DE20532C - Indicatorvorrichtung für die Bewegungen der Nadel bei Schiffskompassen - Google Patents
Indicatorvorrichtung für die Bewegungen der Nadel bei SchiffskompassenInfo
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- DE20532C DE20532C DENDAT20532D DE20532DA DE20532C DE 20532 C DE20532 C DE 20532C DE NDAT20532 D DENDAT20532 D DE NDAT20532D DE 20532D A DE20532D A DE 20532DA DE 20532 C DE20532 C DE 20532C
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C17/00—Compasses; Devices for ascertaining true or magnetic north for navigation or surveying purposes
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- Indicating Or Recording The Presence, Absence, Or Direction Of Movement (AREA)
- Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)
- Instructional Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung,
vermittelst welcher die Bewegungen der Nadel bei Schiffscompassen während der
Fahrt automatisch auf einem Streifen, durch ein Uhrwerk etc. fortbewegten Papiers etc. in
Form eines Diagramms verzeichnet werden.
Dadurch gewinnt man ein bleibendes Bild von dem Kurse, den das betreffende Schiff
während der Fahrt genommen hat. Natürlich kann eine derartige Indicatorvorrichtung auch
für andere in Bewegung befindliche Gegenstände Verwendung finden.
Hier soll sich nur darauf beschränkt werden, dieselbe in Anwendung auf ein Schiff zu beschreiben.
Es können entweder festliegende oder sich bewegende Stücke oder Streifen sensitiven Papiers
oder gleichwirkender Stoffe, oder ein am besten durch irgend ein Uhrwerk, verschobenes
Band aus solchem Stoff verwendet werden, das durch einen Lichtstrahl beschienen wird, der
durch einen schmalen Schlitz in der Scheibe, welche die Windrosenscala des Compasses trägt,
einfällt und dadurch das Band an den betreffenden Stellen schwärzt, so dafs auf dem
sich verschiebenden Band oder Streifen sensitiven Papiers auf photographischem Wege eine
starke Diagrammlinie gebildet wird, wobei weder die Windrosenscheibe noch der Streifen durch
irgend ein Zeicheninstrument berührt wird. Das Uhrwerk kann entweder zur Bewegung des Papierstreifens
oder zur Bewegung des Schlitzes dienen, durch welchen das Licht einfällt, um
entweder den einen oder den anderen pro Stunde um ein ganz bestimmtes Mafs zu verschieben.
Geeignete Vorkehrungen sind dabei getroffen, um sich darüber zu vergewissern, ob
das Uhrwerk in Bewegung ist, und um jederzeit das Diagramm nachsehen oder den Streifen
Papier etc., falls erforderlich, herausnehmen zu können. Es ist vorzuziehen, die Einrichtung
so zu treffen, dafs der Compafs sowohl als Steuercompafs - als auch als Azimuthai- oder
Regelcompafs Verwendung finden kann. Die Details" der Einrichtungen können natürlich,
ohne an dem Wesen der Sache selbst etwas zu ändern, verschiedene sein. Auch ist die
specielle Limirung oder Markirung des Diagrammpapierstreifens nichts wesentliches, ebenfalls nicht
die Form des' Compafsgehäuses oder diejenige des das sensitive Medium enthaltenden Gehäuses.
Wesentlich bei der Sache ist nur das Verfahren, durch- einen Lichtstrahl, der mit der
Drehung der Windrosenscheibe oder der Compafsnadel in Zusammenwirkung gebracht wird,
während der* ganzen Dauer der Fahrt des Schiffes die einzelnen Stellungen der Nadel
graphisch zu verzeichnen.
A ist ein gewöhnliches Compafsgehäuse, B
die Windrosenscheibe, die gewöhnlich mit der Nadel auf einer Stahlspitze B1 sich dreht. C
ist ein cylindrisches Gehäuse, das zur Aufnahme eines Uhrwerkes D dient. Dieses ist so construirt
und angeordnet, dafs durch dasselbe entweder ein fortlaufendes Band oder getrennte
Enden sensitiven Papiers E, das bei C durch enge Schlitze C und C der. Einwirkung des
Lichtes exponirt ist, fortbewegt werden kann. Diese Schlitze befinden sich in der Decke des
cylindrischen Gehäuses, das an allen seinen übrigen Stellen das Licht von dem sensitiven
Papier fernhält.
F ist eine in Ermangelung von Tageslicht zu verwendende Lampe. Die erwähnten Schlitze C"
und C3, Fig: 2, sind verhältnifsmäfsig schmal und können, anstatt in der Decke des Gehäuses
unter rechten Winkeln zur Bewegungsrichtung des Bandes E befindlich zu sein, auch in jedem
anderen, das Licht abhaltenden sonstigen Theil angeordnet werden. j
In Fig. 3 ist die Windrosenscheibe des Compasses über den erwähnten Schiitzeh C2C des
Uhrwerkgehäuses liegend gedacht, so dafs letz- ■ tere nicht sichtbar und deshalb durch punktirte
Linien angedeutet sind.
Die Form des gekrümmten Schlitzes B2 in der Windrosenscheibe kann eine Aenderung erfahren,
nur mufs sie eine derartige sein, dafs der Schlitz die unterhalb liegenden Schlitze C3
und C3 bei seiner Drehung an jeder Stelle ihrer Länge kreuzen kann.
Fig. 3> 4 l1nd 5 veranschaulichen zwei Formen
von Schlitzen, von welchen denjenigen in Fig. 3 und 5 deshalb der Vorzug zu geben ist,
weil sie so gewählt sind, dafs die Linien, welche auf dem Band E die 32 Windrosenpunkte
des Compasses repräsentiren, wie Fig. 6 darstellt, gleich weit aus einander liegend hergestellt
werden können.
Die Curve des Schlitzes kann leicht in der Weise construirt werden, dafs man auf der
Linie, welche man von dem Mittelpunkt der Windrosenscheibe nach dem zugehörigen Nordpunkt
gezogen hat, die 16 Theillinien auf der einen Hälfte des Bandes E, Fig. 1 und 6,
markirt. Diese Eintheilungen werden dann auf den Radien, welche von dem Mittelpunkt nach
den 16 correspondirenden Punkten auf der Windrosenscheibe gezogen werden, markirt, und
dadurch erhält man dann, wie leicht ersichtlich, die gewünschte Curve.
Der Schlitz i?2 ist so angeordnet, dafs er stets quer über einen der Schlitze C8 oder C3
hinführt, indessen niemals gleichzeitig über beide Schlitze, ausgenommen an den Enden
derselben, und seine Lage ist eine derartige, dafs bei einer vollen Umdrehung der Windrosenscheibe
die Kreuzungspunkte über die ganze Länge der Schlitze sich hinwegbewegt haben, wobei dann an der jedesmaligen Kreuzüngsstelle
ein Lichtstrahl durch beide Schlitze 2?2 und C2 (oder B1 und C3) fällt, und indem
dieser von dem in Bewegung befindlichen sens'itiven Papier aufgefangen wird, wird eine jede
der Kreuzungsstellen geschwärzt. Da nun das Papier beständig in Bewegung ist, so werden
Längs- und Qucrlinien gebildet, deren Lage auf dem Papier mit der Einstellung der Compafsnadel
auf dem Schiffsdeck correspondirt.
Fig. 6 veranschaulicht ein Diagramm, das vermittelst der vorbeschriebenen Einrichtung
hergestellt wurde. Die mit N, NO auf 5 und S W auf N markirten Linien correspondiren mit
den Punkten des Compasses, und die Punkte am Rande des Papiers repräsentiren, je nach
Wunsch, die Stunden oder Tage.
Die starke Diagrammlinie veranschaulicht die durch Photographic gebildete Schwärzung des
Papierstreifens und giebt ein Bild von dem Verhalten des Compasses während der Fahrt
unter gleichzeitiger Angabe der Zeit, zu welcher die Nadel die betreffende Stellung einnahm.
Die Diagrammlinien auf der oberen Hälfte des Papierstreifens veranschaulichen die Stellungen
auf der Osthälfte von N und S, und die Lienien auf der unteren Hälfte des Streifens
die Stellungen auf der Westhälfte von N und 5.
Claims (2)
1. Bei Schiffscompassen die Anwendung der Photographie bezw. des natürlichen oder
künstlichen Lichtes, um -durch passendes Einfallen des Lichtes auf einen empfindlichen
Papierstreifen unter der Windrosenscheibe ein Diagramm herzustellen, das ein Bild von den Einstellungen der Nadel des
Compasses während der Fahrt und dem Kurse des Fahrzeuges bezw. von den Abweichungen der Richtungen des betreffenden Kurses giebt.
2. Eine Indicatorvorrichtung für die Bewegungen der Nadel bei Schiffscompassen, bestehend
im wesentlichen in der Combination eines gekrümmten Schlitzes B2 in der Windrosenscheibe
mit darüberliegenden schmalen Schlitzen C2C3 eines Uhrwerkgehäuses etc.,
um an der jeweiligen Kreuzungsstelle beider Schlitze einen Lichtstrahl auf das darunter
exponirte empfindliche Papier einfallen zu lassen behufs Erzielung eines Diagramms
über den Schiffskurs.
Hierzu t Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20532C true DE20532C (de) |
Family
ID=297279
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT20532D Active DE20532C (de) | Indicatorvorrichtung für die Bewegungen der Nadel bei Schiffskompassen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20532C (de) |
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0
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