DE209682C - - Google Patents

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DE209682C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J7/00Type-selecting or type-actuating mechanisms
    • B41J7/02Type-lever actuating mechanisms
    • B41J7/22Type-baskets; Bearings or hangers for type levers

Landscapes

  • Handling Of Continuous Sheets Of Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 209682 -' KLASSE 15#. GRUPPE 4L
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. August 1907 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Rückstoßvorrichtung für die Typenhebel von Schreibmaschinen, mit deren Hilfe die Typenhebel, sobald oder bevor die betreffende Taste freigegeben wird, schnell von der Papierwalze fortgestoßen werden, um unklare oder verschwommene Abdrücke der Typen zu vermeiden.
Für jeden Typenhebel ist, wie schon bekanrit, eine besondere Rückstoß vorrichtung angeordnet, und zwar sind die Rückstoßvorrichtungen unabhängig voneinander und jede dieser Vorrichtungen wird durch den entsprechenden, die Type oder Typen tragenden Arm des Typenhebels in Bewegung gesetzt, wenn dieser sich der Druckstellung nähert. Die Rückstoßglieder sind nun gemäß der Erfindung in zwei konzentrischen Kreisbögen angeordnet, so daß es hierdurch möglich wird, die einzelnen Rückstoßglieder in bezug auf Bauart und Wirkungsweise verhältnismäßig einfach und leicht zu gestalten und daher den Schlag der Type nicht zu beeinträchtigen, aber dabei doch eine Verschwommenheit der Schrift zu verhindern. Dieser Nachteil entsteht aber immer dann, wenn die Hebel nicht mit genügender Schnelligkeit von der Papierwalze zurückgeführt werden.
Durch den Erfindungsgegenstand wird nicht nur eine durchaus klare und deutliche Schrift bedingt, sondern es wird auch verhindert, daß bei zu langem Verweilen eines Typenhebels in der Anschlagstellung der Walze ein Zusammenstoßen mit dem kurz nachher angeschlagenen Typenhebel erfolgt.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in den Fig. 1 bis 4 veranschaulicht.
Das Gestell der Maschine besteht aus der Grundplatte 1, den Eckpfosten 2 und der Kopfplatte 3. Die Tastenhebel 5 sind bei 6 an einer Stützplatte 7 gelagert, die mittels Schrauben 8 an der Grundplatte befestigt ist. Federn 9 sind mit einem Ende an den Tastenhebeln, mit dem anderen Ende an einem Gliede 10 befestigt. Am vorderen Ende zeigen die Hebel 5 in üblicher Weise die Tasten 11. Ebenso ist in bekannter Weise ein Führungskamm 12 vorgesehen. Jeder Tastenhebel ist mit einer Zugstange 13 verbunden, deren oberes Ende bei 14 an einen Zwischenhebel 15 angreift, welcher durch einen Zapfen 16 in einem Lager 17 drehbar angeordnet ist. Die Lager 17 sind in einem Kreisbogen angeordnet und an einem Träger 18 durch die Schrauben 19 befestigt. Dieser Träger 18 ist mit einem Kissen 20 versehen, welches als Ruhelager für die Typenhebel 21 dient. Diese sind im Ausführungsbeispiel in zwei zum Druckpunkt der Typen konzentrischen Kreisbögen angeordnet. Die Typenhebel des inneren Lagerkreises sind bei 22 in den Lagern 23 drehbar angeordnet, welche durch Schrauben 24 am Träger 25 befestigt sind. Die Typenhebel des äußeren Lagerkreises ruhen mit ihren Zapfen 26 in den Lagern 27, die durch Schrauben 28 am Träger 25 befestigt sind. Die Gelenkstangen 29 verbinden die Zwischenhebel 15 mit den Typenhebeln. Beim Tastenanschlag schwingt der entsprechende Typenhebel aufwärts und rückwärts gegen die Walze 4, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist.
Ein Träger 30 ist an seiner hinteren Seite mit den herabhängenden Ansätzen 30" versehen (Fig. 3). Diese Ansätze sind bei 30* geschlitzt zwecks Aufnahme der Kopfschrauben 3OC, durch die der Träger 30 mit dem

Claims (3)

  1. Lagerträger 25 der Typenhebel verbunden ist. Die Ansätze 30^ erstrecken sich nach rückwärts und abwärts. Der Träger 30 hat zweckmäßig die Form eines Ringsegmentes mit zwei Reihen Durchbohrungen 31 (Fig. 1 bis 4). Diese Durchbohrungen oder Löcher sind in zwei Bögen angeordnet, die in Fig. 2 durch die punktierten Linien α und b angedeutet sind. Beide Bögen sind konzentrisch und ihr Mittelpunkt liegt im Druckpunkt oder in dessen nächster Nähe. Ein Rückstoßglied oder ein Kolben 32 erstreckt sich durch jede der Bohrungen 31. Das Glied 32 weist einen Bund 33 auf, der ein Widerlager für das eine Ende einer Feder 34 bildet. Das andere Ende dieser Feder legt sich gegen die Wand 35 der Bohrung oder Kammer 31. Nach hinten zu verengt sich die Kammer 31 zu einer öffnung 36, die eine Führung für das hintere Ende des Gliedes 32 bildet. Das Vorderende dieses Gliedes geht durch eine Bohrung in einer Mutter 37, die mit einem Außengewinde 38 versehen ist. Die Mutter 37 wird in den vorderen Teil der Kammer 31 eingeschraubt und ist mit Schlitzen 39 versehen, welche zur Aufnahme eines entsprechenden Werkzeuges dienen. Die Spannung der Feder 34 ist bestrebt, das vordere Ende des Gliedes 32 in seiner vordersten Lage zu halten, in welcher es über die Vorderfläche des Trägers 30 hinausragt, wie aus Fig. 1 bis 4 ersichtlich ist. Die verschiedenen Glieder 32 können sich von vorn nach hinten bewegen. Die Glieder, die in dem Kreisbogen α liegen, sind in bezug auf die in dem Bogen b befindlichen versetzt, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist. Sämtliche Rückstoßglieder 32 befinden sich zwischen den Zapfen der Typenhebel und der Druckstelle. Ihre Zahl entspricht zweckmäßig der der Typenhebel, und zwar ist ein Rückstoßglied vom anderen unabhängig. Die Anordnung der Typenhebel und ihrer zugehörigen Rückstoßglieder ist derart getroffen, daß ein Typenhebel mit einem Rückstoßgliede des Bogens α und der benachbarte Typenhebel mit dem Gliede des Bogens b zusammenwirkt. Durch diese Anordnung läßt es sich ermöglichen, daß für j eden Typenhebel ein besonderes Rückstoßglied vorhanden ist. Beim Anschlag einer Taste schwingt der dieser entsprechende Typenhebel 21 aufwärts und rückwärts gegen die Druckstelle; während des letzten Teiles dieser Bewegung in die Drucklage berührt der Typenhebel das vordere Ende des zugehörigen Gliedes 32. Er treibt es dabei, entgegen der Spannung der Feder 34, während des letzten Teiles des Anschlaghubes zurück. Sobald der Druck auf die Fingertaste aufgehört hat (oder unter gewissen Umständen sogar schon vor dem Nachlassen dieses Druckes), wird der Typenhebel schnell durch das Rückstoßglied von der Walze zurückbewegt. Auf diese Weise wird verhindert, daß der Hebel zu lange in der Druckstellung verbleibt und dadurch einen verschwommenen oder unklaren Typenabdruck erzeugt. Die einzelnen Anschlagglieder können, da jedes nur für einen einzigen Typenhebel in Betracht kommt, infolgedessen sehr leicht konstruiert sein, und üben trotzdem die gewünschte Wirkung aus. Die volle Kraft des Typenhebels ist erreicht, bevor dieser in Berührung mit dem betreffenden Rückstoßgliede kommt. Die Anschlagwirkung des Typenhebels wird dann nicht wesentlich beeinträchtigt, vielmehr wird nur ein schnelles Entfernen oder Zurückfallen des Typenhebels von der Druckstelle bzw. vom Papier ermöglicht. Auf diese Weise wird auch ein Zusammenstoßen zweier hintereinander in Bewegung gesetzter Typenhebel verhindert.
    Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, wirkt der oberste Satz der Typenhebel, die in den Lagern 23 drehbar angeordnet sind, mit den Rückstoßgliedern zusammen, die in dem oberen Kreisbogen liegen. Die Typenhebel des unteren Satzes, die zu den Lagern 27 gehören, wirken dagegen mit den Rückstoßgliedern des unteren Kreisbogens b zusammen. Dadurch sind die Rückstoßglieder von den Drehzapfen der entsprechenden Typenhebel annähernd gleich weit entfernt. Es herrscht also für alle Fälle eine durchaus gleichmäßige Wirkung in dem ganzen Typenanschlagwerk.
    ■Pat ε ν τ - A N S ρ Rü c η ε :
    ι. Rückstoß vorrichtung für die Typenhebel von Schreibmaschinen, bei welcher für jeden Typenhebel je ein besonderes Rückstoßglied vorgesehen ist, welches von dem typentragenden Arm des entsprechenden Typenhebels unmittelbar beeinflußt wird, wenn sich letzterer der Druckstelle nähert, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstoßglieder in zwei konzentrischen Kreisbögen angeordnet sind.
  2. 2. Rückstoßvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß unter Federwirkung stehende Glieder in Hohlräumen des Lagerträgers für die Typenhebel bewegbar sind.-
  3. 3. Rückstoßvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Hohlraum (31) durch ein mit Gewinde versehenes Glied (37) abgeschlossen ist, " durch dessen Bohrung das Rückstoßglied (32) hindurchgeführt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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