DE2018647C3 - Verfahren zur Herstellung einer Einwegverpackung aus Kunststoffolie - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Einwegverpackung aus KunststoffolieInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Einwegverpackung aus einer Kunststofffolienbahn,
bei dem die Foiienbahn zunächst zu einem Schlauch geformt und längs geschweißt oder geklebt
wird, dessen Bodenteile zusammengelegt und verschweißt werden, wobei die Bodenschweißnaht nicht
bis an den Rand geht und dann aus dem Schlauch durch Abschneiden von Tcilstücken Hülsen gebildet
werden, die Hülsen über einen Dorn zur endgültigen Formung der Verpackung gezogen und die bei der
Formung sich ergebenden überstehenden Zipfel verschweißt und dicht neben der Schweißnaht abgetrennt
werden.
Ein solches Verfahren ist in der französischen Ρε-tentschrift
1208 186 beschrieben. Dort sollen jedoch die beiden Schlauchkanten der Teilstücke schräg abgeschnitten
werden, bevor man diese über einen Dorn zieht. Dabei ist als Ziel an die Herstellung von Verpackungsbehältern
mit runden oder ovalen Boden gedacht. Es hat sich jedoch in der Praxis herausgestellt,
daß, wenn die Schlauchkanten schräg abgeschnitten werden, man die beiden Ecken des Schlauchstücks danach
über einem Dorn nicht zuschweißen kann, weil das erforderliche Material fehlt. Macht man diese
Ecken jedoch kleiner, dann tritt an der Schließstelle noch eine beachtliche Materialverdünnung bzw. Dehnung
ein, während gleichzeitig weiter nach innen sich im Boden Falten bilden. Diese Faltenbildung verstärkt
sich, je mehr man die abgestanzten Ecken verkleinert.
Die Aufgabe der Erfindung ist daher, ein Verfahren zu schaffen, mit dem ein solches Schlauchstück zu
einem Verpackungsbehälter mit flachem Boden verformt werden kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß vor der Formung auf beiden Seiten zwischen
dem Rand des Schlauches und der Bodenschweißnaht senkrecht zur Bodenschweißnaht ein etwa dreieckiges,
spitz zulaufendes Materialstück herausgestanzt wird.
Es hat sich herausgestellt, daß es keinesfalls schwieriger
ist, den spitzwinklig dreieckigen Ausschnitt auszustanzen, anstatt wie bei dem Verfahren nach der
genannten französischen Patentschrift 12 08186
Ecken irgendwie abzustanzen. Es erfolgt weder ein Faltungs- noch ein Ziehvorgang des Materials.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
b i g. 1 den unteren Abschnitt einer Folienbahn,
der zu einem Schlauch zusammengeschweißt ist und der unten zugeschweißt ist,
Fig. 2 einen Blick in Richtung des PfeiJs P der
Fig. 1,
F i g. 3 einen nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellten Becher aus Kunststoff,
F i g. 4 einen anderen nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Becher aus Kunststoff.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 ist eine von der Rolle kommende flache Folienbahn mit den
beiden Seitenrändern zu einer Schweißnaht 2 zusammengeschweißt worden, so daß sich ein Schlauch bildet.
Dieser Schlauch wird an seinem unteren Ende flach zusammengedrückt und abgeschnitten. Das
nicht abgeschnittene Ende wird an der Schnittfläche 3 zusammengeschweißt. Es entsteht die Bodenschweißnaht
4. Die Bodenschweißnaht 4 erstreckt sich nicht ganz bis zum Rand hin, sondern endet vorher. An
dieser Schnittstelle werden dreieckige, spitz zulaufende Materialstücke 5 herausgestanzt.
Nach Durchführung dieses Vorganges wird der so entstandene Rohling an der vorbestimmten Stelle
oben abgeschnitten, und mit dem verbleibenden Ende erfolgen die vorbeschriebenen Verfahrensschritte von
neuem. Der abgeschnittene Rohling, den F i g. 2 von oben zeigt, weist eine zugeschweißte Bodenfläche 11
auf. Er wird auf einem Dorn weiter geformt, so daß sich, wie Fig. 3 zeigt, der Bodenwulst 6, der obere
Wulst 8 sowie die Versteifungsrippen 7 bilden. Die Ausstanzungen 5 gehen bei der Verformung zu, das
Material wandert gewissermaßen in die durch die Ausstanzungen gewonnenen Räume hinein; es erfolgt
weder eine Faltung noch eine Streckung des Materials, und es wird eine zu große Materialhäufung an
dieser Stelle vermieden. Anschließend wird die so entstandene Verpackung gefüllt und verschlossen.
Die Stelle, wo die Bodenschweißnaht 4 endet und die Ausstanzung S beginnt, sowie die Größe der Ausstanzung
5 selbst läßt sich berechnen bzw. durch Versuche ermitteln.
Während der Becher nach F i g. 3 langrund ist, ist der Becher nach F i g. 4 pyramidenstumpfartig ausgeformt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung einer Einwegverpackung aus einer Kunststoffolienbahn, bei dem die Folienbahn zunächst zu einem Schlauch geformt und längs geschweißt oder geklebt wird, dessen Bodenteile zusammengelegt und verschweißt werden, wobei die Bodenschweißnaht nicht bis an den Rand geht und dann aus dem Schlauch durch Abschneiden von feilstücken Hülsen gebildet werden, die Hülsen über einen Dorn zur endgültigen Formung der Verpackung gezogen und die bei der Formung sich ergebenden überstehenden Zipfel verschweißt und dicht neben der Schweißnaht abgetrennt werden, daduichgekennzeichnet, daß vor der Formung auf beiden Seiten zwischen dem Rand des Schlauchs und der Bodenschweißnaht (4) senkrecht zur Bodenschweißnaht (4) ein etwa dreieckiges, spitz zulaufendes Materialstück (S) herausgestanzt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702018647 DE2018647C3 (de) | 1970-04-18 | Verfahren zur Herstellung einer Einwegverpackung aus Kunststoffolie |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702018647 DE2018647C3 (de) | 1970-04-18 | Verfahren zur Herstellung einer Einwegverpackung aus Kunststoffolie |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2018647A1 DE2018647A1 (en) | 1971-11-04 |
| DE2018647B2 DE2018647B2 (de) | 1974-04-25 |
| DE2018647C3 true DE2018647C3 (de) | 1976-08-26 |
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