wie etwa Barium, freigesetzt werden. Dieses Material wird unter Druck in ein GetterbehäUnis eingebracht.
    25 Dieses bekannte gasdotierte Gettermaterial hat jedoch den Nachteil, daß eine Stickstoff-Eisen-Ver-
    Die Erfindung hetrifft ein VerdainpFungsgettermate- bindung sich sehr leicht bei relativ niedtigen Temperarial für Kathodenstrahlröhren mit einem mindestens türen zersetzt, auf die die gesamte Röhre während des eine Stickstoff-Eisen-Verbindung enthaltenden Zusatz. Evakuierens oder Ausheizens erwärmt wird, mit der
    Bei der Herstellung einer gewöhnlichen Elektronen- 3° Folge, daß das dabei freigesetzte Stickstoffgas bereits röhre wird ein Getterfilm, beispielsweise aus Barium, entwichen ist, bevor es zu der erwünschten Kollision auf den Innenwänden der Röhre niede-^eschlagen.Wird mit den Bariumdämpfen kommt, d. h., das dann noch ein Gettermaterial zur Ausbildung eines Getterfilm- aus der Stickstoff-Eisen-Verbindung freigesetzte Stickniederschlags auf die Innenwände dt/ Röhre aufge- stoffgas kann auf Grund der aufgezeigten spezifischen dampft, so geschieht dies möglichst in der Weise, daß 35 Zersetzungseigenschaften die Ausbreitungsrichtung der der Dampfniederschlag des Materials sich nicht auf Bariumdämpfe nur noch für eine zu kurze Zeitperiode anderen Teilen der Röhre, z. B. auf dem Schirm und ablenken. Da das erwähnte gasdotierte Gettermaterial den Elektronenkanonen einer Fernsehröhre, absetzt. dazu bestimmt ist, die Ausbreitungsrichtung der Ba-
    Wird ein GeUerfilm auf den Innenwänden einer riumdämpfe durch Kollision mit Stickstoff abzulenken, Kathodenstrahlröhre niedergeschlagen, so bestehen die 4° der aus der Zersetzung der Stickstoff-Eisen-Verbindung üblichen Maßnahmen zur Verhinderung einer Beein- entsteht, muß zunächst eine ausreichende Menge trächtigung der Bildhelle aufgrund eines Getterdampf- Stickstoff vor dem Verdampfen des Bariums erzeugt niederschlags auf der Fluoreszenzfläche der Röhre sein. Wie jedoch bereits erwähnt, ist ein Teil der beispielsweise dari.T, daß ein Getterbehältnis mit der Stickstoff-Eisen-Verbindung während des Ausheizens Getterzusammensetzung am Ende der Röhrenelektro- 45 schon zersetzt worden, was im allgemeinen bei den so befestigt ist, daß die Verdampfungsfläche des Temperaturen von 450 bis 500 C erfolgt. Weiterhin Gettermaterials gegen die anderen Abschnitte der zersetzt sich die Stickstoff-Eisen-Verbindung schnei! Röhrenwandung und nicht gegen den Bildschirm der bei einer Temperatur, bei der auch das Barium zu Röhre gerichtet ist, so daß die austretenden Getter- verdampfen beginnt (bei etwa 800 C). Daraus ergeben dämpfe in eine gewünschte Richtung gelenkt werden. 50 sich Schwierigkeiten, die Richtung zu steuern, in die
    Die Kathodenstrahlröhre eines Fernsehempfängers die Bariumdämpfe verteilt werden sollen. Auch die — im folgenden auch kurz als Röhre bezeichnet — Ausbildung eines porösen Bariumfilms ist nicht einweist einen Schirmabschnitt, einen konischen Teil und wandfrei gewährleistet. Da es weiterhin erwünscht ist einen Hai'sabschnitt auf. Bei Röhren für große Ablenk- einen Getter langsam zu verdampfen, ist es in dei winkel oder solche mit engem Halsabschnitt ergeben 55 Praxis schwierig, die Zeit für den Verdampfungsvor sich bei den erwähnten Maßnahmen zur Verhinderung gang auf die Periode zu begrenzen, in der die Stick des Niederschlags von Getterdämpfen auf dem Bild- stoff-Eisen-Verbindung vollständig zersetzt wird, schirm Schwierigkeiten, da sieh diese Dämpfe mehr Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde
    oder weniger linear ausbreiten. Insbesondere bei Färb- ein Verdampfungsgettermaterial für Kathodenstrahl bildröhren mit einer größeren Elektrodcnanzahl, bei 6o röhren mit einem mindestens eine Stickstoff-Eisen der der Anteil an Restgasen relativ hoch ist, ist es Verbindung enthaltenden Zusatz zu liefern, das wäh erwünscht, einen Getterfilm nur auf der Innenfläche rend des Ausheizens der Kathodenstrahlröhre ther des konischen Abschnitts allein niederzuschlagen, ohne misch stabil ist und Stickstoff über einen längere! daß sich ein Anteil auch auf dem Schirmabschnitt Zeitraum freisetzt, niederschlägt. 65 Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemä
    Um diesem Erfordernis zu genügen, ist es aus der ein Zusatz vorgeschlagen, der aus einer oder aus einer deutschen Offenlegungsschrift I 514 552 bekannt, ein Gemisch mehrere ternärer Stickstoff-Eisen-Germa pasdotiertes Gettermaterial zu verwenden. Nach dem nium-Verbindungen besteht.
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