DE212902C - - Google Patents

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DE212902C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/41Preparation of salts of carboxylic acids

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
212902 KLASSE 12 ο. GRUPPE
mit Schwefeldioxyd.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Januar 1907 ab.
Es wurde gefunden, daß wertvolle neue chemische Verbindungen zwischen Salzen organischer Säuren und Schwefeldioxyd entstehen durch Einwirkung von Schwefeldioxyd auf die Salze aliphatischer und aromatischer Säuren. Die Einwirkung des Schwefeldioxyds wird praktisch am einfachsten durch Leiten von SO2-GaS über die gepulverten Salze oder durch Vermischen der Salze mit flüssiger
ίο schwefliger Säure ausgeführt.
Die Aufnahme des Schwefeldioxyds in die Salze wird beschleunigt durch Vermahlung und in Gegenwart eines flüssigen Stoffes. Daher verwendet man mit Vorteil Salze, welche
z. B. eine Spur Wasser enthalten, ferner Suspensionen oder Lösungen der Salze in wenig oder nicht ionisierenden Flüssigkeiten. Die Arbeitsbedingungen sind nach den verschiedenen Eigenschaften der zu behandelnden organischen Salze einzurichten.
In einigen Fällen, z. B. bei den Salzen der gesättigten einbasischen Fettsäuren, lagert sich das Schwefeldioxyd sehr leicht unter beträchtlicher Wärmeentwicklung an, wenn man konzentriertes oder verdünntes Schwefeldioxydgas bei gewöhnlicher Temperatur über die gepulverten trockenen Salze leitet. Die hierbei entstehenden Produkte sind fest, trocken, voluminös, weiß bis gelbbräunlich. Sie zeichnen sich durch große Beständigkeit aus, indem sie sich unzersetzt an trockener Luft aufbewahren lassen und erst im Vakuum beim Erhitzen Schwefeldioxyd nebst sehr wenig Fettsäureanhydrid abspalten. Der Gehalt an Schwefel-, dioxyd beträgt z. B. bei den Verbindungen aus Natriumformiat il Prozent, aus valeriansaurem Natrium 22 Prozent, aus Acetaten bis 29 Prozent, indem die Leichtigkeit der Bildung der Reaktionsprodukte in Gegenwart von wenig Eisessig erhöht wird, und wächst vom Calcium- und Natrium- zum Kaliumsalz.
Bedeutend größere Mengen Schwefeldioxyd nehmen die Salze aus der Reihe der Ameisensäure auf, wenn sie mit flüssiger schwefliger Säure vermischt oder unter starker Abkühlung einem Gasstrom von Schwefel dioxyd ausgesetzt werden. Eine Vermahlung ist hierbei nicht erforderlich. Die trockenen, harten Reaktionsmassen enthalten um o° noch bis 50 Prozent Schwefeldioxyd, welches zum Teil bei der Erwärmung auf gewöhnliche Temperatur langsam abgespalten wird. Die entstehenden Endprodukte enthalten nahezu so viel Schwefeldioxyd, wie die unter Vermahlung bei gewöhnlicher Temperatur aus Schwefeldioxyd hergestellten Verbindungen.
Im allgemeinen ist die Darstellung der neuen Verbindungen bei niederen Temperaturen, ev. unter Verwendung von flüssiger schwefliger Säure, erforderlich, wenn die Schwefeldioxydverbindungen bei gewöhnlicher Temperatur zerfallen sind oder weniger als den gewünschten Gehalt an Schwefeldioxyd besitzen. Dies gilt z. B. von den Natriumsalzen der Bernsteinsäure, der p-Toluolsulfosäure, der Salicylsäure, der Benzoesäure, deren
Schwefeldioxydverbindiingen bei gewöhnlicher Temperatur unter Atmosphärendruck weitgehend oder völlig dissociiert sind.
Man hat zwar schon Doppelverbindungen von Schwefeldioxyd mit anorganischen Salzen dargestellt; sie sind aber unbeständig, und die verwendeten Salze leiten sich von Säuren ab, die in wässriger Lösung weitgehend dissociiert sind, während die gemäß vorliegendem Verfahren darstellbaren organischen Verbindungen zum Teil recht beständig^ sind und die ihnen zugrunde liegenden Säuren bekanntlich die Elektrizität schlecht leiten.
Die neuen Verbindungen sind sehr reaktionsfähig und sollen unter anderem zur Herstellung von Chloriden und Anhydriden Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Verbindungen der Salze organischer Säuren mit Schwefeldioxyd durch Einwirkung von Schwefeldioxyd in beliebiger Form auf die Salze von Carbonsäuren oder organischen 35' Sulfosäuren, wobei eine die Entstehung von freier Carbonsäure herbeiführende Menge Wasser auszuschließen ist.
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