DE21136C - Verfahren und Maschine zum Herstellen von Buchdrucklettern in Kettenform - Google Patents

Verfahren und Maschine zum Herstellen von Buchdrucklettern in Kettenform

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DE21136C
DE21136C DENDAT21136D DE21136DA DE21136C DE 21136 C DE21136 C DE 21136C DE NDAT21136 D DENDAT21136 D DE NDAT21136D DE 21136D A DE21136D A DE 21136DA DE 21136 C DE21136 C DE 21136C
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Germany
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rings
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DENDAT21136D
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Original Assignee
J. LIWCZAK in Wien
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B5/00Devices for making type or lines
    • B41B5/04Casting devices
    • B41B5/06Casting devices mechanically operated

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15: Druckerei.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 18. April 1882 ab.
Das Verfahren besteht darin, dafs aus dem gewöhnlichen Schriftmetall oder aus einer Legirung von Blei, Zinn und Wismuth die Buchdrucklettern in Form einer gegliederten Kette, deren jedes einzelne Glied einen und denselben Buchstaben bildet, gegossen werden, wobei der Zusammenhang der einzelnen Glieder durch zwei oder mehrere parallel laufende Zinkdrähte bewerkstelligt wird. Fig. 7 zeigt ein Stück solcher Letternkette von oben gesehen, Fig. 8 dieselbe in der Seitenansicht und Fig. 9 ein Glied der Kette im Querschnitt.
Aus solchen Letternketten, deren jede aus der Wiederholung eines bestimmten Buchstabens besteht, wird der Satz auf die Weise gebildet, dafs durch Handhabung einer zu dem Zwecke construirten Maschine, welche jedoch den Gegenstand dieses Patentes nicht bildet, die einzelnen Glieder in der dem Texte entsprechenden Reihenfolge abgeschnitten und auf die hohe Kante prismatischer Stege an einander gereiht werden, deren jeder eine Druckzeile bildet, aus denen dann ganze Spalten oder Colonnen zusammengestellt werden. Der Querschnitt einer solchen Zeile hat die in Fig. 10 gezeigte Form, während deren Seitenansicht in Fig. 11 dargestellt ist. Die Höhe dieser Stege entspricht genau der Höhe der jetzt gebräuchlichen Buchdrucklettern, damit diese event, mit verwendet werden können. An beiden Seiten des in Fig. 10 gezeichneten Schnittes sieht man den Durchschnitt eines dünnen Blechstreifens, welcher unten an der Stirnseite des Steges durch ein aufgebogenes Blättchen befestigt ist, während seine oberen freien Ränder einwärts gebogen sind, zu dem Zwecke, in die seitlichen Furchen α, Fig. 9, der Lettern eindringen und dieselben an den Stegen festhalten zu können.
■ Die Maschine zum Herstellen der Letternketten ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt. Es zeigt Fig. 1 die Maschine in der Vorderansicht, Fig. 2 dieselbe in der Seitenansicht, Fig. 3 einen verticalen Querschnitt durch dieselbe nach der Linie x-x in Fig. 1, Fig. 4 einen verticalen Längenschnitt nach der Linie y -y der Fig. 2. Fig. 5 zeigt die Maschine im Grundrifs und Fig. 6 dieselbe theilweise im Grundrifs bei Hinweglassung der oberen Theile, theilweise im Horizontalschnitt nach der Linie z-z in Fig. i.
Das Giefsen der Lettern geschieht auf folgende Weise: Auf parallelen, in einer Horizontalebene sich befindenden Achsen aa1 sind erstens ein Paar in einander greifende Zahnräder b d1 mit gleicher Zähnezahl, und zweitens ein Paar gleich grofse gufseiserne Scheiben cc1, Fig. 4, befestigt. Diese letzteren tragen an ihrem Umfange kupferne, mittelst Galvanoplastik hergestellte Ringe dd1, welche sich tangiren. Am Umfange des Ringes d sind vertiefte Abbildungen eines und desselben Buchstabens, sogenannte Matrizen, enthalten, welche von einander durch hervorragende zugespitzte Zähne von 1 mm Höhe und 1 mm Stärke abgetheilt sind. Der Umfang des Ringes d1 ist durch nach drei Seiten hervorragende Zähne in ebenso viel Theile getheilt als der erstere. Die Zahn-
formen sind aus Fig. 12 zu ersehen. Fig. 13 zeigt den Durchschnitt der beiden sich tangirenden Ringe durch eine horizontale, die Achsen schneidende Ebene. Die gegenseitige Stellung der Ringe ist so getroffen, dafs die beiderseitigen Zähne und somit auch die beiderseitigen Zwischenräume bei der Rotation einander gegenüberstehen. Der durch Berührung beider Ringe gebildete obere Bogenwinkel wird durch Anlegung der conform zugeschnittenen Plättchen e e an die Seitenflächen der hervorragenden Ringrippen von beiden Seiten abgesperrt und auf diese Weise ein Winkelraum gewonnen, der sich mit dem flüssigen Metall bis an das Niveau der Abflufsröhrchen ff in der Folge füllen wird. Diese Plättchen, welche an der Querplatte g befestigt werden, reichen nicht bis zur Achsenlinie der Scheiben cc1, sondern sind um einige Millimeter kürzer, wodurch oberhalb der Achsenlinien sich kleine Schlitze bilden, durch welche ein Theil des erstarrenden Metalles im teigdicken Zustande ausgeprefst und von den scharfen Kanten der beiderseits an den Seitenflächen der Ringrippen gleitenden, etwas schiefwinklig gestellten Meifsel h h, Fig. 3, abgetrennt wird. Diese Meifsel haben an entsprechender Stelle der den Scheiben zugekehrten Seiten kleine Vorsprünge oder Bogenrippen, wie solche aus Fig. 9 a zu ersehen sind, durch welche die eingangs erwähnten Seitenfurchen a, Fig. 9, an den Lettern gebildet werden.
Auf beiden Enden der erwähnten Querplatte g sind Spulen ti1 gelagert, deren Fäden oder feine Zinkdrähte mittelst vier eingedrehter Röllchen k k1 auf den Umfang der Scheiben und durch das Gufsmetall geleitet werden, um dann nach Umbiegung auf einen Viertelumfang der Matrizenscheibe zwischen zwei kleinere, durch Zahnräder unter sich und dem grofsen Zahnrade b verbundene Rollen IP zu gelangen und von denselben hindurchgezogen zu werden.
Aus den Ansichten Fig. 1 bis 5 ersieht man, dafs oberhalb der Maschine ein halbcylindrischer Kessel m durch Ständer 1111 getragen wird. In diesen Behälter wird das flüssige Metall gebracht und durch unter ihm brennende Gasflammen in einer Temperatur von ca. 100 ° über dem Schmelzpunkte des Metalles erhalten. In dem Boden des Gefäfses befindet sich die Mündung einer Röhre o, Fig. 1 bis 4, welche nach Belieben geöffnet oder abgesperrt werden kann. Die sich unten verengende Röhre reicht mit ihrem freien Ende in die ' erwähnte Winkelkammer, wo das flüssige Metall durch die der Matrizenscheibe zugekehrte Seitenöffnung mit der dem hydrostatischen Drucke entsprechenden Kraft ausströmt und dadurch die vertieften Matrizenformen vollständig ausfüllt. Werden nun gleichzeitig die Scheiben mittelst der in der beiliegenden Zeichnung ersichtlichen Trans: mission in der Richtung der Pfeile gedreht, so erhält man die Letternkette. Die Matrizenscheibe wird vorher bis zum Siedepunkte des Wassers durch die in Fig. 21 ersichtlichen Gasflammen ζ erwärmt. Will man einen anderen Buchstaben auf diese Weise erzeugen, so mufs man selbstverständlich die beiden Ringe an den Scheiben wechseln, sowie auch die kleine Zahnrolle P.
Es ist noch zu erwähnen, dafs diese Giefsmaschine bei gleicher Construction noch anderweitige Verwendung finden kann, und zwar kann dieselbe einen kurzen, die Länge des Umfanges der Matrizenscheibe nicht überschrei- ' tenden Text in Form eines Streifens oder einer Kette erzeugen. Dazu braucht man nur den gewünschten Text an den entsprechend geformten Buchstabenmatrizen am Umfange der Scheibe anzubringen und die Gegenscheibe mit dem entsprechend geformten Ringe zu versehen. Auf ähnliche Art können statt der Buchstaben verschiedene ornamentale Zeichnungen hergestellt werden.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Das Herstellen von Buchdrucklettern, Ziffern, Zeichen etc. in Form einer gegliederten Kette, deren jedes einzelne Glied einen Buchstaben, eine Ziffer, ein Zeichen oder irgend welches ornamentale Stück bildet, wobei der Zusammenhang der einzelnen Glieder durch zwei oder mehrere parallel laufende Fäden oder Drähte bewerkstelligt wird.
  2. 2. Zum Herstellen von Letternketten der beschriebenen Art die Anwendung zweier mit Ringen ddx versehenen und sich an diesen Ringen tangirenden Scheiben cc1, deren Achsen zu einander parallel sind und sich' in einer Horizontalebene befinden. Im Ringe d der einen Scheibe sind vertiefte Abbildungen von Buchstaben, Ziffern, Zeichen u. s. w., sogenannte Matrizen, enthalten, welche durch hervorragende zugespitzte Zähne von einander abgetheilt sind, während der Ring dl der anderen Scheibe durch nach drei Seiten oder auch blos durch am Umfange hervorragende Zähne in ebenso viel Th eile getheilt ist als der erstere, und zur Bildung der unteren Partie der Buchstaben u. s. w. dient.
  3. 3. Eine Maschine, zum Giefsen und Formen von Letternketten der beschriebenen Art bestimmt, bestehend aus zwei mit Ringen bezw. mit Ringrippen d d1 versehenen Scheiben c c1, welche beim Betriebe gleiche Umdrehungsgeschwindigkeit haben; zwei mit
    Abflufsröhrchen// versehenen, oberhalb der Berührungsstelle der Ringrippen an die Seitenflächen der letzteren sich anschliefsenden Plättchen e e, zwei Meifseln h h, vier Rollen k k 1 zum Führen der von den Spulen i i1 kommenden Fäden oder Drähte, zwei Rollen /'/' zum Ableiten der fertigen Kette, einem Behälter m zur Aufnahme des flüssigen Metalles nebst Heizvorrichtung zum Flüssighalten desselben und einer Röhre ο zum Führen des Metalles aus dem erwähnten Behälter zu den Scheiben cc1.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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