DE2020477C3 - Gelber Pigmentfarbstoff und dessen Verwendung - Google Patents

Gelber Pigmentfarbstoff und dessen Verwendung

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DE2020477C3 DE19702020477 DE2020477A DE2020477C3 DE 2020477 C3 DE2020477 C3 DE 2020477C3 DE 19702020477 DE19702020477 DE 19702020477 DE 2020477 A DE2020477 A DE 2020477A DE 2020477 C3 DE2020477 C3 DE 2020477C3
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acid
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Description

Diese Erfindung betrifft einen Pigmentfarbstoff, der durch Umsetzung von 2-HyUrOXyHaPhUIaHn-S-CaTDOnsäure mit Hexamethylentetramin in Gegenwart von Säuren erhalten worden ist und dessen Verwendung.
Man stellt den neuen Pigmentfarbstoff beispeilsweise dadurch her, daß man die Umsetzung von 2-Hydroxynaphthalin-3-carbonsäure mit Hexamethylentetramin in Gegenwart von organischen Säuren, wie solchen mit mindestens 2 C-Atomen, vorzugsweise Essigsäure oder Propionsäure, oder anorganischen Säuren, wie Chlorwasserstoff, bei Temperaturen oberhalb 4O0Q vorzugsweise zwischen 60 und 1300C vornimmt Dabei kann das Mischungsverhältnis von 2-Hydroxynaphthalin-3-carbonsäure zu Hexamethylentetramin in weiten Grenzen variiert werden, da der entstehende Pigmentfarbstoff aufgrund seiner geringen Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln leicht aus dem Reaktionsgemisch abgetrennt werden kann. Zweckmäßigerweise wählt man die genannten Ausgangsstoffe im Gewichtsverhältnis 2-Hydroxynaphthalin-3-carbonsäure zu Hexamethylentetramin wie 4 zu 1 bis 1 zu 2, vorzugsweise 4 zu 3 bis 4 zu 5.
Die Umsetzung der Ausgangsstoffe wird in Gegenwart von vorzugsweise Carbonsäuren durchgeführt Dabei ist die Säuremenge nicht kritisch. Zweckmäßigerweise nimmt man so viel Säure, daß das Gemisch bei der Umsetzungstemperatur noch rührfähig bleibt. Man kann aber auch organische Lösungsmittel zugeben, die in der Regel nicht stören, und dadurch mit einer geringeren Säuremenge auskommen. Wählt man als Säure Chlorwasserstoff, so empfiehlt es sich, die Umsetzung in einem organischen Lösungsmittel unter Eingasen des Chlorwasserstoffs durchzuführen. Als organische Lösungsmittel kommen z. B. Kohlenwasserstoffe, Halogenkohlenwasserstoffe und auch Carbonsäuren mit mindestens 2 C-Atomen in Betracht.
Bei der Herstellung des neuen Pigmentfarbstoffes kann man anstelle von Hexamethylentetramin auch ein Gemisch verwenden, aus dem sich Hexamethylentetramin bildet, wie ein Gemisch aus Formaldehyd bzw. Paraformaldehyd und Ammoniak bzw. Ammoniumsalzen schwacher Säuren, wie Ammoniumacetat, -propionat und -carbonat
Den Pigmentfarbstoff isoliert man nach der Umsetzung, die je nach Wahl der Umsetzungsbedingungen etwa 30 Minuten bis 10 Stunden erfordert, auf einfache Weise, z. B. durch Absaugen, Waschen, z. B. mit der verwendeten Säure und Wasser oder auch mit organischen Lösungsmitteln, und anschließendes Trocknen.
Man kann den so isolierten Pigmentfarbstoff unmittelbar verwenden. Gewünschtenfalls kann man ihn aber auch nach an sich üblichen Finishmethoden in seinen Pigmenteigenschaften verbessern, beispielsweise dadurch, daß man ihn mit organischen Lösungsmitteln bei Raumtemperatur oder erhöhter Temperatur in Berührung bringt Als Lösungsmittel sind hierfür geeignet: Alkohole, wie Methanol, Äthanol oder iso-Butanol, Glykole und Glykoläther, wie Äthylenglykol oder Äthylenglykolmonomethyläther, Ketone, wie Aceton
5 oder Cyclohexanon, Säureamide, wie Dimethylformamid oder Formamid, Carbonsäuren, wie Essigsäure oder Propionsäure, Kohlenwasserstoffe, wie Toluol, Xylol oder Benzol, Halogenkohlenwasserstoffe, wie Chlorbenzol. Man kann auch Mischungen dieser Lösungsmittel verwenden.
Der neue Pigmentfarbstoff ist ein gelbes, in den üblichen Lösungsmitteln schwer lösliches, wohldefiniertes Produkt, dessen Konstitution noch nicht vollständig aufgeklärt werden konnte. Der Pigmentfarbstoff zeich-S net sich durch hohe Brillanz, große Farbstärke und ausgezeichnete Echtheitseigenschaften aus. Man verwendet ihn für alle Zwecke der Pigmenttechnik, beispielsweise zum Einfärben von Druckfarben, Leimfarben, Binderfarben oder Lacken aller Art wie Nitrolacke, oder für die Massefärbung von Gummi oder von Kunststoffen, insbesondere von weichmacherhaltigem Polyvinylchlorid, von Polystyrol, Polyäthylen und Polypropylen. Er eignet sich auch sehr gut als Spinnfarbstoff für die verschiedensten Materialien, wie Polyvinylchlorid, Polyacrylnitril, Mischpolymerisate des Acrylnitrils mit anderen Vinylverbindungen, Polyamiden, Celluloseacetat wie »Zweieinhalbacetat« und »Triacetat« oder regenerierte Cellulose, sowie auch für das Bedrucken von Textilgut Dabei kann der Pigmentfarbstoff auch in Form von Pigmentzubereitungen verwendet werden.
Daß sich der nach dieser Erfindung zu verwendende Stoff so hervorragend als Pigmentfarbstoff eignet konnte nicht erwartet werden. Man hat zwar bereits Naphthole mit Hexamethylentetramin in Essigsäure umgesetzt jedoch wurde dieses als Duffsche Kondensation bekannte Verfahren (J. ehem. Soc 1932, Seite 1987; 1934, Seite 1307) zur Herstellung von Hydroxyaldehyden herangezogen, die man durch Hydrolyse der Reaktionsmischung erhielt Bei der Umsetzung von 2-Hydroxynaphthalin-3-carbonsäure mit Hexamethylentetramin konnten nach diesen Literaturangaben keine definierten Verbindungen erhalten werden.
Die in den Beispielen genannten Teile und Prozente sind Gewichtsteile und Gewichtsprozente.
A) Herstellung des Pigmentfarbstoffes
Beispiel 1
Man gibt zu 400 Teilen 2-Hydroxymiphthalin-3-carbonsäure in 1150 Teilen Eisessig innerhalb 1 Stunde unter langsamem Aufheizen auf 8O0C 400 Teile Hexamethylentetramin und hält das Gemisch danach 6 Stunden auf 115°C Bei etwa 600C wird abgesaugt und das Filtergut zunächst mit wenig Eisessig, dann mit Wasser ausgewaschen. Nach dem Trocknen erhält man 370 Teile eines orangegelben Pigmentpulvers. Zur Verbesserung der Eigenschaften des Pigmentes werden 370 Teile des Rohproduktes in 3700 Teilen Dimethylformamid 50 Minuten bei 1000C gerührt, bei etwa 400C abgesaugt und mit Methanol gewaschen. Man erhält 320 Teile eines brillanten gelben Pigmentes vom Schmelzpunkt« 2700C
Analyse: C 67,5%, H6z3%, N 6,5%, O 21,7%.
Beispiel 2
Man gibt zu 100 Teilen 2-HydroxyninphthaIin-3-carbonsäure in 1000 Teilen Propionsäure 100 Teile
Hexamethylentetramin und häh das Gemisch 7 Stunden bei 100°C Nach dem Abkühlen auf 600C wird abgesaugt und das Filtergut mit Methanol gewaschen. Man erhält nach dem Trocknen 86 TeUe eines gelben Pigmentpulvers.
Zur Verbesserung der Eigenschaften dieses Produktes werden z. B. 50 Teile des Rohpigmentes in 500 TeUen Methanol 2 Stunden unter Rühren auf Siedetemperatur erhitzt, danach abgesaugt und getrocknet Man erhält 47 TeUe eines gelben Pigmentpulvers vom Schmelzpunkt »270°C
B) Verwendung des Pigmentfarbstoffes Beispiel 3
Der nach den Beispielen 1 und 2 hergestellte Pigmentfarbstoff läßt sich z. B. nach folgenden Rezepturen verwenden:
a) Firnisdruckfarbe für Buch-und Offsetdruck
20TeUe Pigmentfarbstoff 80TeUe Buch- oder Offsetfirnis
100 TeUe
Die Dispergierung wird z. B. auf einem Dreiwalzenwerk vorgenommen.
b) Tiefdruckfarbe
5TeUe Pigmentfarbstoff 3OTeQe Harz (z. B. mit Phenolformaldehyd modi-
fiziertes Kolophoniumharz) 65TeUe Toluol 100 TeUe
Die Dispergierung wird z. B. in einem Attritor vorgenommen.
c) Nitrolack
ac) Vollton
40
2^TeUe Pigmentfarbstoff 97,5TeUe Nitrolack (s. unten) 100 TeUe Volltonlack ß) Aufhellung
10 TeUe VoUtonlack 90 Teile Weißlack (aus 10% Titandioxid und 90% Nitrolack)
100 TeUe
Der Nitrolack kann z. B. die folgende Zusammensetzung haben:
19,0% Nitrocellulose butanolfeucht
4,0% Kunstharz (Ketonharz)
8,7% Weichmacher 30,0% Butylacetat 10,0% Essigester 29,3% Toluol
«100,0%
d) Weich-PVC-Einfärbung Transparent:
0,05TeUe (=0,1%) Pigmentfarbstoff 50,00 Teile (»100%) Weich-PVC-Mischung
Deckend (1 :10)
0,25 Teile (=0,5%) Pigmentfarbstoff 2£ Teile (=5%) Titandioxid 50,00 Teile («100%) Weich-PVC-Mischung
Die Weich-PVC-Mischung kann folgende Zusammensetzung haben:
65 Teile PVC-Pulver 35 Teile Weichmacher 2 Teile Stabilisator
Die Einfärbung des Weich-PVC erfolgt auf einem heizbaren Mischwalzwerk.
e) Dispersionsfarbe für den Anstricksektor
1,0 Teile einer wäßrigen Pigmentzubereitung, die 0,5 Teile des Pigmentfarbstoffes und ein nichtionogenes Netzmittel enthält
52,5Teile Weißpigment (z.B. Titandioxid oder Kreide)
124 Teile Netzflüssigkeit (aus 96% Wasser, 2% wäßrigem Ammoniak (25%ig), 1% Polyacrylat und 1% Natriumpolyphosphat)
35,0Teile Kunststoffdispersion (z.B. 50%ige wäßrige Dispersion eines Mischpolymerisates auf Grundlage von Vinylpropionat)
101 Teile Binderfarbe
Die Dispergierung erfolgt auf Schnellrührern.

Claims (2)

Paten tansprüche:
1. Pigmentfarbstoff der durch Umsetzung von 2-Hydroxynaphthalin-3-carbonsäure mit Hexamethylentetramin in Gegenwart von Säuren erhalten worden ist
2. Verwendung des Pigmentfarbstoffes nach Anspruch 1 für Druckfarben, Leimfarben, Binderfarben, Lacke oder für die Massefärbung von Gummi oder von Künststoffen.
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