DE214029C - - Google Patents

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DE214029C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D29/00Hand looms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 214029 KLASSE 86 c. GRUPPE
LUISE HAMKENS in FLENSBURG. Tischhandwebstuhl.
Zusatz zum Patente 212864 vom 5. Januar 1908.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Mai 1908 ab. Längste Dauer: 4. Januar 1923.
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des Handwebstuhles nach Patent 212864. Das wesentliche Merkmal des Stuhles besteht darin, daß das Stuhlgestell drehbar in dem tragenden Tischgestell angeordnet ist, so daß er durch einfaches Umlegen und Feststellen in der jeweiligen Lage als Hoch- oder als Flachwebstuhl verwendet werden kann. Ein weiteres Merkmal des Stuhles besteht darin, daß der Ketten- und der Warenbaum und die Lade nicht mehr der jeweiligen Verwendung als Webstuhl mit stehender oder liegender Webkette entsprechend umgelagert zu werden brauchen, sondern in festen Lagern angeordnet sind, und daß nur der Drehpunkt der Lade dem jeweiligen Zweck entsprechend verstellt wird. ■
Da das Stuhlgestell vollständig von dem Tischgestell trennbar ist, so ist es möglich, nach erfolgtem Abschnüren der Schäfte von den Tritten und Herausnehmen des Blattes aus der Lade das Stuhlgestell mit der Kette, den Schäften und dem Blatt aus dem Tischgestell zu entfernen und in das letztere wieder ein eine andere Arbeit tragendes Stuhlgestell einzusetzen.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 einen Hochwebstuhl in Seitenansicht in der Stellung als . .Hochwebstuhl, Fig. 2 den Webstuhl mit liegender Kette.
Das Stuhlgestell besteht aus den beiden Seitenpfosten i, die durch die Querriegel 2, 3 verbunden sind, von denen der erste als Streichbaum, der zweite als Brustbaum dient. An den Seitenpfosten sind die Lagerböcke 4 für den Kettenbaum 5 und den Warenbaum 6 befestigt. Die Lade 7 ist bei dem in Fig. 1 und 2 dargestellten Stuhl an dem äußeren Ende von an den Seitenpfosten 1 scharnierartig befestigten Tragarmen 8 drehbar gelagert und wird in bekannter Weise durch auf der Drehachse angeordnete Federn stets in der rückwärtigen oder oberen Stellung gehalten. Die Feststellung der Tragarme 8 in den für den Hoch webstuhl und den Webstuhl mit liegender Kette bestimmten Stellungen erfolgt mit Hilfe der Schienen 9, die mit mehreren Ausschnitten versehen sind. Wenn der Stuhl z. B. als Hochwebstuhl (Fig. 1) benutzt wird, so werden die Schienen 9 mit ihrem obersten Ausschnitt 10 in an den Seitenpfosten 1 vorgesehenen Stiften 11 befestigt. Beim liegenden Webstuhl (Fig. 2) wird der zweite Ausschnitt 12 der Schienen 9 mit den Stiften 11 in Eingriff gebracht. Der' letzte Ausschnitt 13 der Schiene 9 dient dazu, die Tragarme 8 im zusammengeklappten Zustande des Stuhlgestelles an den Stiften 13' zu befestigen. Die Schäfte 14 werden in bekannter Weise in den Führungen 15 mittels eines Hebelsystems bewegt, das seinen Antrieb von den mit den Tritten 16 verbundenen Schnurscheiben 17 erhält.
Der Tisch, auf dem das Stuhlgestell angeordnet ist, besteht aus den beiden zusammenklappbaren Seitenteilen 18, die durch Stan-
gen 19 miteinander verbunden sind. An den oberen Enden der Seitenteile 18 sind die wagerechten Träger 20 befestigt, die Schlitze 21 zur Aufnahme der Drehzapfen 22 des Stuhlgesteiles besitzen, welche in den Schlitzen mit Hilfe geeigneter Mittel, wie Flügelschrauben, festgestellt werden können. Zur weiteren Feststellung des Stuhlgestelles in der lotrechten und wagerechten Stellung dienen Stifte 23, die beim Hochwebstuhl (Fig. 1) durch in den Seitenteilen vorgesehene Löcher 24 und am Stuhlgestell befindliche Ohren 25 gesteckt werden, während zur Feststellung des liegenden Webstuhles (Fig. 2) die Stifte 23 durch in den wagerechten Trägern 20 und in den Seitenteilen ι des Stuhlgestelles vorgesehene Löcher 26 bzw. 27 gesteckt werden.
Nach Lösen der Flügelschrauben auf den Drehzapfen 22 des Stuhlgestelles und Herausziehen der Stifte 23 kann das Stuhlgestell in die gewünschte Stellung gedreht oder ganz herausgenommen und durch ein anderes Stuhlgestell ersetzt werden. Anstatt den Seitenteilen 18 die Gestalt eines Dreiecks zu geben, kann man sie auch nach Art eines Rechtecks gestalten. ■

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Tischhandwebstuhl nach Patent 212864, dadurch gekennzeichnet, daß die Weblade, der Ketten- und der Warenbaum zwecks Vermeidung mehrerer Lagerstellen in festen Lagern des Stuhlgestelles gelagert sind und letzteres drehbar im Tischgestell angeordnet und auswechselbar ist.
    Tischhandwebstuhl nach Anspruch 1,
  2. 2.
    dadurch gekennzeichnet, daß die Lade in am Stuhlgestell scharniertig befestigten Armen gelagert ist, die mit Hilfe von Stellschienen in den erforderlichen Stellungen festgestellt werden können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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