DE212282C - - Google Patents

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DE212282C
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Germany
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finger
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pawl
keyhole
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B11/00Devices preventing keys from being removed from the lock ; Devices preventing falling or pushing out of keys

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  • Coin-Freed Apparatuses For Hiring Articles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 68«. GRUPPE
ADOLF ECKERT in TILSIT.
im geöffneten Schloß.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Dezember 1908 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf verschließbare Garderobenschränke, die in Theatern, Restaurants oder anderen Vergnügungslokalen den Gästen durch Ausfolgung der zugehörigen Schlüssel zur Benutzung überlassen werden sollen. Es wird angenommen, daß die Schränke offen übergegeben, von den Gästen nach dem Ablegen der Garderobe geschlossen und von ihnen behufs Entnahme der
ίο Garderobe wieder geöffnet werden. Zweck der Erfindung ist, zu verhindern, daß' die Schlüssel nach dem einmaligen Benutzen der Schränke von den Gästen aus Vergeßlichkeit oder Mutwillen mitgenommen werden. Hierzu ist die Schließvorrichtung so ausgebildet, daß nach dem einmaligen öffnen der Schränke ein Sicherungsstück sich zwischen Schlüsselbart und Schlüsselloch legt, so daß die Schlüssel nicht mehr von den Gästen, wohl aber mittels einer besonderen Vorrichtung vom Schlüsselhüter herausgezogen werden können. Es sind zwar bereits Schließvorrichtungen an Kleiderhaken bekannt, bei denen das Abziehen der Schlüssel nur bei geschlossenem Haken möglieh ist. Diese Vorrichtungen weisen aber den Mangel auf, daß die Haken nach der Benutzung nochmals geschlossen und der Schlüssel ohne weiteres mitgenommen werden kann. Demgegenüber zeichnet sich die neue Vorrichtung dadurch aus, daß bei ihr nach dem einmaligen Schließen und öffnen der Schlüssel vom Gaste unter keinen Umständen abgezogen werden kann.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in ■ ■ ·
Fig. ι in einem senkrechten Querschnitt und in den
Fig. 2, 3 und 4 in einem senkrechten Längsschnitt dargestellt, und zwar im offenen Zustande vor dem Gebrauche, im geschlossenen Zustande und im offenen Zustande nach dem Gebrauche.
Der Schloßriegel b wird in üblicher Weise mittels des Schlüssels c im Gehäuse α verschoben. Im Gehäuse ist eine Achse d angeordnet, auf der der Sicherungsfinger e fest und der Mitnehmer/lose sitzt. Die Achse d ist einerseits in der hinteren Gehäusewand, andererseits in der an der Vorderwand befestigten Blattfeder g drehbar gelagert. Die Nabe des Fingers e ist mit einer Verzahnung, h und der in den Bügel i des Riegels b ragende Mitnehmer f mit der Klinke k versehen. In die Verzahnung h ragt außer der Klinke k auch der federnde Stab 0 hinein. Die Feder g 55 ■ ist nun so bemessen, daß die Verzahnung h des auf der Achse d befestigten Fingers e gewöhnlich im Eingriff mit der Klinke k des Mitnehmers f gehalten wird. Dieser Eingriff kann jedoch aufgehoben werden, indem man an der Rückseite der Schranktür einen besonderen Schlüssel auf das vierkantige Ende I der Achse d steckt und letztere gegen die Wirkung der Feder g zurückdrückt.
Bei der Übergabe des Schränkes befindet sich die Schließvorrichtung in der in Fig. 1
veranschaulichten Lage. Nachdem die abgelegten Kleidungsstücke untergebracht worden sind, wird der Schrank geschlossen. Hierbei gelangen der Riegel b und der Mitnehmer f S in die Lage gemäß Fig. 2. Die Klinke k gleitet über die Zähne h hinweg, so daß der Finger, e seine Stellung nicht ändert. Wird jedoch der Schrank behufs Entnahme der . Garderobe wieder geöffnet, so: wird auch der
ίο Sicherungsfinger e wegen des7 Gesperres k, h zwischen Schlüsselloch m und Schlüsselbart η gebracht und in dieser Lage durch den federnden Stab ο gehalten, so daß der Schlüssel nicht abgezogen werden kann. Dies ist also auch der Fall, wenn die Vorrichtung wiederholt geschlossen und geöffnet wird; nach dem erstmaligen Schließen und öffnen bleibt der Sicherungsfinger in seiner Lage vor dem Schlüsselloch m. Die Anzahl der Zähne der Verzahnung h ist so gewählt, daß die Klinke k in der Lage gemäß Fig. 4 in die letzte Zahnlücke eingreift; das Vor- und Zurückschieben des Riegels b ist dann ohne Einfluß auf die Stellung des Sicherungsfingers e.
Um die Schlüssel wieder abzuziehen, drückt man vermittels eines auf das vierkantige Ende / der Achse ä gesteckten Schlüssels letztere zurück. Hierbei gelangt der Sicherungsfinger e außer Eingriff mit der Klinke k und dem Stab 0, so daß der Finger e mit dem Schlüssel bis zum Aufliegen auf den Stift p zurückgedreht werden kann. Die Feder g stellt dann den Eingriff der Verzahnung h mit der Klinke k und dem Arretierstab 0 wieder her, wobei sämtliche Teile sich in der Anfangslage gemäß Fig. 2 befinden.
Aus obigem ist zu ersehen, daß die neue Schrankeinrichtung geeignet ist, die Mißstände zu beseitigen, die mit der Ausfolgung der Garderobe in als Sammelpunkt für größere Menschenmengen dienenden Lokalen verbunden sind. Das Garderobenpersonai kann auf eine einzige Person beschränkt werden, der lediglich die Aufgabe der Ausfolgung und des Einsammeins der Schlüssel zufällt. Die Ausführungsform der einzelnen Teile der neuen
Einrichtung gehört nicht zum Wesen der Erfindung.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Schloß für verschließbare Garderobenschränke u. dgl. mit Festhaltung des Schlüssels im geöffneten Schloß durch einen vom Riegel aus bewegten, vor das . Schlüsselloch zu schiebenden Sicherungsfinger, dadurch gekennzeichnet, daß der Sicherungsfinger (e) nach der beim erstmaligen öffnen des Schlosses mittels eines Schlüssels (c) erfolgenden Einstellung in die wirksame Lage in dieser durch eine Arretier-Vorrichtung (0) festgehalten und aus ihr nur vermittels eines zweiten Schlüssels entfernt werden kann, zum Zwecke, ein unbefugtes Mitnehmen des einmal zum Schließen und öffnen des Schrankes benutzten Schlüssels zu verhindern.
2. Schloß nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer in ihrer Längsrichtung verschiebbaren, gegen eine nachgiebige Feder (g) sich stützenden Achse (d) der mit einer Verzahnung (h) versehene Sicherungsfinger (e) fest und der mit dem Schloßriegel (b) bewegte, mit einer Sperrklinke (k) in die Verzahnung greifende Mitnehmer ff) lose sitzt, so daß beim öffnen des Schrankes der Finger (e) -durch das Gesperre (k, h) vor das Schlüsselloch gebracht wird, wobei ein in die Verzahnung (h) greifender federnder Stab (0) den Finger (e) in der j eweiligen Lage hält und letzterer durch eine Verschiebung seiner Achse (d) vom Eingriff mit der Klinke (k) und dem Stab (0) befreit und in die Anfangslage zurückgeführt werden kann.
3. Schloß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke (k), nachdem sie den Sicherungsfinger vor das Schlüsselloch gebracht hat, bei einer etwaigen weiteren Verschiebung des Schloßriegels stets auf einem zahnlosen Teile des Fingers gleitet und dessen Stellung nicht mehr zu ändern vermag.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.·
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1076525B (de) * 1954-12-03 1960-02-25 Theodor Kromer Spezialfabrik F Eintouriges Schloss, insbesondere fuer Mietfaecher

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1076525B (de) * 1954-12-03 1960-02-25 Theodor Kromer Spezialfabrik F Eintouriges Schloss, insbesondere fuer Mietfaecher

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