DE2041663B2 - Papierstanzstreifen zur Speicherung von Informationen - Google Patents
Papierstanzstreifen zur Speicherung von InformationenInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21H—PULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
20
Die Erfindung betrifft einen Papierstanzstreifen, der
ein flexibles Papierband ist und auf dem Informationen durch Stanzen von Löchern in einer bestimmten
Anordnung gespeichert werden und von dem die Informationen durch Abtasten der vorhandenen Löcher
und ihrer Verteilung auf dem Streifen wiederaufgenommen werden können.
Um zufriedenstellend zu funktionieren, muß der Papierstanzstreifen haltbar sein, sich leicht stanzen
lassen und stark lichtundurchlässig sein, wenn die Löcher und ihre Verteilung auf dem Streifen optisch
abgetastet werden sollen. Um die Lichtundurchlässigkeit der Papierstanzstreifen zu verbessern, kann ein J5
Füllstoff, wie Titandioxyd, dem Papier einverleibt werden; die Anwesenheit des Füllstoffes führt jedoch zu
einer starken Abnutzung der Stanzen, die zur Bildung der Löcher in dem Streifen verwendet werden. Dies ist
ein großer Nachteil, da abgenutzte Stanzen nicht zufriedenstellend arbeiten und das Auswechseln kostspielig
ist. Ein weiterer Nachteil der bisher verwendeten Papierstanzstreifen besteht darin, daß das Papier dazu
neigt, sich elektrostatisch aufzuladen, was dazu führt, daß es schwer von der Stanzmaschine loskommt,
nachdem es diese an der Ausgangsseite der Maschine verlassen hat.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Papierstanzstreifen zu schaffen, bei dem die Lichtundurchlässigkeit
verbessert und die Abnutzung der Stanzen herabgesetzt werden soll.
Die Lösung dieser Aufgabe ist im Kennzeichen des Patentanspruches 1 angegeben. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung sieht also einen Papierstanzstreifen vor, der 0,01 bis 10Gew.-% von homogen durch das
ganze Papier dispergiertem Graphit enthält. Da Graphit ein elektrischer Leiter ist, wird erfindungsgemäß neben
der verbesserten Lichtundurchlässigkeit und der verminderten Abnutzung der Stanzen zusätzlich der
Vorteil erreicht, daß die elektrostatische Aufladung des Papierstanzstreifens weitgehend verringert ist.
Jedes Papier, das sich als Stanzpapier eignet, kann für die erfindungsgemäßen Streifen verwendet werden. Ein
bevorzugtes Papier ist ein pergamentähnliches Papier.
Die im Papier vorliegende Menge Graphit hängt von der gewünschten Lichtundurchlässigkeit, Schmierfunktion
und den beabsichtigten elektrischen Eigenschaften ab; es wurde jedoch gefunden, daß Mengen bis zu 5%,
vorzugsweise zwischen 0,1 und 1% für praktische Zwecke ausreichen und befriedigen. Die minimale
Graphitmenge hängt wahrscheinlich von den erforderlichen Lichtundurchlässigkeits-, Schmiermittel- und elektrischen
Eigenschaften ab, es wurde aber gefunden, dnß die brauchbare praktische minimale Menge bei etwa
0,01 Gew.-°/o liegt. Für stark lichtundurchlässige Stanzstreifen
werden bis zu 10 Gew.-% Graphit verwendet.
Die erfindungsgemäßen Stanzstreifen können andere Zusätze enthalten, die in solchen Streifen üblicherweise
verwendet werden, wie Zellstoff, Baumwollinters und andere Cellulosefaser^ die Verwendung von anderen
Füllstoffen is! aber im allgemeinen unnötig und
unvorteilhaft.
Die Erfindung schließt pergamentähnliche Papierstreifen ein, bei denen das Papier durch Behandlung mit
Schwefelsäure pergamentiert worden ist, und ebenso die sogenannten »langlebigen« Stanzstreifen (vulkanisierte
Fasern), die aus dickem pergamentähnlichem Papier bestehen, das durch Behandlung mit Zinksulfat
anstelle von Schwefelsäure pergamentiert worden ist. Die erfindungsgemäßen Streifen haben eine graue
Farbe als Folge der Anwesenheit von Graphit.
Die erfindungsgemäßen graphitierten Stanzstreifen werden hergestellt, indem man der Pulpe vor der
Bildung des Papieres eine geeignete Menge Graphit einverleibt. Zweckmäßig wird eine Suspension von
Graphit in Wasser der Pulpe zugesetzt und mit der Pulpe vermischt. Anschließend wird aus der graphitierten
Pulpe auf übliche Weise Papier hergestellt. Im Falle des pergamentähnlichen Papieres wird der Graphit mit
der Säurebehandlungsstufe der Pergamentierung nicht zusammengebracht.
Da die erfindungsgemäßen Streifen nur geringe Mengen Graphit enthalten, sind keine besonderen
Vorkehrungen notwendig, um das Graphit in dem Papier zurückzuhalten. Daher sind keine zusätzlichen
Mittel, wie kationische Stärke oder dergleichen, erforderlich.
Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung.
Bei der Herstellung auf einer Papiermaschine wird ein sulfatgebleichtes Gemisch aus 70% Hartholz- und 30%
Weichholz-Pulpe einer Maschine zugeführt und auf 35° Schopper Riegler gereinigt. Es wurde eine verdünnte
Suspension kolloidalen Graphits, das 1 Gew.-% Graphit enthielt, an der Saugung der Gebläsepumpe zugesetzt in
einem Verhältnis von 0,113 kg Trockengraphit je 45,3 kg Trockenpulpe.
Nach 10 Minuten wurde das Gleichgewicht erreicht. Das Papier enthielt 0,1 Gew.-% Graphit.
Der Rest strömte während der Herstellung aus dem Blatt.
Das Papier wurde anschließend in einer Schwefelsäure von 53° Baume bei 20°C pergamentiert, gewaschen
und getrocknet. Es wurde anschließend in Stanzpapierrollen gespalten.
Claims (3)
1. Papierstanzstreifen zur Speicherung von Informationen durch Stanzen von Löchern in einer
bestimmten Anordnung, anschließendem Widerauffinden der Informationen durch Abtasten der
anwesenden Löcher und ihrer Verteilung auf dem Streifen, dadurch gekennzeichnet, daß
das Papier eine geringe Menge Graphit, vorzugsweise nicht mehr als 5 Gew.-% enthält.
2. Papierstanzstreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Papier pergamentiert
worden ist.
3. Päpierstanzstreifen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Papier außer dem
Graphit keinen Füllstoff bzw. keine Füllstoffe enthält.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB514670 | 1970-02-03 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2041663A1 DE2041663A1 (de) | 1971-08-12 |
| DE2041663B2 true DE2041663B2 (de) | 1978-03-30 |
Family
ID=9790568
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702041663 Withdrawn DE2041663B2 (de) | 1970-02-03 | 1970-08-21 | Papierstanzstreifen zur Speicherung von Informationen |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2041663B2 (de) |
| FI (1) | FI53860C (de) |
| FR (1) | FR2080329A5 (de) |
| GB (1) | GB1258535A (de) |
-
1970
- 1970-02-03 GB GB1258535D patent/GB1258535A/en not_active Expired
- 1970-08-21 DE DE19702041663 patent/DE2041663B2/de not_active Withdrawn
- 1970-08-21 FI FI231270A patent/FI53860C/fi active
- 1970-09-21 FR FR7034175A patent/FR2080329A5/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1258535A (de) | 1971-12-30 |
| FR2080329A5 (de) | 1971-11-12 |
| DE2041663A1 (de) | 1971-08-12 |
| FI53860C (fi) | 1978-08-10 |
| FI53860B (fi) | 1978-05-02 |
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