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Verfahren zur Herstellung von Weichmachern Die vorliegende Erfindung
betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Weichmachern, insbesondere für die Verarbeitung
natürlicher und synthetischer Elastomere.
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Die Verarbeitung verschiedener Typen von natürlichen und synthetischen
Elastomeren erfordert die Verwendung einer großen Reihe von Weichmachern verschiedener
Art, die sowohl die technologischen als auch die pbysikalisch-mechanischen Eigenschaften
der Endprodukte beeinflussen.
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So werden Weichmacher aus der Klasse der Petroleuiaderivate, wie Mineralöl,
Paraffin, Bitumen usw. verwendet, die eine gute Verarbeitung der Elastomere gestatten
und das Einarbeiten des Ansatzes verbessern, wobei sie den Mischungen eine gute
Kalandrier- und Profilierfähigkeit verithen und die Zerreißdehnung der vulkanisierten
Endprodukte erhöhen.
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Eine wichtige Kategorie von Weichmachern wird von natürlichen Harzen,
wie Kolophonium, sowie von synthetischen Harzen,
wie warnhärtbaren
Phenolharzen, Kuiaron-Inden-Rarzen, gebildet, die die Adhäsion der Mischungen an
den Walzen der Walzwerke oder Kalander, sowie die Adhäsion der Kautschukmischungen
an verschiedenen Textilunterlagen verbessern, wobei eine Verbesserung der Herstellung
von verschiedenen Typen technischer Artikel mit zusammengesetzter Struktur, Kautschuk
mit Textileinlageteilen, erreicht wird.
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Bei der Verwertbarkeit von Elastomeren voa Butadien-Alkylsäurenitril-Typ
haben Weichmacher vom Ester-, Xther- oder Polyestertyp eine weite Verwendung gefunden.
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Diese verleihen den Kautschukmischungen bessere technologische Eigenschaften,
sowie gute physikalisch-mechnnische Merkmale. Die meisten dieter Weichmacher sind
nur in sehr geringen Maße in verschiedenen Lösungsmittel- oder Petroleumderivate-Medien
eztrahierbar. Ein Nachteil dieser Weichmacher ist aber ihr hoher Kostenpreis, das
manchmal den der Elastomere überschreitet.
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Ein Nachteil der meisten zur Zeit bei der Verarbeitung der Elastomere
verwendeten Weichmacher besteht in dem beschränkten Einfluß den Jeder von diesen
Weichmachern, auf eine bestimmte gewünschte Eigenschaft gerichtet1 ausübt. Bei der
Verbesserung einer bestimmten Eigenschaft können andere, sowohl technologische als
auch physikaliäche-mechanische Eigenschaften verschlechtert werden.
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Zum Erreichen eines komplexes von Merknalen für eine gegebene Mischung
sind weiterhin manchmal mehrere Weichmacher notwendig was die Repeptur belastet,
das Finden der optimalen Dosen der verschiedenen Rezepturkomponenten erschwert und
eine aufmerksame Verarbeitung erfordert.
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Die vorliegende Erfindung beseitigt die Nachteile der bekannten Weicheacher
dadurch, daß die Weichmacher durch eine unvoil ständige Vorpolykondensationsreaktion
zwischen 100 Gewichtsteilen an bei der Phenolherstellung nach den "Kumol"-Verfahren
als Nebenprodukte erhaltenen Polyalkylphenolharzen in erschöpften oder unerschöpftem
Zustande oder an aus diesen erhaltenden, zwischen 1600 und 4000 C gesanielten Destillationsfraktionen
und 2 bis 20 Gewichtsteilen an Hexamethylentetramin Formaldehyd oder einem anderen
organischen polykondensationsfähigen Aldehyd hergestellt werden. Die Weichnacher
werden dabei hauptsächlich aus zwei Gruppen von Veibindungen gebildet, die beide
die Verarbeitung und die Eigenschaften der natürlichen und synthetischen Elastomere
beeinflussen können.
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Die erste Gruppe ton Verhindungen ist aus einet Gemisch von Polyalkylen
mit verschiedenen Alkylierungsgraden gebildet, die durch Ihren aromatischen Charakter
sehr gute Weichmacher fiir die meisten Elastomere darstellen.
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Die zweite Gruppe von Verbindungen ist aus ein Gemisch von komplexen
Phenolen gebildet, die einer unvollständigen Vorkondensationsreaktion
mit
einer Aldehyd- oder Hexamethylentetraminkomponente unterworfen werden.
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Im Falle der Verwendung von W*ichmachern dieser Art zur Herstellung
von schwarzfarbigen oder dunkelfarbigen Mischungen wird das Harz als solches der
Vorkondensationsreaktfon unterworfen, fur den Fall, daß ein heller Weichmacher hergestellt
werden soll, werden der Vorkondensationsreaktion Destillations fraktionen unterworfen,
die aus dem Harz bei Temperaturen zwischen 1600 und 4000 C erhalten werden.
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Die zwei Hauptkomponenten des Polyalkylphenolharzes werden als Gemisch
sowohl im undestillierten Harz als auch in den verschiedenen durch Destillation
erhaltenen Fraktionen wiedergefunden.
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Durch die fraktionierte Destillation können, in Abhängigkeit von den
Temperaturgrenzen, zwischen denen die verschiedenen Fraktionen aufgefangen werden,
die eine oder die andere dieser Fraktionen im Überschuß erhalten werden.
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Die unvollständige Vorkondensationsreaktion wird im Falle des Polyalkylphenolharzes
als solches und im Falle der verschiedenen Fraktionen in gleicher Weise ausgeführt.
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Die Vorkondensation wird mit Hexamethylentetraminmengen von 2 bis
20 Gewichtsteilen auf 100 Gewichtsteile Polyalkylphenol harz oder Destillationefraktion
bei Taperaturen zwischen 600
und 1500 während 4 bis 16 Stunden durchgeführt.
Im Falle der Verwendung anderer Polykondensationskomponenten von Aldehydtyp wird
die notwendige Menge an dieser Komponente in Abhangigkeit von ihrer Gleichwertigkeit
gegenüber Hexanethylentetramin berechnet.
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Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung anhand von Ausführungsbeispielen: Beispiel 1 Das erschöpfte, bei der
Herstellung von Phenol nach dem "Kumol"-Verfahren als Nebenprodukt resultierende
Polyalkylphenolhart wird mit Hexamethylentetramin der Vorkondensation unterworfen.
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Pur 100 Teile erschöpftes Polyalkylphenolharz werden 20 Gewichtsteile
Hexamethylentetramin eingesetzt.
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Die Vorkondensation wird in einem mit Mantel oder Dampfschlange und
Rührer versehenen zylindrischen Gefäß ausgeführt Am Oberteil ist das Gefäß mit einet
Deckel und einem Entweichungsrohr für die in der Vorkondensationsreaktion sich entwickelnden
Gase versehen, die frei in die Atmosphäre in einer Höhe von mindestens 3 m, austreten.
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Das Polyalkylphenolharz wird in das Reaktionsgefäß eingeführt und
unter Rühren auf eine Temperatur von 800 C erhitzt.
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Nach Erreichen dieser Temperatur wird das Hexsmethylentetramin in
kleinen Portionen unter Rühren zugegeben und die Temperatur bis auf 1000 C erhöht,
wobei das Rühren 6 Stunden lang fortgesetzt wird. Am Ende der Vorreaktion wird das
Erhitzen beendet und das Harz in entsprechende vom Versandort en abhängige Verpackung/gegossen.
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Die Vorkondensationsreaktion verläuft zwischen dem Hexamethylentetratin
und der Phenolkomponente des Harzes, wobei die Polyalkylkomponente die Ausbreitung
des gebildeten Harzes bewirkt, dessen Einarbeiten in die Elastomere erleichtert
und gleichzeitig ihre Weichmacherrolle, nach Einverleiben in das entsprechende Elastomer,
ausübt.
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Die Vorkondensat.ion der Phenolkomponente wird unvollständig ausgeführt,
um sie nach Einarbeiten in die Kautschukmischung während der Vulkanisierung forzusetzen,
wobei auf diese Weise den Vulkanisaten aus der entsprechenden Mischung bessere Eigenschaften
erteilt werden, unter denen die Adhäsionsfähigkeit an verschiedene Textilunterlagen
und das Beibehalten der dynamische Merkmale der entsprechenden Mischung besonders
wichtig sind.
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Das so erhaltene Harz wird zur Herstellung von Mischungen aus natürlichen
oder synthetischen Elastomeren angewandt, wobei es in Mengenverhältnissen von 2
bis 45 Teilen Harz auf 100 Teile Polymerisat verwendet werden kann. Im folgenden
werden einige Beispiele von Mischungen, denen verschiedene Mengen
von
Harz zugegeben wurden, aufgeführt: a) Natürlicher Kautschuk 100 Gew.T., Zinkoxid
5 Gew.T., Stearin 2 Gew.T., Schwefel 1,5 Gew.T., Merkaptobenzthiazolbeschleuniger
1,2 Gew.T., Russ RUF 50 Gew.T., durch Vorreaktion erhaltenes Harz 2 Gew.T.
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b) Dieselbe Rezeptur wird wiederholt, aber nit einem Gehalt an durch
die Vorreaktion erhaltenem Harz von 15 Gew.T.
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c) Die Rezeptur aus Punkt a) wird wiederholt, nit den Unterschied,
daß Purnal R 300-Russ 100 Gew.T. und durch die Vorreaktion erhaltenes Harz 45 Gew.T.
zugegeben werden.
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Die physikalisch-mechanischen Merkmale, auf genormten Prüflingen,
die 30 Minuten bei 1450 C für die Beispiele 1b) und 1c) und 15 Minuten für das Beispiel
1a) vulkanisiert wurden, bestimmt, sind in der folgenden Tabelle dargestillt: Physikalisch-mechanische
Merkmale Messeinheit a b c Zugfestigkeit kp/cm² 255 240 120 Zerreißdehnung % 480
550 680 Härte OShore 68 60 56 Restdehnung 8 8 10 15
Die Mischung
in Beispiel ic) ist zur Adhäsion auf Polyamidgewebe bestimmt. Der Adhäsionswert
von Kautschuk auf nicht imprägniertem Polyamidgewebe beträgt 3,5 Kp/cm.
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Beispiel 2 Beispiel 1 wird wiederbit, mit dem Unterschied, daß das
Hexamethylentetramin in einem Mengenverhältnis von 2 Gew.T.
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für 100 Gew.T. Polyalkylphenolharz zugegeben wird und daß die Vorkondensation
bei einer Temperatur von 600 C während 16 Stunden durchgeführt wird.
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In diesem Falle wird ein Harz mit niedrigerem Molekulargewicht und
einem niedrigen Dispersionsgrad des Molekulargewichtes erhalten, welches in Form
einer zähflüssigen, dunkelgefärbten Flüssigkeit vorliegt, die zur Herstellung von
Mischungen, die eine höhere Adhäsionsfähigkeit für verschiedene Textilunterlagen
aufweisen müssen, verwendbar ist.
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Das erhaltene Harz wird zur Herstellung von Kautschukmischungen in
den in Beispiel 1 angegebenen Mengenverhältnissen verwendet. Ein Rezepturbeispiel
wird im folgenden angeführt: Butadien-Acrylsäurenitril-Kautschuk (Perbuman N 2818)
100 Gew.T., Zinkoxid 5 Gew.T., Stearin 2 Gew.T., Schwefel 1,5 Gew.T., Merkaptobenzthiazol
1,2 Gew.T., Russ HAF 50 Gew.T.
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durch die Vorreaktion erhaltenes Harz 10 Gev.T.
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Folgende physikalisch-mechanischen Merkmale wurden bei dieser 30
Minuten bei 1450 C vulkanisierten Mischung erhalten: Zugfestigkeit 244 kp/cm² Zerreißdehnung
460 % Restdehaung 12 % Härte 670 Shore Beispiel 3 Beispiel 1 wird wiederholt, mit
dem Unterschied, daß die Vorkondensationsreaktion in zwei Stufen durchgeführt wird.
In der ersten Stufe wird Hexamethylentetramin zu dem bei 600 C erwärmten Polyalkylphenolharz
zugefugt und 4 Stunden unter standigem Rühren bei dieser Temperatur gehalten, dann
wird in der zweiten Stufe die Temperatur auf 1500 a erhöht und die Polykondensation
noch 3 Stunden fortgesetzt.
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In dieses Falle wird aufgrund der langsameren Polykondensation in
der ersten Stufe eine niedrigere Dispersion des Molekulargewichtes erhalten.
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Das so erhaltene Harz ergibt eine verminderte Steigerung der Härte
in den Mischung« in die es eingeführt wird, sowohl im normalen Zustand als auch
besonders bei beschleunigter literung im Geer-Wärmeschrank bei 70°C.
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Das auf diese Weise erhaltene Harz wird wie folgt zur Herstellung
von Kautschukmischungen verwendet:
a) Butylkautschuk (Polysar Butyl
100) 100 Gew.T., Zinkoxyd 5 Gew.T., Stearin 1,2 Gew.T., Schwefel 2 Gew.T., Tetramethylthiuramidsulphid
1,8 Gew.T., Merkaptobenzthiazol 0,8 Gew.T., Russ UlF 50 Gew.T., durch die Vorreaktion
erhaltenes Harz 5 Gew.T.
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b) Mischung für Kabeliassen: Polysar Butyl 100-Kautschuk 100 Gew.T.,
technische Kreide 300 Gew.T., Phenylbetanaphthylamin 1 Gew.T., Paraffin 5 Gew.T.,
Mineralöl Gruppe 400 12,5 Gev.T., durch die Vorreaktion erhaltenes Harz 45 Gew.T.
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Für die Mischung in Beispiel a)sind die physikalisch-mechanischen
Merkmale, von 60 Minuten bei 165°C vulkanisierten Proben, die folgenden: Zugfestigkeit
140 kp/cm² Zerreißdehnung 660 % Remanente Dehnung 24 % Härte 62° Shore Die Mischung
aus Beispiel 3b) ist nicht vulkanisierbar und wird direkt als Füllmasse bei der
Herstellung der Eabelisolieruqen verwendet.
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Beispiel 4 Beispiel 1 wird wiederholt1 mit da Unterschied, daß zu
100 Gew.T. des unerschöpften Polyalkylphenolharzes 20 Gew.T.
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Formaldehyd (37%dge Lösung) und 0,3 Gew.T. Natriumhydroxid
vor
dessen Einfiihrung in die Reaktion in Formaldehyd gelöst, zugefügt werden. Die Polykondensation
wird bei einer Temperatur von 800 C wahrend 4 Stunden durchgeführt, dann wird die
Temperatur auf 1200 G erhöht und die Polykondensation noch 2 Stunden fortgesetzt.
Das auf diese Weise erhaltene Harz hat einen niedrigeren Kostenpreis, weist eine
gute Dispersions fähigkeit in den Kautschukmischungen auf und führt atch zu einer
leichten Steigerung der Vulkanisationsgeschwindigkeit der Kautschukmischungen, in
die es eingesetzt wurde.
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Die Verwendung des unerschöpften Polyalkylphenolharzes alis Hauptkomponente
in der Polykondensation weist aufgrund des höheren Gehaltes sowohl an Phenolea mit
niedrigerem Molekulargewicht als auch an Phenolderivaten mit komplexer Struktur
einige Vorteile ii Vergleich zum erschöpften Polyalkylphenolharz auf.
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Des weiteren sind ii unerschöpften Harz höhere Prozentgehalte an icetonphenon
verhanden, das auch qu Polykondensationsreaktionen teilnebien kann.
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Das infolge der Polykondensatinnsreaktion erhaltene Harz wird zur
Herstellung der Kautschukmischungen in den in Beispiel 1 angegebenen Mengenverhältnissen
verwendet.
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Eine auf Butadien-alpha-Methylstyrol-Kautschuk basierende Rezeptur
hat die folgende Zusammensetzung:
Carom 1500 100 Gew.T., Zinkoxid
5 Gew.T., Stearin 2 Gew.T., Schwefel 1,8 Gew.T., Cyclohexylbenzthiazolsulphenamid
1,5 Gew.T luss HAF 50 Gew.T., vorreagiertes Harz 15 Gew.T.
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Die physikalisch-mechanischen Merkmale, bestimmt auf Proben, die 30
Minuten bei 1450 C vulkanisiert wurden, sind die folgenden: Zugfestigkeit 230 kp/cm2
Zerreißdehnung 450 % Restdehnung 16% Härte 640 Shore Beispiel 5 Beispeil 1 wird
wiederholt, mit dem Unterschied, daß bei der Vorpolykondensation das unerschöpfte,
bei der Herstellung von Phenol nach dem "Kumol"-Verfahren resultierende Phenolharz
eingesetzt wird, zu dem 15 Gew.T. Hexamethylentetramin zugegeben werden. Die Temperatur
wird während der Reaktion auf 1000 C gehalte@@ die Reaktion dauert 4 Stunden. Der
höhere Phenolkomponentegehalt führt in diesem Fall zur Erzeugung eine Harzes mit
höherem Molekulargewicht, das eine Steigerung der Harte der Kautschukmischungen,
in die es eingeführt wird, veruriacht und deshalb besonders zur Herstellung von
Mischungen fur das Kalandrieren und Profilieren geeignet ist.
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Beispiel 6 Beispiel 1 wird wiederholt, mit dem Unterschied, daß bei
der Polykondensation das unerschöpfte Polyalkylphenolharze verwendet
wird,
zu dem 8 Gew.T. Hexamethylentetramin zugegeben werden. Die Reaktion wird in zwei
Stufen durchgeführt. In der ersten Stufe wird das Hexamethylentetramin bei einer
Temperatur von 800 C eingeführt und die Reaktionsmasse 3 Stunden unter Rühren bei
dieser Temperatur gehalten, danach wird in der zweiten Stufe die Temperatur auf
1200 C erhöht und die Reaktionsmasse nach 3 Stunden bei dieser Temperatur gehalten.
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Das auf diese Weise erhaltene Harz führt zu einer geringeren Steigerung
der Härte der Mischungen, in die es eingeführt wird und wird deshalb für Mischungen
verwendet, welche zur Herstellung von technischen Artikeln, die ein gutes Adhäsionsvermögen
für die Textilunterlagen haben müssen, angewandt werden.
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Beispiel 7 Beispiel 1 wird wiederholt, mit dem Unterschied, daß bei
der Vorpolykondensation is aus dem erschöpften Polyalkylphenolharz erhaltene zwischen
1600 und 4000 C gesammelte Destillat eingesetzt wird, in das auf 100 Gew.e. Destillat
9 Gew.e. Hexamethylentetramin eingeführt werden. Die Reaktionstemperatur ist 1000
C für eine Vorpolykondensationsdauer von 6 Stunden.
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In diesem Falle wird ein hellfarbiges gelb-orange Harz erhalten, das
zur Herstellung heller Kautschukmischungen verwendbar ist.
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Beispiel 8 Beispiel 1 wird wiederholt, mit dem Unterschied daß bei
der
Vorpolykondensation das aus dem unerschöpften Polyalkylphenolharz
erhaltene zwischen 1600 und 4000 C gesammelte Destillat eingesetzt wird, in das
auf 100 Gew. T. Destillat 15 Gew.T.
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Hexamethylentetramin eingeführt werden. Die Reaktion wird bei einer
Temperatur von 800 C während 4 Stunden durchgeführt und danach wird in einer zweiten
Reaktionsstufe die Temperatur auf 1200 C erhöht, wobei die Reaktionsmasse noch 3
Stunden bei dieser Temperatur behalten wird.
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Durch die Destillierung der Harze wird zwar das Verhältnis zwischen
der Pbanolkomponente und der Polyalkylkomponente beibehalten, aber durch Befestigung
der schwarz oder dunkelfarbigen, wahrend des ganzen Phenolerzeugungsverlaufs angesainmelten
Verkoklungsprodukte, sowie des aus den Netralisierungsprozessen resultierenden Natriumsulfats,
das in einem 3 bis 5 igen Verhältnis Im undestillierten Harz vorhanden ist, eine
Reinigung erreicht.
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Auf diese Weise wird die Güte des am Ende erhaltenen, durch die Vorreaktion
hergestellten Harzes verbessert, wobei gleichzeitig ein heilfarbiges Harz erzeugt
wird, das auch in weissen oder gefärbten Mischungen verwendbar ist.
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Die Vorpolykondensationsreaktion wird in diesem Fall wie bei undestillierten
Harz durchgeführt, ohnen den Reaktionsmechanismus oder die optimalen Bedingungen
des Reaktionsverlaufes zu verändern.
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Im folgenden wird eine Rezeptur für die Verwendung des erhaltenen
Barees zur Herstellung einer Mischung auf der Basis von Äthylenpropylenterpolymer
- Kautschuk gegeben, in den in Beispiel 1 angeftihrten Mengenverhältnisgrenzen.
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Äthylenpropylenterpolymer-Kautschuk (Model 1040) 100 Gew.T., Zinkoxid
5 Gew.T., Stearin 1,2 Gew.T., Schwefel 1,5 Gew.T., Tetramethylendisulfid 1,5 Gew.T.,
Diostolylguadidin 0,6 Gew.T.
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Russ HAF 80 Gew.T., durch die Vorreaktion erhaltenes Harz 20 Gew.T.
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Die physikalischen-echnnischen Merkmale, an 45 Minuten bei 145° C
vulkanisierten Proben bestimmt, weisen im normalen Zustand folgende Werte auf: Zugfestigkeit
172 kp/cm² Zerreißdehnung 460% Restdehnung 12% Härte 720 Shore Beispiel 9 Beispiel
1 wird wiederholt, mit dem Unterschied, daß der Vorpolykondensation eine aus dem
unerschöpften Polyalkyl phenolharz erhaltene zwischen 1600 und 2500 gesammelte Destillationsfraktion
unterworfen wird, der man für 100 Gew.T.
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15 Gew.T. Hexamethylentetramin zugibt. Die Reaktion wird bei einer
Temperatur von 1000 C während 8 Stunden durchgeführt Es wird ein hellfarbiges Herz
erhalten, das durch Kondensation der in der unter 2500 C gesammelten Destillationsfraktion
vorhandenen Phenolderivate mit niedrigem Molekulargewicht gebildet wird.
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Dieser Harztyp läßt sich sehr gut in den Kautschukmischungen dispergieren
und fahrt m Kautschukmischungen mit höheren
dynamischen Eigenschaften.
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Beispiel 10 Beispiel 1 wird wiederholt, mit dem Unterschied, daß der
Vorpolykondensationsreaktion eine aus dem erschöpften bei der Herstellung von Phenol
nach dem "Kumol"-Verfahren resultierenden Polyalkylphenolharz erhaltene und zwischen
2000 und 4000 C gesammelte Destillationsfraktion unterworfen wird. Zu 100 Gew.T.
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Destillat werden 2 Gew.i. Hexamethylentetramin zugegeben. Die Reaktion
wird bei einer Temperatur von 1400 a wshrend 6 Stunden durchgeführt.
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Das erhaltene Harz ist f>iissig und gelb-orangefarbig.
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Der niedrige Gehalt an Phenolderivaten mit kleinem Molekulargewicht
und das Vorhandensein von komplexen Phenolderivaten in der Phenolkomponente der
Destillationsfraktion führt zur Erzeugung von Produkten mit betonter Antioxydationsmittelwirkung.
Das Übergewicht der Polyalkylkomponente im nach der Polykondensation erhaltenen
Harz betont das Weichmachermerkaal des Produktes ohne Steigerung der Härte in den
Vulkanisaten oder Erhöhung des Moduls.
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Beispiel 11 Es wird wie in Beispiel 1 gearbeitet, mit dem Unterschied,
daß der Vorpolykondensationsreaktion das aus dem erschöpften Phenolharz erhaltene
und zwischen 1600 und 4000 C gesammelte Destillat zusammen mit Formaldehyd (37%
Lösung) unterworfen
wird, unter den Bedingungen eines mit einer
NaOH-Lösung hervorgebrachten Mediums von pH = 10.
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100 Gew.T. Destillat und 30 Gew.T. Formaldehyd werden der Vorpolykondensation
unterworfen.
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Die Reaktion wird in zwei Stufen durchgeführt. In der ersten Stufe
wird die Reaktionsmasse auf 800 C erwärmt und unter Ruhren 4 Stunden lang bei dieser
Temperatur gehalten, dann wird in der zweiten Stufe die Temperatur auf 1300 C erhöht
und die Reaktionsmasse noch 3 Stunden bei dieser Temperatur gehalten.
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Beispiel 12 Beispiel 11 wird wiederholt, mit dem Unterschied, da der
Vorpolykondensationsreaktion das aus dem unerschöpften Polyalkylphenolharz erhaltene
und zwischen 1600 und 4000 C gesammelte Destillat unterworfen wird. Die anderen
Reaktionsbedingungen und Mengenverhältnisse sind denen in Beispiel 11 gleich.
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Das erfindungsgemäße Verfahren wurst insbesondere folgende Vorteile
auf. Die aufgrund der bei der Herstellung von Phenol nach dem "Eumol"-Verfahren
resultierenden Nebenprodukte durch Vorreaktion erhaltenen Harze besitzen eine sehr
gute Verträglichkeit mit den natürlichen und synthetischen Elastomeren und tragen
zur Erleichterung des Einarbeitens des Ansatzes bei.
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aufgrund der komplexen phenolischen Zusammensetzung haben sie einen
betonten Antioxydationsmittelcharakter und schützen die
Elastomere
besonders gegen die zerstörende Einwirkung des Lichtes.
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Diese Eigenschaft gestattet die Verminderung der verwendeten Ani;i
oxydati onsmittslm engen in den Mischungsre zepturen.
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Die nach dem erfindungsgemäßen Vorreaktionsverfahren erhalt nen Harze
verbessern beträchtlich das Adhäsionsvermögen der Kautschukmischungen an verschiedenen
Textilunterlagen, in die sie eingeführt werden. Weiterhin bewirken sie bessere technologische
Eigensch>£ten und erzielen eine gute Kalandrier- und Extrudierfähigkeit der Mischungen,
in die sie ein geführt werden.
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Das billige Ausgangsmaterial, das hauptsächlich aus erschöpf ten oder
unerschöpften Polyalkylphenolharzen selbst besteht oder durch Destillierung hergestellt
wird, führt zu einer beträchtlichen Erniedrigung des Kostenpreises dieser Harze
im Vergleich zu gleichartigen Produkten oder Produkten, die in der Rezeptur der
Kautschukmischungen dieselbe Wirkung ausüben.