DE2061507A1 - - Google Patents

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DE2061507A1
DE2061507A1 DE19702061507 DE2061507A DE2061507A1 DE 2061507 A1 DE2061507 A1 DE 2061507A1 DE 19702061507 DE19702061507 DE 19702061507 DE 2061507 A DE2061507 A DE 2061507A DE 2061507 A1 DE2061507 A1 DE 2061507A1
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Description

:■ i? !."1""1"1"'!1'!!"!1IiI1Ui::!! ■■-:!i::!".:.-i"^iiii'1i|||nii"'"!'1: "■■■'■■
Dr. Franz Lederer ι δ ηβΖ
PATENTANWÄLTE ' * ϋβΖι
RAN 4OdO/44a
F. HoiFmann-La Roche & Co. Aktiengesellschaft, Basel/Schweiz
Verfahren zur Herstellung von Polyenverbindungen
Es ist bekannt, dass man polyenische Alkohole auf oxydativem Wege in die entsprechenden Säuren überführen kann. Dabei hat man bisher den Alkohol zunächst zum Aldehyd oxydiert, beispielsweise durch Behandeln mit Braunstein, und anschliessend den Aldehyd, z.B. mit Hilfe von Silberoxyd, in die gewünschte Säure umgewandelt. Ein veresterter Alkohol muss hierbei zunächst zum Alkohol verseift werden.
Dieses im letzteren Fall über drei Stufen verlaufende Verfahren wurde bisher auch bei der Herstellung von Vitamin A-säuren ax\r, den entsprechenden acyllerton Alkoholen angewendet.
1098.28/1884 BAD
Es wurde nun überraschend gefunden, dass man diese umständliche und aufwendige Arbeitsweise in einem einzigen Arbeitsgang zusammenfassen kann. Es gelang nämlich wider Erwarten u.a. Vitamin A-acetat durch Behandeln mit Silberoxyd in alkalischem Milieu mit hoher Ausbeute unmittelbar zur Vitamin Α-säure zu oxydieren. Dabei zeigte es sich, dass die Herstellung der bisher nur mit einigen Schwierigkeiten und mit massigen Ausbeuten erhältlichen Vitamin Α-säuren mit Hilfe der neuen Synthese in erstaunlicher Weise ganz ausserordentlich erleichtert und verbessert werden kann.
Als besonders günstig und vorteilhaft hat s.ich das neue Verfahren bei der Herstellung von folgenden Vitamin A-säuren und analogen Verbindungen erwiesen:
all-trans-Vitamin A-säure
13-cis-Vitamin A-säure
α-Vitamin A-säure
7-Vitamin A-säure
Vitamin A-säure
Homoisopreno-Vitamin A-3äure
3,7,llJ15-Tetramethyl-hexadeca-2,4,6,8,10, 12,l4-heptaen-l-säure [C -Säure].
1 (1 1) H 1> fi ' I :"l fl ■'.
BAD ORIGINAL
Die vorliegende Erfindung betrifft demnach ein Verfahren zur Herstellung von Polyenverbindungen der allgemeinen Formel
COOX
in der R einen 2,6,6-Trimethyl-cyclohex-l-en-1-yl-rest, einen 2,6,6-Trimethyl-cyclohex-2-en-1-yl-rest, einen 2,6,6-Trimethyl-cyclohexa-1,3-dien-l-yl-rest, einen 2,6-Dimethyl-hepta-1,5-dien-l-yl-rest, einen 2,6-Dimethyl-hepta-1,3,5-trien-l-yl-rest oder einen 2-Methyl-4-[2,.6,6-trimethyl-cyclohex-l-en-l-yl]-buta-l,3-dien-1-yl-rest darstellt und X'Wasserstoff oder ein Alkalimetall bezeichnet.
Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel
in der R die oben gegebene Bedeutung hat und Y Hydroxy, Alkanoyloxy oder Aroyloxy bedeutet,
mit Hilfe von Silbei{]Joxyd und Alkali, gegebenenfalls in Gegenwart von Wasser und/oder eines mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittels, oxydiert und das erhaltene Alkallsalz der Formel I erwünsehtenfalls in die freie Säure überführt.
109828/18 84
BAD
Die vorstehend genannten Alkanoyloxyreste enthalten vorzugsweise 1-5 Kohlenstoffatome, wie z.B. der Acetoxy- oder Propionyloxy-rest, gegebenenfalls aber auch 6-20 Kohlenstoffatome, wie z.B. der Palmitoyloxy- oder Stearyloxy-rest. Die entsprechenden Aroyloxyreste leiten sich von aromatischen Carbonsäurenmit bis zu 11 Kohlenstoffatomen ab. Von diesen ist der Benzoyloxyrest bevorzugt.
Die Ausgangsverbindungen der Formel II sowie die Endprodukte der Formel I sind bekannte Verbindungen. Von den Acyloxyderivaten der Formel II nehmen die Acetate eine Vorzugsstellung ein.
Als Beispiele für die mit Wasser mischbaren Lösungsmittel können genannt werden: Alkohole, Aether und Aetheralkohole.
Von den genannten Lösungsmittelgruppen nehmen die niederen Alkohole, z.B. Methanol, Aethanol, Isopropanol eine Sonderstellung ein.
Von den ätherischen Lösungsmitteln haben sich vornehmlich cyclische Aether und von diesen insbesondere das 1,4-Dioxan als geeignet erwiesen.
Von den Aetheralkoholen haben beispielsweise das 2-Methoxyäthanol und das 2-Aethoxy-äthanol gute Löseeigenschaften.
109828/1804
BAD ORIGINAL
■ ■■'■'■;ιΊΝ|ι;;;»ι»;::ιΐΐΐ|;!|!!!|ΐιΐϊΐ!!ϊ!ΐ::!ΐί|ΐιΐ!ΐ !»!»!"''!.■■'!■,!!!■'■■■'iii
206150?
Das als Oxydationsmittel eingesetzte Silberoxyd ist
Das Silber^Dxyd kann in der handelsüblichen Qualität oder aber auch in frisch regenerierter feuchter Form eingesetzt werden. Es ist auch möglich, das sich beispielsweise aus ...Silbersalzen w-ie Silbercarbonat oder Silbernitrat durch Einwirkung von wässerigem Alkali in situ bildende Silberüpxyd als Oxydationsmittel einzusetzen.
Unter Alkali ist vornehmlich ein Alkalihydroxyd zu verstehen. Von diesem nimmt das preisgünstige Natriumhydroxyd eine Vorzugsstellung ein. Das eingesetzte Alkali, z.B. Natriumoder Kaiium-hydroxyd kann in Pulverform, in wässeriger Lösung oder gelöst in einem der vorstehend genannten mit Wasser mischbaren Lösungsmittel oder in einem Gemisch von Wasser und einem mit Wasser mischbaren Lösungsmittel zur Anwendung gelangen. Von diesen Alkalllösungen nimmt eine ca. 25 Gew./Vol.^ige wässerige Natriumhydroxydlösung gegebenenfalls unter Zusatz von Methanol eine Vorzugsstellung ein.
Das Alkali kann indes auch in Form eines Alkalimetallalkanolates, z.B. als Natriurnmethylat oder Natriumäthylat zur Anwendung gelangen.
Es ist zu beachten, dass die Alkalimenge jeweils auf die eingesetzte Ausgangsverbindung der Formel II abgestimmt wird.
109828/1884 BADORIGINAL
Wird ein Acyloxyderivat der Formel II als Ausgangsverbindung gewählt, so muss mindestens die molgleiche Menge Alkali eingesetzt werden, damit die Acyloxyverbindung quantitativ zum entsprechenden Alkohol verseift wird.
Man führt die erfinaungsgemässe Oxydation zweckmässig in der Weise durch, dass man einen Alkohol oder einen Ester der Formel II zusammen mit Silber£]3oxyd [oder mit sich in situ bildendem Silber/lbxyd ] und. Alkali in Wasser, in einem mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel oder in einem Gemisch von Wasser und einem mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel kurze Zeit erhitzt.
Die Oxydation wird zweckrnässig in einem Schutzgas z.B. unter Stickstoffbegasung in einem etwa zwischen der Raumtemperatur und dem Siedepunkt des Reaktionsgemisches liegenden Temperaturbereich durchgeführt. Man erhitzt das Gemisch tunlich auf etwa 60 C. Die Oxydation ist bei diesarTemperatur meistens bereits nach etwa 15 Minuten beendet.
Das bei der Oxydation anfallende Alkalisalz der Formel I kann, falls erwünscht, durch Ansäuern, zweckrnässig mit einer Mineralsäure, insbesondere mit Phosphorsäure, in die freie Säure übergeführt werden. Die freie Säure der Formel I fällt dabei zumeist in kristalliner Form aus. In öliger Form ausfallende Säuren können in üblicher Weise, z.B. durch Extraktion
109828/1864 BADOR,G,NAL
mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, z.B. mit einem Aether wie Diäthyläther oder mit einem chlorierten Kohlenwasserstoff wie Methylenchlorid oder Chloroform isoliert und zur Kristallisation gebracht werden.
Die Säuren der Formel I und ihre Salze sind wertvolle Therapeutika.
Die bei der Oxydation anfallenden Silberrückstände können wieder in Silberoxyd zurückverwandelt werden. Man kann z.B. die .Silberrückstände in überschüssiger Salpetersäure lösen und das gewünschte Silberoxyd aus der salpetersauren Silbernitrat-
lösung mit konzentrierter Natronlauge ausfällen. Das zurückgewonnene Silberoxyd wird zweckmässig in feuchtem Zustand wieder als Oxydationsmittel für einen weiteren Ansatz verwendet.
8AD 109828/1884
Beispiel 1
250 g Natriumhydroxyd werden unter Rühren in 1000 ml .ionenfreies Wasser eingetragen. Die Lösung wird mit 426 g Silberoxyd versetzt und bei ca. 60 C gerührt. Das Gemisch wird darauf mit 3OOO ml Methanol verdünnt. Die Temperatur fällt dabei bis auf etwa 45 C. Unter Begasen mit Stickstoff werden nun 250 g all-trans-Vitamin A-acetat (rein) in 5OO ml Methanol eingetragen. Die Reaktionstemperatur steigt hierbei durch SeIbsterwärmung wieder bis auf etwa 6o°C. Das Gemisch wird 15 Minuten gerührt, dann gekühlt und unter Stickstoffbegasung filtriert. Der Silberrückstand wird zuerst mit 2000 ml Methanol und anschliessend mit 1000 ml ionenfreiem Wasser gewaschen. Die Filtrate v/erden vereinigt und nach Verdünnen mit 3OOO ml Leitungswasser mit 25OO ml Chloroform versetzt. Unter Rühren und Begasen mit Stickstoff werden 350 ml 85 ^ige Phosphorsäure eingetragen. Die Chloroformphase wird abgetrennt. Die wässerige Methanolschicht wird fünfmal mit Je 500 ml Chloroform ausgeschüttelt. Die vereinigten Chloroformauszüge werden dreimal mit je 1000 ml Wasser gewaschen, blank filtriert und unter vermindertem Druck auf ein Volumen von 1000 ml konzentriert. Die sich innerhalb etwa 12 Stunden bei 0° kristallin abscheidende Vitamin Α-säure wird abfiltriert und mit 15OO ml auf -200C gekühltem Chloroform gewaschen.Die erhaltene all-trans-Vitamin Α-säure schmilzt bei 179-l8l°C. Sie ist praktisch analysenrein.
109828/18Ö4
Aus der auf 250 ml konzentrierten Mutterlauge können auf die gleiche Weise weitere Anteile unreiner Vitamin A-säüre erhalten werden.
Die sich im Verlaufe des Oxydationsprozesses bildenden Silberrückstände können wie folgt wieder in Silberoxyd zurückverwandelt werden;
Die 426 g Silberoxyd äquivalente Menge an Silberrückstand wird in 500 ml ionenfreiem Wasser auf geschlämmt und, zweckmässig nach Zugabe eines Antischaummittels,unter Rühren auf 70 C erhitzt. Anschliessend werden in das Gemisch 500 ml Salpetersäure eingetropft. Das Silber geht dabei unter Entwicklung von nitrosen Gasen in Lösung. Die Lösung wird blank filtriert und unter Rühren mit einer Lösung von 250 g Natriumhydroxyd in φ 500 ml ionenfreiem Wasser versetzt. Das ausfallende Silberoxyd wird zweimal mit je 1000 ml ionenfreiem Wasser gewaschen. Das erhaltene Silberoxyd kann in feuchtem Zustand für den nachfolgenden Oxydationsansatz verwendet werden.
109826/1814
Beispiel 2
3*28 g all-trans-Vitamin A-acetat werden unter Stickstoffbegasung in eine Lösung von 3,28 g Kaliumhydroxyd in 32 ml Wasser eingetragen und nach Zugabe von 5*77 g Silberoxyd 7 Stunden unter Rühren auf 70 C erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird mit 100 ml Methylenchlorid und 3>28 ml Eisessig versetzt und anschliessend filtriert. Das Piltrat wird mit 100 ml Wasser gewaschen. Die Methylenchloridphase wird abgetrennt und auf 10 ml konzentriert. Das Konzentrat wird mit 50 ml Petroläther [Siedebereich SO-HO C] verdünnt, unter vermindertem Druck erneut bis auf 20 ml eingedampft und auf -20 C gekühlt. Die sich kristallin abscheidende rohe all-trans-Vitamin A-säure, ein braungelbes Pulver, wird abfiltriert, mit Petroläther gewaschen und im Vakuum getrocknet. Fp. 175 C.
Die Reaktionszeit kann, wie die folgende Tabelle zeigt, durch Zugabe eines mit Wasser mischbaren Lösungsmittels zu dem im Beispiel 2 beschriebenen Ansatz wesentlich verkürzt werden:
109828/1
Lösungsmittel Menge ^Reaktionszeit Pp. Vit.A-säure
Methanol : 32 ml 15 Min. 1760C
Methanol 100 ml 15 Min. 175°C
Aethanol 32 ml 15 Min. 175°C
Isopropanol 32 ml 15 Min. 1790C
Dioxan 32 ml 60 Min. 177°C
2-Methoxy-äthanol 32 ml 15 Min. 179°C
2-Aethoxy-äthanol •32 ml 30 Min. l80°C
Die im Beispiel 2 eingesetzte Menge Wasser [32 ml] kann durch 6k ml Methanol ersetzt werden. Dabei erhält man unter sonst gleichen Bedingungen eine all-trans-Vitamin Α-säure, die bei 179°C schmilzt.
Beispiel
682 g Silberoxyd werden unter Rühren in eine Lösung von kOO g Natriumhydroxyd in 1000 nil: Wasser in 4800 ml Methanol eingetragen. Das erhaltene Gemisch wird unter Stickstoffbegasung mit- einer Lösung von 400 g rohem 13-cis-Vitamin A-acetat in 800 ml Methanol versetzt. Die Innentemperatur steigt dabei auf 62°C. Die Reaktionslösung wird nach 15 Minuten heiss filtriert. Der Silberrückstand wird fünfmal mit je 300 ml warmem Methanol ausgewaschen. Die vereinigten Filtrate werden mit 5000 ml Wasser verdünnt und nach Zugabe von 500 rnl 85 #igerPhosphorsäure erschöpfend mit insgesamt 8000 ml Methylenchlorid extra-
1098 28/1884
hiert. Der Methylenchloridextrakt wird mit l600 ml Wasser gewaschen und bei 60 C auf ein Volumen von 2400 ml konzentriert. Das Konzentrat wird mit 3200 ml Petroläther [Siedebereich 8O-IIO C] verdünnt, unter vermindertem Druck erneut auf I600 ml eingedampft und auf 0 gekühlt. Die nach 1-stUndigem Stehen kristallin ausfallende 13-cis-Vitamin Α-säure, ein hellbraunes Pulver, wird mit kaltem Petroläther gewaschen und im Vakuum getrocknet. Fp. 17O-171°C. U.V. Absorptionsspektrum (Hexan): 36O nm (E1 = 1220).
Beispiel 4
53 mg 7-Vitamin A-acetat werden nach Zugabe von 90 mg Silberoxyd und einer Lösung von 53 mg Natriumhydroxyd in 0,2 ml Wasser und 0,75 ml Methanol unter Rühren 15 Minuten auf 45-55°C erhitzt. Das Reaktjonsgemisch wird mit 10 ml Methanol verdünnt, kurze Zeit zum Sieden erhitzt und danach filtriert. Das FiI-trat wird eingedampft. Der Rückstand wird in Chloroform aufgenommen. Die Chloroformlösung wird mit 1500 mg 10 $iger Phosphorsäure versetzt, mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und eingedampft. Die zurückbleibende gelbe kristalline 7-Vitamin Α-säure schmilzt bei 135-143 C. U.V. Absorptionsspektrum (Hexan) : 372 nm (E* - 1220).
1 09828/ 18 8 Λ
Beispiel 5
g Natrium werden in 64 ml Methanol gelöst. In die erhaltene Lösung werden 5*77 g Silberoxyd und anschliessend 3*28 g all-trans-Vitamin A-acetat eingetragen. Das Reaktionsgemisch wird I50 Minuten auf 700C erhitzt, danach auf 200C gekühlt und nach Zugabe von 8O ml Methylenchlorid mit 30 ml 50 $iger Phosphorsäure und 5Ö ml Wasser versetzt. Das Gemisch wird anschliessend filtriert. Die wässerige Phase wird abgetrennt und verworfen. Die Methylenchloridphase wird mit 50 ml Wasser· gewaschen und eingedampft. Der Rückstand wird in Petroläther aufgenommen. Die im Verlaufe von 12 Stunden auskristallisierende all-trans-Vitamin A-saure wird mit Petroläther gewaschen und im Vakuum getrocknet. Fp.:
109828/1884
Beispiel 6
8 g Natriumhydroxyd werden in 32 ml Wasser gelöst. In die erhaltene Lösung werden 16 g Silberoxyd und anschliessend eine Lösung von 8 g Vitamin A2-Alkohol in l6o ml Methanol eingetragen. Das Reaktionsgemisch wird unter Rühren 15 Minuten auf 45 bis 55°C erhitzt, danach filtriert. Der Rückstand wird mit 50 ml warmem Methanol gewaschen. Die vereinigten Filtrate v/erden auf 50 ml konzentriert. Das Konzentrat wird mit 150 ml Wasser versetzt und mit 20 ml Essigsäure angesäuert. Die ausfallende Vitamin A„-Säure wird mit 400 ml Methylenchlorid extrahiert. Der Methylenchloridextrakt wird mit V/asser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck auf ein Volumen von 40 ml eingedampft. Das Konzentrat bleibt 15 Stunden bei -20 C stehen. Die in gelbbraunen Nadeln ausfallende Vitamin Ap-Säure wird abgenutscht, mit wenig kaltem Methylenchlorid gewaschen und anschliessend im Vakuum bei 4o°C getrocknet. Die erhaltene reine Vitamin A9-Säure schmilzt bei I82-I83 C. U.V. Absorptionsspektrum (Aethanol) : 365 nir. (E, = l4öO).
109828/1S 3 Λ
Beispiel 7
10 g Kaliumhydroxyd werden in 50 ml Wasser gelöst. Die Lösung wird nach Zugabe von 150 ml Methanol mit 20 g Silberoxyd und anschliessend mit einer Lösung von 10 g Vitamin A in 20 ml Methanol versetzt. Das Reaktionsgemisch wird unter starkem Rühren 15 Minuten auf 60°C erhitzt, danach filtriert. Der Silberrückstand wird mit Methanol gewaschen. Die vereinigten Filtrate werden mit 200 ml Wasser verdünnt und durch Zugabe von verdünnter Schwefelsäure auf pH ca. 4 eingestellt. Die freigesetzte Vitamin Α-säure wird mit Chloroform extrahiert. Der Chloroformextrakt wird mit Wasser gewaschen und auf ein Volumen von 50 ml konzentriert. Die sich in der Kälte bei -200C kristallin abscheidende Vitamin Α-säure schmilzt bei l80-l8l°C.
Beispiel 8
42 g Silberoxyd werden in eine Lösung von 25 g Natriumhydroxyd in 100 ml Wasser und 300 ml Methanol eingetragen. Das erhaltene Gemisch wird unter starkem Rühren mit 37 g Vitamin A-3*5-dinitrobenzoat versetzt und auf 50°C erwärmt. Die Innentemperatur steigt dabei auf 620C an. Die Reaktionslösung wird nach 15 Minuten filtriert. Der Silberrückstand wird mit 200 ml Methanol und 100 ml Wasser ausgewaschen. Die vereinigten Filtrate werden durch Zugabe von Phosphorsäure auf pH ca. 4 eingestellt. Die freigesetzte Vitamin Α-säure wird mit Chloroform extrahiert. Die aus dem Chloroforinextrakt gewonnene Vitamin A-säure schmilzt nach dem Umkristallisieren aus Chloroform bei 179-l8l°C.
109828/18

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    ΓΙ
    /Iy Verfahren zur Herstellung von Polyenverbindungen der allgemeinen Formel
    COOX
    . in der R einen 2,6,6-Trimethyl-cyclohex-l-en-
    1-yl-rest, einen 2,6,6-Trimethyl-cyclohex-2- en-1-yl-rest, einen 2,6,6-Trimethyl-cyclohexa-1 .,3-dien-l-yl-rest, einen 2,6-Dimethyl-hepta-l,5-dien-1-yl-rest, einen 2,6-Dimethyl-hepta-l,;5,5-trien-1-yl-rest oder einen 2-Methyl-4-[2,6,6-trimethyl-cyclohex-1-en-l-ylj-buta-l,3-dien-1-yl-rest darstellt und X Wasserstoff oder ein ■ Alkalimetall bezeichnet/
    L· dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel
    ι I
    II
    in der R die oben gegebene Bedeutung hat und Y Hydroxy, Alkanoyloxy oder Aroyloxy bedeutet,
    mit Hilfe von Silberfibxyd und Alkali, gegebenenfalls in Gegenwart von Wasser und/oder eines mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittels, oxydiert und das erhaltene Alka,lisalz der Formel I erwünschtenfalls in die freie Säure überführt.
    109828/1884
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oxydation mit Hilfe von in situ gebildetem Silbei^xyd durchführt f
    j>. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2 , dadurch gekennzeichnet, dass man die Oxydation mit Hilfe von aus Silbernitrat oder Silbercarbonat in situ gebildetem Silber(doxyd durchführt.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oxydation in Gegenwart von einem Alkalihydroxyd ■ durchführt.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekenn-.zeichnet, dass man die Oxydation in Gegenwart von einem Alkalihydroxyd und Wasser durchführt.
    β . Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oxydation in Gegenwart einer Lösung von Natriumhydroxyd in Wasser durchführt.
    7, Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oxydation in Gegenwart von einem Alkalihydroxyd und einem Alkanol durchführt.
    1 09323/18 U. bad original
    ja
    8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oxydation in Gegenwart einer Lösung von Natriumhydroxyd in Methanol durchführt.
    9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekenn-• zeichnet, dass man die Oxydation in Gegenwart von einem Alkalihydroxyd und einem Aether durchführt.
    10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oxydation in Gegenwart eines Gemisches von Natriumhydroxyd und Dioxan durchführt.
    11. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oxydation in Gegenwart von einem Alkalihydroxyd und einem Aetheralkanol durchführt.
    12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oxydation in Gegenwart einer Lösung von Natriumhydroxyd in 2-Methoxyäthanol durchführt.
    13· Verfahren nach den Ansprüchen 1 und h, dadurch gekennzeichnet j dass man die Oxydation in Gegenv;art von einem Alkalihydroxyd, Wasser und einem Alkanol durchführt.
    χJj.. Verfahren nach Anspruch 1 ',, dadurch gekenm'eichiiüt, dass man die Oxydation in einer1 Lösung von Mat-r.iumhydroxyd in
    wässerigem Methanol durchführt. η ORIGINAL
    ίλλολπ / λ η η / BAU Vjm
    15· Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oxydation in Gegenwart von einem Alkalihydroxyd, Wasser und einem Aether durchführt.
    16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oxydation in Gegenwart einer Lösung von Natriumhydroxyd in wässerigem Dioxan durchführt.
    17. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und h, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oxydation in Gegenwart von einem Alkalihydroxyd, Wasser und einem Aetheralkohol durchführt.
    18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oxydation* in Gegenwart einer Lösung .von Natriumhydroxyd in wässerigem 2-Methoxyäthanol durchführt.
    19. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oxydation in Gegenwart eines Alkalimetallalkoholates durchführt.
    20. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 19, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oxydation in Gegenwart von Natriummethylat durchführt.
    Ϊ09828/1884
    21· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Alkanoyloxy-derivat einer Verbindung der Formel II, insbesondere das Acetoxy-derivat, als Ausgangsverbindung einsetzt
    22. Verfahren nach Anspruch a . dadurch gekennzeichnet, dass man all-trans-Vitamin A-acetat als Ausgangsverbindung einsetzt.
    23. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass man 13-cis-Vitamin A-acetat als Ausgangεverbindung einsetzt.
    24. Verfahren nach Anspruch 21 , dadurch gekennzeichnet, dass man α-Vitamin A-acetat als Ausgangsverbindung einsetzt.
    25. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass man Vitamin Ap-ac'etat als Ausgangsverbindung einsetzt.
    26. Verfahren nach Anspruch 21 , dadurch gekennzeichnet, dass man 7-Vitamin A-acetat als Ausgangsverbindung einsetzt. \
    27. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, I
    dass man Homoisopreno-Vitamin A-acetat als Ausgangsverbindung einsetzt.
    BAD ORIGINAL
    103828/1884
    28. Verfahren nach Anspruch. 21, dadurch gekennzeichnet, dass man l-A„ßetoxy-5,7*3-lil5-tetramethyl-hexa-deca-2,4,6,8,10> 12,14-heptaen als Ausgangsmaterial einsetzt.
    29. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das erhaltene Alkalisalz der Säure der Formel I durch Ansäuern der Reaktionslösung, zweckmässig mit Hilfe einer Mineralsäure wie Phosphorsäure in die freie Säure überführt.
    ORIGINAL INSPECTED
DE19702061507 1969-12-31 1970-12-14 Verfahren zur herstellung von polyenverbindungen Withdrawn DE2061507B2 (de)

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CH1939969A CH526500A (de) 1969-12-31 1969-12-31 Verfahren zur Herstellung von Polyenverbindungen

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DE2061507B2 DE2061507B2 (de) 1977-01-20

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