DE2121981B2 - Ueberbrueckungsvorrichtung fuer dehnungsfugen in bruecken o.dgl. tragwerken - Google Patents
Ueberbrueckungsvorrichtung fuer dehnungsfugen in bruecken o.dgl. tragwerkenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Überbrückungsvorrichtung für Dehnungsfugen in Brücken od. dgl. Tragwerken
mit einem über die Fugenbreite durchgehenden, eine ebene Ober- und Unterseite aufweisenden Fugenkörper
aus elastisch nachgiebigem Werkstoff, der über in den elastisch nachgiebigen Werkstoff eingebettete, in
Längsrichtung der Fuge verlaufende Verstärkungsstreifen mittels Bolzen beiderseitig der Fuge im Tragwerksbeton
eingespannt ist und auf seiner Oberseite zwei in Längsrichtung der Fuge verlaufende Nuten mit sich
nach unten verjüngenden Seiten aufweist, die sich mit einer von der Unterseite ausgehenden Nut überlappen.
Eine Überbrückungsvorrichtung der vorstehend genannten Ausbildung ist aus der FR-PS 20 07 833
bekannt. Um die Bolzen sicher im Beton beidseits der Fuge verankern zu können, bedarf es einer breiten
Auflagefläche für den Dichtungskörper, der damit selbst sehr breit wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Überbrückungsvorrichtung zu schaffen, die wesentlich
schmäler als bisher möglich ausgeführt ist und dennoch einwandfrei im Beton der Fugenränder verankert
werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Fugenränder und entsprechend die seitlichen
Begrenzungen des Fugenkörpers in einem Winkel zwischen 30 und 60° gegenüber der Oberseite nach
unten zu konvergieren und der Einspannung des Fugenkörpers dienen.
Als Folge der erfindungsgemäßen Ausbildung brauchen die Bolzen nicht wie bei vertikaler Bolzenlage im
Abstand von der Dehnungsfuge angeordnet zu werden, um eine Schwächung des Betons in der Nähe der
Begrenzung der Dehnungsfuge zu verhindern. Dadurch ergibt sich auch eine Materialersparnis beim Fugenkörper
selbst.
Anhand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben, und zwar zeigt
Fig. 1 eine Ansicht einer Überbrückungsvorrichtung
in einer Dehnungsfuge zwischen zwei Abschnitten einer Fahrbahn und
Fig.2 einen Schnitt in der Ebene der Linie 2-2 in Fig. 1.
Zwei benachbarte Abschnitte 2 aus Beton bilden zwischen sich eine Dehnungsfuge 3, wobei die
gegenüberliegenden Fugenränder 4 einen Winkel zwischen etwa 30° und etwa 60°, vorzugsweise etwa
45°, mit der Oberseite 3a jedes Abschnitts 2 einschließen.
In die Fugenränder 4 sind Bolzen 11 eingebettet und
erstrecken sich von diesen rechtwinkelig nach außen weg. Es können Spreizanker dazu verwendet werden,
die Bolzen im Beton zu sichern. Gegebenenfalls kann eine Metallplatte im Beton eingebettet werden, mit der
die Bolzen verschweißt sind. Der Fugenkörper 10 ist am Beton durch Muttern 26 verankert, welche auf
Bolzengewinde aufgeschraubt sind.
Der Fugenkörper 10 weist eine Oberseite 12, eine Unterseite 14 und zwei seitliche Begrenzungen 16 auf,
die von der Oberseite zur Unterseite mit einem Winkel konvergieren, der der Abschrägung des Betonabschnitts
entspricht. Die Oberseite 12 liegt im wesentlichen in der gleichen Ebene wie die freiliegenden Flächen der
Abschnitte 2 und enthält zwei in Längsrichtung der Fuge verlaufende Nuten 18, deren Tiefe etwa gleich der
halben Dicke des Fugenkörpers ist. Diese Nuten verjüngen sich von oben nach unten, so daß sie
selbstreinigend sind. Wenn Fremdkörper und Schutt in die Nuten gelangen und sich die Fugendichtung
daraufhin zusammenzieht, dient die Verjüngung der Nuten dazu, die Fremdkörper und den Schutt aus den
Nuten herauszutreiben und diese rein zu halten. Beim Formpressen wird der Teil 12a der Oberseite zwischen
den beiden Nuten 18 geringfügig konkav gestaltet, so daß beim Schließen der Fuge dieser Teil sich nicht
wesentlich über die ebene Fläche, beispielsweise der Brückenfahrbahn, ausbaucht.
Die Dichtung enthält zwei Verstärkungsslreifen 22, die sich längs jeder seitlichen Begrenzung 16 und längs
der Unterseite 14 der Dichtung erstrecken, jeder Verstärkungsstreifen weist zwei ebene Teile auf, die
miteinander mit einem Winkel von etwa 135° verbunden sind. Der eine längs der Seitenwand
verlaufende Teil 23 verleiht dem Fugenkörper Festigkeit im Bereich seiner Verankerung und verteilt die
Spannungen, welche auf den Fugenkörper durch die Verankerung während der Wärmebewegungen der
Fuge mitgeteilt werden. Der längs der Unterseite des Fugenkörpers verlaufende Teil 25 verleiht dem
Verstärkungsstreifen Biegezugfestigkeit und verhindert, daß der Teil 23 sich zwischen benachbarten Bolzen biegt
oder krümmt. Ferner dient er als zusätzliche vertikale Abstützung für den Fugenkörper. Die Seite des
Fugenkörpers enthält vorzugsweise Wellungen oder kleine Nuten 27, damit der Fugenkörper Unebenheiten
und Unregelmäßigkeiten in den Schrägflächen der Betonabschnitte aufnehmen kann.
Wie sich aus F i g. 2 ergibt, erstreckt sich jeder Bolzen 21 nach oben durch den Verstärkungsstreifen 22
hindurch in eine Aussparung 24 an der Oberseite des Fugenkörpers. Auf das mit einem Gewinde versehene
Ende 13 des Bolzens ist die Mutter 26 aufgeschraubt, die den Fugenkörper sichert. Die ausgeformte Aussparung
24 ist vorzugsweise von ausreichender Größe, damit ein Aufsteckschlüssel für die Muttern verwendet werden
kann. Diese Aussparungen werden gewöhnlich in Abständen von etwa 30 cm über die Länge des
Fugenkörpers entsprechend den in die benachbarten.
Betonabschnitte eingesetzten Bolzen vorgesehen.
Eine weitere in Längsrichtung verlaufende Nut 30 ist an der Unterseite 14 des Fugenkörpers vorgesehen.
Diese Nut wirkt mit den oberen Nuten 18 zusammen, so
daß sich der Fugenkörper in der seitlichen Richtung ähnlich einem Balg dehnt und zusammenzieht, wenn
sich die Fuge öffnet und schließt. Die Gesamtbreiie dieser Nuten muß einen bestimmten Betrag haben, um
zu verhindern, daß sie sich völlig schließen, wenn die Breite der Dehnungsfuge ihren geringsten Wert hat. Da
der Fugenkörper keine ununterbrochene Gummischicht in einer horizontalen Ebene parallel zu seiner Oberseile
und Unterseite enthält, sind Biegebewegungen des Fugenkörpers möglich, ohne daß dieser Scherverformungen
oder Druckverformungen erfährt. Beim öffnen und Schließen der Fuge ist daher nur ein sehr geringer
Druck erforderlich. Hierdurch werden die Kräfte am Fugenkörper und an den Schrägflächen des Betons
verringert.
Der Fugenkörper wird zweckmäßig durch Formpressen mit Abschnitten von endlicher Länge hergestellt.
Diese Abschritte werden längs der Dehnungsfuge angeordnet. Zwischen den benachbarten Abschnitten
des Fugenkörpers wird eine wasserdichte Verbindung, beispielsweise durch die Verwendung einer Nut- und
Federdichtung, vorgesehen.
Die Verwendung einer Abschrägung längs der Seiten der Dehnungsfuge und einer entsprechenden Verjüngung
an den Seiten des Fugenkörpers hat den Vorteil, ein Ausbrechen oder Absplittern an der Kante des
Betons längs der Dehnungsfuge zu verringern, da der Winkel der Abschrägung, wenn er etwa 45" beträgt, der
normalen Scherungsebene des Betons unter Druck folgt.
Der Fugenkörper wird gewöhnlich in Längen von 1,20 m bis !,80 rn durch Formpressen und Härten unter
Wärme- und Druckanwendung hergestellt. Platten aus niedriggekohltem Stahl werden zur Verstärkung verwendet
und in den Fugenkörper dadurch eingebettet, daß sie in die Form vor dem Härten unter Verwendung
geeigneter Paßstifte od. dgl. eingesetzt werden. Als Alternative zum Formpressen kann der Fugenkörper in
kontinuierlichen Längen mittels eines Querspritzkopfes hergestellt werden, worauf er bearbeitet wird, um
Öffnungen zur Aufnahme der Bolzen zu erhalten.
Der Fugenkörper wird vorzugsweise aus Naturgummi, Chloropren, Butyl- oder Äthylen-PropyJen-Terpolymeren,
vermischt mit verschiedenen Füllstoffen, wie Ruß und Siliciumdioxid, zusammen mit weiteren
Zusätzen, wie Antioxidantien und Antiozonisierungsmitteln, Behandlungshilfsmitteln u. dgl. hergestellt. Das
Endprodukt soll eine Durometer-Härte zwischen 45 und 70 haben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- 21 21Patentanspruch:Überbrückungsvorrichtung für Dehnungsfugen in Brücken od. dgl. Tragwerken mit eincrr 'iber die Fugenbreite durchgehenden, eine ebene i- und Unterseite aufweisenden Fugenkörper a.-, elastisch nachgiebigem Werkstoff, der über in den elastisch nachgiebigen Werkstoff eingebettete, in Längsrichtung der Fuge verlaufende Verstärkungsstreifen mittels Bolzen beiderseits der Fuge im Tragwerks- to beton eingespannt ist und auf seiner Oberseite- zwei in Längsrichtung der Fuge verlaufende Nuten mit sich nach unten verjüngenden Seiten aufweist, die sich mit einer von der Unterseite ausgehenden Nut überlappen, dadurch gekennzeichnet, daß ι5 dio Fugenränder (4) und entsprechend die seitlichen Begrenzungen (16) des Fugenkörpers (10) in einem Winke! zwischen 30 und 60° gegenüber der Oberseite nach unten zu konvergieren und der Einspannung des Fugenkörpers (10) dienen.
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