DE211359C - - Google Patents
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- DE211359C DE211359C DENDAT211359D DE211359DA DE211359C DE 211359 C DE211359 C DE 211359C DE NDAT211359 D DENDAT211359 D DE NDAT211359D DE 211359D A DE211359D A DE 211359DA DE 211359 C DE211359 C DE 211359C
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- 230000005484 gravity Effects 0.000 claims description 5
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-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C19/00—Gyroscopes; Turn-sensitive devices using vibrating masses; Turn-sensitive devices without moving masses; Measuring angular rate using gyroscopic effects
- G01C19/02—Rotary gyroscopes
- G01C19/34—Rotary gyroscopes for indicating a direction in the horizontal plane, e.g. directional gyroscopes
- G01C19/38—Rotary gyroscopes for indicating a direction in the horizontal plane, e.g. directional gyroscopes with north-seeking action by other than magnetic means, e.g. gyrocompasses using earth's rotation
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Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42 c. GRUPPE
Lagerung für Gyroskope. Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Dezember 1906 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich darauf, die Zentrierung des Gyroskops, d. h.
die Aufhängung, der Schwungmasse im indifferenten Gleichgewicht zu bewirken, und
zwar wird jener Mangel der Zentrierung beseitigt, welcher, kurz ausgedrückt, durch die
Dicke der Rotationsachse entsteht. Zu diesem Zweck ist eine spezielle Lagerung der Rotationsachse
des Gyroskops vorgesehen.
ίο Bisher ist es allgemein üblich, daß die Rotationsachse
in zwei zylindrischen oder konischen Zapfenlagern läuft, wobei eine oder mehrere Schwungmassen zentriert auf der Rotationsachse
sitzen. Die Verbindungslinie der Auflagepunkte der Rotationsachse in ihren beiden Lagern schneidet hierbei notwendigerweise
die Schwungmasse unterhalb ihres Schwerpunktes, und zwar in einer Entfernung,
welche dem Radius der Rotationsachse entspricht.
Der Angriffspunkt der Kräfte, welche bei der Rotation der Schwungmasse durch Reibung
in den Auflagepunkten entstehen, liegt deshalb unter dem Massenmittelpunkt.
Diese Wirkungsweise ergibt sich aus den schematischen Darstellungen der Fig. 1 und 2.
Die Rotationsachse e mit der Schwungmasse/ läuft vermittels Halslager im Rahmen a. Bei
horizontaler Lage der Rotationsachse und gleieher Reibung in beiden Lagern bei ζ und Z1
liegt der Angriffspunkt z2 dieser Kräfte in der durch den Massenmittelpunkt senkrecht gelegenen
Ebene x-x, .sofern ζ z2 = Z2 Z1 ist. Die
durch Reibung entstehenden Reaktionskräfte üben kein Drehmoment auf die Rotationsachse
aus, da der Angriffspunkt Z2 senkrecht
unter dem Massenmittelpunkt m liegt.
Tritt aber eine Elevation der Rotationsachse ein, so liegt der Angriffspunkt Z2 nicht
mehr in der durch den Massenmittelpunkt m gelegten Senkrechten x-x, wie aus Fig. 2 unmittelbar
ersichtlich ist. Hier ist demnach auf die Rotationsachse ein Drehmoment wirksam,
d. h. die rotierende Masse ist nicht im indifferenten Gleichgewicht gelagert.
Die Aufgabe, die Gyroskopschwungmasse im indifferenten Gleichgewicht zu lagern und so
zu verhüten, daß bei der Neigung der Achse derartige Drehmomente wirksam sind, ist dann
gelöst, wenn die Verbindungslinien der symmetrischen Auflagepunkte der Rotationsachse
nicht unterhalb des Massenmittelpunktes die Rotationsachse schneiden, sondern wenn sie
durch den Massenmittelpunkt selbst gehen.
Eine technische Ausführungsform dieser Lösung der gestellten Aufgabe ergibt sich aus
der Anordnung, wie sie in Fig. 3 und 4 schematisch dargestellt ist.
Fig. 3 stellt einen Grundriß auf den horizontalen Rahmen α mit dem horizontal geschnittnen,
vertikal stehenden Rahmen b eines. Gyroskops dar. Der horizontal stehende Rahmen
ist mit den Zapfen c c in den Zapfenlagern d d um eine horizontal stehende Achse drehbar
angeordnet. In diesem Rahmen α ist die Rotationsachse e, welche die Schwungmasse f
dreht, drehbar gelagert.
Fig. 4 stellt einen senkrechten Schnitt durch die Linie A-B der Fig. 3 dar. Die hier dargestellte
Lagerung der Rotationsachse e bildet
den Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Die Rotationsachse e lagert auf der rechten
Seite mit ihrem Ende h in der gewöhnlichen Weise in dem Zapfenlager g. Auf der anderen
Seite ist sie mit ihrem zu einer Hülse i ausgebildeten Ende auf dem Lagerzapfen k gelagert.
Letzterer steht mit dem Rahmen a in fester Verbindung. Die Hülse i ist, wie
aus der Zeichnung ersichtlich, mit der Welle e
ίο verschraubt. Dabei sind die LagerungsVerhältnisse
auf beiden Seiten symmetrisch zur Mittellinie der Schwungmasse χ χ durchgeführt.
Wie aus der Fig. 4 ersichtlich, hängt die Rotationsachse e durch die Hülse i auf dem
Zapfen k, während auf der anderen Seite der Zapfen h der Rotationsachse e in dem Lager g
aufruht. Hierbei gehen die durch Strich bzw. Strichpunkt dargestellten Verbindungslinien
der einander zugeordneten (symmetrischen) Auflagepunkte jedesmal durch den Massenmittelpunkt
m der Schwungmasse f, was durch die gewöhnliche Lagerung nicht erreichbar
ist. Bei Neigung der Rotationsachse ist hier kein Drehmoment auf die Schwungmasse wirksam,
da hier der Angriffspunkt der Reibungskräfte stets in den Massenmittelpunkt fällt.
Würde dagegen auch auf der linken Seite die in der Fig. 4 bei h und g rechts dargestellte
Zapfenlagerung ausgeführt sein, so würde, wie dies bei den bisher üblichen Lagerungen der
Fall ist, die Verbindungslinie der Auflagepunkte die Schwungmasse nicht im Schwerpunkt
m, sondern unterhalb desselben schneiden, und die Schwungmasse würde im labilen
statt im indifferenten Gleichgewicht gelagert sein.
Der gleiche Erfolg wie bei der geschilderten Anordnung kann auch dadurch erreicht
werden, daß, wie aus Fig. 5 ersichtlich, die Rotationsachse e im Rahmen a in Spitzen 00
läuft. Auch hier geht die Verbindungslinie der Auflagepunkte, welche in diesem Falle
durch eine einzige Linie y-y gegeben ist, durch den Schwerpunkt m der rotierenden Masse.
Ob bei den dargestellten Anordnungen eine oder mehrere Schwungmassen in Anwendung
kommen, ist gleichgültig. Das Wesentliche ist ausschließlich, daß die Verbindungslinien der
Auflagepunkte der Rotationsachse durch den Schwerpunkt der rotierenden Masse gehen.
Claims (2)
1. Lagerung für Gyroskope, dadurch gekennzeichnet, daß die hängend bzw. aufruhend
angeordneten Enden der rotierenden Wellen derart gelagert sind, daß der
Angriffspunkt von Drehmomenten bei horizontal liegender Achse in den Schwerpunkt
der rotierenden Massen fällt.
2. Ausführungsform der Lagerung nach Anspruch 1, bei der die Rotationsachse in
Spitzen läuft, dadurch gekennzeichnet, daß auf der einen Seite die Spitze an der Rotationsachse,
auf der anderen Seite am Führungslager angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE211359C true DE211359C (de) |
Family
ID=473181
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT211359D Active DE211359C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE211359C (de) |
-
0
- DE DENDAT211359D patent/DE211359C/de active Active
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