DE2103142C3 - Katalysator zur Oxidation von Alkylbenzolen mit Sauerstoff zu Carbonsäuren - Google Patents

Katalysator zur Oxidation von Alkylbenzolen mit Sauerstoff zu Carbonsäuren

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DE2103142C3
DE2103142C3 DE19712103142 DE2103142A DE2103142C3 DE 2103142 C3 DE2103142 C3 DE 2103142C3 DE 19712103142 DE19712103142 DE 19712103142 DE 2103142 A DE2103142 A DE 2103142A DE 2103142 C3 DE2103142 C3 DE 2103142C3
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Herbert Dr. Jenkner
Otto Rabe
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/16Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation
    • C07C51/21Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with molecular oxygen
    • C07C51/255Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with molecular oxygen of compounds containing six-membered aromatic rings without ring-splitting
    • C07C51/265Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with molecular oxygen of compounds containing six-membered aromatic rings without ring-splitting having alkyl side chains which are oxidised to carboxyl groups
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Description

Aromatische Mono- und Polycarbonsäuren sind großtechnisch wichtige Zwischenprodukte. Insbesondere Terephthalsäure wird in großen Mengen, vorzugsweise für die Herstellung von Polyesterfasern, benötigt.
Unter den Herstellungsverfahren für diese aromatischen Carbonsäuren haben jene Verfahren besondere Bedeutung erlangt, die die Oxidation der entsprechenden alkyl-aromatischen Verbindungen betreffen.
So ist beispielsweise für die Herstellung von Terephthalsäure die katalytische Oxidation von p-Xylol mit Luft oder Sauerstoff in Essigsäure als Lösungsmittel bekannt, und es sind verschiedene Verfahren veröffentlicht worden, die eine technisch besonders zweckmäßige Ausgestaltung dieses Verfahrens zum Gegenstand haben.
Diese verschiedenartigen Ausgestaltungen betreffen in erster Linie den Katalysator, da von dessen Wirkungsweise einmal die Reaktionsbedingungen, wie Temperatur, Druck, Durchsatzmenge, vor allem aber Ausbeute und Reinheit des Endproduktes abhängen. Im Fall der Oxidation von p-Xylol zu Terephthalsäure haben sich insbesondere anorganische und organische Kobaltverbindungen als Katalysatoren sehr bewährt. So wird beispielsweise in der DE-OS 1418852 ein Verfahren zur Herstellung aromatischer Carbonylverbindungen durch die Oxidation der Alkylseitenketten von o-, m- oder p-Xylol mit Sauerstoff beschrieben, bei dem ein Katalysator verwendet wird, der aus einem Gemisch von Kobalt, Brom und einer niederen, aliphatischen Carbonsäure besteht, wobei das Molverhältnis von Brom zu Kobalt etwa 0,1 bis 1,2:1 beträgt. Gemäß den Beispielen der genannten Offenlegungsschrift wurden unter der Wirkung dieses Katalysators 78 bis 81% des angewandten p-Xylols zu Terephthalsäure umgesetzt.
Es wurde jedoch festgestellt, daß für die katalytische Oxidation von p-Xylol zu Terephthalsäure mit Luft bei Atmosphärendruck nicht jede Kobaltverbindung, insbesondere nicht jedes Kobaltacetat, geeignet ist. Die Reinheit der Co-Verbindung bzw. die Art der Verunreinigungen ist von ausschlaggebender Bedeutung, ob die Aktivität des Katalysators ausreicht, die Oxidation der alkylaromatischen Verbindungen mit höchstmöglicher Ausbeule ablaufen zu lassen und das Oxidationsprodukt in einer technisch hinreichenden Reinheit zu erhalten.
In Weiterführung dieser Erkenntnis wurde ein Katalysator zur Oxidation von Alkylbenzolen zu Carbonsäuren, insbesondere von p-Xylol zu Terephthalsäure, mit Luft oder gasförmigem Sauerstoff, erhalten durch Vermischen von Kobaltacetat-Tetrahydrat und Bromwasserstoff in Gegenwart von Eisessig und Essigsäureanhydrid, gefunden. Der Katalysator zeichnet sich dadurch aus, daß er kristallin ist und in seiner Zusammensetzung einem CH3COOH:Co:Br-Verhältnis von 1:1:1 entspricht und daß er durch Erhitzen gleicher Grammolekül-Mengen Kobaltacetat-Tetrahydrat und in Eisessig gelöstem Bromwasserstoff zusammen mit Essigsäureanhydrid auf Siedetemperatur, anschließendes Abkühlen des Gemisches auf eine Temperatur von etwa 20° C, Abtrennen des abgeschiedenen Produkts von der Mutterlauge, Waschen mit kaltem Eisessig und gegebenenfalls Trocknen hergestellt wird.
Nach den bisher bekannten Verfahren, nach denen Alkylbenzole in Gegenwart eines Kobaltkatalysators zu Carbonsäuren oxidiert werden, war es üblich, die Katalysatorkomponenten, beispielweise Kobaltacetat, Bromwasserstoff und Eisessig, einzeln im Oxidationsgemisch zuzusetzen. Im Gegensatz dazu wird gemäß der Erfindung der Katalysator aus Kobaltacetat, Bromwasserstoff, Eisessig und Essigsäureanhydrid in einem besonderen Verfahren hergestellt, als kristalline und hinsichtlich ihrer Zusammensetzung definierte Verbindung isoliert, in der die Bestandteile CH3COO",Cound Brim Verhältnis 1:1:1 vorliegen, und in dieser Form zur Anwendung gebracht. Es wurde nämlich gefunden, daß alle Verunreinigungen der Ausgangssubstanzen, die die Aktivität des Kobaltkatalysators oft ganz erheblich verminderten, bei der erfindungsgemäßen Arbeitsweise in der Mutterlauge verbleiben und mit dieser abgetrennt werden. Auf diese Weise entsteht ein Katalysator mit deutlich besseren katalytischen Wirkungen, insbesondere in bezug auf Reinheit und Ausbeute des Endproduktes der mit diesem Katalysator katalysierten Umsetzung, als sie mit den bisher bekannten Katalysatoren hervorgebracht werden können. So konnten aus 2 Proben von handelsüblichem Kobaltacetat, die bei der Verwendung als Katalysator nach den bisher bekannten Verfahren versagten, nach dem Verfahren der Erfindung kristalline Katalysatoren hergestellt werden, die die Oxidationsreaktion von p-Xylol in der gewünschten Weise katalysierten. Die bei der Herstellung des kristallinen Katalysators der Erfindung angefallene Rest-Mutterlauge war dagegen ebenso wirkungslos wie das als Ausgangssubstanz verwendete Kobaltacetat.
Im folgenden wird die Herstellung des erfindungsgemäßen Katalysators anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben:
Beispiel
In einen Glaskolben von 1 Liter Inhalt, der mit Rührvorrichtung und Rückflußkühler versehen ist, werden 249 g Kobaltacetat-Tetrahydrat, 245 g Eisessig, der 81 g Bromwasserstoff gelöst enthält, und
3 4
459 g Essigsäureanhydrid gegeben. Das Reaktionsge- der Kolbeninhalt auf Raumtemperatur abgekühlt,
misch wird lebhaft gerührt, zum Sieden erhitzt und wobei sich violette Kristalle abscheiden. Sie werden
2,5 Stunden lang auf Siedetemperatur gehalten. Da- von der Mutterlauge abfiltriert, mit wenig kaltem
bei destillieren 315g Essigsäure über den Rückfluß- Eisessig gewaschen und gegebenenfalls getrocknet,
kühler aus dem Reaktionsgemisch ab. Danach wird > Ausbeute: 181 g = 91,4% der Theorie.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Katalysator zur Oxidation von Alkylbenzolen zu Carbonsäuren, insbesondere von p-Xylol zu Terephthalsäure, mit Luft oder gasförmigem Sauerstoff, erhalten durch Vermischen von Kobaltacetat-Tetrahydrat und Bromwasserstoff in Gegenwart von Eisessig und Essigsäureanhydrid, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator kristallin ist und in seiner Zusammensetzung einem CH3COOH: Co: Br-Verhältnis von 1:1:1 entspricht und daß er durch Erhitzen gleicher Grammolekül-Mengen Kobaltacetat-Tetrahydrat und in Eisessig gelöstem Bromwasserstoff zusammen mit Essigsäureanhydrid auf Siedetemperatur, anschließendes Abkühlen des Gemisches auf eine Temperatur von etwa 20° C, Abtrennen des abgeschiedenen Produkts von der Mutterlauge, Waschen mit kaltem Eisessig und gegebenenfalls Trocknen hergestellt wird.
DE19712103142 1971-01-23 1971-01-23 Katalysator zur Oxidation von Alkylbenzolen mit Sauerstoff zu Carbonsäuren Expired DE2103142C3 (de)

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