DE20968C - Verfahren zum Benageln und Bestiften von Sohlen und dazu benutzte Vorrichtungen - Google Patents
Verfahren zum Benageln und Bestiften von Sohlen und dazu benutzte VorrichtungenInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D69/00—Shoe-nailing machines
- A43D69/02—Shoe-nailing machines using ready-made nails
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 71: Schuhwerk.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Juli 1882 ab.
Das Beschlagen von Stiefelsohlen mit Nägeln oder Stiften geschieht bisher noch gröfstentheils
von Hand am fertigen Stiefel, und es wird jeder Nagel bezw. Stift für sich eingeschlagen.
Das vorliegende Verfahren bezweckt, durch mechanische Vorrichtungen Stiefelsohlen schnell
mit Nägeln oder Stiften zu beschlagen.
Die Ausführung dieses Verfahrens beruht zunächst auf der Anwendung von Schablonen,
wie solche in Fig. 1, 2, 4- und 5 dargestellt
sind. Dieselben bestehen aus Platten A, zweckmäfsig aus Metall, und sind mit Löchern oder
zellenförmigen Vertiefungen α versehen, in welche sich die Köpfe der Nägel einlegen. Je zwei
solcher Platten, für den rechten und linken Stiefel, liegen neben einander. Die Vertiefungen
α können so angeordnet sein, dafs sie bestimmte, regelmäfsige Linien oder Muster
bilden. Die Langseiten dieser Platten A sind von elastischem Band B flankirt, deren Höhe sich
über die Platten bezw. über die Spitzen der sich in die Vertiefungen α legenden Nägel erhebt.
Diese Banden B können zweckmäfsig aus Gummischlauch bestehen, der an den Enden
durch hineingreifende Klammern b festgehalten wird. Doch kann auch anderes elastisches Material,
oder es können mit eingesetzten Federn hergestellte Buffer benutzt werden.
Die beiden Platten A sind auf einem Blech oder einer sonstigen Unterlage befestigt. Fig. 1
und 2 stellen die Platten für Schuhnägel mit runden oder kantigen Köpfen, Fig. 4 und 5.
die Platten für Stifte dar.
Auf diese Platten werden Schuhnägel oder Stifte in reichlicher Anzahl aufgeschüttet, und
zwar auf die ganze Fläche; dann werden die Platten durch mechanische Vorrichtungen oder
von Hand in der Längsrichtung geschüttelt. Die Nägel legen sich hierdurch mit ihren Köpfen
in die Vertiefungen α und die Stifte fallen mit ihrem schweren Ende in die Löcher; Nägel
und Stifte stehen nur mit den Spitzen senkrecht empor. Die überflüssigen Stifte fallen beim
Schütteln vorn und hinten von der Schablone herab in einen untergestellten Kasten. Auf
diese Weise sind in wenig Augenblicken alle Zellen oder Löcher α mit Nägeln bezw. Stiften
besetzt. Wo etwa noch eine Zelle frei geblieben ist, da wird sie von Hand nachgefüllt,
sowie etwa überflüssige, auf den Platten hängen gebliebene Nägel oder Stifte entfernt werden.
Sind auf diese Weise alle Zellen α gefüllt, so wird die Schablone in waagrechter Lage auf
den Ambos eines Fallwerks oder einer Presse gelegt und das Sohlenleder, mit der Aufsenseite
nach unten, darüber, d. h. auf die Gummibuffer B gelegt, welche bezwecken, dafs durch
das Auflegen des Leders die Nagelspitzen nicht aus ihrer senkrechten Lage verschoben werden.
Es ist zweckmäfsig, das Leder vorher anzufeuchten, damit die Nagelspitzen leichter eindringen.
Das Sohlenleder kann entweder schon zugeschnitten sein oder noch zusammenhängen,
um nachträglich in die Sohlenform geschnitten zu werden.
Der Ambos des Fallwerks, ebenso wie die Schlagfläche des Fallhammers (Bars), ist etwas
gröfser als die Eisenplatte der Schablone. Es genügt zunächst ein Schlag, um zu bewirken,
dafs sich sämmtliche Nägel bezw. Stifte mit ihren Spitzen mit einem Male in das Leder
Claims (1)
- einstechen und darin haften bleiben. Nun nimmt man die Schablone vom Ambos und das Leder mit den darinsteckenden Stiften von der Schablone ab und dreht es um, so dafs die Nägel bezw. Stifte mit den Köpfen nach oben stehen, Fig. 3 und 6. So wird nun das Leder wieder auf den Ambos gelegt und der Fallhammer mehrmals auf die Nägelköpfe herabgeschnellt, bis die Nägel oder Stifte vollständig hinein-, die auf der Unterseite hindurchdringenden Spitzen aber umgeschlagen sind.Bei sehr dicken Sohlen kommt es vor, dafs die Nägel, besonders aber die Stifte, nicht vollständig eingetrieben bezw. vernietet werden, wenn man nicht ein sehr schweres Fallwerk, das für Hand- bezw. Fufsbetrieb zu ermüdend sein würde, anwendet.In solchen Fällen werden die benagelten bezw. bestifteten Sohlen einer nachträglichen Bearbeitung im Fallwerk unterworfen, nachdem in den Hammer (Bär) des letzteren ein loses, mittelst Keil oder dergleichen zu befestigendes Metallkopfstück, Fig. 7 und 8, eingesetzt ist. Die Sohle wird mit den Nägel- bezw. Stiftköpfen nach unten auf den Ambos gelegt und die rundliche Fläche C des Kopfstücks läfst man auf Stellen der Innenfläche der Sohle ein oder zwei Mal aufschlagen, um die Vernietung zu vollenden, gleichzeitig aber, um der Sohle die Rundung zu geben, welche der Schuhmacher sonst erst durch Hämmern unter der Hand tiervorbringt.Es ist ersichtlich, dafs bei dem vorbeschriebenen Verfahren nur Sohlen, welche noch nicht auf den Stiefel aufgenagelt sind, behandelt werden können. Doch ist dies an sich gleichgültig, weil die Biegsamkeit der Sohle durch das Bestiften und Benageln nicht leidet und am Rand der Sohle genügender Raum (1 '/2 cm) für Pflöcke, Stifte, Nägel oder Naht zur Befestigung auf dem Stiefel gelassen ist. Auch können nach dem Aufpflöcken der Sohle auf deren Rand noch weitere Sohlennägel oder Stifte ringsherum von Hand eingeschlagen werden. Anstatt des von Hand oder Fufs betriebenen Fallwerks kann auch ein mechanisch bewegtes Hammerwerk benutzt werden.Pa ten τ-Ansprüche:Das Verfahren zum Beschlagen von Sohlen mit Nägeln oder Stiften, darin bestehend, dafs alle Nägel oder Stifte für eine oder ein Paar Sohlen zunächst mit ihren Köpfen in Vertiefungen gebracht und die emporstehenden Spitzen durch den Schlag eines Fallwerks oder einer Presse auf die darübergelegte Sohle in letztere hineingetrieben werden, worauf die Sohle umgedreht und auf den Ambos gelegt wird und die darin haftenden Nägel oder Stifte durch Fallwerk oder Presse sämmtlich zugleich eingetrieben werden, worauf, wenn nöthig, durch nochmaliges Umdrehen und Bearbeiten der Innenfläche mittelst eines mit ovaler Schlagfläche versehenen Hammerkopfstücks das vollständige Vernieten der Spitzen und zugleich das Ovalmachen und Klopfen der Sohle bewirkt werden kann.L)ie bei diesem Verfahren benutzten Schablonen, bestehend aus Platten A von geeigneter Stärke mit Vertiefungen oder Löchern a, die den Köpfen der Nägel oder Stiften' entsprechen, und den diese Platten flankirenden, elastischen Buffern B von Gummi oder mit federnder Einlage, Fig. 1, 2, 4 und 5.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT20968D Active DE20968C (de) | Verfahren zum Benageln und Bestiften von Sohlen und dazu benutzte Vorrichtungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3402940A (en) * | 1965-03-22 | 1968-09-24 | Renault | Rear wheels suspension systems for motor vehicles |
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