DE212648C - - Google Patents

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DE212648C
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briquettes
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parts
elasticity
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K40/00Shaping or working-up of animal feeding-stuffs
    • A23K40/20Shaping or working-up of animal feeding-stuffs by moulding, e.g. making cakes or briquettes

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JYI 212648 KLASSE 53 g·. GRUPPE
und gewerblichen Abfällen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Oktober 1906 ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur· Herstellung, unverändert haltbarer, jedoch in Wasser leicht quellbarer Futterbriketts aus verschiedenen Pfianzenteilen, insbesondere aus Knollen, Wurzeln und Früchten, sowie auch aus gewerblichen Abfällen, wie Diffusionsrückständen der Zuckerfabriken, Melasse, Schlempe, Pulpe usf. Das Verfahren besteht darin, daß man das zuvor getrocknete Material, welches
ίο man brikettieren will, oder eine Mischung solcher Materialien ohne Zusatz von besonderen Bindemitteln mit einem Feuchtigkeitsgehalte, der jenen nicht übersteigt, welchen das Material beim Lagern in Luft von mittlerer Feuchtigkeit annimmt, in einem geschlossenen Räume erwärmt, . wobei das in dem Material enthaltene Wasser in Dampf verwandelt wird, der alle Teile gleichmäßig durchdringt und sie bildsam macht, worauf man die Masse in einer Presse zusammendrückt. Würde der Druck nun aufhören, so würden die das Preßstück bildenden Teile vermöge ihrer Elastizität bald eine andere als die ihnen beim Pressen erteilte Lage annehmen und die Briketts würden mehr oder weniger ihre Form und ihren Zusammenhalt verlieren. Um dies zu vermeiden, wird nach vollzogenem warmen Pressen bei Fortdauer des Druckes die Elastizität der Materialteile dadurch aufgehoben, daß die Preßstücke in der Presse gekühlt werden, was dadurch geschehen kann, daß man letztere mit einem Strome von kalter Luft oder Wasser umspült.
Wenn die kühlende Wirkung sich auch hauptsächlich bloß auf die äußeren Schichten der Preßstücke erstreckt und die im Inneren befindlichen Teile, wenn die Kühlung nicht lange Zeit fortgesetzt, wird, warm bleiben, so genügt doch schon die Aufhebung der Elastizität der außen gelegenen Teile, um den Preßstücken nach dem Aufhören des Druckes während des Lagerns dauernd festen Zusammenhalt zu sichern.
Das vorstehend geschilderte Verfahren hat zur Voraussetzung, daß das Material in Form von Stücken, Scheiben, Schnitten o. dgl., nicht aber in Pulverform vorliegt, und ferner, daß sein Feuchtigkeitsgehalt jenen nicht übersteigt, den das trockene Material beim Lagern in Luft yon mittlerem Feuchtigkeitsgehalte annimmt. Dieser Feuchtigkeitsgehalt ist für die verschiedenen in Betracht kommenden Stoffe bekannt und beträgt z. B. für Rüben- und Kartoffelstückchen oder -Schnitte und für Diffusionsrübenschnitzel zwischen 10 und 20 Prozent. Bei der praktischen Ausführung des Verfahrens hat man daher das stark wasserhaltige Material auf diesen Feuchtigkeitsgehalt zu bringen, oder wenn es stärker getrocknet wurde, so hat man durch Zufuhr von Dampf den Feuchtigkeitsgehalt auf das notwendige Maß zu erhöhen. Als Ausgangsmaterial dienen durchweg Stoffe, die vorher künstlich getrocknet wurden und sich in einem Zustande befinden, in welchem sie erst durch Verdampfen ihrer Feuchtigkeit und An wen-
dung von Druck zu Briketts preßbar sind. Dies gilt auch von Melasse, welche, wenn sie nach vorstehendem Verfahren, etwa zusammen mit anderen Futterstoffen, verarbeitet werden soll, auf den angegebenen Trockenheitsgrad gebracht sein muß.
Bei dem neuen Verfahren erfolgt weder ein Backen der Materialen, noch auch ein Verkleistern ihres Stärkegehaltes zwecks Erlangung
ίο des geforderten Zusammenhaltes, sondern dieser wird einzig und allein dadurch erreicht, daß man den Wassergehalt des Preßgutes und die physikalischen Bedingungen beim Pressen so wählt, daß. die Materialteile in jener Lage verbleiben müssen, die ihnen durch den Preßdruck erteilt worden ist. Die so erzeugten Futterbriketts sind, so wie sie aus der Presse kommen, ohne jegliche Nachtrocknung unverändert lagerbar, lassen sich leicht aufbrechen und quellen im Wasser auf.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung haltbarer Futterbriketts aus getrockneten Wurzeln, Knollen, Früchten und gewerblichen Abfällen, dadurch-gekennzeichnet, daß das grob zerkleinerte Material mit einem Feuchtigkeitsgehalte, der nicht höher als der ihm bei mittlerer Luftfeuchtigkeit eigene ist, erwärmt, gepreßt und hierauf während des Pressens abgekühlt wird, zum Zwecke, durch Aufhebung der. Elastizität der die äußeren Schichten der. Preßstücke bilden- · den Teile deren nachträgliche Lageänderung und demzufolge das Aufgehen der Briketts zu hindern.
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DE (1) DE212648C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6331252B1 (en) 1998-07-31 2001-12-18 Baxter International Inc. Methods for priming a blood compartment of a hemodialyzer

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6331252B1 (en) 1998-07-31 2001-12-18 Baxter International Inc. Methods for priming a blood compartment of a hemodialyzer

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