DE2051402B2 - Verfahren zur Herstellung eines für die Codimerisierung von Propylen mit n-Butenen geeigneten SiO2 -Al2 O3 -NiO-Katalysators und seine Verwendung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines für die Codimerisierung von Propylen mit n-Butenen geeigneten SiO2 -Al2 O3 -NiO-Katalysators und seine VerwendungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft die in (Jen Ansprüchen
wiedergegebenen Gegenstände.
Die Polymerisation von Monoolefinen, insbesondere von Mono-1-olefinen unter Verwendung von Nickeloxid-Trägerkatalysatoren,
die als Träger Siliciumdioxid-Aluminiumoxid, Aluminiumoxid, Siliciumdioxid, Kieselgur,
aktivierten Ton, Tierkohle und dergleichen enthalten, ist bekannt und z. B. in der US-PS 23 81 198
und US-PS 25 81 228 beschrieben. Im allgemeinen sind die Trägerkatalysatoren mit Nickeloxid als aktivem
Bestandteil für die Polymerisation von C2-Cs-Monoolefinen, wie z. B. Ethylen, Propylen, 1-Buten, 2-Buten,
Isobutylen und 1-Penten und deren Kombinationen brauchbar. Die Mono-1-olefine werden bevorzugt. Die
Produkte dieser katalysierten Polymerisation sind gewöhnlich Diniere, Trimere, Tetramere usw. des
Ausgangsolefins.
In der DEOS 17 68 993 ist ein Verfahren zur Codimerisierung von Propylenen und n-Butenen in
flüssiger Phase in Gegenwart eines Nickeloxid-Trägerkatalysators unter solchen Bedingungen beschrieben,
daß selektiv heptenreiche Reaktionsprodukte gebildet werden, die überwiegend leicht verzweigt sind. Die
Umsetzung wird unter Überdruck bei Temperaturen von 60-150uC und Drucken von etwa 9,8-68,6 bar
durchgeführt. Das Molverhältnis der C«- zu den Cj-Olefinen wird auf 1 : I bis 5 :1 gehalten. Unter diesen
Bedingungen verläuft das Verfahren stark selektiv unter Bildung von 34 —45% linearen und einfach verzweigten
Heptenen.
Bei den vorgenannten bekannten Verfahren wird ein Katalysator verwendet, dessen SKVA^Os-Träger mit
dem Nickeloxid imprägniert ist. Hinsichtlich der Codimerisierung von n-Buten und Propylen wurde
gefunden, daß bei einem solchen Nickeloxidkatalysator die Selektivität in bezug auf die Bildung von Hepten als
dimerem Reaktionsprodukt über längere Zeit zunehmend geringer wird. Der imprägnierte Katalysator
wurde durch Ausfällung von Nickelcarbonat auf ein Substrat aus 25% Aluminiumoxid und 75% Siliciumdioxid
und anschließende Calcinierung bei 595° C hergestellt. Das Nickeloxid wird hierbei über die
Oberfläche des Trägers verteilt
Demgegenüber zeigt der erfindungsgemäß hergestellte Nickeloxidkatalysator überraschenderweise eine
über längere Zeit verbesserte Aktivität und Selektivität für die Codimerisierung von η-Buten und Propylen
unter Bildung gering verzweigter Heptene in stark erhöhter Menge. n-Hepten stellt das wertvolle Produkt
des Reaktionsgemisches dar. In ihm enthaltene Cg+ O-lefine
sind von geringerem Wert. Aus wirtschaftlichen Gründen ist es daher sehr wichtig, die Menge an
gebildetem Hepten so weit wie möglich zu erhöhen.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren werden das Nickelsalz und das wasserhaltige Kieselsäuresol mit
einem geeigneten Anion, wie z. B. Carbonat, gemeinsam ausgefällt, wobei ein Schlamm aus gefälltem Nickelsalz
und Aluminiumoxid-Kieselsäuregel gebildet wird; das Nickelsalz wird unter Bildung von Nickeloxid unter
solchen Bedingungen zersetzt, daß im wesentlichen alle Kohlenoxide entfernt werden. Die Aktivierung des so
erhaltenen Nickeloxids durch Erhitzen in der Sauerstoff enthaltenden Atmosphäre auf 425-7600C erfolgt
während 0,1 bis 50 Stunden.
Der Ausdruck »Nickeloxid« umfaßt vorliegend sämtliche Nickeloxide und deren Mischungen, insbesondere
solche Nickeloxidformen, wie sie bei der nachfolgend eingehender beschriebenen Aktivierung
durch Erhitzen in einer Sauerstoff enthaltenden Atmosphäre, wie Luft, gebildet werden. Die Chemie der
Nickeloxide scheint nicht vollständig aufgeklärt zu sein. Die Existenz von Nickel(Il)-oxid (NiO) und Nickel(IV)-oxid
(NiO2) scheint außer Zweifel zu stehen. Außer diesen Oxiden wird von Nickelsesquioxid (Ni2Oj), einem
Oxid Ni3O4 (Gemisch aus Nickel(ll)-Oxid und Nikkel(III)-oxid
im Verhältnis 1:1) und Nickelperoxid (N1O4) berichtet. Der vorliegend verwendete Ausdruck
»Nickeloxid« umfaßt alle diese Oxidformen.
Die als Quelle für das Nickeloxid verwendete Nickelverbindung kann Nickelnitrat, Nickelsulfat, Nikkeiacetat
oder ein anderes in Wasser lösliches Nickelsalz sein. Jede Nickelverbindung, deren Anion
durch Erhitzen nicht zersetzt wird, wie das Sulfat, wird aus dem Katalysator ausgewaschen, so daß auf ihm nicht
mehr als 0,5 Gew.-% zurückbleiben.
Die Quelle für das Kieselsäuresol erhält man durch Vermischen eines wasserlöslichen Silikats, gewöhnlich
Natrium- oder Kaliumsilikat, mit Wasser. Das Kieselsäuresol kann hieraus in bekannter Weise durch
Ionenaustausch, z. B. nach »Dowex lon Exchange«, 1958, herausgegeben von der Dow Chemical Company
of Midland, Michigan, hergestellt werden. Zu dem entstandenen Sol gibt man die Nickelverbindung in
Wasser.
Beim Ionenaustausch wird ein geeignetes Harz mit einer Silikatflüssigkeit behandelt, worauf ein reversibler
Ionenaustausch zwischen dem festen Harz und der Flüssigkeit stattfindet, ohne daß eine wesentliche
Änderung in der Struktur des festen Stoffes eintritt.
Ein Beispiel für ein geeignetes Harz ist ein im Handel erhältliches, stark saures Kationenaustauscherharz,
hergestellt durch Polymerisation von Styrol und
Divinylbenzol. Das Divinylbenzol ist zur Vernetzung verwendet Es ist zur Bildung von Sulfonsäuregruppen
(SO3H) mit einer Austauschkapazität von l,9mmg/ml
nassem Harz sulfoniert.
Ein Beispiel für ein für den Ionenaustausch geeignetes Silikat ist Na2SiO3 in Form eines geschmolzenen Glases,
das in Wasser löslich und mit einem Gehalt von 8,9 Gew.-% Na2O und 27,6 Gew.-% SiO2 im Handel
erhältlich ist. Sein Gewicht beträgt 1,40 g/cm3, seine Viskosität 180 Centipoises und sein spezifisches
Gewicht 1,41.
Das Aluminiumoxid muß in Form von partiell polymerisiertem! Aluminiumoxid vorliegen, das faserige
Kristalle mit einem Durchmesser von 5 - 10 Millimikron
und einer Länge von 50—200 Millimikron bildet und eine Oberfläche von 200-400 m2/g hat. Solche Teilchen
sind in Wasser dispergierbar, aber unlöslich. Wenn mit ihnen eine Dispersion hergestellt wird, die auf
Gewichtsbasis 4% enthält, hat diese einen pH-Wert von 4-4,5.
Ein kolloidales Aluminiumoxid, das ein weißes Pulver darstellt und sich in Wasser unter Bildung beständiger
positiv geladener kolloidaler faseriger Kristalle mit den Abmessungen 100 Millimikron: 5 Millimikron dispergieren
läßt ist im Handel erhältlich. Die chemische Struktur ist Boehmit-AIOOH, die Oberfläche beträgt 275 mVg,
und eine 4%ige Lösung hat einen pH-Wert von 4.
Das partiell polymerisierte Aluminiumoxid wird in der wäßrigen, das Kieselsäurehydrosol und das Nickelsalz
enthaltenden Lösung dispergiert.
Die nächste Stufe des Verfahrens besteht in der gemeinsamen Fällung des Kieselsäure-Hydrogels und
des Nickelsalzes mit einem Anion, das mit dem Nickel ein in Wasser unlösliches Salz zu bilden vermag, so daß
das Nickelsalz in den Zwischenräumen des Aluminiumoxid-Kieselsäuregels ausgefällt und ein komplexer
Katalysator gebildet wird, bei dem sich das Nickel auf dem Siliciumoxid-Aluminiumoxid-Geiträger befindet.
Ein geeignetes Salz für die Ausfällung des Nickels ist Ammoniumcarbonat.
Das ausgefällte Nickelsalz wird dann abfiltriert und durch Erhitzen auf eine Temperatur von 90-1500C
getrocknet. Anschließend erfolgt die Umwandlung in den Dimerisierungskatalysator durch Erhitzen in Gegenwart
von Luft. Im allgemeinen sind hierfür Temperaturen von 425-7600C und vorzugsweise von
540 -590° C während 0,1-50 Stunden ausreichend. Bei höheren Aktivierungstemperaturen werden kürzere
Behandlungszeiten angewandt und umgekehrt. Die Aktivierung wird im allgemeinen in Gegenwart eines
Sauerstoff enthaltenden Gases, wie Luft, durchgeführt.
Die Menge des Nickeloxids im komplexen Katalysator beträgt vorzugsweise 5 bis etwa 20 Gew.-%,
ausgedrückt als Ni und bezogen auf das Gesamtgewicht des komplexen Katalysators.
Die Menge des Aluminiumoxids beträgt vorzugsweise 5—15 Gew.-%, ausgedrückt als AI2O3 und bezogen
auf das Gesamtgewicht des Aluminiumoxid-Siliciumdioxid-Gels.
Die Menge des Siliciumdioxids beträgt vorzugsweise 95-85 Gew.-%, ausgedrückt als SiO2 und
bezogen auf das Gesamtgewicht des Aluminiumoxid-Siliciumdioxid-Gels.
Die Oberfläche des in dieser Weise hergestellten komplexen Katalysators beträgt 350 m2/g bis 590 m2/g,
das Porenvolumen 0,40 cmVg bis 0,81 cmVg.
Bei der Codimerisierung des Propylens mit dem η-Buten ist die Reaktionsgeschwindigkeit eine Funktion
der Katalysatorkonzentration. Man verwendet den Katalysator in der Codimerisierungszone in einer
Menge von 1 bis etwa 100%, vorzugsweise etwa 2 bis etwa 50%, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Reaktionsteilnehmer im Reaktionsgemisch. Die Codimerisierung der Monoolefine in Gegenwart des
erfindungsgemäß hergestellten Katalysators wird in einer Zone unter Bedingungen durchgeführt, die
innerhalb eines weiten Bereiches schwanken können, im allgemeinen aber eine Temperatur von etwa 60 bis
150° C, vorzugsweise 80 bis 12O0C, umfassen. Es wird
ausreichend Druck angewandt, um das Reaktionssystem bei der ausgewählten Temperatur in flüssiger Phase zu
halten. Vorzugsweise beträgt der angewandte Druck etwa 9,8-68,6 bar, insbesondere etwa 13,7 bis etwa
34,3 bar.
Bei dieser Umsetzung stellt das Molverhältnis Gr/CrOlefine in der Beschickung eine wichtige
Reaktionsvariable dar. welche die Selektivität des Reaktionssystems für die Bildung von Heptenen stark
beeinflußt.
Unter den normalen Betriebsbedingungen beträgt das Molverhältnis Cr/CrOlefine 1 :1 bis 5:1, vorzugsweise
2:1 bis 3,5 :1. Die Umsetzung in flüssiger Phase erleichtert die Kontrolle der Reaktionstemperatur und
trägt zur Verlängerung der Lebensdauer des Katalysators bei, da die Ablagerung hochmolekularer oder
anderer nicht flüchtiger oder unlöslicher Materialien auf der Katalysatoroberfläche verringert wird. Die Flüssigkeitsraumgeschwindigkeit
in einer ruhenden Katalysatorschicht kann z. B. bis etwa 20 betragen, jedoch werden gewöhnlich etwa 10 Volumenteile Flüssigkeit je
Volumenteil Reaktorraum je Stunde bevorzugt.
Die folgenden Beispiele zeigen anhand von Vergleichsversuchen die überlegene Wirksamkeit des in
ι-, erfindungsgemäßer Weise hergestellten komplexen
SiO2-Al2O3-NiO Katalysators bei der selektiven Herstellung
leicht verzweigter Heptene durch Codimerisierung von Propylen mit n-Butenen.
Die Herstellung des erfindungsgemäßen Katalysators
Die Herstellung des erfindungsgemäßen Katalysators
•ίο und der Vergleichskatalysatoren wurde nach folgenden
Verfahren vorgenommen:
Katalysatorherstellung A
(erfindungsgemäß)
(erfindungsgemäß)
4-j Zu 1,81 kgdes weiter oben näher beschriebenen, stark
sauren Kationenaustauscherharzes, das zuvor mehrmals mit 1 — 2%iger Schwefelsäure gewaschen und dann mit
Wasser gespült worder, war, wurden 187 cmJ (76,4 g
SiO2) Natriumsilikatgel-Flüssigkeit in 1800 cm3 Wasser
>o gegeben. Das Gemisch wurde 15 Minuten gerührt und
filtriert. Das Harz wurde dann mit 200 - 300 cm3 Wasser gewaschen, und die beiden Flüssigkeiten wurden
anschließend gemischt. Zu dieser Lösung wurden langsam 62,5 g Ni(NO3J2 · 6 H2O in 625 cm3 Wasser
r)5 gegeben. Die erhaltene Lösung wurde '/2 Stunde
gerührt. Dieser Lösung wurden 12,5 g des weiter oben
näher beschriebenen kolloidalen Aluminiumoxids in 250 ml Wasser zugesetzt, wobei man nochmals '/2
Stunde rührte, um das kolloidale Aluminiumoxid in der
ω) Lösung zu dispergieren. Danach wurden langsam 32,8 g
Ammoniumcarbonat in 200 cm1 Wasser zugefügt, worauf sich ein Schlamm bildete. Dieser wurde 1 Stunde
gerührt, filtriert und getrocknet. Die Temperatur des Schlammes wurde auf 700C erhöht und über Nacht
bi beibehalten, um das Porenvolumen des Katalysators zu
erhöhen. Der Katalysator wurde dann bei 59O0C 6 Stunden calciriiert. Der so hergestellte komplexe
Katalysator enthielt 15,3 Gew.-% NiO, 9,3 Gew. %
AI2O3 und als Rest SiO2. Er hatte eine Oberfläche von
574 m2/g und ein Porenvolumen von 0,55 cmVg.
Katalysatorherstellun£ B
(in bekannter Weise nach der US-PS 26 45 620
durchgeführte gemeinsame Fällung)
Zu 1,36 kg des zur Katalysatorherstellung A verwendeten
Kationenaustauscherharzes, das zuvor mehrere Male mit 1 —2%iger Schwefelsäure gewaschen und
dann mit Wasser gespült worden war, wurden 98 cm3
Na2SiO3-Flüssigkeit (40 g SiO2) in 900 cm3 Wasser
gegeben. Das Gemisch wurde 15 Minuten gerührt und filtriert Das Harz wurde mit 200 oder 300 cm3 Wasser
gewaschen und das Waschwasser mit der filtrierten Lösung vereinigt Zu dieser Lösung wurden 82 g
Al(NO3J3 · 9 H2O (10 g AI2O3) in 400 ml Wasser
gegeben und die Lösung wurde 15 Minuten gerührt. Nach dem Rühren wurden 40 g Ni(NO3J2 · 6 H2O in
400 cm3 Wasser zugesetzt und die Lösung wurde nochmals 15 Minuten gerührt. Anschließend wurden
langsam 75 g Ammoniumcarbonat in 150 ml Wasser zugefügt. Das gebildete Gel wurde 2 Stunden bei
Raumtemperatur gerührt. Dann ließ man es 2 Stunden bei 93°C stehen, filtrierte und trocknete sodann. Der
Katalysator wurde bei 540°C 16 Stunden calciniert. Der so hergestellte komplexe Katalysator enthielt 11,3
Gew.-°/o NiO, 20,9 Gew.-% AI2O3 und als Rest SiO2.
Seine Oberfläche betrug 345 m2/g und sein Porenvolumen 0,32 cm3/g.
Katalysatorherstellung C
(in bekannter Weise nach der US-PS 35 18 323
durchgeführte Imprägnierung)
290 g NiNOj · 6 H2O wurden in 500 cm3 Wasser
gelöst. Zu dieser Lösung wurden 270 g feinpulveriger Crackkatalysator (25% Al2O1 und 75% SiO2) gegeben,
der zuvor bei 540° C calciniert worden war. Die Aufschlämmung wurde unter Zugabe von 152,4 g
Ammoniumcarbonat in 1500 cm3 Wasser heftig gerührt.
Man rührte noch 1 Stunde. Dann wurde die Lösung filtriert. Der Katalysator wurde bei 150° C 24 Stunden
getrocknet und bei 590° C 6 Stunden calciniert. Bis zu seiner Anwendung in/ Beispiel 1 wurde er unter
Ausschluß von Feuchtigkeit aufbewahrt.
Die Versuche wurden chargenweise unter Verwendung eines Rührautoklavs unter dem Eigendruck des
Systems durchgeführt. Die oben beschriebenen Nickeloxidkatalysatoren A und C wurden einzeln in den
Autoklav gegeben. Das n-Buten und das Propylen wurden zugefügt, und der Reaktor wurde auf die
2(i geeignete Temperatur gebracht. Das Propylen und das
η-Buten wurden ip solchen Mengen in den Reaktor gegeben, daß das molare Beschickungsverhältnis C4-/C3
1,8/1 betrug. Die Umsetzung wurde 60 Minuten bei einer Temperatur von 80'C durchgeführt. In jedem
einzelnen Fall wurde das Reaktionsprodukt am Ende des Versuchs aus dem Reaktor entfernt und analysiert.
In der folgenden Tabelle ist die Selektivität für die C7-Bildung bei dieser Reaktion aufgeführt. Die Ergebnisse
wurden bei einer Umwandlung von 25% und 35%
jo ermittelt, und die angegebenen Mengen zeigen die
Selektivität auf Gewichtsbasis an. Ein Versuch wurde mit dem Katalysator A durchgeführt. Dann wurde der
Autoklav gereinigt und ein zweiter Versuch mit dem Katalysator C durchgeführt. Alle anderen Bedingungen
r> waren die gleichen uie beim ersten Versuch.
Umwandlung 25 Ά C7 Cg
Umwandlung 35%
Versuch 1 (Katalysator A) 42%
Versuch 2 (Katalysator C) 39%
41%
38,5%
17%
21%
21%
Der Katalysator wurde dann in einer kontinuierlich nochmals bei einer Umwandlung von 25% und 35%
arbeitenden Versuchsanlage unter den Reaktionsbedin- -,<i untersucht.
gungen gealtert, anschließend regeneriert und dann
Umwandlung 25% C7 Cu
Umwandlung 35%
C7 Co
C7 Co
Versuch 3 (Katalysator A) 41,5% 16,5% 39% 19%
Versuch 4 (Katalysator C) 37,5% 22,5% 36% 26%
Dieses Beispiel zeigt, daß der nach dem Verfahren A erfindungsgemäß hergestellte Katalysator seine Selektivität
über längere Zeit behält und zu Anfang eine höhere Selektivität in bezug auf die C7-Bildung besitzt
als ein imprägnierter NiO-Kaialysaior.
Eine Reihe von Versuchen wurde zum Vergleich der Selektivität der nach dem Verfahren A, B und C
hergestellten Katalysatoren unier den gleichen Bedin-
gungen wie in Beispiel 1 durchgeführt. Die Ergebnisse wurden bei einer Umwandlung von 20, 30 und 40%
ermittelt.
Umwandlung 20% Umwandlung 30% Umwandlung 40% C7 C, C7 C, C7 C,
Versuch 5 (Katalysator Λ)
Versuch 6 (Katalysator H)
Versuch 7 (Katalysator C)
Versuch 6 (Katalysator H)
Versuch 7 (Katalysator C)
44% 11% 43,5% 13% 41% 14%
43,5 %
41,5%
41,5%
41%
12%
17,5%
15,5%
42,5%
38%
40%
15,5%
22,5%
18%
22,5%
18%
Dieses Beispiel inachl deutlich, daü der nach dem
Verfahren A hergestellte Katalysator in bezug auf die Bildung von Cz-Produkten, die den wertvollen Anteil
des Reaktionsgemisches bei der Codimerisierung von Propylen und η-Buten ausmachen, eine höhere Selektivität
besitzt als die beiden anderen, nach bekannten Verfahren hergestellten Katalysatoren.
Die Untersuchung der Skelettstruktur der C7-Fraktion
zeigt, daß der Katalysator A zu einem weniger verzweigten Produkt führt als der Katalysator C. Die
nachfolgende Tabelle veranschaulicht, daß das mit dem Katalysator A erhaltene Produkt nur etwa 40% der
Menge der doppelt verzweigten Isomeren enthält, die der Katalysator C erzeugt. Die Ergebnisse wurden
dadurch erhalten, daß man die Olefine mit Wasserstoff über einem 1% Pd-auf-A^Oj-Katalysator hydrierte und
das Skelett der Isomeren durch Gaschromatographie untersuchte. Die mit dem Katalysator A erhaltenen
Produkte sind aufgrund ihres geringeren Gehaltes an verzweigten Strukturen wertvoller.
Verteilung der Hepten-Isomeren
Katalysator A Katalysator C
2,2-Dimethylpcnten
2,4-Dimethylpenten
2,3-DimethyIpenten
3-M ethyl hexen
2,4-Dimethylpenten
2,3-DimethyIpenten
3-M ethyl hexen
| 0,3 | Spur |
| 0,5 | Spur |
| 12,0 | 30,3 |
| 41,7 | 40,0 |
2-Methylhexen
n-llepten
n-llepten
20,3
25,3
25,3
14,9
14,6
14,6
Zusammenfassend kann gesagt werden, daß das Nickeloxid im bekannten imprägnierten Katalysator
über die Oberfläche des Trägers verteilt und mit diesem in physikalischer Weise verbunden ist. In dem durch
gemeinsame Fällung erhaltenen Katalysator ist das Nickeloxid chemisch an den Träger gebunden, wodurch
aktive Stellen entstehen, die in bezug auf die Bildung von Hepten als Dimerem selektiver sind als Nickeloxid,
das durch Imprägnierung auf einen Siliciumdioxid-Aluminiumoxid-Träger
aufgebracht wurde. Die erhaltenen Werte zeigen jedoch, daß, wenn der Katalysator
erfindungsgemäß durch gemeinsame Fällung des Nickels und des Siliciumdioxids auf kolloidalem
Aluminiumoxid, das in Form spezieller, partiell polymerisierter faseriger Kristalle vorliegt, hergestellt wird,
seine Leistungsfähigkeit größer ist, als die eines Katalysators, bei dem alle drei Bestandteile, Nickel,
Aluminiumoxid, Siliciumdioxid, in bekannter Weise gemeinsam gefällt wurden. Aus Eteispiel 2 geht hervor,
daß die Selektivität des zuletzt genannten Katalysators geringer ist. Beispiel 1 zeigt, daß die Selektivität des
erfindungsgemäß hergestellten Katalysators bei Alterung in einer Umsetzung zwischen Propylen und Buten
bei 80 bis 1200C besser beibehalten wird als die eines
imprägnierten Katalysators. Schließlich besitzt der in erfindungsgemäßer Weise hergestellte Katalysator
neben einer hohen Selektivität in bezug auf die Hepten-Bildung die Fähigkeit, ein weniger verzweigtes
Gemisch von Hepten-Isomeren zu erzeugen.
Claims (2)
1. Verfahren zur herstellung eines für die Codimerisierung von Propylen mit n-Butenen
> geeigneten SiCb-AhOj-NiO Katalysators mit einem
Gehalt an Nickel von 1 bis 35 Gew.-°/o, bezogen auf das Gesamtgewicht, sowie 1 bis 45 Gew.-%
Aluminiumoxid und 99 bis 55 Gew.-% Siliciumdioxid, bezogen auf das Gewicht des Aluminiumoxid-Silici- ι ο
umdioxid-Gels, durch gemeinsames Ausfällen, ausgehend von einem Kieselsäuresol, einem Nickelsalz
und einer Aluminiumverbindung, Zersetzung des Nickelsalzes und Aktivierung des erhaltenen Nickeloxides
durch Erhitzen in einer Sauerstoff enthalten- ι ■> den Atmosphäre bei einer Temperatur zwischen 425
und 7600C, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Dispersion von in Form partiell polymerisierter
faseriger Kristalle mit einem Durchmesser von 5-10 Millimikron, einer Länge von 50-200 jii
Millimikron und einer Oberfläche von 200-400m2/g vorliegendem kolloidalen Aluminiumoxid,
in einer wäßrigen, ein Nickelsalz und ein wasserhaltiges Kieselsäuresol enthaltenden Lösung
herstellt, das Nickelsalz und das wasserhaltige _>ϊ
Kieselsäuresol gemeinsam fällt, das Nickelsalz zersetzt und das erhaltene Nickeloxid aktiviert.
2. Verwendung des nach Anspruch 1 hergestellten Katalysators zur Codimerisierung von n-Butenen
mit Propylen. )»
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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