DE207237C - - Google Patents

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DE207237C
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04FTIME-INTERVAL MEASURING
    • G04F5/00Apparatus for producing preselected time intervals for use as timing standards
    • G04F5/02Metronomes
    • G04F5/022Mechanic metronomes

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Unknown Time Intervals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Jig 207237'—. KLASSE 51 e. GRUPPE
Taktschläger. Patentiert im Deutschen Reiche vom IS. Februar 1908 ab.
' ■ Gegenstand der Erfindung ist ein Taktschläger, dessen neues Kennzeichen in einer derartigen Ausbildung des die Taktzahl regelnden Betriebes besteht, daß die Taktzahl · während des Ganges des Werkes allmählich beliebig geändert und mit großer Genauigkeit abgelesen werden kann. Ein. weiteres Kennzeichen wird in einer Vorrichtung gesehen, welche die Lautstärke des Getriebes nach Belieben zu regeln gestattet.
Infolge dieser Eigenschaften sowie, der geringen Rauminanspruchnahme der Vorrichtung besitzt sie ein größeres Anwendungs-■ gebiet als die bekannten; sie ist in ■ gleicher Weise für Orchester- oder Künstleraufführungen, für Heeres- und Sportzwecke, turnerische, sportliche oder Tanzvorführungen, für wissenschaftliche oder industrielle Zwecke als Zeit- oder Geschwindigkeitsmesser, ■ Umdrehungs- oder Periodenzähler zu verwenden. Auf der Zeichnung igt der neue Taktschläger in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Fig. ι und 2 zeigen je eine Seite des Bewe-. gungsmechanismus in Ansicht.
Fig·. 3 ist ein Längsschnitt nach A-B-C der Fig. i. . . - :
Fig. 4 ist ein Schnitt nach D-E-F-G-H-I der Fig. 2, -
Fig.' 5 ein Schnitt nach K-L der gleichen Figur und
Fig. 6 eine schematische Darstellung des Regelungsgetriebes.
Das Regelungsgetriebe besteht aus einem
Hebel 14 (Fig. 6), dem Anker, der .mit der Achse 44 des Zylinders 12 eines Hemmwerkes, von dem er angetrieben wird, drehbar ist, und einer Feder 10, deren eines Ende 11 in dem Anker 14 längsverschiebbar ist, und deren ' anderes Ende, in einer Kulisse 51 gleitet, so 45
daß die wirksame .Arbeitslänge der Feder ständig gleichbleibt und die Dauer des Taktschlages durch Verschiebung der Feder geregelt wird. Ein Zeiger, der unmittelbar oder mittelbar mit der Kulisse 51 in Verbindung steht, gibt die Dauer der Taktschläge auf einem Zifferblatt an, während der Anker 14 oder ein auf seiner Achse befestigter Zeiger .die Taktschläge selbst nach außen sichtbar macht.
Die erforderlichen schwingenden Massen M können entweder auf der Achse 44 des Ankers angebracht sein oder mit dieser durch ein Zahnradgetriebe in Verbindung stehen, welch letztere Anordnung für tragbare Instrumente1 vorteilhafter sein dürfte.
Infolge der gekennzeichneten Ausbildung des Regelungsgetriebes entspricht die Zahl der Taktschläge jeweils der Entfernung χ des Ankerdrehpunktes 44 vom Angriffspunkt der Feder 10 am Anker, die Teilungsabschnitte auf dem Zifferblatt werden mithin gleich groß, und der Zeigerausschlag kann leicht abgelesen werden.
Fig. ι bis 5 zeigteine beispielsweise Ausführungsform eines derartigen Taktschlägers in Form einer Taschenuhr.
Von dem Federgehäuse 1 aus wird mittels des Rades 3 und des auf ihm festsitzenden Triebes 2 das Rad 4 angetrieben. Die Triebfeder wird durch das Aufzügswerk, welches aus Sperrad 5, Klinke 6, Zahnrad 7, Kronenrad 8 und Trieb 9 besteht^ gespannt. Zwischen Rad 4, welches die .Ankerachse 44 antreibt, und der Unruhe 13 ist das zuvor beschriebene Regelungsgetriebe eingeschaltet. Die Regelfeder 10 ist mit einem durch Schrauben 17 geführten Schieber 16 (Fig. 1 und 5) verbunden, welcher in seiner Lage durch die
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infolge des Druckes der Feder 18 hervorgerufene Reibung gehalten wird, und dessen Einstellung von dem Zahnrad 7 der Wippe 28 erfolgt. In Fig. 1 ist die Aufzugsstellung des Federgehäuses veranschaulicht. Eine auf dem Gehäuse 20 des Taktschlägers verschiebbare Mutter 19 ist mit einem Bogenstück 21 im Innern des Gehäuses starr verbunden. In einen Schlitz 22 des Bogenstückes ragt ein Arm 23 eines Hebels 24, der. um den Zapfen 25 drehbar ist. 'An.dem einen Ende des Hebels 24 ist eine Abschrägung 26 vorgesehen, die gegen eine gleichgerichtete Abschrägung 27 der Wippe 28 dadurch zum Anliegen kommt, daß eine Feder 29 die Wippe 28 .ständig in entsprechendem Sinne drückt. Der Schieber 16 hat Geradflankenverzahnung 30,- in welche das von der Wippe 28 getragene Zahnrad 7 zum Eingriff gebracht werden kann, während ein Trieb 31 ständig mit ihm kämmt. Auf dem, Zapfen des Triebes 31 sitzt ein Zeiger 32, der sich über einem Zifferblatt 33 einstellt und hier die Zahl der Schläge anzeigt, welche die Vorrichtung in der Minute macht. Eine Feder 34, die bei 35 befestigt ist/ hat einen Ansatz 36, gegen welchen der Finger 37 des Hebels 24 anschlagen kann, während das freie · Ende 38 der Feder schräg abgeschnitten ist (Fig. 4) und gegen ein Kegelrad 39 zum An-
drücken kommen kann, das auf der Achse 40 des Hemmrades 4 befestigt ist. Das Hemmrad kann' sich in Achsenrichtung etwas verschieben, so daß die Zähne entweder mit ihrer Wurzel 41, die nur das geringste Spiel aufweist, welches gerade nötig ist, oder aber mit ihrem oberen Teil 42, dessen Zähne ein größeres Spiel.haben, auf den Zylinder 12 einwirken kann. Eine Feder 43 (Fig. 2) will die Achse des Zahnrades 4 ständig in der in Fig. 4 gezeichneten Tiefstlage halten. Aber die Feder 34, die stärker als die Feder 43 ist, zwingt das
■ Rad 4 in seine Höchstlage, d. i. diejenige, in welcher das Rad gerade nur das unbedingt.
notwendige Spiel aufweist, so daß der Gang
■ 45 des Hemmwerkes nahezu, geräuschlos erfolgt.
Auf der Achse 44 des Zylinders 12 ist ein
Zeiger 45 (Fig. 3) befestigt; welcher das Schwingen des, Ankers auf dem Zifferblatt 33 sichtbar macht und wie der Zeiger 32 durch
50. das Glas 46 beobachtet werden kann, welches in dem Uhrdeckelring 47 auf dem Gehäuse 20 eingeklemmt ist.
Der Trieb 9 ist. auf der Aufzugswelle 48 befestigt, welche die Krone 49 des Gehänges 50 trägt.
Befinden sich die einzelnen Glieder in der in Fig. ι gezeichneten Stellung, so wird durch . Drehung der Krone 49 das Federwerk aufgezogen. Um die gewünschte Ausschlagsdauer zu erzielen, schiebt man die Mutter 19 in der eingezeichneten Pfeilrichtung (Fig. 1) nach unten, wodurch der Hebel 24 eine geringe Drehung ausführt, die eine gleiche seitens der Wippe 28 zur Folge hat. Hierdurch kommt das Rad 7 außer Eingriff mit dem Rad 5 und kämmt mit der Verzahnung 30 des Schiebers 16. Bei der Drehung der Krone 49 wird also der Schieber 16 in diejenige Stellung übergeführt, die erreicht werden soll und durch den Zeiger 32 von außen erkennbar gemacht wird, ohne daß der Gang des Taktschlägers dabei etwa gehemmt würde. Bei dem Herunterdrücken der Mutter 19 stützt sich aber auch der Finger 37 des Hebels 24 gegen den Ansatz der Feder 34, wodurch deren freies Ende 38 von dem Kegelrad 39 abgehoben und das Hemmrad 4 in seine tiefste Stellung übergeführt wird, die seinem größten Spiel entspricht und die Taktschläge laut hörbar macht.
Die Gestalt und Abmessungen der Glieder, wie sie vorstehend beschrieben sind, sowie ihre gegenseitige Lage kann je nach Bedarf geändert werden.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Taktschläger, gekennzeichnet durch einen mit der Ankerachse (44) eines Hemmwerkes drehbaren Regelungshebel (14) und eine Feder (10); deren eines Ende (11) in dem Hebel längsverschiebbar ist, und deren anderes Ende bei der Verschiebung in einer Führung (51, ' Fig. 6) gleitet, so daß infolge der gleichbleibenden w irksamen Arbeitslänge der Feder die Zahl der Taktschläge der Entfernung des Hebeldrehpunktes (44) vom Federangriffspunkt (11) entspricht.
2. Taktschläger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Regelungshebel. (14) seine Schwingbewegung auf ein'e Unruhe (13) überträgt und mittels eines Zeigers (45) nach außen sichtbar macht. ■
3.' Taktschläger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung des P'ederangriffspunktes durch einen Schieber (16). bewirkt wird, der mittels eines Getriebes (7,8,9) und der Krone (49) am Taktschlägergehäuse (20) verschiebbar ist und seinen Verschiebungsweg mittels eines Getriebes (31) und Zeigers (32) durch Anzahl oder. Dauer der Takt- : schlage außen -sichtbar macht. ■;
4. Taktschläger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lautstärke seines Hemrmverkes durch Änderung" des Spielraumes am Hemmrad (4) veränderbar ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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