DE210457C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01K—ELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
- H01K3/00—Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
- H01K3/02—Manufacture of incandescent bodies
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01K—ELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
- H01K1/00—Details
- H01K1/02—Incandescent bodies
- H01K1/14—Incandescent bodies characterised by the shape
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Resistance Heating (AREA)
Description
PATENTAMT.
^PATENTSCHRIFT
- JVl 210457 -KLASSE 21/. GRUPPE 35,
Dr. HANS KUZEL in BADEN B.WIEN.
Bügeiförmiger Metallglühfaden für elektrische Glühlampen.
Die bisherigen Metallbügel für elektrische Glühlampen hatten Schleifenform mit mehr
oder weniger herzförmig gerundeter oder schwertförmig spitzer Krümmung (Fig. ι und 2).
Andere Fäden hatten spitze Form (Fig. 3). Diese Fäden hatten aber meist eine unbestimmte
und niemals gleichmäßige Form und bereiteten infolge ihrer wechselnden Ausmaße bei der Herstellung von Glühlampen Schwierigkeiten,
die namentlich bei der Herstellung der sogenannten Spirallampe (Fig. 1 des Patentes
198120) hervortraten. - Bei derartigen Lampen ist nämlich die Anwendung von Fäden
mit möglichst kongruenter Form und Bucht nötig, damit die Stauchungen, welche
den Kurzschluß der Fäden verhindern, auch möglichst kongruent verlaufen.
Versuche haben auch ergeben, daß es zwecks Ermöglichung einer gleichmäßigen Halterung
vorteilhaft ist, die Buchtbegrenzungen unsymmetrisch zu gestalten, wodurch auch Spannungen
vermieden werden, die sonst bei symmetrischer Bucht auftreten. Diese Spannungen
werden geringer, wenn die Umrisse der Bucht geradlinige Vielecke bilden, so daß die
Schenkel mit einer scharfen Biegung an die Bucht anschließen. Infolge dieser Anforderungen
ist es also notwendig, Fäden herzustellen, bei welchen die Schenkel in mehr oder weniger
scharfem Winkel zur Buchtbegrenzung abbiegen. Derartige Bügel waren bisher nicht
bekannt.
In der Fig. 5 der beiliegenden Zeichnung ist ein Bügel dargestellt, bei welchem die
Buchtbegrenzung im senkrechten Winkel zum Fadenschenkel vorhanden ist.
In der Fig. 6 ist ein Faden veranschaulicht, dessen Bucht durch drei Winkel gebildet wird,
von denen zwei stumpf und einer spitz ist.
In den Fig. 7 und 8 sind Bügel veranschaulicht, bei denen die Bucht vier Winkel
bildet.
In Fig. 9 ist ein Bügel veranschaulicht, dessen Schenkel nicht parallel, sondern zueinander
geneigt sind. Eine andere Ausführungsform dieses Bügels zeigt Fig. 10.
Die Herstellung der Fäden besteht darin, daß man die Fäden unter Anwendung von
Zug herstellt, den .Zug aber nicht wie bisher an einem einzelnen Punkte des Glühfadens
angreifen läßt, sondern an mehreren. Je nach der Art und Zahl der Angriffspunkte gelingt
es, verschiedene, Formen zu erhalten. Während der Überführung des Fadens in den fertigen
Zustand oder während des bloß zur endgültigen Formgebung dienenden Erhitzens wird
der Faden, nicht wie bisher, durch ein an einem Punkte des Fadens angreifendes Gewicht
belastet, sondern durch ein Gewicht oder durch Gewichte oder Federn, welche eine
ähnliche Wirkung ausüben, welche an mehreren Punkten des Fadens angreifen. Man
kann dann durch entsprechende Wahl der Lage der Angriffspunkte und durch entsprechende
Wahl der auf die einzelnen Angriffspunkte wirkenden Komponenten der Belastungsgewichte
der Bügelbucht eine beliebige symmetrische oder unsymmetrische, polygonale
oder stetig gekrümmte Gestalt geben und zugleich den Schenkeln einen beliebigen Grad
von Streckung und Neigung verleihen.
Will man beispielsweise einen. Bügel mit geraden parallelen Schenkeln und geradlinigem,
■ senkrecht auf beiden Schenkeln stehendem Verbindungsteil (Bruchteil) erzeugen, wie Fig. 5
zeigt, so läßt man das Belastungsgewicht 1 an zwei Stellen 2, 3 des Fadens 4 angreifen,
während gegenseitiger Abstand gleich ist dem Abstand der Befestigungspunkte 5, 6 des Fadens
an der Stromzuführung. Dabei kann der Abstand dieser Befestigungspunkte voneinander
von Haus aus gleich dem Abstand der Angriffspunkte 2, 3 gemacht werden, oder es kann dies erst während des Glühens des
Fadens erfolgen. Will man einen Metallfadenbügel mit eckiger Buchtform (Fig. 6, 7 und 8)
erzeugen, so läßt man das Belasturtgsgewicht 1 an drei oder mehr Stellen 7, 8, 9 bzw. 10,11,
12, 13 angreifen. Dabei kann die Belastung mit beliebig vielen Angriffsteilen, Haken usw.
versehen sein, welche entweder symmetrisch (Fig. 6 und 7) oder unsymmetrisch angeordnet
sein können (Fig. 8); im ersteren Falle erhält man symmetrische, in letzterem unsymmetrisch
gestaltete Buchtformen.
Je nachdem man dabei die Entfernung der Befestigungspunkte der Fadenenden größer,
gleich oder kleiner macht als den Abstand der äußersten Angriffspunkte des Belastungsgewichtes, erhält man gegen die Bucht divergierende,
parallele oder konvergierende Schenkel.
Läßt man die Belastung an getrennten Punkten angreifen, so erhält man im allgemeinen
bloß eckige Buchtformen, welche aber, weil sie in ihren Formen und Abmessungen
vorher bestimmbar sind, für die meisten Zwecke ausgezeichnet verwendbar sind.
Es gelingt aber nach vorliegender Erfin-
■ dung, auch vorher bestimmbare runde Buchtformen zu erzeugen, wenn man als Belastung
eine in die Buchtform gelegte, sattelartig aufliegende runde Schablone aus hitzebeständigem,
isolierendem Material verwendet. Hierbei können die Schenkel mit der Buchtbegrenzung
sanft verlaufen oder auch knickartig.
So wird nach Fig. 4 und 11 ein Bügel mit
parallelen Schenkeln und halbkreisförmiger Bucht erzeugt, indem man eine runde, röhrenförmige,
außen offene, sattelartig ausgebildete Schablone 19 in den Bügel hängt.
Durch eine entsprechende Schablone kann auch ein Bügel mit flachgedrückter, abgerundeter
Bucht und mit gegen die Bucht divergierenden Schenkeln erzeugt werden (Fig. 12).
Will man, wie in Fig. 5 bis 10 gezeigt, das
Belastungsgewicht an einzelnen, voneinander getrennten Punkten angreifen lassen, so ge-.schieht
dies am zweckmäßigsten dadurch, daß man einfache Häkchen (Fig. 13 bis 15) oder
ähnliche hakenförmige Gebilde in der erforderlichen, vorherbestimmten Zahl und Anordnung
miteinander starr oder verstellbar verbindet. Die in den Faden eingreifenden Teile, wie
einfach oder doppelt gebogene Häkchen (Fig. 13), gerade Stifte 0. dgl., können dabei
aus isolierendem, hitzebeständigem Material ■ bestehen, z. B. aus schwer schmelzbaren Oxyden,
denen man auch Zusätze, wie z. B. feinpulverisierten Wolfram, geben kann, um die
Einwirkung auf die Fadensubstanz vollständig zu vermeiden. Sie können auch aus schwer
schmelzbarem Metall bestehen, in welchem Falle man sie selbstverständlich voneinander
isoliert (Fig. 14. und 15). Als in den Faden eingreifende Teile können jedoch außer den
-obgenannten auch andere Einrichtungen getroffen werden, wie z. B. zarte Klemmen, federnde
Spiralen usw.
Benutzt man runde oder eckige Schablonen 14 (nach Fig. 11 und 16), so müssen diese aus
hitzebeständigem, isolierendem Material bestehen, beispielsweise aus hitzebeständigen
Oxyden, wie Thoroxyd. Am besten erhält man solche zarten Schablonen dadurch, daß
man kolloidale Oxyde verwendet und dieselben nach dem Formen durch vorsichtiges Brennen
in den gewöhnlichen Zustand überführt.
Das Verfahren kann auch so ausgeführt werden, daß man die Belastung des Fadens
durch Federzug hervorbringt oder dieselbe dadurch genau reguliert. Die nötigen Federn
können dann entweder an den Teilen, welche in die Fadenbucht eingreifen, wie Haken und
Schablonen, befestigt sein oder an den Enden der Fäden. Im letzteren Falle werden natürlich
die in den Faden eingreifenden Teile festgehalten. Ist das Gewicht der zur Formgebung
notwendigen Einrichtungen, wie Klemmen, Schablonen usw., für sich allein so groß,
daß es dem zu behandelnden Faden schädlich werden kann, so kann man es durch Federn
oder auf andere Weise ausbalancieren.
Claims (8)
1. Bügeiförmiger Metallglühfaden für elektrische Glühlampen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bucht von den Schenkeln, welche parallel oder gegeneinander geneigt sein können, im Winkel abgeht.
2. Verfahren zur Herstellung von bügeiförmigen Metallfäden für elektrische Glühlampen
durch Belastung der glühenden, fertigen oder in der Herstellung begriffenen Fäden, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Belastung mit Hilfe beliebig konstruierter, zum Eingriff in den Faden geeigneter
Teile, z. B. Haken, an mehreren gesonderten Punkten des Fadens angreift, wodurch
je nach der Anzahl und der Lage
der Angriffspunkte verschieden gestaltete Fadenbügel von vorgeschriebener Schenkelstellung
und von bestimmten, in den Ausmaßen vorgeschriebenen, eckigen Buchtformen
erzeugt werden.
3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man als Belastung eine sattelartig auf den Faden gelegte, eckige oder runde Schablone
verwendet, welche ihrer ganzen Länge nach den glühenden Faden berührt.
4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Wirkung der Belastung durch den Zug einer Feder ganz oder teilweise
ersetzt oder regelt.
5. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Belastung so getroffen wird, daß der Metallfadenbügel parallele Schenkel
und eine eckige, erwünschtenfalls unsymmetrische vorbestimmte Buchtform erhält.
6. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Belastung so getroffen wird, daß der Metallfadenbügel gegen die Bucht hin
konvergierende oder divergierende Schenkel und eine eckige oder runde, gewünschtenfalls
unsymmetrische, in Gestalt und Ausmaßen vorbestimmte Buchtform besitzt.
7. Zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3 geeigneter Belastungskörper, dadurch gekennzeichnet, daß er
aus der gewünschten Anzahl isolierender oder isolierter Haken, Stauchen, Stifte
oder anderen zum Eingreifen in den Faden geeigneten Konstruktionssteilen, z. B. kleinen
Federklemmen besteht, welche die der geforderten Buchtform entsprechenden gegenseitigen
Anordnungen besitzen und miteinander starr oder verstellbar verbunden sind.
8. Zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 3 eine eckige oder runde Schablone,
c dadurch gekennzeichnet, daß sie aus hitzebeständigem, isolierendem Material
besteht und an ihrer äußeren Seite eine Rinne von der geforderten Buchtform aufweist,
so daß sie sattelartig auf den Faden gehängt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE210457T | 1908-02-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Family
ID=32405185
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1908210457D Expired - Lifetime DE210457C (de) | 1908-02-22 | 1908-02-22 |
Country Status (3)
| Country | Link |
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1908
- 1908-02-22 DE DE1908210457D patent/DE210457C/de not_active Expired - Lifetime
-
1909
- 1909-01-19 GB GB190901332D patent/GB190901332A/en not_active Expired
- 1909-01-20 FR FR399007D patent/FR399007A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR399007A (fr) | 1909-06-21 |
| GB190901332A (en) | 1909-05-13 |
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