DE825686C - Verfahren zur UEberfuehrung von í¸-20-Cyanpregnenen mit einer oder mehreren kerngebundenen Hydroxylgruppen in 17 alpha-Oxy-20-ketopregnane - Google Patents

Verfahren zur UEberfuehrung von í¸-20-Cyanpregnenen mit einer oder mehreren kerngebundenen Hydroxylgruppen in 17 alpha-Oxy-20-ketopregnane

Info

Publication number
DE825686C
DE825686C DEM1908A DEM0001908A DE825686C DE 825686 C DE825686 C DE 825686C DE M1908 A DEM1908 A DE M1908A DE M0001908 A DEM0001908 A DE M0001908A DE 825686 C DE825686 C DE 825686C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxy
keto
nucleus
solution
hydroxyl groups
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM1908A
Other languages
English (en)
Inventor
Lewis Hastings Sarett
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Merck and Co Inc
Original Assignee
Merck and Co Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Merck and Co Inc filed Critical Merck and Co Inc
Application granted granted Critical
Publication of DE825686C publication Critical patent/DE825686C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Überführung von A"-20-Cyanpregnenen mit einer oder mehreren kerngebundenen Hydroxylgruppen in 13 (a)-Oxy-20-ketopregnane Die Erfindung betrifft Verfahren zur Herstellung von Steroidverbindungen, insbesondere ein verbessertes Verfahren zur Überführung von dl''-2o-Cyanpregnenverbindungen mit einer oder mehreren kerngebundenen Hydroxylgruppen in die entsprechenden ketosubstituierten 17 (a)-Oxy-2o-ketopregnane.
  • Erfindungsgemäß wird ein 17, 2o-Osmiatester einer 17, 2o-Dioxvpregnanverbindung, die eine Cyangruppe am C" -Atom und mindestens eine kerngebundene Hydroxylgruppe enthält, oxydiert, wobei die Hydroxylgruppe in eine Ketogruppe übergeführt wird. Die Umsetzungsprodukte können dann verseift werden.
  • Das Verfahren kann durch folgende Formeln veranschaulicht werden, in der Ri Oxy- oder Acyloxy, R2, R3, R4 Wasserstoff, Keto- oder Oxy- und R5, Re und R, Wasserstoff oder Ketogruppen bedeuten. Behandelt man eine 417-2o-Cyanpregnenverbitidung mit Osmiumtetroxyd und verseift den als Zwischenprodukt entstehenden Osmiatester, so entsteht die entsprechende 17 (a)-Oxy-2o-ketopregnanverbindung. Die nach diesem neuen Verfahren erhaltenen i7-Hydroxylverbindungen liegen überraschenderweise in einer einzigen isomeren Form, nämlich in der a- oder natürlichen Konfiguration vor. Diese a-Hydroxylverbindungen haben die gleiche stereochemische Konfiguration wie viele natürlich vorkommenden Nebennierenhormone. Dies ist für die Herstellung von Pregnen-4-diol-17 (a)-2i-trion-3, ii, 2o, das gewöhnlich als Kendalls Verbindung E bekannt ist, und von dessen 2i-Acylderivaten von besonderem Interesse. Diese Verbindungen sind als Nebennierenhormone oder für die Therapie mit Nebennierenhormonverbindungen von Bedeutung; sie eignen sich weiterhin für die Synthese von ähnlichen Hormonen und Verbindungen.
  • Für die Gewinnung von Nebennierenhormonen, z. B. der E-Verbindung werden meist 17 (a)-Oxy-2o-ketopregnanverbindungen mit Ketosubstituenten am Perhydrophenanthrenkern benötigt. Gegenstand der Erfindung ist daher die Überführung von A 17-2o-Cyanpregnenverbindungen finit einer oder mehreren kerngebundenen Hydroxylgruppen in die entsprechenden 17 (a)-Oxy-2o-ketopregnanverbindungen, in denen die kerngebundenen Hydroxylgruppen zu Ketogruppen oxydiert sind. Die Erfindung betrifft weiterhin die Oxydation dieser kerngebundenen Hydroxylgruppen nach einem Verfahren, bei dein kein oxydativer Abbau eines anderen Teiles des Steroidmoleküls eintritt, zu am Kern ketosubstituierten 17 (a)-Oxy-2o-ketopreg, nanverbindungen aus den entsprechenden 417-20-Cyanpregnanverbindungen in guter ausbeute und hoher Reinheit.
  • Es wurde nun gefunden, daß diese f`berführung durch Einwirkung von Osmiumtetroxyd auf eine A17-2o-Cyanpregnenverbinduiig erfolgen kann, die mindestens eine kerngebundene Hydroxylgruppe trägt und ferner eine an das C;,t-Kolilenstoffatom gebundene Acyloxygruppe enthalten kann. Dabei entsteht der 17, 2o-Osmiatester der entsprechenden kernhydroxylierten 17, 2o-Dioxy-2o-cyanpregnaiiverbitidung, deren kerngebundene Hydroxylgruppe durch Behandlung mit einem Oxydationsmittel in die Ketogruppe übergeführt wird, worauf man den entsprechenden ketosubstituierten Osmiatester verseift. Die Oxydation erfolgt hierbei ohne einen nennenswerten oxydativen Abbau der anderen Teile des Steroidmoleküls.
  • Es war nicht vorauszusehen, claß sich diese Oxydation der kerngebundenen Hvdroxylgruppen in 17, 2o-Osmiatestern von 17, 2o-Dioxv-2o-cyanpregnanverbindungen ohne Schädigung der Ösmiatesterbindungen durchführen läßt, da die 17, 2o-Osmiatgruppe gegen Oxydationsmittel, z. B. Chromsäure, äußerst empfindlich ist. Oxydiert man beispielsweise den 17, 2o-Osmiatester des 3 (a)-17, 2o-Trioxvii-ketopregnans mit Chromsäure unter den Oxydationsbedingungen für das entsprechende 2o-CvanderiVat nach der vorliegenden Erfindung, so wird das erwartete 17, 2o-Osmiat des 3, ii-Diketo-i7, 2o-dioxypregnans nicht erhalten. Wie gefunden wurde, ist aber der Osmiatester überraschenderweise sehr oxvdationsbeständig, wenn das in 2o-Stellung befindliche Kohlenstoffatom des Osmiatesters an eine Cyangruppe gebunden ist. Es gelingt daher, diese 17, 2o-Osniiatester von 2o-Cyati-17, 2o-dioxypregnanverbindungen, die sekundäre kerngebundene Hydroxylgruppen enthalten, zu den entsprechenden Derivaten zu oxydieren, wobei die kerngebundenen Hydroxylgruppen in Ketogruppen übergeführt werden, ohne daß hierbei die Ausbeute durch oxydativen Abbau der 17, 2o-Osmiatgruppe wesentlich beeinträchtigt wird.
  • Die Herstellung der als Ausgangsstoffe für das vorliegende Verfahren verwendeten d t1-2o-Cyanpregnetiverbindungen mit mindestens einer kerngebundenen Hydroxylgruppe kann durch Umsetzung der entsprechenden 2o-Ketopregnanverbindung mit mindestens einer freien oder acylierten kerngebundenen Hydroxylgruppe mit Cyanwasserstoff oder deren Salz erfolgen, wobei zunächst das entsprechende Cyanhydrin, das heißt die 2o-Oxy-2o-cyallpregnanverbindung mit mindestens einer kerngebundenen Hydroxyl- oder Acyloxygruppe entsteht. Dieses Cyanhydrin wird (nach Blockierung von gegebenenfalls vorhandenen freien primären oder sekundären Hydroxylgruppen, beispielsweise durch Acylierung) mit einem wasserabspaltenden Mittel in das entsprechende dl'-2o-Cyanpregnen übergeführt, das mindestens eine kerngebundene Acyloxygruppe enthält und bei der Verseifung die entsprechende 41'-2o-Cyanpregnenverbindung mit kerngebundener Hydroxylgruppe liefert.
  • Als Ausgangsstoffe sind z. B. zu nennen: dl'-3-Oxy-2o-cyanpregnen ; 417-3 (a)-Oxy-i i-keto-2o-cyanpregnen d''-3, 12-1)ioxy-2o-cyanpregnen; d1'-3 (a)-Oxy-2o-cyan-2i-acetoxypregnen; d1'-3, i2-Di0xy-2o-cyan-21-acetoxypregnen; d1'-3 (a)-Oxy-ii-keto-2o-cyan-21-acetoxypregnen u. dgl.
  • Diese 41'-2o-cyanpregnenverbindungen mit mindestens einer kerngebundenen Hydroxylgruppe werden mit Osmiumtetroxyd, vorzugsweise in Gegenwart eines organischen Lösungsmittels wie Pyridin, behandelt, wobei der 17, 2o-Osmiatester der entsprechenden kernhydroxylierten 17, 2o-Dioxy-2o-cyanpregnanverbindung entsteht, z. B. der 17, 2o-Osmiatester des 3, 17, 2o-Trioxy-2o-cyanpregnans, des 3 (a), 17, 2o-Trioxy-ii-keto-2o-cyanpregnans, des 3, 12, 17, 2o-Tetroxy-2o-cyanpregnans, des 3 (a), 17, 2o-Trioxy-2o-cyan-2i-acetoxypregllans, des 3, 12, 17, 2o-Tetroxy-2o-cyan-2i-acetoxypregnalls, des 3 (a), 17, 2ö-Trioxyir-keto-2o-cyan-2i-acetoxypregnalls u. dgl.
  • Die Oxydation der kerngebundenen Hydroxylgruppen der 17, 2o-Osmiatester von kernhydroxylierten 17, 2o-Dioxy-2o-cyanpregnanverbindungen kann unter Anwendung kräftiger Oxydationsmittel, wie Chromsäure, Kaliumpermanganat, unterbromiger Säure und anderer erfolgen; sie wird üblicherweise mit Chromsäure, vorzugsweise mit Chromsäure in essigsaurer Lösung vorgenommen. Die Umsetzung erfolgt zweckmäßig bei Zimmertemperatur und ist dabei nach etwa 30 Minuten beendet. Das Umsetzungsgemisch wird mit einem Lösungsmittel, wie Methanol, verdünnt und anschließend mit einem schwach alkalischen Mittel, z. B. wäßrigem Kaliumcarbonat, neutralisiert, worauf man das Lösungsmittel und Kohlendioxyd aus der neutralisierten Lösung im Vakuum abdampft. Aus der wäßrigen Lösung erhält man durch Eindampfen den Osmiatester der entsprechenden 17, 20-Dioxv-2o-cyanpregnanverbindung, in der die kerngebundenen Hydroxylgruppen zu Ketogruppen oxydiert sind. Solche im Kern durch Ketogruppen substituierten 17, 2o-Osmiatester der 17, 2o-Dioxy-2o-cyanpregnanverbindungen, die durch Oxydation der vorerwähnten kernhydroxylierten 17, 2o-Osmiatester gewonnen werden, sind z. B. die 17, 2o-Osmiatester des 3-Keto-17, 2o-dioxy#-2o-cyanpregnans, des 3, ii-Diketo-17, 2o-dioxy-2o-cyanpregnans, des 3, 12-Diketo-17, 2o-dioxy-2o-cyanpregnans, des 3-Keto-17, 2o-dioxy-2o-cyan-2i-acetoxypregnans, des 3, i2-Diketo-17, 2o-dioxy-2o-cyan-2i-acetoxypregnans, des 3, 1i-Diketo-17, 2o-dioxy-2o-cyan-2i-acetoxypregnans u. dgl.
  • Der erhaltene 17, 2o-Osmiatester der am Kern ketosubstituierten 17, 2o-Dioxy-2o-cyanpregnanverbindung wird verseift. Anstatt den Osmiatester zu isolieren, kann man die Oxydationslösung neutralisieren und dann direkt verseifen. Als Verseifungsmittel verwendet man vorzugsweise wäßriges Natriumsulfit und Kaliumbicarbonat und arbeitet zweckmäßig bei Zimmertemperatur. Unter diesen Bedingungen ist die Verseifung in etwa 15 Stunden beendet. Das Reaktionsgemisch wird filtriert, auf ein kleines Volumen eingeengt und mit Chloroform extrahiert. Nach dem Abdampfen des Chloroformextrakts zur Trockne erhält man die entsprechende 17 (a)-Oxy-2o-ketopregnanverbindung mit mindestens einer kerngebundenen Ketogruppe, z. B. 3, 2o-Diketo-17 (a)-oxypregnan; 3, 11, 2o-Triketo-17 (a)-oxypregnan; 3, 12, 2o-Triketo-17 (a)-oxypregnan; 3, 2o-Diketo-17 (a), 21-dioxypregnan; 3, 12, 2o-Triketo-17 (a), 21-dioxypregnan; 3, 11, 2o-Triketo-17 (a), 21-dioxypregnan u. dgl.
  • Enthält der 17, 2o-Osmiatester der am Kern ketosubstituierten 17, 2o-Dioxy-2o-cyanpregnanverbindung in der 2i-Stellung eine Acyloxygruppe, so kann man die oben beschriebene Verseifung unter milden Bedingungen durchführen, indem man den 17, 2o-Osmiatester ohne Schädigung der 21-ständigen Acyloxygruppe zum 17 (a)-Oxy-2o-keto-2i-acyloxypregnan mit mindestens einer kerngebundenen Ketogruppe verseift, wobei man z. B. das 3, 2o-Diketo-17 (a)-oxy-2i-acetoxypregnan, das 3, 12, 2o-Triketo-17 (a)-oxy-2i-acetoxypregnan, das 3, 11, 2o-Triketo-17 (a)-oxy-2i-acetoxypregnan u. dgl. erhält.
  • Andererseits kann man ein nach dem vorbeschriebenen ersten Verseifungsverfahren hergestelltes 17 (a)-Oxy-2o-keto-2i-oxypregnan mit mindestens einer kerngebundenen Ketogruppe mit einem Acylierungsmittel, z. B. Essigsäureanhydrid und Pyridin, in das entsprechende, am Kern ketosubstituierte 17 (a)-Oxy-2o-keto-2i-acyloxypregnan überführen.
  • Beispiel i 3 g 3 (a)-OxY-if, 2o-diketo-2i-acetoxypregnan werden mit überschüssigem Pyridin-Essigsäureanhydrid behandelt und die Mischung auf dem Dampfbad etwa io Minuten erwärmt. Die erhaltene Lösung wird mit Wasser verdünnt und mit Äther extrahiert. Der ätherische Auszug wird mit verdünnter Salzsäure, einer verdünnten Lösung von Natriumcarbonat und schließlich mit `'Wasser gewaschen. Alsdann wird der ätherische Auszug auf ein kleines Volumen eingedampft und Petroläther zugefügt. Man erhält Kristalle von 3 (a), 21-Diacetoxy-if, 2o-diketopregnan vom Schmelzpunkt ioo bis iio°, welche etwa io°/o Lösungsmittel enthalten. Durch Umkristallisieren aus Benzolpetroläther erhält man ein Produkt mit einem Zersetzungspunkt von 82 bis go°.
  • Etwa 3,0 g dieses 3 (a), 21-diacetoxy-ii, 2o-diketopregnans werden in einer Mischung aus 30 ccm Alkohol und i1,4 ccm Essigsäure gelöst, die erhaltene Lösung auf o° abgekühlt und mit etwa io,6 g Kaliumcyanid behandelt. Die Mischung wird etwa eine halbe Stunde gerührt und dann auf Raumtemperatur gebracht. Nach etwa 2 Stunden wird die Lösung mit Wasser verdünnt und der erhaltene kristalline Niederschlag abfiltriert und gewaschen. Der feuchte Filterkuchen wird in Äthylacetat gelöst, das überschüssige Wasser entfernt und die Lösung im Vakuum auf ein kleines Volumen eingeengt. Nunmehr wird Petroläther zugefügt, wobei sich ein Niederschlag von kristallinem 3 (a), 21-diacetoxy-ii-keto-2o-oxy-2o-cyanpregnan ausscheidet. Schmelzpunkt 148 bis i5o' unter Zersetzung.
  • Zu einer Lösung von etwa 2,2 g 3 (a), 21-Diacetoxyii-keto-2o-oxy-2o-cyanpregnan in etwa 8 ccm trockenem Pyridin werden etwa 1,2 ccm Phosphoroxychlorid gegeben. Nach 24stündigem Stehen bei Raumtemperatur wird die Lösung in ein Gemisch aus Wasser und verdünnter Salzsäure gegossen, dann wird mit Benzol extrahiert. Durch Eindampfen der Benzollösung erhält man etwa 2,0 g eines Öls, das chromatographiert wird. Die Petroläther-Äthereluate werden miteinander vereinigt. Man erhält etwa 1,84 g rohes d1'-3 (a), 21-Diacetoxy-ii-keto-2o-cyanpregnen in Form eines Öls, das mit in einer Mischung aus io ccm Benzol und io ccm i, i n-methylalkoholischem Kali verseift wird. Nach io Minuten wird die Lösung mit Essigsäure angesäuert, das Benzol im Vakuum abgedampft und der Rückstand aus verdünntem Methanol umkristallisiert. :Ulan erhält 1,4 g eines Rohprodukts mit dem Schmelzpunkt 242 bis 254°, das durch Umkristallisieren aus Aceton und verdünntem Alkohol weiter gereinigt wird, wobei man praktisch reines d1'-3 (a), 2i-dioxy-ii-keto-2o-cyanpregnen mit dem Schmelzpunkt 256 bis 257° erhält.
  • 754 mg der erhaltenen Verbindung werden in 2,75 ccm Pyridin gelöst und der Lösung 255 mg Essigsäureanhydrid zugefügt. Nach 16stündigem Stehen bei Raumtemperatur wird die Lösung mit Wasser verdünnt und mit Äther extrahiert. Die ätherische Lösung wird mit verdünnter wäßriger Salzsäure und wäßriger Sodalösung gewaschen und auf ein geringes Volumen eingedampft. Beim Kühlen dieser konzentrierten Lösung fällt 21-Monoacetat aus. Durch Umkristallisieren aus Benzol erhält man 6oo mg praktisch reines 4l7-3 (a)-Oxy-ii-keto-2o-cyan-21-acetoxypregiien mit dem Schmelzpunkt 153'.
  • 429 mg d1'-3 (a)-Oxy-ii-keto-2o-cyan-2i-acetoxypregnen werden in 4 ccm Benzol gelöst und der Lösung 6oo mg Osmiumtetroxyd und 0,30 ccm Pyridin zugefügt. Nach 15stündigem Stehen bei Raumtemperatur wird die Lösung durch Eindampfen im Vakuum zur Trockene gebracht. Man erhält 17, 2o-Osmiatester von 3 (a), 17 (a), 2o-trioxy-ii-keto-2o-cyan-2i-acetoxypregnen als amorphen Rückstand.
  • Der erhaltene Osmiatester wird in 5 ccm go°/°iger Essigsäure gelöst und die Lösung unter Kühlen mit 1,05 ccm Essigsäure, die 3,52 Miniäquivalente Schwefelsäure enthält, behandelt. Nunmehr wird eine Lösung, welche 250 mg Chromsäure in 4 ccm go°/°iger Essigsäure enthält, zu der Lösung des Osmiatesters gegeben und das Lösungsgemisch 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen gelassen. Dann werden 2 ccm Methanol zugefügt und das Lösungsgemisch in eine Suspension von 5 g Kaliumbicarbonat in 20 ccm Wasser gegossen. Nunmehr wird unter vermindertem Druck eingedampft und Methanol und Kohlendioxyd entfernt. Die verbleibende wäßrige Lösung liefert beim Eindampfen rohen 17, 2o-Osmiatest er von 3, ii-diketo-17 (a), 2o-dioxy-2o-C-an-2i-acetoxypregnan.
  • Die wäßrige Lösung des Ösmiatesters wird mit einer Lösung behandelt, die 2,0 g IN atriumsulfit und 2,o g Kaliumbicarbonat in io ccm Wasser und io ccm Benzol enthält. Nunmehr wird 15 -Minuten gerührt, filtriert, unter vermindertem Druck auf etwa die Hälfte des Volumens eingedampft, mit Chloroform extrahiert und die organische Schicht zur Trockene eingedampft. Man erhält 245 mg von 3, 11, 2o-triketo-i7 (a), 2i-dioxypregnan. Schmelzpunkt 233 bis 235°.
  • Wenn die vorstehend beschriebene Reaktion derart durchgeführt wird, daß an Stelle von io ccm Benzol 6o ccm angewendet werden und die Mischung statt 15 Stunden 8 Stunden gerührt wird, wird die Osmiatestergruppe verseift, ohne daß die Acetoxygruppe in der 21-Stellung beeinflußt wird. 'Man erhält dann als Endprodukt von 270 mg 3, 11, 2o-Triketo-i7 (a)-2i-acetoxypregnan vom Schmelzpunkt 223'.
  • Diese Verbindung wird in 2 ccm Pyridin gelöst und 2 ccm Essigsäureanhydrid zugegeben. Die Mischung wird 30 -Minuten stehen gelassen und dann Wasser zugegeben, wobei ein Niederschlag von 236 mg kristallinem 3, 11, 2o-Triketo-i7 (a)-oxy-2i-acetoxypregnan mit dem Schmelzpunkt 223' erhalten wird.
  • Beispiel z Etwa 1,70 g 3 (a)-acetoxy-i 1, 2o-diketopregnan, das nach Kuw, Lardon und Reichstein (Helvetica Chimica Acta, Band 27, Seite 821 f19441) hergestellt werden kann, werden in einer Mischung aus 25 ccm Alkohol und 6,4 ccm Essigsäure gelöst und die Lösung bei o' mit 6,o g Kaliuincyanid behandelt. Nachdem die Lösung Raumtemperatur angenommen hat, wird sie nach 3 Stunden mit Wasser verdünnt und der hierbei entstehende Niederschlag abfiltriert. Das erhaltene 3 (a)-Acetoxy-2o-oxy-2o-cyan-ii-ketopregnan kann durch Umkristallisieren aus -#tli@,lacetat gereinigt werden. Die Ausbeute beträgt 90°; ° der Theorie. Die Verbindung zersetzt sich bei 221 bis 223'.
  • Zu einer Lösung von 293 mg der Verbindung in i,o ccm trockenem Pyridin werden o,lo ccm Phosphoroxychlorid gegeben. Nach 24stündigem Stehen bei Raumtemperatur wird die Lösung in Wasser und verdünnte Salzsäure gegossen, mit Benzol extrahiert und der Benzolauszug zur Trockene eingedampft. Der kristalline Rückstand besteht aus einer Mischung aus ungesättigten Nitrilen, welche chromatographisch getrennt werden können. Hierbei kann man 41'-3 (a)-Acetoxy-i i-keto-2o-cyanpregiien mit dem Schmelzpunkt 194 bis 195' gewinnen.
  • 1,5 g d1'-3 (a)-Acetoxy-ii-keto-2o-cyanpregnen werden in io ccin Benzol gelöst. Die Lösung wird mit io ccm eines i, 1 n-methylalkoholischen Kalis behandelt und etwa 8 Minuten bei Raumtemperatur stehen gelassen, dann wird mit Essigsäure angesäuert, mit Wasser verdünnt und unter vermindertem Druck auf ein kleines Volumen eingedampft. Das auskristallisierte Produkt wird abfiltriert und aus Aceton umkristallisiert. Man erhält praktisch reines A17-3 (a)-Oxy-i i-keto-2o-cyanpregnen vom Schmelzpunkt 182 bis i84°.
  • i g dieser Verbindung wird in io ccm Benzol gelöst und der Lösung i g Osmiumtetroxyd und o,6 ccm Pyridin zugefügt. Nach 15stündigem Stehen bei Raumtemperatur wird das Benzol unter vermindertem Druck abgedampft. Der Rückstand wird in 10,5 ccm Essigsäure gelöst und der Lösung 2,21 ccm Essigsäure, die 3,52 Milliäquivalente Schwefelsäure je ccm enthält, zugefügt. Die erhaltene Lösung wird auf 15° gekühlt, dann mit 9,2 ccm go°/Qiger Essigsäure, die 420 mg Chromsäure enthält, versetzt und i Stunde stehen gelassen. Nunmehr werden 4 ccm Methanol zugegeben und die Mischung in ein Gemisch aus 40 ccm Wasser und 31,5 g Kaliumbicarbonat gegossen. Hierauf wird unter vermindertem Druck bei etwa 30° eingedampft, wobei Methanol und Kohlendioxyd entfernt werden.
  • Eine wäßrige Lösung aus 4,0 g Kaliumbicarbonat und 4,0 g Natriumsulfid wird zusammen mit 20 ccm Benzol der vorstehend erwähnten Lösung zugefügt und die Mischung 5 Stunden gerührt, worauf 40 ccm Methanol und 2o ccm Benzol zugegeben werden. Die erhaltene Mischung wird weitere 15 Stunden gerührt. Dann wird filtriert, das Filtrat auf pH 6 angesäuert und das Methanol unter vermindertem Druck abgedampft. Die verbleibende wäßrige Lösung wird viermal mit Chloroform extrahiert und der Chloroformauszug mit Wasser gewaschen. Nach Abdampfen der Chloroformlösung unter vermindertem Druck erhält man Zoo mg , ii, 2o-Triketo-i7 (a)-oxypregnan vom Schmelzpunkt 198 bis i99°.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Überführung von 41'-2o-Cyanpregnenen mit einer oder mehreren kerngebundenen Hydroxylgruppen in 17 (a)-Oxy-2o-ketopregnane, dadurch gekennzeichnet, daß man 417-2o-Cyanpregnene mit einer oder mehreren kerngebundenen Hydroxylgruppen mit Osmiumtetroxyd in die entsprechenden Osmiatester eines 17, 2o-Dioxy-2o-cyanpregnens überführt, diese Osmiatester mit einem Oxydationsmittel, z. B. Chromsäure, behandelt, wobei die Hydroxylgruppe zur Ketogruppe oxydiert wird und anschließend den Osmiatester verseift.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der erhaltene ketosubstituierte Osmiatester zweckmäßig unter milden Bedingungen, z. B. mit einer Natriumsulfit und Kaliumbicarbonat enthaltenden wäßrigen Lösung, verseift wird.
DEM1908A 1949-02-12 1950-02-14 Verfahren zur UEberfuehrung von í¸-20-Cyanpregnenen mit einer oder mehreren kerngebundenen Hydroxylgruppen in 17 alpha-Oxy-20-ketopregnane Expired DE825686C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US825686XA 1949-02-12 1949-02-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE825686C true DE825686C (de) 1951-12-20

Family

ID=22171999

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM1908A Expired DE825686C (de) 1949-02-12 1950-02-14 Verfahren zur UEberfuehrung von í¸-20-Cyanpregnenen mit einer oder mehreren kerngebundenen Hydroxylgruppen in 17 alpha-Oxy-20-ketopregnane

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE825686C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2947765A (en) * 1955-12-07 1960-08-02 Pfizer & Co C Preparation of the 12-keto isomer of cortisone

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2947765A (en) * 1955-12-07 1960-08-02 Pfizer & Co C Preparation of the 12-keto isomer of cortisone

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2115718C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Vincamin und Isovincamin
DE946801C (de) Verfahren zur Herstellung von Pregnan-11 ª‡ -ol-3, 20-dion und Allopregnan-11 ª‡-ol-3, 20-dion
DE825686C (de) Verfahren zur UEberfuehrung von í¸-20-Cyanpregnenen mit einer oder mehreren kerngebundenen Hydroxylgruppen in 17 alpha-Oxy-20-ketopregnane
DE1260466B (de) Verfahren zur Herstellung von 17-Oxo-D-homo-5alpha- oder 17-Oxo-D-homo-5alpha,13alpha-18-saeuren bzw. von deren Methylestern
DE883897C (de) Verfahren zur Herstellung von 17-(ª‡)-Oxy-20-ketopregnanen
AT233184B (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Oxo-Δ<1,4>-steroiden
CH494213A (de) Verfahren zur Herstellung von Gonadienonen
DE1543992C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Equilin
AT239967B (de) Verfahren zur Herstellung von 18,20-Oxidosteroiden
AT250575B (de) Verfahren zur Herstellung neuer, therapeutisch wertvoller Carbonsäureester des 17 α-Äthinyl-19-nortestosterons
AT160572B (de) Verfahren zur Darstellung ungesättigter Oxyketone der Cyclopentanopolydrophenanthrenreihe oder deren Derivaten.
AT270893B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 19-Alkenylsteroiden
DE944608C (de) Verfahren zur Herstellung von im Kern gesaettigten 11-Ketoallosteroiden
DE940462C (de) Verfahren zur Herstellung von Epoxyden von in 7 (8)- und 9 (11)-Stellung ungesaettigten Steroiden
DE1264441B (de) Verfahren zur Herstellung von 17alpha-AEthinyl-delta 5(10-19-nor-androsten-17beta-ol-3-on und 17alpha-AEthynil-19-nor-testosteron sowie dessen Estern
DE1493344B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 16 alpha-Chlor- oder -Fluor-17(20)-pregnen-21-saeureestern und daraus erhaeltlichen 16 alpha-Chlor- oder -Fluor-17 alpha-hydroxy-20-keto-21-acyloxyverbindungen der Pregnanreihe
DE1443123C (de) Verfahren zur Herstellung von 13 Alkyl gona 1,3,5(10) tnenen
DE934768C (de) Verfahren zur Herstellung von Pregnanen
DE909935C (de) Verfahren zur Herstellung von í¸-3-Oxysteroiden oder ihren Derivaten
DE843411C (de) Verfahren zur Gewinnung in 21-Stellung substituierter Pregnanderivate
DE959189C (de) Verfahren zur Herstellung von 17ª‰-Acyloxy-20-keto-allopregnanen und -pregnenen
AT241703B (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Methyl-3-oxo-5α-steroiden
DE1094258B (de) Verfahren zur Herstellung von fluorierten 16-Methylsteroiden
DE1008286B (de) Verfahren zur Herstellung von in 8(9)-Stellung gesaettigten 11-Oxy- und bzw. oder 11-Ketosteroiden
DE1173465B (de) Verfahren zur oxydativen Umwandlung von Steroiden