DE210341C - - Google Patents

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DE210341C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/01Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with natural macromolecular compounds or derivatives thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
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  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 210341 KLASSE Sm. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. April 1907 ab.
Es wurde gefunden, daß Malzpräparate, ganz besonders das von der Deutschen Diamaltgesellschaft m. b. H. in München nach einem besonderen Verfahren hergestellte Präparat Diastafor auf beschwerte Seide und Schappe in Strangform eine unerwartet günstige Einwirkung haben, indem hierdurch der Faden elastischer und stärker unter gleichzeitiger Besserung des Griffs gemacht wird. Nebenbei
ίο tritt noch die in vielen Fällen an sich bekannte Wirkung ein, daß der Glanz der Ware erhöht wird.
Die Tatsache, daß beispielsweise ein Seidenfaden, welcher durch den Beschwerungsprozeß oder aus anderen Gründen an Stärke und Elastizität eingebüßt hat, einen Teil dieser wertvollen Eigenschaften durch Behandlung mit Malzextrakt wiedergewinnt, war, wie oben angedeutet, bis jetzt unbekannt, ist aber in folgender Weise erklärlich:
Ein gewöhnlicher Seidenfaden besteht bekanntlich aus einer Menge außerordentlich feiner, sogenannter Coconfädchen. Durch das Entfernen des Seidenwachses (Sericin) und durch Ablagerung von verschiedenen Beschwerungsmitteln (Metallsalze, Gerbsäureverbindungen usw.) auf diese Fädchen verlieren diese mehr und mehr den ursprünglichen Zusammenhang; der Faden wird zu locker. Das Malzpräparat, z. B. Diastafor, wirkt nun hier als Bindemittel. Auch kommt es vor, daß die erwähnten Ablagerungen der Beschwerungsstoffe teilweise kristallinischer Natur sind, in welchem Falle die Fädchen schneidend aufeinander einwirken. Hier wirkt das Diastafor als Abstumpfungsmittel.
Die Anbringung des Malzpräparates auf den Faden ist äußerst einfach.
Im nachstehenden wird die Anwendungsart des Diastafors zu dem vorliegenden Zweck beschrieben.
Beispiel 1.
Nach beendigtem Färbeprozeß setzt man dem letzten sogenannten Schönungsbade (Avivage) 10 bis 20 Prozent Diastafor zu. In solchen Fällen, wo das genannte Bad so viel Säure usw. enthält, daß ein Aufheben der günstigen Eigenschaften des Diastafors zu befürchten ist, gibt man das Diastafor zuerst allein in das Bad, · und erst nach erfolgter Einwirkung werden die übrigen Bestandteile: Säure, ölemulsion usw. demselben Bade (Avivage) zugesetzt.
Beispiel 2.
55
Die Seide wird in gewöhnlicher Weise gefärbt, geschönt sowie getrocknet und nach dem Trocknen erst auf ein Schönungsbad gestellt, welches 30 bis 60 Prozent Diastafor (auf die Seide berechnet) enthält, und etwa eine Stunde lang darauf behandelt. Zweckmäßig

Claims (1)

  1. nimmt man ein schon gebrauchtes Schönungsbad, dem dann nur die nötige Menge Diastafor zugesetzt zu werden braucht. Man erhält in dieser Weise neben einer Erhöhung der Elastizität und einer Stärkung der Faser einen besonders kräftigen Griff.
    Es können enzymatische oder nicht enzymatische Malzpräparate oder auch maltosehaltige Präparate zur Verwendung gelangen.
    Ρλ τ f. ν τ ■ A ν s ρ κ υ c π :
    Verfahren zur Erhöhung der Elastizität und der Zugfestigkeit von beschwerter Seide und Schappe, dadurch gekennzeichnet, daß man die Seide .und Schappe in Strangform mit enzymatischen oder nicht enzymatischen Malzpräparaten oder mit maltosehaltigen Präparaten behandelt.
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