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Vorrichtung zun Schneiden von Folienstreifen zu Abschnitten beliebiger
Forn Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Ausschneiden von beliebig
geformten Abschnitten aus Folie, insbesondere Isolierstoffolie, die in Streifenforn
auf eine Vorratsrolle aufgewickelt ist.
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Es ist bekannt, aus solchen Folienstreifen durch Stanzen Abschnitte
abzutrennen. Eine Stanzvorrichtung ist jedoch in Herstellung und Betrieb recht aufwendig
und teuer und vor allem dann unwirtschaftlich, wenn von einer Vielzahl unterschiedlich
geformter Folienabschnitte nur jeweils relativ geringe Stückzahlen benötigt werden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung für den
beschriebenen Zweck zu schaffen, die ein relativ leicht herstellbares Schneidwerkzeug
besitzt, welches auf einfachste TIeise gegen ein Schneidwerkzeug mit andersartig
geformten Schneiden auswechselbar ist. Die Vorrichtung soll außerdem eine absolut
sichere Trennung der Folienabschnitte voneinander
gewährleisten
und ohne großen Aufwand herstellbar sein. liuBerdem soll die Vorrichtung vollautomatisch
arbeiten können.
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Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, daß das Schneidwerkzeug aus einer
rotierenden Messerwalze besteht, die auf ihrem Umfang vorspringende, eine beliebige
Fläche umreißende Schneidkanten trägt und an deren beiden Stirnseiten je eine kreisrunde
Scheibe angeordnet ist, deren Radius gleich demjenigen der Schneidkanten ist, und
daß eine angetriebene Gegenwalze mit glatter und harter Oberfläche vorgesehen ist,
gegen welche die Messerwalze mit einstellbarem Druck unter Cwischenfügung des zu
schneidenden Gutes gedrückt wird.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 die Seitenansicht der
Vorrichtung, Fig. 2 einen Schnitt Ä-B durch die Vorrichtung und Fig. 3 einen Schnitt
durch die Messerwalze.
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In der Fig. 1 ist die Seitenansicht der Vorrichtung zum ForI schneiden
dargestellt. Durch den Elektromotor 1 wird über ein Untersetzungsgetriebe 2 die
Riemenscheibe 3 angetrieben, welche über einen Riementrieb mit einer direkt auf
der Welle 8 einer, der Messerwalze 4 als Gegenwalze 18 dienenden Walze angeordneten,
auf der Gegenseite der Vorrichtung befindlichen weiteren Riemenscheibe 19 (nicht
sichtbar) verbunden ist.
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Durch diese Gegenwalze 18 wird die Messeraralze 4 direkt reibungsschlüssig
angetrieben. Auf der anderen Seite der Gegenwalze ist auf deren Welle 8 eine weitere
Riemenscheibe 5 fest aufgesetzt, welche über einen Keilriemen mit der Riemenscheibe
6 verbunden ist und diese antreibt. Die Riemenscheibe Ei bildet die Antriebsscheibe
für ein Getriebe 7, dessen Abtriebsdrehzahl
stufenlos einstellbar
ist und dessen Abtriebsrad 35 auf der Gegenseite der Vorrichtung angeordnet ist.
über einen Riementrieb wird vom Getriebe 7 bzw. von dessen Abtriebsrad 35 aus die
Ablösewalze 9 angetrieben. Die Führungswalze 10 wird dagegen über eine Reibrolle
11, deren Achse 12 einstellbar gelagert ist, direkt von der Gegenwalze 18 angetrieben.
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Die in Streifenform aufgewickelte Folie befindet sich auf der Vorratsrolle
13 und wird über die Umlenkrolle 14 geleitet.
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Der Führungswalze 10 und der Ablösewalze 9 ist je eine andrickbare
Gegenwalze zugeordnet, deren Achsen 16 und 17 mittels Druckfedern in Richtung auf
die jeweilige korrespondirende Walze gedrückt werden.
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In der Fig. 2 ist ein Schnitt A-B durch die Vorrichtung dargestellt.
Die Gegenwalze 18, welche beispielsweise als glattgeschliffener gehärteter Stahlzylinder
ausgebildet ist und als Gegenwalze für die Messerwalze 4 dient, wird über die auf
ihrer Welle 8 befestigte Riemenscheibe 19 angetrieben. Die Messerwalze 4 wird direkt
von ihrer Gegenwalze 18 nach Art einer Reibrolle angetrieben. Um ein problemloses
Funktionieren dieses Antriebs zu gewährleisten, ist die Messerwalze 4 von einer
Gummischicht umgeben wie dies aus der Fig. 3 ersichtlich ist. Der in dieser Fig.
dargestellte Schnitt durch dL Messerwalze 4 zeigt deren Aufbau. Auf einer Achse
29 ist ein itohizylinder 20 drehbar gelagert, welcher den Grundkörer der Messerwalze
bildet. über dessen Umfang ragen die beispielsweise einstückig mit ihm ausgearbeiteten
oder in ihn eingesetzten Schneidkanten bzw.-messer 21 hinaus. Diese Schneidkanten
können eine beliebige Fläche umreißen, so daß die ausgeschnittenen Folienstücke
nahezu jeden beliebigen Umriß hoben können. An beiden Stirnseiten des Hohlzylinders
20
befindet sich - zentrisch zu seiner Mittelachse - je eine kreisrunde
Scheibe 22, deren Durchmesser so bemessen sind, daß sie ringsum über den Grundkörper
um das gleicheI-laß hinausragen wie die Schneidkanten 21.-Die Scheiben 22 liegen
in Betrieb direkt auf der Gegenwalze 18 auf ulld verhindern eine zu große Druckbeanspruchung
der Sc-hneidkanten 21. Zwischen den beiden Scheiben 22 ist der Hohlzylinder 20 mit
einer Gummischicht 23 überzogen, in welche die Schneidkanten 21 eingebettet sind.
Zur Befestigung der Gummi schicht 23 ist der Hohlzylinder 20 an seinem Außenumfang
mit einer Vielzahl von in seiner Achsrichtung verlaufenden, hinterschnittenen Nuten
24 versehen Die Gummischicht überragt den Außenumfang der Scheiben und der Schneidkanten
um einen geringen Betrag, so daß sie beim Andrücken der Messerwalze gegen die Stahlwalze
seitlich weggequetscht wird, dadurch jedoch die sichere Mitnahme der Messerwalze
beim Drehen der Stahlwalze bewirkt.
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Es besteht auch in vorteilhafter Weise die Möglichkeit, die Messerwalze
einschließlich der Scheiben 22 und der Schneidkanten 21 erst nach dem Aufbringen
der Gummischicht auf genaue Zylinderform zentrisch zur Mittelachse des Grundkörpers
20 Du schleifen, ohne daß die Gummischicht dadurch in ihrem Durchmesser zu sehr
verkleinert würde.
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Die Anordnung der Gummi schicht auf der Messerwalze behindert auch
nicht den eigentlichen Schneidvorgang, denn die Gummischicht ist in der Lage, so
weit nachzugeben, daß die Schneidkanten 21 die üblicherweise ohnehin relativ dünne
Folie durchdringen können.
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Die Anordnung der Gummischicht auf der Messerwalze bringt es außerdem
in vorteilhafter Weise mit sich, daß die Nesserwalze
nach Art einer
Reibrolle angetrieben werden kann. Daraus ergibt sich als weiterer Vorteil die Tatsache,
daß die Messerwalze keine weiteren Antriebsglieder besitzt und deshalb sehr leicht
auswechselbar ist. Die Halterung der esserwalze erfolgt lediglich mittels der beiden
Winkelhebel 25 und 26, welche die Achse 19 halten. Die Winkelhebel sind jeweils
mittels zweier Schraubbolzen 27 und 28 am Rahmen der Vorrichtung nach außen umklappbar
befestigt. Die Enden der achse 29 der Messerwalze sind beispielsweise als Vierkant
ausgebildet und je in einem im Rahmen der Vorrichtung befindlichen Langloch 30 in
Richtung zur Stahlwalze 18 hin verschiebbar angeordnet. Mittels der Einstellschrauben
32 und 33 kann die Pressung eingestellt werden, mit welcher die Messerwalze 4 gegen
die ihre Gegenwalze 18 gedrückt wird.
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Die Messerwalze 4 liegt mit den Scheiben 22 und den Schneidkanten
auf der Gegenwalze 18 auf, so daß die zwischen beide eingeführte Folie bei Drehung
der Walzen von den Schneidkanten durchgetrennt wird. Wenn die Durchtrennung infolge
nicht ausreichender Anpressung oder abgenutzter Schneidkanten nicht rings um den
auszuschneidenden Folienabschnitt herum einwandfrei erfolgt, besteht jedoch die
Gefahr, daß sich die einzelnen Abschnitte nicht voneinander bzw. vom Folienreststreifen
lösen. Um dieser Gefahr vorzubeugen, ist eine sogenannte Ablösewalze vorgesehen,
welche die Trennung noch zusammenhängender Folienteile bewirkt.
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Nach Durchlauf der Messerwalze wird die Folie von einer Führungswalze
34 und deren Gegenwalze aufgenommen. Die Führungswalze ist gummibelegt und wird
von der Gegenwalze 18 über eine ebenfalls gummibelegte Reibrolle 11 angetrieben.
Diese
dient dem Zweck, die Folie während des Schneidvorganges straff
zu halten und die ausgeschnittenen Abschnitte wegzutransportieren. Unmittelbar hinter
dieser Führungswalze befindet sich die Ablösewalze 9 mit der ihr zugeordneten Gegenwalze.
Die vorzugsweise gummibelegte Ablösewalze 9 wird über das stufenlos regelbare Getriebe
7 angetrieben, dessen Abtriebsrad 35 über einen Riementrieb die Welle der Ablösewalze
9 mit einer solchen-Drehzahl antreibt, daß die Umfangsgeschwindigkeit der Ablösewalze
9 höher ist als diejenige der Hesserwalze 4. Um Beschädigungen der Folienabschnitte
zu vermeiden, ist im Antrieb der Ablösewalze eine Rutschkupplung eingebaut, welche
ein zu hohes Ansteigen der auf die Folienabschnitte wirkenden Zugkräfte verhindert.
Durch die infolge der höheren Umfangsgeschwindigkeit der Ablösewalze entstehenden
Zug- und Reibungskräfte werden die eventuell noch nicht völlig durchgetrennten Schnittstellen
der Folie zerrissen und die Abschnitte sowohl voneinander als auch von dem gegebenenfalls
übrig bleibenden Folienreststreifen gelöst. Dieser Folienreststreifen wird auf eine
(nicht dargestellte) Rolle aufgewickelt, welche mittels eines entsprechend ihres
Füllungsgrades variablen Antriebes so angetrieben wird, daß der Folienreststreifen
stets straff bleibt. Die Folienabschnitte fallen über die Rutsche 56 in einen Sammelbehälter.
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Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, daß die Hesserwalze auf
einfache Weise gegen eine andere Kesserwalze mit andersartig geformten Schneidkanten
ausgetauscht werden kann. Die Herstellung der Messerwalze ist relativ einfach und
nicht allzu kostenaufwendig. Das Dransportproblem für die Folienstreifen ist in
vorteilhafter Weise durch die Walzenform der Schneidmesser gelöst. Durch die Anwendung
der schneller laufenden
Ablösewalze ist außerdem in vorteilhafter
Weise für die sichere Trennung der ausgeschnittenen Folienabschnitte gesorgt. -
Patentansprüche -
Bezugszeichenaufstellung: 1 Elektromotor 2 Untersetzungsgetriebe
3 Riemenscheibe 4 Messerwalze 5 Riemenscheibe 6 Riemenscheibe 7 Getriebe 8 Welle
der Stahlwalze 9 Ablösewalze 10 Führungswalze 11 Reibrolle 12 Achse 13 Vorratsrolle
14 Umlenkrolle 15 16 Achse 17 Achse 18 Gegenwalze 19 Achse 20 Hohlzylinder, Grundkörper
21 Schneidranten 22 Scheibe 23 Gummischicht 24 Nuten 25 Winkelhebel 26 Winkelhebel
27 Schraubbolzen 28 Schraubbolzen 29 Achse 30 Langloch 31 32 Einstellschraube 33
Einstellschraube 34 Führungswalze 35 Abtriebsrad 36 Rutsche