DE2018488B2 - Vorrichtung zur axialen einstellung von walzen, insbesondere kaliberwalzen - Google Patents
Vorrichtung zur axialen einstellung von walzen, insbesondere kaliberwalzenInfo
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Description
3°
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur axialen Einstellung von Walzen, insbesondere Kaliberwalzen,
die zusammen mit ihren Einbaustücken im Ständer eines Waizgerüsts verschiebbar angeordnet sind, bei
der mindestens eine Walze mit ihren Einbaustücken durch zwei spiegelbildlich zu beiden Seiten eines Einbaustücks
am Walzenständer angeordnete, über eine Antriebseinrichtung senkrecht zur Walzenachse verschiebbare
Führungsstücke in axialer Richtung der Walze verstellbar ist und diese Führungsstücke keilförmige
Gleitflächen aufweisen, die mit entsprechenden Gleitflächen am Ansatz eines der Einbaustücke zusammenwirken.
Es ist bekannt, Walzen in axialer Richtung mittels verstellbarer Keile zu verschieben. So zeigt die DT-PS
9 50 455 eine Vorrichtung zur axialen Einstellung von Walzen, insbesondere Kaliberwalzen, die zusammen
mit ihren Einbaustücken im Ständer eines Walzgerüstes verschiebbar angeordnet sind. Mindestens eine Walze
ist mit ihren Einbaustücken durch zwei spiegelbildlich zu beiden Seiten eines Einbaustückes am Walzenständer
angeordnete, über eine Antriebseinrichtung senkrecht zur Walzenachse verschiebbare Führungsstücke
in axialer Richtung der Walze verstellbar. Diese Führungsstücke weisen keilförmige Gleitflächen auf, die
mit entsprechenden Gleitflächen am Ansatz eines der Einbaustücke zusammenwirken.
Bei einer weiteren bekannten Konstruktion dieser Art ist ein Bügel vorgesehen, welcher in an den Walzenständern
angeordneten Nuten verschiebbar ist, wodurch die Walzen in Axialrichtung verstellt werden
können. Jedoch sind die bekannten Einrichtungen zum axialen Einstellen der Walzen am Walzenständer außen
angeordnet, was den Nachteil eines großen Platzbedarfs in sich schließt. Außerdem ist der Walzenausbau 6S
schwierig und nur mit großem Zeitaufwand durchführbar.
Bei Stranggießanlagen, insbesondere bei mehrsträn-
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, bei Walzgerüsten der genannten Art eine Vorrichtung zur axialen
Einstellung von Walzen zu schaffen, die platzsparend und möglichst innerhalb des Walzenständers angeordnet
werden kann.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß die Fürrun^sstücke in Schlitzen des Walzenständers geführt
sind und die Ansätze der Einbaustücke U-förmig umschließen, und als Antriebseinrichtung für die Führungsstücke
eine mit einer am Führungsstück befestigten Mutter in Eingriff stehende hohle Gewindespindel
vorgesehen ist, welche mit dem Ansatz des Einbaustücks durch einen Bolzen und einer Befestigungsplatte
kraftschlüssig verbunden ist.
Erfindungsgemäß ist somit die gesamte Vorrichtung zum axialen Einstellen der Walzen innerhalb der Walzenständer
untergebracht und mit Ansätzen der Einbaustücke verbunden, so daß beim Anstellen der Walze
die Einbaustücke zusammen mit dem Führungsstück und der Gewindespindel beliebig in vertikaler Richtung
verschoben werden können. Auch ist der Walzenausbau nach Lösen der Kappenverbindung des Walzgerüstes
ohne weiteres durchführbar. Durch die Anordnung von Schlitzen in den Walzenständern wird außerdem
eine hohe Steifigkeit für die Verstelleinrichtung gegen den beim Walzen auftretenden Axialschub erreicht, so
daß die aufeinander eingestellten Walzenkaliber stets genau übereinstimmend in ihrer Lage bleiben. Die Walzen
können sehr schnell durch Betätigung der Gewindespindel axial verschoben werden. Die Gewindespindel
ist selbsthemmend, so daß es nicht erforderlich ist, weitere Feststellschrauben oder Verbindungselemente
vorzusehen, wie dies bei bekannten Konstruktionen der Fall ist.
Die Erfindung ist an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
F i g. 1 zeigt die Vorderansicht eines Walzgerüstes teilweise im Schnitt;
F i g. 2 zeigt einen Vertikalschnitt nach der Linie H-H der F i g. 3 und
F i g. 3 einen Horizontalschnitt nach der Linie 11I-II1 der F i g. 2.
In F i g. 1 ist die Anordnung zweier Kaliberwalzen 1, 2 mit ihren Einbaustücken 3,4,5,6 in den Ständern 7,8
des Walzgerüstes mit einer lösbaren Kappenverbindung 9 und einer starren Querverbindung 10 dargestellt.
Die Walzenständer 7,8 weisen Schlitze 11,12 auf,
in denen die Einbaustücke 3, 4 ohne Spiel und die Ein-
baustücke 5,6 mit einem Spiel, welches in F i g. 3 mit a
und b bezeichnet ist, geführt sind. Das Einbaustück 5 der Walze 2 wird mittels eines Führungsstücks 13, welches
mit dem Ansatz 14 des Einbaustücks 5 zusammenwirkt, durch eine hohl ausgebildete Gewindespindel 15
horizontal bewegt, ohne seine Position in vertikaler
Richtung zu verändern.
Die Funktion der Vorrichtung ist in den F i g. 2 und 3 näher erläutert. Die Gewindespindel 15 wird von einer
Mutter 16 umschlossen, die im Führungssüick 13 eingebaut ist. Die Gewindespindel 15 ist mit einer Befestigungsplatte
17 durch einen in der Platte befestigten Bolzen 26 und eine Mutter 29 kraftschlüssig mit dem
Ansatz 14 des Einbaustücks 5 verbunden. Mit 27 und 28 sind Lagerbüchsen der Gewindespindel 15 bezeichnet.
Die Befestigungsplatte 17 wird durch Bolzen 18, 19, 20,
21 mit dem Ansatz 14 so verbunden, daß die Befestigungsplatte 17 entlang der Schlitze 22. 23, 24. 25 verschiebbar,
jedoch nicht drehbar ist.
Das die Gestali eines umgekehrten U aufweisende Führungsstück 13 ist in Ausnehmungen 30, 31 des Walzenständers
7 geführt und in diesen vertikal verschiebbar. Das Führungsstück 13 weist zwei parallele Gleitflächen
32, 33 auf, welche zur vertikalen Ebene durch den Walzenständer umer einem kleinen spitzen Winkel
geneigt sind. Entsprechende Gleit/lachen weist auch der Ansatz 14 auf. Wird nun die Spindel 15, die am
oberen Ende einen Vierkant 34 aufweist, in Pfeilrichtung nach rechts gedreht, so bewegt sich das Führungssiüc'ic
13 entlang" der Ausnehmungen 30, 31 vertikal nach oben, während durch das Zusammenwirken der
Gleitflächen 32, 33 auf dem Führungsstück 13 und auf dem Ansatz 14 eine horizontale Verschiebung des Einbaustücks
5 und der Walze 2 sowie des Einbaustücks 6 entsteht, ohne daß sich die Walze 2 vertikal verschiebt.
Bei Drehung der Gewindespindel 15 nach rechts kann also die Walze 2 in axialer Richtung um das Maß b
verschoben werden, bei Drehung nach links um das Maß a; die Maße a und b betragen zusammen in der
Praxis einige Millimeter, welche zum Ausgleich von Montage- und Fertigungsungenauigkeiten ausreichen.
Die Verstelleinrichtung ist von Hand betätigbar und wird vorzugsweise zu beiden Seiten des Einbaustücks 5
und innerhalb des Waizenständers 7 eingebaut. Das gegenüberliegende Einbaustück 6 wird im Walzenständer
8 im Schlitz 12 mit dem gleichen Spiel a plus b geführt wie das Einbaustück 5.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zur axialen Einstellung von Walzen, insbesondere Kaliberwalzen, die zusammen mii ihren Einbaustücken im Ständer eines Waizgerüsts verschiebbar angeordnet sind, bei der mindestens eine Walze mit ihren Einbaustücken durch zwei, spiegelbildlich zu beiden Seiten eines Einbaustücks am Walzenständer angeordnete, über eine An- '° triebseinrichtung senkrecht zur Walzenachse verschiebbare Führungsstücke in axialer Richtung der Walze verstellbar ist und diese Führungsstücke keilförmige Gleitflächen aufweisen, die mit entsprechenden Gleitflächen am Ansatz eines der Einbau- '5 stücke zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsstücke (13) in Schlitzer; (11, 12) des Walzenständers (7, 8) geführt sind und die Ansätze (14) der Einbaustücke (5) U-förmig umschließen, und als Antriebseinrichtung für die 2a Führungsstücke (13) eine mit einer am Führungsstück (13) befestigten Mutter (16) in Eingriff stehende hohle Gewindespindel (15) vorgesehen ist, welche mit dem Ansatz des Einbaustücks (5) durch einen Bolzen (26) und einer Befestigungsplatte (17) kraftschlüssig verbunden ist.eigen Stranggießanlagen, besteht das Problem, die Walzgerüste, mit denen die Stränge im Anschluß an den Gießvorgang weiter verformt werden, möglichst raumsparend anzuordnen, weil die Waizgerüste möglichst nahe nebeneinander und möglichst nahe hintereinander angeordnet sein sollen. Es besteht auch das Bestreben? diese Gerüste möglichst leicht und einfach zu bauen. Die Walzgerüste sollen rasch und einfach ausgewechselt und gegebenenfalls gegeneinander ausgetauscht werden können. Zum Unterschied von üblichen Walzenstraßen wird bei diesen, einer Stranggießanlage nachgeschalteten Vorstraßen die Einstellung der Walzen, d. h. die Einstellung des Kalibers, nicht an Ort und Stelle, sondern bevorzugt in einer Walzenwerkstatt vorgenommen. Sobald das komplette Walzgerüst betriebsbereit montiert ist, sollen nur noch Einstellungs- bzw. Jusicerarbeiten vorgenommen werden. Von besonderer Bedeutung für eine sorgfältige KaIibereinstellung ist dabei die axiale Einstellung der Wal
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT391469A AT297641B (de) | 1969-04-23 | 1969-04-23 | Vorrichtung zur axialen Einstellung einer Walze, insbesondere einer Kaliberwalze |
| AT391469 | 1969-04-23 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2018488A1 DE2018488A1 (de) | 1970-11-05 |
| DE2018488B2 true DE2018488B2 (de) | 1976-03-18 |
| DE2018488C3 DE2018488C3 (de) | 1976-11-11 |
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| AT297641B (de) | 1972-04-10 |
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| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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