DE21270C - Wasser- oder Dampf - Apparat zum Kochen von Speisen - Google Patents

Wasser- oder Dampf - Apparat zum Kochen von Speisen

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DE21270C
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Germany
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food
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DENDAT21270D
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W. BECKER in Berlin N., Kl. Hamburgers«-. 24.725
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J27/00Cooking-vessels
    • A47J27/14Cooking-vessels for use in hotels, restaurants, or canteens
    • A47J27/18Cooking-vessels for use in hotels, restaurants, or canteens heated by water-bath, e.g. pasta-cookers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Commercial Cooking Devices (AREA)
  • Cookers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Nach dem bisher üblichen Kochverfahren geschieht die Zubereitung der Speisen, ganz gleich, ob Fleisch oder Hülsenfrüchte, unter Einwirkung der Siedehitze. Nun ist es aber eine bekannte Thatsache, dafs bei einer Temperatur von 700 C. die Fleisch- und Blut-Eiweifsstoffe coaguliren, d. h. hart und schwer verdaulich werden, wodurch namentlich das Fleisch bedeutend entwerthet wird.
Dem gegenüber besteht nun das neue. Verfahren darin, dafs man den zu bereitenden Speisen nur diejenige Summe von Wärmeeinheiten, und zwar bei derjenigen Temperatur zuführt, welcher sie bedürfen, um einerseits mund- und magengerecht zu werden, andererseits aber, um die werthvollen Nährstoffe leicht verdaulich zu erhalten.
Um dies zu ermöglichen und um Speisen, welche verschiedener Temperaturen bedürfen, gleichzeitig zu kochen, bedient man sich des Wasser- oder Dampfbades mit Anwendung des nachstehend beschriebenen und durch Zeichnung näher erläuterten Kochapparates.
Fig. ι ist ein verticaler Längenschnitt C-D, Fig. 2 ein verticaler Querschnitt E-F, Fig. 3 ein horizontaler Schnitt nach w-x-y-^, Fig. 4 die obere Ansicht bei abgehobenem Deckel.
Der Apparat besteht aus einem doppelwandigen Holzkasten A mit Kammern K, welche innen mit einem nicht oxydirbaren Metallblech verkleidet sind. Jede Kammer enthält einen besonderen, möglichst dicht schliefsbaren, doppelwandigen Deckel B. In jede der Kammern mündet in der Nähe des Bodens ein Dampfrohr d mit Verschlufsventil v.
Diese Dampfrohre d sind mit einem durchlöcherten Boden überdeckt, um.sie zu schützen, ferner um die durch den Dampf eingeführte Wärme möglichst gleichmäfsig zu vertheilen.
Die Kammern K werden bis zu einer gewissen Höhe mit Wasser gefüllt, in welches hinein die mit den zu kochenden Speisen gefüllten Töpfe b b von beliebiger Form und Anzahl gestellt werden. Diese Töpfe werden gehalten oder getragen durch Platten ρ nach Art der Kochherdplatten mit entsprechenden Ausschnitten. ■ Die Töpfe sind mit Deckel geschlossen, welche mit ihren Kanten bis unter das Niveau des Wassers reichen, so dafs die in den Töpfen sich entwickelnden Dämpfe zwar austreten, die aus dem Wasserbade sich entwickelnden Dämpfe aber nicht in die Töpfe eintreten können. Man kann die Töpfe auch luftdicht verschliefsen und anstatt des Wasserbades nur Dampf zum Kochen benutzen. Letztere Methode wendet man namentlich für transportable Herde an.
Durch die Dampfrohre d und Ventile ν wird Dampf, welcher in irgend einem Dampfentwickler erzeugt ist, in die Kammern gelassen und damit das in demselben befindliche Wasser auf diejenige Temperatur gebracht, welche gerade zum Kochen der Speise erforderlich ist. Jeder Kammer bezw. dem in derselben sich befindlichen Wasser kann also eine andere Temperatur gegeben werden. Diese wird gemessen mit Thermometern, welche beständig mit dem Wasser- oder Dampfbade in Verbindung stehen.
Damit der Wasserstand im Kasten durch hinzutretenden und sich condensirenden Dampf

Claims (1)

  1. sich nicht erhöht, sind Ueberlaufrohre r angebracht, welche erforderlichenfalls bei r1 geschlossen werden können. Um Wärmeverluste möglichst zu vermeiden, sind die Zwischenräume η des Kastens des Deckels B mit schlechten Wärmeleitern angefüllt.
    Ist so die zum Garwerden der betreffenden Speise erforderliche Temperatur im Kasten, so kann man den Deckel B schliefsen, damit, keine Wärme weiter entweichen kann.
    Als ganz besonders vortheilhaft bei der Zubereitung der Speisen ist die grofse Ersparnifs an Heizmaterial anzusehen. Das in den Kammern befindliche Wasser verliert, da es vor Wärmeverlusten, durch die isolirten Wände und den isolirten Deckel des Kochapparates geschützt ist, nur einige Wärmegrade in einer verhältnifsmäfsig langen Zeit. Die einmal zugeführte Wärme bleibt im Kochapparat aufgespeichert und kommt dem nächstfolgenden Kochprocefs insofern wieder zu Gute, als dem Wasserbade nur geringe Wärme zugeführt zu werden braucht, um diejenige Temperatur herzustellen, welche zum Garmachen der betreffenden Speise erforderlich ist.
    Patent-Ansρrüche:
    ι . Ein Verfahren zum Kochen bezw. Mundgerechtmachen der Speisen mittelst Dampfoder Wasserbades unter gleichzeitiger Anwendung derselben oder verschiedener Temperaturen in den verschiedenen Kammern.
    2. Ein Kochapparat:
    a) bestehend aus einer oder mehreren Kammern mit isolirten Wänden und einem oder mehreren isolirten verschliefsbaren Deckeln, welche das Ausströmen von Wärme aus dem Apparat und den Kochge'fäfsen gleichzeitig verhindern;
    b) in welchem in den einzelnen Kammern die Temperatur genau regulirt und ohne Zufuhr von Wärme eine gewisse Temperatur bezw. verschiedene Temperaturen in den einzelnen Kammern so lange Zeit constant erhalten werden können, als zur Mundgerechtmachung der Speisen erforderlich ist;
    c) in welchem ' eine bestimmte Wärme oder Wärme von verschiedener Temperatur in den einzelnen Kammern von einer Kochzeit zur anderen ohne wesentliche Verluste aufgespeichert ist, um zum folgenden Kochprocefs wieder verwendet werden zu können, vermöge der isolirten Wände und der gleichzeitig Apparat und Kochgefäfse schliefsenden isolirten Deckel.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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