DE667707C - Verfahren zum Herstellen von elektrischen Rohrheizelementen - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von elektrischen RohrheizelementenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von elektrischen Rohrheizelementen,
deren die Wärme gut leitende Einbettmasse für den Heizleiter durch Umwandlung von metallischem Magnesium in Magnesiumhydroxyd
und anschließend durch Erhitzung in Magnesiumoxyd gewonnen wird. Es ist bekannt, den Isolationsstoff in pulverförmigem
Zustand in ein Metallrohr einzufüllen und durch Hämmern zu verdichten. Ein anderes bekanntes Verfahren besteht darin,
auf chemischem Wege eine Umwandlung und Verdichtung des isolierenden Werkstoffes
durchzuführen. Das dabei als Ausgangsstoff
»5 verwendete metallische Magnesium, welches
um die Heizwendel gelegt ist, wird durch Behandlung mit Dampf oder Wasser unter hohem Druck in Autoklaven in das Hydroxyd
des Metalles übergeführt. Ein weiteres Erhitzen bewirkt die Umwandlung in Magnesiumoxyd.
Das Hydroxyd füllt die Hohlräume zwischen dem Heizwiderstand und dem Metallrohr aus und nimmt ungefähr einen doppelt
so großen Rauminhalt als das ursprüng-
*5 liehe Magnesiummetall ein. Die Rohre mit
Magnesiumoxyd werden alsdann erhitzt, so daß dieses trocknet und sich dabei zusammenzieht.
Bei diesem Vorgang sind Risse und Sprünge in der isolierenden Zwischenschicht beobachtet worden. Sie verursachen ein beträchtliches
Wärmegefälle zwischen der Heizwendel einerseits und dem metallischen Rohr andererseits. Außerdem bewirken sie ein
starkes Absinken des Isolationswertes und damit verbunden der Durchschlagsfestigkeit.
Die bekannten Walz-, Zieh- und Hämmerverfahren haben ein Längen des Rohres und
somit eine Veränderung des Widerstandes der Heizwendel zur Folge, und außerdem wird die
letztere derart verformt, daß sie hohen thermischen und elektrischen Beanspruchungen
auf die Dauer nicht gewachsen ist.
Durch die vielen einzelnen Hammerschläge wird ferner das kristallinische Gefüge des
Metalloxydes aufgehoben. Der isolierende Werkstoff wird vielmehr in eine harte Masse :
verwandelt, die aus äußerst feinen Oxydteilchen besteht. Die wärmeleitende Eigenschaft
der Masse ist auf diese Weise herabgesetzt, so daß ein hohes Temperaturgefälle auftritt.
Die vorbeschriebene Rissebildung in dem Isolationsstoff wird nun bei dem Verfahren
zum Herstellen von elektrischen Rohrheizelementen, deren die Wärme gut leitende Einbettmasse
für den Heizleiter durch Umwandlung von metallischem Magnesium in Magnesiumhydroxyd
und anschließend durch Erhit- r zung in Magnesiumoxyd gewonnen wird, dadurch
beseitigt, daß gemäß der Erfindung zuerst nur ein Teil des Magnesiumhydroxyds in Magnesiumoxyd umgewandelt und durch
Pressen verdichtet wird und alsdann bei star-
kerer Erhitzung die vollständige Umwandlung des Magnesiumhydroxyds in Magnesiumoxyd
erfolgt, worauf eine nochmalige Verdichtung des Magnesiumoxyds vorgenommen wird.
Dieses Verfahren liefert ein Magnesiumoxyd als elektrisch isolierende Schicht, dessen
kristallinisches Gefüge nicht zerstört ist und dessen Kristalle dicht an,- und ineinander gelegt
bleiben, so daß keine Hohlräume gebildet ίο werden können.
Das Verfahren wird wie folgt im einzelnen durchgeführt. Nachdem das Rohrelement in
dem Autoklaven behandelt worden ist, wird es in einem geeigneten Trockner bei einer
Temperatur von 330 bis 3500 C getrocknet.
Es genügt eine Trockenzeit von 30 bis 60 Minuten. Durch dieses Trocknen verliert das
Magnesiumhydroxyd einen Teil seines gebundenen Hydroxydwassers, ohne daß es vollao
ständig in Oxyd umgewandelt wird. Keine bemerkenswerte Sprünge oder Öffnungen entstehen
in dem Magnesiumhydroxyd, wenn es bei einer Temperatur von nur 350° C getrocknet
wird. Trotzdem verliert es genügend «5 Wasser und wird beträchtlich weicher, so daß
es leicht zusammengedrückt werden kann. Nach diesem Trocknen wird das Innere des
Elements mit einem gepulverten Isolationsstoff gefüllt, und dann werden die Klemmen
an beiden Enden des Rohres befestigt. Dann wird das Rohr einer ersten Umgestaltung
unterworfen, indem man es unter einem geeigneten Stempel preßt, so daß die Isolation
zusammengedrückt oder in ihrem Volumen vermindert wird, wobei diese Verminderung
etwa 15 bis 25 % betragen kann. Am einfachsten wird das Rohr zwischen zwei flachen
Stempeln gepreßt. Das Rohr bekommt dann einen rechteckigen Querschnitt mit halbkreisförmigen
Seiten, wie auf der Zeichnung in Abb. ι dargestellt ist. Obwohl diese Gestalt
des Rohres in einfachster Weise erreicht werden kann, da man nur flacher Stempel bedarf,
und obwohl ein gemäß Abb. 1 gepreßtes Rohrelement in jeder Beziehung sehr viel besser
ist als ein Rohr, welches überhaupt nicht umgestaltet ist, so befriedigt diese Form doch
nicht vollkommen, weil, wenn das Rohr genügend abgeflacht ist, um das Oxyd an den
abgerundeten Seiten des Rohres zusammenzudrücken, die Dicke der Oxydlage an den
abgeflachten Seiten zu gering ist.
Eine bessere Form ist in der Abb. 2 dargestellt, welche mehr oder weniger elliptisch
als rechtwinklig ist. Um das Rohr in eine solche Gestalt zu bringen, wird ein Satz von
Stempeln benötigt, welche Nuten der entsprechenden Gestaltung besitzen. Bei dieser Querschnittsform
erhält man ein gut zusammengepreßtes Oxyd, ohne daß die Dicke der Isolationsschicht
an irgendeinem Punkte ein bestimmtes Maß unterschreitet. Es hat sich
herausgestellt, daß die Gestalt, wie sie in Abb. 2 dargestellt ist, sehr zweckmäßig ist
und eine gute Wirkung ergibt.
Eine andere sehr bewährte Gestaltung ist
in Abb. 3 dargestellt. Das Rohr ist mehr oder weniger quadratisch ausgebildet, jedoch
sind die Seiten des Quadrates leicht gerundet. Diese Rundung der Seitenflächen ist vorteilhaft,
weil in einem Querschnitt mit ebenen Seitenflächen die flachen Teile der Wandung
das Bestreben haben, sich nach außen zu werfen, wenn das Rohr erhitzt wird und dadurch
die gute Berührung zwischen Rohr und Isolation zerstören.
Eine andere Form, die für besondere " Zwecke geeignet ist, ist in Abb. 4 dargestellt.
Das Rohr dieser Gestalt kann in Haarnadelform gebogen und dann zusammengepreßt werden, so daß ein rückkehrendes gebogenes
Element von kreisförmigem Querschnitt entsteht, dessen Klemmen nebeneinander auf derselben
Seite des Elementes sich befinden. Der Querschnitt eines solchen Elementes ist in
Abb. 5 wiedergegeben.
Es können auch irgendwelche anderen Gestaltungen benutzt werden, in welche das
Rohr für besondere Zwecke umgeformt wird. Nach dem ersten Umformen, bei welchem die
Isolation um ungefähr 15 bis 25 °/0 ihres Volumens
zusammengedrückt wird, wird das Rohr wieder in den Trockner gebracht und mehrere Stunden lang auf ungefähr 6oo° C
erhitzt. Dieses Trockenverfahren verwandelt alles Magnesiumhydroxyd in Magnesiumoxyd,
ohne daß irgendwelche Sprünge in der Isolation entstehen. Nach dem vollständigen Trocknen
wird das Rohr weiter umgeformt unter denselben Stempeln, die bei der ersten Umformung
benutzt wurden. Bei diesem zweiten Umformen erhalten die Rohre ihre endgültige Gestalt entsprechend den Abb. 1 bis S,
und die Oxydisolation wird dabei so zusammengedrückt,
daß sie ungefähr 2/3 des Volumens des ursprünglichen Magnesiumhydroxydes
einnimmt. Durch diese große Zusammendrückung, wird das Oxyd außerordentlich
hart und dicht, so daß seine dielektrischen Eigenschaften mehr als das Doppelte derjenigen vor der Umformung betragen.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Verfahren zum Herstellen von elektrischen Rohrheizelementen, deren die Wärme gut leitende Einbettmasse für den Heizleiter durch Umwandlung von metallischem Magnesium in Magnesiumhydroxyd und anschließend durch Erhitzung in Magnesiumoxyd gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet, daß zuerst nur ein Teil des Magnesiumhydroxyds in Magne-siumoxyd umgewandelt und durch Pressen verdichtet wird und alsdann bei stärkerer Erhitzung die vollständige Umwandlung des Magnesiumhydroxyds in Magnesiumoxyd erfolgt, worauf eine nochmalige Verdichtung des Magnesiumoxyds durch Pressen vorgenommen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohrheizelement beim Verdichten des Magnesiumoxyds to einen im wesentlichen elliptischen oder quadratischen Querschnitt erhält.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrheizkörper einen halbkreisförmigen Querschnitt erhält und gegebenenfalls zwei solcher Heizkörper zu einer Kreisform zusammengesetzt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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