DE1817334C3 - - Google Patents
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Classifications
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- D21H5/00—Special paper or cardboard not otherwise provided for
- D21H5/12—Special paper or cardboard not otherwise provided for characterised by the use of special fibrous materials
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-
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- D21H13/00—Pulp or paper, comprising synthetic cellulose or non-cellulose fibres or web-forming material
- D21H13/36—Inorganic fibres or flakes
- D21H13/38—Inorganic fibres or flakes siliceous
- D21H13/40—Inorganic fibres or flakes siliceous vitreous, e.g. mineral wool, glass fibres
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Paper (AREA)
Description
30
Demgemäß wjrdc des weiteren vorgeschlagen, ein
Die Erfindung betrifft ein dünnes Kondensatorpapier, das entsprechend seinem Verwendungszweck
eine Reihe spezieller Eigenschaften aufweisen muß. So muß es z. B. von genügender mechanischer Festigkeit
sein, um die bei der Kondensatorherstellung auf es ausgeübten KräUe aufnehmen zu können. Es muß
auch eine bestimmte thermische Festigkeit haben, in-Sonderheit dann, wenn es zur Herstellung von Tropenkondensatoren
Verwendung finden soll. Am wichtigsten ist schließlich, daß es entsprechend gute
elektrische Isoliereigenschaften aufweist und möglichst geringe dielektrische Verluste hervorruft.
Die Fachwelt hat schon längst erkannt, daß Kondensatorpapier, welches in der Regel aus veredelten
Holzfaserzellstoffen, vornehmlich aus Kiefersulfatzellstoffen hergestellt wird, hinsichtlich den seiner
Verwendung erwünschten bzw. notwendigen Eigenschäften verbessert werden kann. So wurde schon
vorgeschlagen, dem Papier Stoffe in feiner Verteilung zuzusetzen, um seine Dielektrizitätskonstante zu
erhöhen. Diese Zusatzstoffe sollten insonderheit von der Kugelgestalt abweichende, vorzugsweise Stabchcn-
oder lamellcnförmige Gestalt aufweisen. Nach
einem anderen Vorschlag sollten diese Stoffe in Gestalt von·Metalloxyden, Metallhydraten oder Metalloxydhydraten
als adsorptive Stoffe mit Teilchengrößen von höchstens im Mittel etwa 0,5 μ und darunter
zugesetzt werden.
Ein anderer Vorschlag ging dahin, ein Glasfaserflittcrpapicr
herzustellen unter Verwendung von Glasflittern an Stelle von Glimmerflittcrn. Derartige
Zusätze, wenn sie die Eigenschaft des Papiers überhaupt merkbar beeinflussen sollsn, lassen natürlich
nicht die nötigen mechanischen Eigenschaften eines solchen Paniers erreichen.
ken- oder uiaswuui· »m —— -- . . .
schwierig gemahlener Cellulose vereinigt wird. H.er
vurd aL8schon erkannt, daß sich an sich Mineralwolle
zur Verwendung anbietet, aber auch hier vermerkt
der ältere Erfinder, daß es unmog ich se, e,n
Papier mit befriedigenden mechanischen Werten herzustellen.
Er geht also den Weg, praktisch zwe, getrennte Bahnen, nämlich eine, d.e in üblicher Weise
als Papierbahn ausgebildet ist und eine zweite aus Mineralfasern zusammenzusetzen. Auf derselben
Ebene liegt ei. !ckannter Vorschlag, als Schichtpreßstoff
für el, irische Isolierzwecke einen solchen anzuwenden, welcher mit einem Mischgewebe aus
Glasfasern verstärkt ist. Beide letztgenannten Vorschläge, insonderheit der letzte, liefern kein Kondensatorpapior,
welches, abgesehen von der Dielektnz,-tätskonstante,
die Eingenschaften aufweist, die von einem Kondensatorpapier erwartet werden.
Schließlich wurde auch schon vorgeschlagen, Glasfasern und Cellulosefasern miteinander zu mischen
und dergestalt ein Isolierpapier mit guten . ,elektrischen
Eigenschaften zu erhalten. Entsprechende V er suche bewegten sich aber lediglich im Laboratoriumsstadium,
wobei in entsprechenden Berichten ausdrücklich auf die bestehenden Schwierigkeiten gerade
bezüglich der Bindung von Cellulose und Glasfasern untereinander hingewiesen wurde.
Die zur Papierherstellung, insonderheit auch zu. Kondensatorpapierherstellung verwendeten CeIIuI.-sefasern
werden mit Wasser in periodisch und/oder kontinuierlich arbeitenden Apparaten wie Hollandern
Kegelmühlen usw. gemahlen, wobei sie eine wesentliche Veränderung hinsichtlich ihrer Ausmaße,
ihrer Stuktur und ihrer Eigenschaften erfahren. Insonderheit tritt eine Quellung ein, die bei der Mahlung
der Fasern deren Längsspaltung und Fibnll.erung begünstigt. Die Fasern werden hierdurch geschmeidig
und plastisch, was zu einer besseren Formung des Papiers und zu einer Verbesserung des
Kontaktes der Fasern untereinander beiträgt. Neben der Verfilzung der Fasern sind bei der feinen Aufspaltung
in Fibrillen zusätzliche Zvischenfaserbindungskräfte gegeben, welche dem fertigen Papier im
wesentlichen seine Festigkeit verleihen.
Die mit dem Zusatz von Glasfasern durchgeführten Versuche führten zwar zur Ausbildung von Papieren
mit wesentlich verbesserten elektrischen Eigenschaften, dafür sank mit steigendem Glasfaserzusatz
die mechanische Festigkeit des Papiers ab, die aber gerade bei Kondensatorpapier von ebensolcher
Wichtigkeit ist.
Man hielt bei Zusatz mineralischer Fasern es fur notwendig, um die gleiche mechanische Festigkeit
wie bei einem reinen Cellulosepapier zu erreichen, dem Papier wieder Bindemittel zuzusetzen, wodurch
der Verlustfaktor des Papiers für den speziellen Verwendungszweck als Kondensatorpapier wieder unzulässig
vergrößert wurde. Papiere mit Glasfaserzusatz wurden nur als stärkere Papiersorten hergestellt.
Dies gilt auch und insbesondere für Isolier- bzw. Kondensatorpapier.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, Mittel und Wege zu finden, wie ein dünnes
Kondensatorpapier ausgebildet werden kann, um die
erforderlichen Eigenschaften in jeder Richtung sicherzustellen. Ihr liegt die Erkenntnis zugrunde,
daß es sehr wohl möglich ist, speziell dünnes Kondensatorpapier aus vermischten Cellulosefasern und
synthetischen Mineralfasern, vorzugsweise Glasfasern, herzustellen, wobei das erfindungsgemäße dünne
Kondensatorpapier dann alle erwarteten und gewünschten Eigenschaften aufweist.
Die Lösung dieser Aufgabe liegt erfindungsgemäß darin, daß das dünne Kondensatorpapier mit Beimischung
von synthetischen Mineralfasern zu den Cellulosefasern dergestalt ausgebildet ist. daß der
Durchmesser der synthetischen Mineralfasern im Mittel dem Durchmesser der Fibrillen bzw. Fibrillenverbande
des durch den Mahlprozeß der Cellulosefascm entstandenen hochschmierigen Faserstoffes entspricht.
Es wurde schon mehrfach erwähnt, daß unter den synthetischen Mineralfasern die Glasfasern zu bevorzugen
sind.
Unter dieser Voraussetzung ergibt sich eine einwandfreie Verfilzungsfähigkeit der beiden Faserarten.
Sie können sich gut miteinander verschlingen und aneinander binden und ergeben ein Papier mit
befriedigender mechanischer !Festigkeit und genügend geringer Dicke. Das erzielte Papier ist einwandfrei
geschlossen und porenfrei.
Vorzugsweise gelangen zur Herstellung des erfindungsgemäßen Kondensatorpapiers Glasfasern und
demgemäß aucn Cellulosefibrillen bzw. -verbände mit einem Durchmesser im Mutel von etwa 0,5 Mikron
zur Verwendung. Es läßt sich dann ein Papier -mit einer Dicke von 10 Mikron and weniger herstellen.
Ein Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen Kondensatorpapiers sieht vorzugsweise vor,
daß der Cellulosefaser-Halbstoff in einem an sich bekannten Mahlvorgang zu einem Cellulosefaserfertigstoff
hochschmieriger Beschaffenheit aufgeschlossen und diesem Cellulosefaserfertigstoff die synthetischen
Mineralfasern kurz vor Einführen in die Papiermaschine beigefügt werden.
662ZaTeUe Zellstoff für die Herstellung von dünnem
Kondensatorpapier geeigneter Qualität, vornehmlich ungebleichter Sulfatzellstoff, werden mit
Wasser in periodisch und/oder kontinuierlich arbeitenden Aufbereitungsmaschinen wie Holländer. Kegelmühlen
od. dgl. cehr weit und fein ausgemahlen. Der Zerfaserurgsgrad der Cellulose wird mikroskopisch
überwacht. Selbstverständlich kann die angestrebte Zerfaserung nur in einer gewissen Häufigkeitsverteilung
erreicht werden. Die aufbereitete Cellulose wird daneben in geringem Anteil auch noch
Fibrillenverbände größeren Durchmessers enthalten. Dagegen kann bei den zuzusetzenden Glasfasern als
einem Industrieprodukt davon ausgegangen werden, daß der gewünschte Durchmesser in stärkcrem Umfange
den vorausgesetzten Mittelwert aufweist. Dies ändert jedoch6nichts daran, daß auf Grund der zumindest
im Mittel gleichen oder angenähert gleichen Durchmesser von Cellulose- und Glasfasern eine wesentliche
Verbesserung der Papierqualitäten eintritt.
33'/aTeile Glasfasern von im Mittel 0,5 Mikron Durchmesser werden bei sehr niedriger Stoffkonzentration
aufbereitet. Die aufbereiteten Glasfasern werden dem Cellulosefaser-Fertigstoff vor Einführung in
die Papiermaschine beigefügt.
Der erfindungsgemäße Mineralfaserzusatz bewirkt eine außerordentlich starke Verminderung der Rohdichte
des Papiers, das z. B. mögliche niedrige spezifische Gewicht von 0,5 g/cm:l führt zu einer entsprechenden
Verminderung des Verlustfaktors im Vergleich zu den bisher bekannten Papieren.
Claims (4)
1. Dünnes Kondensatorpapier aus einer Mischung von Cellulosefasern und synthetischen
Mineralfasern, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der synthetischen
Mineralfasern im Mittel dem Durchmesser der Fibrillen bzw. Fibrillenverbände des durch den
Mahlprozeß der Cellulosefasern entstandenen hochschmierigen Faserstoffes entspricht.
2. Kondensatorpapier nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß als synthetische Mineralfasern Glasfasern vorgesehen sind.
3. Kondensatorpapier nach Anspruch 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, daß die synthetischen
Mineralfasern und die CellulosefibriUcn bzw. -verbände im Mittel einen Durchmesser von etwa
0.5 Mikron aufweisen.
4. Verfahren zur Herstellung des Kondensatorpapiers nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Cellulose-Faser-Halbstoff in einem an sich bekannten Mahlvorgang zu einem
Ccllulosefaser-Fertigstoff hochschmieriger Beschaffenheit aufgeschlossen und diesem Cellulosefaser-Fertigstoff
die synthetischen Mineralfasern kurz vor Einführen in die Papiermaschine beigefügt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681817334 DE1817334B2 (de) | 1968-12-28 | 1968-12-28 | Kondensatorpapier |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19681817334 DE1817334B2 (de) | 1968-12-28 | 1968-12-28 | Kondensatorpapier |
Publications (3)
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| DE1817334A1 DE1817334A1 (de) | 1970-06-25 |
| DE1817334B2 DE1817334B2 (de) | 1973-03-29 |
| DE1817334C3 true DE1817334C3 (de) | 1973-10-25 |
Family
ID=5717544
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
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Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US4159224A (en) * | 1976-08-12 | 1979-06-26 | Rockwool Aktiebolaget | Method for the production of a fiber composite |
| DE102007062370A1 (de) * | 2007-12-22 | 2009-06-25 | S&B Industrial Minerals Gmbh | Verfahren zur Herstellung von Papier, Pappe oder dergleichen Produkten sowie zugehöriges Papier- oder Pappeerzeugnis |
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1968
- 1968-12-28 DE DE19681817334 patent/DE1817334B2/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE1817334B2 (de) | 1973-03-29 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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