DE210457C - - Google Patents

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DE210457C
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DE1908210457D
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01KELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K3/00Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
    • H01K3/02Manufacture of incandescent bodies
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01KELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K1/00Details
    • H01K1/02Incandescent bodies
    • H01K1/14Incandescent bodies characterised by the shape

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Resistance Heating (AREA)

Description

PATENTAMT.
^PATENTSCHRIFT
- JVl 210457 -KLASSE 21/. GRUPPE 35,
Dr. HANS KUZEL in BADEN B.WIEN.
Bügeiförmiger Metallglühfaden für elektrische Glühlampen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Februar 1908 ab.
Die bisherigen Metallbügel für elektrische Glühlampen hatten Schleifenform mit mehr oder weniger herzförmig gerundeter oder schwertförmig spitzer Krümmung (Fig. ι und 2). Andere Fäden hatten spitze Form (Fig. 3). Diese Fäden hatten aber meist eine unbestimmte und niemals gleichmäßige Form und bereiteten infolge ihrer wechselnden Ausmaße bei der Herstellung von Glühlampen Schwierigkeiten, die namentlich bei der Herstellung der sogenannten Spirallampe (Fig. 1 des Patentes 198120) hervortraten. - Bei derartigen Lampen ist nämlich die Anwendung von Fäden mit möglichst kongruenter Form und Bucht nötig, damit die Stauchungen, welche den Kurzschluß der Fäden verhindern, auch möglichst kongruent verlaufen.
Versuche haben auch ergeben, daß es zwecks Ermöglichung einer gleichmäßigen Halterung vorteilhaft ist, die Buchtbegrenzungen unsymmetrisch zu gestalten, wodurch auch Spannungen vermieden werden, die sonst bei symmetrischer Bucht auftreten. Diese Spannungen werden geringer, wenn die Umrisse der Bucht geradlinige Vielecke bilden, so daß die Schenkel mit einer scharfen Biegung an die Bucht anschließen. Infolge dieser Anforderungen ist es also notwendig, Fäden herzustellen, bei welchen die Schenkel in mehr oder weniger scharfem Winkel zur Buchtbegrenzung abbiegen. Derartige Bügel waren bisher nicht bekannt.
In der Fig. 5 der beiliegenden Zeichnung ist ein Bügel dargestellt, bei welchem die Buchtbegrenzung im senkrechten Winkel zum Fadenschenkel vorhanden ist.
In der Fig. 6 ist ein Faden veranschaulicht, dessen Bucht durch drei Winkel gebildet wird, von denen zwei stumpf und einer spitz ist.
In den Fig. 7 und 8 sind Bügel veranschaulicht, bei denen die Bucht vier Winkel bildet.
In Fig. 9 ist ein Bügel veranschaulicht, dessen Schenkel nicht parallel, sondern zueinander geneigt sind. Eine andere Ausführungsform dieses Bügels zeigt Fig. 10.
Die Herstellung der Fäden besteht darin, daß man die Fäden unter Anwendung von Zug herstellt, den .Zug aber nicht wie bisher an einem einzelnen Punkte des Glühfadens angreifen läßt, sondern an mehreren. Je nach der Art und Zahl der Angriffspunkte gelingt es, verschiedene, Formen zu erhalten. Während der Überführung des Fadens in den fertigen Zustand oder während des bloß zur endgültigen Formgebung dienenden Erhitzens wird der Faden, nicht wie bisher, durch ein an einem Punkte des Fadens angreifendes Gewicht belastet, sondern durch ein Gewicht oder durch Gewichte oder Federn, welche eine ähnliche Wirkung ausüben, welche an mehreren Punkten des Fadens angreifen. Man kann dann durch entsprechende Wahl der Lage der Angriffspunkte und durch entsprechende Wahl der auf die einzelnen Angriffspunkte wirkenden Komponenten der Belastungsgewichte der Bügelbucht eine beliebige symmetrische oder unsymmetrische, polygonale
oder stetig gekrümmte Gestalt geben und zugleich den Schenkeln einen beliebigen Grad von Streckung und Neigung verleihen.
Will man beispielsweise einen. Bügel mit geraden parallelen Schenkeln und geradlinigem,
■ senkrecht auf beiden Schenkeln stehendem Verbindungsteil (Bruchteil) erzeugen, wie Fig. 5 zeigt, so läßt man das Belastungsgewicht 1 an zwei Stellen 2, 3 des Fadens 4 angreifen, während gegenseitiger Abstand gleich ist dem Abstand der Befestigungspunkte 5, 6 des Fadens an der Stromzuführung. Dabei kann der Abstand dieser Befestigungspunkte voneinander von Haus aus gleich dem Abstand der Angriffspunkte 2, 3 gemacht werden, oder es kann dies erst während des Glühens des Fadens erfolgen. Will man einen Metallfadenbügel mit eckiger Buchtform (Fig. 6, 7 und 8) erzeugen, so läßt man das Belasturtgsgewicht 1 an drei oder mehr Stellen 7, 8, 9 bzw. 10,11, 12, 13 angreifen. Dabei kann die Belastung mit beliebig vielen Angriffsteilen, Haken usw. versehen sein, welche entweder symmetrisch (Fig. 6 und 7) oder unsymmetrisch angeordnet sein können (Fig. 8); im ersteren Falle erhält man symmetrische, in letzterem unsymmetrisch gestaltete Buchtformen.
Je nachdem man dabei die Entfernung der Befestigungspunkte der Fadenenden größer, gleich oder kleiner macht als den Abstand der äußersten Angriffspunkte des Belastungsgewichtes, erhält man gegen die Bucht divergierende, parallele oder konvergierende Schenkel.
Läßt man die Belastung an getrennten Punkten angreifen, so erhält man im allgemeinen bloß eckige Buchtformen, welche aber, weil sie in ihren Formen und Abmessungen vorher bestimmbar sind, für die meisten Zwecke ausgezeichnet verwendbar sind.
Es gelingt aber nach vorliegender Erfin-
■ dung, auch vorher bestimmbare runde Buchtformen zu erzeugen, wenn man als Belastung eine in die Buchtform gelegte, sattelartig aufliegende runde Schablone aus hitzebeständigem, isolierendem Material verwendet. Hierbei können die Schenkel mit der Buchtbegrenzung sanft verlaufen oder auch knickartig.
So wird nach Fig. 4 und 11 ein Bügel mit parallelen Schenkeln und halbkreisförmiger Bucht erzeugt, indem man eine runde, röhrenförmige, außen offene, sattelartig ausgebildete Schablone 19 in den Bügel hängt.
Durch eine entsprechende Schablone kann auch ein Bügel mit flachgedrückter, abgerundeter Bucht und mit gegen die Bucht divergierenden Schenkeln erzeugt werden (Fig. 12). Will man, wie in Fig. 5 bis 10 gezeigt, das Belastungsgewicht an einzelnen, voneinander getrennten Punkten angreifen lassen, so ge-.schieht dies am zweckmäßigsten dadurch, daß man einfache Häkchen (Fig. 13 bis 15) oder ähnliche hakenförmige Gebilde in der erforderlichen, vorherbestimmten Zahl und Anordnung miteinander starr oder verstellbar verbindet. Die in den Faden eingreifenden Teile, wie einfach oder doppelt gebogene Häkchen (Fig. 13), gerade Stifte 0. dgl., können dabei aus isolierendem, hitzebeständigem Material ■ bestehen, z. B. aus schwer schmelzbaren Oxyden, denen man auch Zusätze, wie z. B. feinpulverisierten Wolfram, geben kann, um die Einwirkung auf die Fadensubstanz vollständig zu vermeiden. Sie können auch aus schwer schmelzbarem Metall bestehen, in welchem Falle man sie selbstverständlich voneinander isoliert (Fig. 14. und 15). Als in den Faden eingreifende Teile können jedoch außer den -obgenannten auch andere Einrichtungen getroffen werden, wie z. B. zarte Klemmen, federnde Spiralen usw.
Benutzt man runde oder eckige Schablonen 14 (nach Fig. 11 und 16), so müssen diese aus hitzebeständigem, isolierendem Material bestehen, beispielsweise aus hitzebeständigen Oxyden, wie Thoroxyd. Am besten erhält man solche zarten Schablonen dadurch, daß man kolloidale Oxyde verwendet und dieselben nach dem Formen durch vorsichtiges Brennen in den gewöhnlichen Zustand überführt.
Das Verfahren kann auch so ausgeführt werden, daß man die Belastung des Fadens durch Federzug hervorbringt oder dieselbe dadurch genau reguliert. Die nötigen Federn können dann entweder an den Teilen, welche in die Fadenbucht eingreifen, wie Haken und Schablonen, befestigt sein oder an den Enden der Fäden. Im letzteren Falle werden natürlich die in den Faden eingreifenden Teile festgehalten. Ist das Gewicht der zur Formgebung notwendigen Einrichtungen, wie Klemmen, Schablonen usw., für sich allein so groß, daß es dem zu behandelnden Faden schädlich werden kann, so kann man es durch Federn oder auf andere Weise ausbalancieren.

Claims (8)

Patent-Ansprüche:
1. Bügeiförmiger Metallglühfaden für elektrische Glühlampen, dadurch gekennzeichnet, daß die Bucht von den Schenkeln, welche parallel oder gegeneinander geneigt sein können, im Winkel abgeht.
2. Verfahren zur Herstellung von bügeiförmigen Metallfäden für elektrische Glühlampen durch Belastung der glühenden, fertigen oder in der Herstellung begriffenen Fäden, dadurch gekennzeichnet, daß eine Belastung mit Hilfe beliebig konstruierter, zum Eingriff in den Faden geeigneter Teile, z. B. Haken, an mehreren gesonderten Punkten des Fadens angreift, wodurch je nach der Anzahl und der Lage
der Angriffspunkte verschieden gestaltete Fadenbügel von vorgeschriebener Schenkelstellung und von bestimmten, in den Ausmaßen vorgeschriebenen, eckigen Buchtformen erzeugt werden.
3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Belastung eine sattelartig auf den Faden gelegte, eckige oder runde Schablone verwendet, welche ihrer ganzen Länge nach den glühenden Faden berührt.
4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Wirkung der Belastung durch den Zug einer Feder ganz oder teilweise ersetzt oder regelt.
5. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Belastung so getroffen wird, daß der Metallfadenbügel parallele Schenkel und eine eckige, erwünschtenfalls unsymmetrische vorbestimmte Buchtform erhält.
6. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Belastung so getroffen wird, daß der Metallfadenbügel gegen die Bucht hin konvergierende oder divergierende Schenkel und eine eckige oder runde, gewünschtenfalls unsymmetrische, in Gestalt und Ausmaßen vorbestimmte Buchtform besitzt.
7. Zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3 geeigneter Belastungskörper, dadurch gekennzeichnet, daß er aus der gewünschten Anzahl isolierender oder isolierter Haken, Stauchen, Stifte oder anderen zum Eingreifen in den Faden geeigneten Konstruktionssteilen, z. B. kleinen Federklemmen besteht, welche die der geforderten Buchtform entsprechenden gegenseitigen Anordnungen besitzen und miteinander starr oder verstellbar verbunden sind.
8. Zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 3 eine eckige oder runde Schablone, c dadurch gekennzeichnet, daß sie aus hitzebeständigem, isolierendem Material besteht und an ihrer äußeren Seite eine Rinne von der geforderten Buchtform aufweist, so daß sie sattelartig auf den Faden gehängt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1908210457D 1908-02-22 1908-02-22 Expired - Lifetime DE210457C (de)

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