DE207374C - - Google Patents
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- DE207374C DE207374C DENDAT207374D DE207374DA DE207374C DE 207374 C DE207374 C DE 207374C DE NDAT207374 D DENDAT207374 D DE NDAT207374D DE 207374D A DE207374D A DE 207374DA DE 207374 C DE207374 C DE 207374C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C37/00—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
- Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)
Description
KAISERLICHES %
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 207374 KLASSE Hq. GRUPPE
Es hat sich gezeigt, daß sich die 2 · 6-Dihalogen-i-phenol-4-sulfosäuren
durch Einwirkung von Alkalien leicht in Pyrogallol-5-sulfosäure
überführen lassen, und daß man die Pyrogallol - 5 - sulf osäure durch Erhitzen, mit
Mineralsäuren unter Abspaltung der Sulfogruppe in Pyrogallol überführen kann.
Es ist bereits bekannt (vgl. Annalen 157,
[1871], S. 136/7), daß man Pyrogallol durch
Verschmelzen einer Chlorphenolsulfosäure darstellen kann, in welcher die drei substituierenden
Gruppen in Benzolkern — in welcher Anordnung ist aus der eben erwähnten Veröffentlichung
nicht · ersichtlich — nebeneinander stehen. Von diesem Verfahren, bei welchem
eine gleichzeitige Eliminierung der Sulfogruppe und des Chlors stattfindet, unterscheidet sich
das erste Stadium des vorliegenden Verfahrens dadurch, daß_ nur die beiden Chloratome
durch Hydroxyl ersetzt werden, während die Sulfogruppe im Benzolkern intakt bleibt. Es
ist überraschend und war nicht vorauszusehen, daß eine glatte, gleichzeitige Eliminierung
und Substitution beider Chloratome durch Hydroxyl stattfindet, ohne daß auch die
Sulfogruppe durch O H ersetzt wird, wie dies
bei dem von Petersen und Baehr-Predari beschriebenen Verfahren der Fall ist. Hierzu
kommt-noch, daß das von den eben genarinten
Autoren als Ausgangsmaterial benutzte o-Chlorphenol kein leicht zugänglicher Körper
ist, sondern in reinem Zustande.nur auf umständliche
Weise dargestellt werden kann. Daß die Sulfurierung dieses Produktes nicht 35
40
glatt geht, ergibt die zitierte Literaturstelle
in den Annalen, was sodann dessen Verschmelzung zu Pyrogallol betrifft, so verläuft
auch dieser Vorgang nicht einheitlich, denn die genannten Autoren geben an, daß das
Endprodukt durch fraktionierte Sublimation gereinigt werden muß, wobei zuerst nach
Carbolsäure riechende Partien erhalten werden; sie geben ferner an, daß sie bei Wiederholung
der Versuche neben Pyrogallol auch Hydrochinon gefunden haben. Sprechen schon diese Angaben für einen nicht einheitlichen
Verlauf der Abschmelzung, so beweist auch der von Petersen und seinem Mitarbeiter angegebene Schmelzpunkt des erhaltenen
Pyrogallols von 1150, daß ein unreines Produkt vorlag; denn Pyrogallol schmilzt bekanntlich bei 1320. Im Gegensatz hierzu ist
das Ausgangsmaterial des vorliegenden Verfahrens sehr leicht zugänglich, denn die
p-Phenolsulfosäure läßt sich aus Phenol leicht
herstellen, und die Chlorierung dieser Sulfosäure zur Dichlorsulfosäure; ebenso wie der
Ersatz der beiden Chloratome durch Hydroxylgruppen
verlaufen ohne Schwierigkeit und mit guter Ausbeute.
Es ist ferner aus der Patentschrift 80817, Kl. 12, bekannt,, daß man aus der Brenzkatechinmonosulfosäure
durch Erhitzen .mit Mineralsäuren in wäßriger Lösung unter Druck
die Sulfogruppe abspalten kann, doch konnte diesen Angaben nicht entnommen werden,
daß auch bei einem sulfurierten Trioxyderivat
des Benzols die Eliminierung der Sulfogruppe
60
Claims (2)
- glatt und unter Erzielung tjuter Ausbeute aus- : führbar ist.Außerdem ist noch in Betracht zu ziehen, daß ein mit Erfolg ausführbarer Weg' zum' synthetischen Aufbau des Pyrogallol in der Technik überhaupt nicht bekannt ist* sondern daß man bei der Darstellung dieses Produktes . bisher immer von in der Natur vorkommenden Derivaten der Gallussäure ausgehen mußte.ίο Das vorliegende Verfahren macht nun zum erstenmal die Darstellung des Pyrogallols unabhängig von diesen Handelsprodukten, deren Zugänglichkeit bekanntlich von der Ernte abhängt, und die demgemäß großen. Preis-%5 Schwankungen unterliegen.Beispiele.i. Darstellung der Pyrogallol-, 5-sulfosäure.20 Gewichtsteile 2 · 6-dichlorphenol-4-sulfosaures Kalium werden in eine konzentrierte Kalilauge eingetragen, welche etwa 40 Gewichtsteile KOH enthält; man erhitzt die Lösung zunächst auf 150 ° und steigert die Temperatur alsdann vorsichtig weiter, bis etwa bei x6o° unter Temperaturerhöhung und Schäumen der Masse eine Reaktion eintritt, welche mit gleichzeitigem Dunkelwerden der Reaktionsmasse.verbunden ist. Nach, beendeter Reaktion wird das Reaktionsprodükt in die doppelte Gewichtsmenge kalten Wassersν: eingetragen'und durch. Zusatz von verdünnter, etwa 5o:prozentiger Schwefelsäure angesäuert.Beim. Erkalten der Lösung scheidet sich zunächst ; Kaliumsulfat ab, von welchem man die,Mutterlauge trennt' und zur Trockne .eindampft; ■ Durch Auslaugen mit 75 prozentigem Alkohol entzieht man der Salzmischung das entstandene Kaliumsalz der Pyrogallolmonosulfosäure. ,..Das pyrogallolsulfosaure Kalium löst sich in etwa 1,1 Teilen siedtendem und in etwa 5 Teilen kaltem Wasser und kristallisiert aus der wäßrigen Lösung in zu Krusten vereinigten spießartigen Kristallen. Die wäßrige Xösung des Kaliumsalzes wird durch Zusatz von Chlorkalklösung gelbbraun, durch Zusatz einer verdünnten Eisenchloridlösung blau gefärbt. Das Natriumsalz der Pyrogallolsulfosaure ist noch leichter löslich wie das Kaliumsalz;. das ' Bariumsalz wird durch Umsetzung ■ einer konzentrierten Lösung des Natriumsalzes mit Chlorbarium in Form feiner Kristallnadeln erhalten. In der Lösung des Natrumsalzes erzeugt eine Lösung von essigsaurem Blei einen grauweißen kristallinischen, in Wasser nur sehr schwer löslichen Niederschlag. Die freie Pyrogallolsulfosaure ist in Wasser außerordentlich löslich und kann daher nicht durch Versetzen der Lösung ihrer Salze. mit Mineralsäuren in fester Form abgeschieden werden. rf · ,
- 2. Darstellung von Pyrogallol.Man erhitzt eine schwach angesäuerte Lösung von pyrogallolsulfosaurem Kalium im geschlossenen Gefäß während 8 Stunden auf etwa 200°. Nach dem Erkalten des Autoklaveninhalts filtriert . man. die Lösung von ausgeschiedenem Kaliumsulfat, extrahiert mit Äther das entstandene Pyrogallol und isoliert dieses aus der ätherischen Lösung durch Abdestillierendes Lösungsmittels.Pate ν τ - A ν s ρ kuciiVerfahren zur Darstellung von Pyrogallol aus 2 · o-Dihalogen-i-phenol^-sulfosäuren, darin bestehend, daß man diese durch Einwirkung von Alkalien in Pyrogallol-5-sulfosäure überführt und hierauf die Sulfogruppe durch Erhitzen mit verdünnten Säuren unter Druck abspaltet. -.·■.-■
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE207374C true DE207374C (de) |
Family
ID=469476
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT207374D Active DE207374C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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0
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