DE209714C - - Google Patents

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DE209714C
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suction
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suction chamber
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suction roll
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F3/00Press section of machines for making continuous webs of paper
    • D21F3/02Wet presses
    • D21F3/10Suction rolls, e.g. couch rolls

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  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVe 209714-KLASSE 55 d. GRUPPE
Saugwalze für Papiermaschinen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. August 1908 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Saugwalze für Papiermaschinen mit umlaufendem Siebzylinder und innerer Saugkammer. Die Saugwalze dient zum Entwässern der auf einer durchbrochenen oder porösen Unterlage liegenden, über die Walze laufenden Unterlage. Die nicht umlaufende Saugkammer steht in Verbindung mit einer Saugvorrichtung (Pumpe oder Exhaustor). Die offene Oberseite der Saugkammer ist dabei in unmittelbarer Berührung mit der Innenwand der Walze.
Obgleich diese Saugwalzen, wenn mit derselben Umfangsgeschwindigkeit wie die Breiführungsbahn umlaufend, den Vorteil haben, Reibung und Abnutzung an der Stofführungsbahn zu vermeiden, so waren sie dennoch bisher nicht vollständig zufriedenstellend, sei es in bezug auf ihre Bauart, sei es in bezug auf ihre Arbeit. Ein weiterer Übelstand lag in der Schwierigkeit, die Saugkammer in luftdichter Berührung mit dem umlaufenden Siebzylinder zu halten, um eine vollkommene Ausnutzung der Saugwirkung zu erzielen. Auch war es nicht möglich, das genaue Maß der gewünschten Anpressung innezuhalten, um zu verhindern, daß sich die Saugkammer unter dem Einfluß einer starken Saugwirkung an den Siebzylinder festpreßt, welches eine überschüssige Kraftleistung für die Umdrehung des Siebzylinders beansprucht und mehr oder weniger mit der gewünschten richtigen Arbeit der Einrichtung · in Widerspruch steht. Eine andere Schwierigkeit bei dieser Gattung von Saugwalzen ergibt sich aus dem Fehlen geeigneter Mittel, um die Saugkammer in verschiedenen Winkeln gegen den umlaufenden Siebzylinder einzustellen, um die Saugkammer gerade an der Stelle des Zylinderumfanges anliegen zu lassen, über welche die Stofführungsbahn läuft. Diese läuft nämlich bei einigen Maschinen über den Scheitel der Rolle senkrecht über der Achse, während sie bei anderen mehr oder weniger einseitig davon verschoben über die Walze läuft.
Diese Mängel sollen durch die vorliegende Erfindung dadurch vermieden werden, daß die innere Saugkammer elastisch gelagert ist und regelbar an den äußeren Siebzylinder angepreßt wird. Weiter sind Mittel vorgesehen, die Saugkammer sowohl radial wie im Winkel gegen den umlaufenden Siebzylinder einstellen zu können unter dauernd dichter Anlage an den Siebzylinder, ohne indessen ein Festpressen befürchten zu lassen.
In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen der Walze gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt.
Fig. ι zeigt die Seitenansicht der einen Ausführungsform, wobei der Mittelteil der Walze weggebrochen dargestellt ist.
Fig. 2 und 3 sind Endansichten von ent- 60 ■ gegengesetzten Seiten und
Fig. 4 ein mittlerer Längsschnitt, während
Fig. 5 und 6 Querschnitte sind, ersterer nach der Linie 5-5 in Fig. 4, letzterer ein solcher an beliebiger Stelle durch die Saugwalze und deren Saugkammer.
Fig. 7 ist ein mittlerer Längsschnitt durch eine zweite Ausführungsform und
(S. Auflage, ausgegeben am 4. Mär\ igto.)
Fig. 8 die Endansicht derselben, während
Fig. 9 eine Draufsicht auf eines der Saugkammerlager ist, und
Fig. io ein wagerechter Mittelschnitt durch ein solches, in welchem das Ende der Saugkammer in Ansicht von oben sichtbar ist.
In Fig. ι bis 6 ist A der gelochte, umlaufende Zylinder der Saugwalze, dessen ungelochte Enden drehbar in Ringlagern -B gelagert sind. Letztere sind mit Hartmetall ausgefüttert. Diese Lager sind geteilt ausgeführt. Ihre obere Hälfte ist mittels Bolzenschrauben b an der unteren Hälfte abnehmbar befestigt, die als Stützlager für die Walze dient.
Innerhalb des gelochten Zylinders A ist die in der Längsrichtung verlaufende Saugkammer C angeordnet, deren offenes Oberende genau der Krümmung des Zylinders A angepaßt ist und an ihrer Oberseite dicht an den Zylinder A anliegt. Die Abdichtung erfolgt mittels Dichtungsstreifen c, die in einer Nut eingebettet sind, welche die ganze obere Öffnung der Saugkammer umgeben, um eine Abnutzung der Laufflächen zu vermeiden und eine luftdichte Verbindung mit der Mantelfläche des Zylinders A zu bilden, wie dies bei derartigen Saugwalzen üblich ist. Die Saugkammer C hat rohrförmige Endstutzen D, die niedriger gehalten sind als der oben offene Mittelteil der Kammer, der allein sich gegen die Innenfläche des Zylinders A anlegt. Das eine oder beide Enden D, und zwar vorteilhaft beide, sind zum Anschluß an eine Saugpumpe ausgebildet. Zu diesem Zwecke haben bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel diese Enden D Innengewinde zum Anschluß einer Rohrleitung.
An den gegenüberliegenden Enden der Saugwalze sind ringförmige Stirnwände E angeordnet, in denen die Enden D der Saugkammer, wie weiter unten näher beschrieben wird, federnd gelagert sind, um der Saugkammer das nötige radiale Spiel zu gestatten und den Druck, mit welchem sich die Saugkammer an die Zylinderwand anlegt, einzustellen. Diese Stirnwände E stehen fest, sind aber so eingerichtet, daß sie im Winkel eingestellt werden, indem sie in Klemmringen F liegen, welche mittels Schraubenbolzen oder Zapfen an den Seitenteilen der Lager B befestigt sind. Bei Lösen der Klemmschrauben f können die beiden Stirnwände E in den Klemmringen gedreht werden, um die Saugkammer C in irgendeinem ge\vünschten Winkel entsprechend der von der Stofführungsbahn bedeckten Fläche der Zylinderoberfläche einstellen zu können. Zugstangen G verbinden die beiden Stirnwände zu einem starren Ganzen, so daß die Einstellung beider Stirnwände in Übereinstimmung erfolgt.
Die Stirnwände E sind quer über ihren Durchmesser mit Ausschnitten versehen. Diese Ausschnitte haben Paralleiführungen e, welche vorteilhaft an den Außenseiten der Stirnwände E liegen. Die Enden D der Saugkammer, welche durch diese Öffnungen hindurchtreten, sind gleitend in die erwähnten Führungen e eingepaßt. Die Führungen β sind mit Messing oder anderem ähnlichen Lagermetall ausgekleidet, während die Kammerenden D in ihren Teilen zwischen den Führungen mit flachen Schuhen d von ähnlichem Metall ausgestattet sind, um ein leichtes Gleiten zu erzielen und ein Festrosten und Festklemmen der Kammer in ihren Führungen zu vermeiden. In den Stirnwänden E sind unterhalb der Enden D der Saugkammer kräftige Schraubenfedern H angeordnet, welche die Saugkammer angehoben halten und elastisch, aber kräftig mit ihrer oberen Öffnung in Berührung mit der Innenwand des Zylinders A halten. Die Federn H sind auf Büchsen h im unteren Teil der Stirnwände gelagert und werden an ihren oberen Enden an Büchsen h1 gehalten, die am Boden der Saugkammerenden D angeordnet sind. Um die Spannung der Federn H einstellen zu können, enthalten die Büchsen h, h1 mit Flanschen versehene Muttern, gegen welche sich die Büchsenflanschen verschrauben lassen, um den gegenseitigen Abstand derselben und damit den Abstand der Stützlager für die Federn H und deren Spannen der Hebel verändern zu können. Die Hebung der- Saugkammer nach oben wird durch Anschläge / begrenzt, die aus Stellschrauben bestehen, welche durch Lappen e1 an die Außenseiten der Stirnwände E geschraubt sind und mittels Gegenmuttern j in der eingestellten Lage gesichert werden können. Hieraus geht hervor, daß die Saugkammer einmal durch ihre Eridführun'g e eine genaue radiale Bewegung erhält und in dieser Riehtung dauernd durch die Stützfedern H mit ihrem oberen offenen Ende in luftdichter Verbindung mit der Innenwand des Zylinders A gehalten wird, so daß jede Beeinträchtigung des wirksamen Vakuums vermieden ist, während gleichzeitig durch die oben erwähnten Anschläge verhindert ist, daß durch die Luftverdünnung in der Saugkammer diese an der Zylinderwand sich festsaugt, wobei der Druck der Kammer gegen den Zylinder leicht reguliert werden kann, und zwar mittels der Anschlagschrauben /. Die Walze arbeitet infolgedessen ebenso sicher und einfach wie die bekannten Druckrollen, und es ist nicht nötig, mehr Luft durch die Saugkammer hindurchzusaugen, als durch die Stoffbahn und die Führungsbahn für den Stoff hindurchtritt, so daß die Saugvorrichtung eine verhältnismäßig kleine sein kann. Man kann mit dieser das höchste Maß an Luftverdünnung aufrechterhalten, welches nötig ist, um die beste Wirkung zu erzielen, ohne die Antriebskraft für
die Saugwalze steigern zu brauchen. Hierzu kommt noch der Vorteil, daß diese Saugwalze die Leistungsfähigkeit der Papiermaschine steigert, indem gleich trockener Filz und Papier zu den Preßwalzen zugeführt wird, also besser getrocknet zu den Preßwalzen kommt, wodurch in der Trockenzylinderpartie dann an Dampf gespart wird.
Der Antrieb des Zylinders A erfolgt durch
ίο einen Zahnkranz K, der mit einem Trieb L in Eingriff steht, dessen Welle in einer Büchse I gelagert ist, die an den Ringlagern B befestigt bzw. aus einem Stück ausgebildet ist.
Die Ausführungsform nach den Fig. 7 bis 9 ist im wesentlichen die gleiche wie die vorbeschriebene, nur unter Abänderung der folgenden Einzelheiten. Die getrennten Klemmringe F in Fig. 1 bis 6 fehlen hier, und statt dessen sind. die Stirnwände E, welche die Saugkammer aufnehmen, in ringförmigen Lagern B1 gelagert, in denen sie mittels Stellschrauben b1 festgestellt' werden können, was ebenso wie die Klemmringe der ersten Ausführungsform gestattet, die Saugkammer C in verschiedenen Winkellagen ein- und festzustellen. In diesem Falle ist der umlaufende Siebzylinder A an den Lagern B1 oder an den Stirnwänden E gelagert.

Claims (9)

  1. : Patent-Ansprüche:
  2. i. Saugwalze für Papiermaschinen mit umlaufendem Siebzylinder und innerhalb desselben angeordneter Saugkammer, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Saugkämmer (C) elastisch gelagert ist und regelbar an den äußeren Zylinder (A) angepreßt wird.
    : 2. Saugwalze nach Patent-Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Saugkammer (C) auf Federn (H) ruht, die in den feststehenden Stirnwänden (E) der Walze gelagert sind.
  3. 3. Saugwalze nach Patent-Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung der Anpressung der elastisch gelagerten Saugkammer (C) durch einstellbare Anschläge (J) erfolgt.
  4. 4. Saugwalze nach Patent-Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (J) an den feststehenden Stirnwänden (E) angeordnet sind, in denen die Anschlußenden (D) der Saugkammer (C) in Führungen (e) radial geführt sind.
  5. 5. Saugwalze nach Patent-Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitflächen der Radialführungen (e) ebenso wie die Kammeranschlußenden (d) mit einem' Rosten und Festklemmen verhütenden Lagermetall ausgekleidet sind.
  6. 6. Saugwalze nach Patent-Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugkammer (C) in mit dem Siebzylinder (A) nicht mit umlaufenden, aber im Winkel zu den Stirnwänden (E) einstellbaren Lagern (B) gelagert ist.
  7. 7. Saugwalze nach Patent-Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkeleinstellung der Stirnwände (E) mittels Klemmringen (F) erfolgt, die an den feststehenden Lagern (B) der Stirnwände (E) befestigt sind.
  8. 8. Saugwalze nach Patent-Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die im Winkel einstellbaren Stirnwände (E) durch Zugstangen (G) zu einem starren Ganzen verbunden sind.
  9. 9. Saugwalze nach Patent-Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerung des drehbaren Siebzylinders (A) an den feststehenden Lagern (B bzw. B1) der einstellbaren Stirnwände (E) erfolgt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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