DE213852C - - Google Patents

Info

Publication number
DE213852C
DE213852C DENDAT213852D DE213852DA DE213852C DE 213852 C DE213852 C DE 213852C DE NDAT213852 D DENDAT213852 D DE NDAT213852D DE 213852D A DE213852D A DE 213852DA DE 213852 C DE213852 C DE 213852C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shaft
peat
generator
tar
pipe
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT213852D
Other languages
English (en)
Publication of DE213852C publication Critical patent/DE213852C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10J—PRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00—Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels
    • C10J3/58—Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels combined with pre-distillation of the fuel
    • C10J3/60—Processes
    • C10J3/64—Processes with decomposition of the distillation products

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)

Description

KAISERLICHES
Bei der Vergasung von Torf ist es notwendig, auch solche Sorten von Torf verbrauchen zu können, welche mehr als 45 Prozent Wasser enthalten. Verwendet man zu diesem Zwecke Gasgeneratoren üblicher Konstruktion, so treten nach jedesmaliger frischer Füllung so viel Wasserdämpfe auf, daß die Kondensierung derselben große Schwierigkeiten bereitet und man ein minderwertiges Gas er- hält.
Durch die vorliegende Erfindung wird dieser Ubelstand dadurch beseitigt, daß man drei Generatoren zu einem System vereinigt und den frisch aufgefüllten Torf in einem dieser Generatoren entwässert, die gebildeten Wasserdämpfe gesondert abzieht und dieselben in dem am heißesten gehenden Generator in Wassergas überführt, während die in den im normalen Betriebe befindlichen Gasgeneratoren
ao erzeugten Teer- und Ammoniakdämpfe gesondert aufgefangen werden.
Man hat zwar bereits auch früher schon bituminöse Brennstoffe in der Weise in zwei, drei oder mehr Generatoren behandelt, daß man die teerhaltigen Gase des frisch aufgefüllten Generators durch die glühende Schicht eines oder mehrerer heiß gehender Generatoren geführt hat. Hier wurde jedoch nur beabsichtigt, die teerhaltigen Gase, welche in dem mit bituminösen Brennstoffen frisch aufgefüllten Generator entstehen, beständig zu machen. Hierbei kann aber offenbar weder ein über 45 Prozent Wasser enthaltender Torf
verwendet werden, noch können die teer- und ammoniakhaltigen Gase gesondert aufgefangen werden, da diese Gase mittels Durchströmens durch heiße Koksschichten haltbar gemacht werden. Durch das vorliegende Verfahren wird demnach ein vollkommen anderes Produkt erzielt als durch die bekannten Verfahren.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein zur Ausführung des Verfahrens dienender dreiteiliger Schachtofen in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι die drei Schächte nach dem Schnitt A-B-C-D der Fig. 3,
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt nach Linie E - F der Fig. 3,
Fig. 3 einen wagerechten Schnitt des Ofens, Fig. 4 die Oberansicht desselben.
Jeder Generatorschacht ist außer der Füllvorrichtung α mit einem Gasabzugsrohr b und einem Abzugsrohr c versehen (vgl. Fig. 2).
Die Gasabzugsrohre b von I, II und III sind durch Glocken verschließbar und vereinigen sich in dem Kasten d, an welchem sich die Kondensation und der Gaswäscher anschließen.
Die' Abzugsrohre c lassen sich durch die Ventile e und f mit dem Ringrohr g bzw. mit dem ins Freie führenden Rohr h in Verbindung bringen. Von dem Ringrohr g gehen Rohre i zu den Unter win dgebläsen K1, K2, ΚΆ, so daß aus jedem der drei Retortenschächte die Unterwindgebläse saugen können. .
Um jederzeit gleichmäßig zusammengesetzte

Claims (2)

Generatorgase zu erhalten, wird der Betrieb in folgender Weise geführt: Nachdem alle drei Schächte nacheinander in Betrieb gesetzt worden sind, wird der Inhalt von Schaht I bis zur Zone ζ ζ zuerst heruntergesunken sein. Das Unterwindgebläse K1 wird abgestellt, Rohr b nach d hin abgesperrt, Glockenventil e} bleibt geschlossen und ein kleines Gebläse im Abzugsrohr A1 wird ίο angestellt. Jetzt öffnet man (J1 und füllt den Generatorschacht I bis λ; λ; mit frischem Torf, worauf ax geschlossen wird. In Schacht II ist unterdessen das Material bis y2 y2 und in Schacht III bis yx J1 gesunken. Schacht II ist in höchster Glut und Schacht III im normalen Betriebe. Von Schacht I wird nun f und β umgestellt und das Unterwindgebläse K2 durch Öffnen der Drosselklappen des Rohres i2 in direkte Verbindung mit Schacht I gebracht, so daß die in I gebildeten Wasserdämpfe durch die glühende Koksschicht von Schacht II hindurchgeblasen und in Wassergas umgesetzt werden. Nach einer gewissen Zeit ist der in Schacht I befindliche Torf entwässert und wird dieser Schacht direkt mit eigenem Unterwindbetrieb durch Rohr B1 an die Kondensation angeschlossen. Die Situation ist jetzt folgende: Schacht II ist bis zz, Schacht III bis y2y2 und Schacht I bis J1 y, angefüllt. Es erfolgt Umstellung der Ventile bei Schacht II wie vorher bei I; Schacht III befindet sich in höchster Glut, I im normalen Betriebe und Schacht II wird frisch mit Torf gefüllt und die Verbindung mit Schacht III hergestellt. In bestimmten Perioden werden nun die Füllungen der einzelnen Schächte vorgenommen ; der in normaler Füllung arbeitende Schacht liefert stets Teer und Zersetzungswasser, so daß die im Torf enthaltenen wertvollen Bestandteile als Teer, Ammoniak, Essigsäure und Methylalkohol gewonnen werden. Das Generatorgas läßt sich durch Wäscher vollständig rein herstellen, um es in Gasmaschinen direkt verwenden zu können. Pate NT-A ν sr küche:
1. Verfahren zur Entgasung und Ver-.gasung von Torf und ähnlichen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß drei Gasgeneratoren derart nacheinander beschickt werden, daß der eine heiß geht, der zweite sich im normalen Zustande befindet, während der dritte den frischen, neuen Brennstoff erhält, wobei der Betrieb so geleitet wird, daß der in dem frisch beschickten Generator entwickelte Wasserdampf in die hochglühende Brennstoffschicht des am heißesten gehenden Generators geschickt wird und hier mit dem glühenden Kohlenstoff Wassergas bildet, während die aus
. dem Teer aufsteigenden Teer- und Ammoniakdämpfe gesondert aufgefangen werden.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein alle drei Generatorschächte verbindendes Ringrohr (g), das die aus dem Torf entwickelten Wasserdämpfe aufnimmt und verteilt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT213852D Active DE213852C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE213852C true DE213852C (de)

Family

ID=475467

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT213852D Active DE213852C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE213852C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1496366B2 (de) Verfahren zur beseitigung von relativ feuchten abfaellen durch vergasung
EP0119648A2 (de) Verfahren zum Vergasen fester Brennstoffe im Wanderbett und im Wirbelbett
DD145180A3 (de) Verfahren zur druckent-und-vergasung von rohbraunkohle
DE556603C (de) Verfahren zur Erzeugung von Starkgas durch Vergasung von Brennstoffen unter erhoehtem Druck
DE620392C (de) Verfahren zum Erzeugen eines kohlensaeurearmen Starkgases
AT123854B (de) Verfahren zur Erzeugung von Wassergas oder wassergasähnlichen Gasgemischen aus Stein- oder Braunkohle.
DE710724C (de) Verfahren zur Herstellung eines kohlenwasserstoffarmen Kohlenwassergases im Wechselbetrieb
DE391936C (de) Verfahren zum Erzeugen von Mischgas in zwei Generatoren
DE549249C (de) Verfahren zur Erzeugung von Wassergas oder wassergasaehnlichem Gasgemisch aus Stein-oder Braunkohlen
DE368962C (de) Verfahren zur Erzeugung von Wasser- oder Halbwassergas aus entgastem kohlenwasserstoffhaltigen Brennstoff
AT124062B (de) Verfahren und Apparat zur Entgasung und Vergasung bituminöser Brennstoffe in Wechselbetriebgeneratoren.
DE504021C (de) Stadtgaserzeugung aus Schwelgasen bituminoeser Brennstoffe
DE48179C (de) Neuerungen an Apparaten zur Darstellung von Gas aus Kohlen.
DE594639C (de) Kohlenwassergaserzeuger
DE684372C (de) Fahrzeuggaserzeuger fuer teerhaltige Brennstoffe
DE520171C (de) Gaserzeuger
AT147798B (de) Destillationseinrichtung zur Herstellung von Stadtgas bzw. Kohlenwassergas aus Braunkohle und aus andern Brennstoffen geringeren Heizwertes.
AT156174B (de) Verfahren zur Herstellung von Kohlenwassergas.
DE459593C (de) Verfahren zum vollstaendigen Vergasen von Kohle
DE972925C (de) Verfahren zur kontinuierlichen Entgasung feinkoerniger bituminoeser Stoffe
AT65169B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Vergasung von flüchtige Bestandteile enthaltenden Brennstoffen.
DE679961C (de) Verfahren zum Erzeugen eines Wassergases bestimmter Zusammensetzung, insbesondere von Synthesegas, aus festen Brennstoffen
DE582495C (de) Verfahren zur Herstellung von Wassergas
CH103402A (de) Verfahren zur Herstellung von Wassergas.
AT114865B (de) Verfahren zur Verarbeitung feuchter Brennstoffe in einem Generator- bezw. Schwelschacht durch Innenbeheizung.