DE2018488C3 - Vorrichtung zur axialen Einstellung von Walzen, insbesondere Kaliberwalzen - Google Patents

Vorrichtung zur axialen Einstellung von Walzen, insbesondere Kaliberwalzen

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DE2018488C3
DE2018488C3 DE19702018488 DE2018488A DE2018488C3 DE 2018488 C3 DE2018488 C3 DE 2018488C3 DE 19702018488 DE19702018488 DE 19702018488 DE 2018488 A DE2018488 A DE 2018488A DE 2018488 C3 DE2018488 C3 DE 2018488C3
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chocks
roll
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rollers
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DE19702018488
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DE2018488A1 (de
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Ernst Linz Hinterhölzl (Österreich)
Original Assignee
Vereinigte Österreichische Eisen- und Stahlwerke - Alpine Montan AG, Wien
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur axialen Einstellung von Walzen, insbesondere Kaliberwalzen, die zusammen mit ihren Einbaustücken im Ständer eines Walzgerüsts verschiebbar angeordnet sind, bei der mindestens eine Walze tnit ihren Einbaustücken durch zwei spiegelbildlich zu beiden Ssiten eines Einbaustücks am Walzenständer angeordnete, über eine Antriebseinrichtung senkrecht zur Walzenachse verschiebbare Führungsstücke in axialer Richtung der Walze verstellbar ist und diese Führungsstücke keilförmige Gleitfliichen aufweisen, die mit entsprechenden Gleitflächen am Ansatz eines der Einbaustücke zusammenwirken.
Es ist bekannt, Walzen in axialer Richtung mittels verstellbarer Keile zu verschieben. So zeigt die DT-PS 9 50 455 eine Vorrichtung zur axialen Einstellung von Walzen, insbesondere Kaliberwalzen, die zusammen mit ihren Einbaustücken im Ständer eines Walzgerüstes verschiebbar angeordnet sind. Mindestens eine Walze ist mit ihren Einbaustücken durch zwei spiegelbildlich zu beiden Seiten eines Einbaustückes am Walzenständer angeordnete, über eine Antriebseinrichtung senkrecht zur Walzenachse verschiebbare Führungsstücke in axialer Richtung der Walze verstellbar. Diese Führungsstücke weisen keilförmige Gleitflächen auf, die mit entsprechenden Gleitflächen am Ansatz eines der Einbaustücke zusammenwirken.
Bei einer weiteren bekannten Konstruktion dieser Art ist ein Bügel vorgesehen, welcher in an den Walzenständern angeordneten Nuten verschiebbar ist, wodurch die Walzen in Axialrichtung verstellt werden können. Jedoch sind die bekannten Einrichtungen zum axialen Einstellen der Walzen am Walzenständer außen angeordnet, was den Nachteil eines großen Platzbedarfs in sich schließt. Außerdem ist der Walzenausbau schwierig und nur mit großem Zeitaufwand durchführbar.
Bei Stranggießanlagen, insbesondere bei mehrsträn-
zen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, bei Walzgerüsten der genannten Art eine Vorrichtung zur axialen Einstellung von Walzen zu schaffen, die platzsparend und möglichst innerhalb des Walzenständers angeordnet werden kann.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß die Führungsstücke in Schlitzen des Walzenständers geführt sind und die Ansätze der Einbaustücke U-förmig umschließen, und als Antriebseinrichtung für die Führungsstücke eine mit einer am Führungsstück befestig ten Mutter in Eingriff stehende hohle Gewindespindel vorgesehen ist, welche mit dem Ansatz des Einbaustücks durch einen Bolzen und einer Befesiigungsplatte kraftschlüssig verbunden ist.
Erfindungsgemäß ist somit die gesamte Vorrichtung zum axialen Einstellen der Walzen innerhalb der Walzenständer untergebracht und mit Ansätzen der Einbaustücke verbunden, so daß beim Anstellen der Walze die Einbaustücke zusammen mit dem Führungsstück und der Gewindespindel beliebig in vertikaler Richtung verschoben werden können. Auch ist der Walzenausbau nach Lösen der Kappenverbindung des Walzgerüstes ohne weiteres durchführbar. Durch die Anordnung von Schlitzen in den Walzenständern wird außerdem eine hohe Steifigkeit für die Verstelleinrichtung gegen den beim Walzen auftretenden Axialschub erreicht, so daß die aufeinander eingestellten Walzenkaliber stets genau übereinstimmend in ihrer Lage bleiben. Die Walzen können sehr schnell durch Betätigung der Gewin· despindel axial verschoben werden. Die Gewindespindel ist selbsthemmend, so daß es nicht erforderlich ist, weitere Feststellschrauben oder Verbindungselemente vorzusehen, wie dies bei bekannten Konstruktionen der Fall ist.
Die Erfindung ist an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
F i g. 1 zeigt die Vorderansicht eines Walzgerüstes: teilweise im Schnitt;
F i g. 2 zeigt einen Vertikalschnitt nach der Linie H-Il der F i g. 3 und
F i g. 3 einen Horizontalschnitt nach der Linie HI-III der F i g. 2.
In F i g. 1 ist die Anordnung zweier Kaliberwalzen 1, mit ihren Einbaustücken 3,4,5,6 in den Ständern 7,8 des Walzgerüstes mit einer lösbaren Kappenverbindung 9 und einer starren Querverbindung 10 dargestellt. Die Walzenständer 7,8 weisen Schlitze 11,12 auf, in denen die Einbaustücke 3, 4 ohne Spiel und die Ein-
baustucke 5,6 mit einem Spiel, welches in F i g. 3 mit a und b bezeichnet ist, geführt sind. Das Einbaustück 5 der Walze 2 wird mittels eines Frihrungsstücks 13, welches mit dem Ansatz 14 des Einbaustücks 5 zusammenwirkt, durch eine hohl ausgebildete Gewindespindel 15 horizontal bewegt, ohne seine Position in \ ertikaler Richtung zu verändern.
Die Funktion der Vorrichtung ist in den F i g. 2 und 3 näher erläutert Die Gewindespindel 15 wird von einer Mutter 16 umschlossen, die im Führungsstück 13 eingebaut ist. Die Gewindespindel 15 ist mit einer Befestigungsplatte 17 durch einen in der Platte befestigten Bolzen 26 und eine Mutter 29 kraftschlüssig mit dem Ansatz 14 des Einbaustücks 5 verbunden. Mit 27 und 28 sind Lagerbüchsen der Gewindespindel 15 bezeichnet. Die Befestigungsplatte 17 wird durch Bolzen 18,19, 20, 21 mit dem Ansatz 14 so verbunden, daß die Befestigungsplatte 17 entlang der Schlitze 22, 23, 24, 25 verschiebbar, jedoch nicht drehbar ist.
Das die Gestalt eines umgekehrten U aufweisende Führungsstück 13 ist in Ausnehmungen 30, 31 des Walzenständers 7 geführt und in diesen vertikal verschiebbar. Das Führungsstück 13 weist zwei parallele Gleitflächen 32, 33 auf, welche zur vertikalen Ebene durch den Walzenständer unter einem kleinen spitzen Winkel geneigt sind. Entsprechende Gleitflächen weist auch der Ansatz 14 auf. Wird nun die Spindel 15, die am oberen Ende einen Vierkant 34 aufweist, in Pfeilrichtung nach rechts gedreht, so bewegt sich das Fühnmgsstück 13 entlang der Ausnehmungen 30, 31 vertikal nach oben, während durch das Zusammenwirken der Gleitflächen 32, 33 auf dem FührungsEtück 13 und auf dem Ansatz Ϊ4 eine horizontale Verschiebung des Einbaustücks 5 und der Walze 2 sowie des Einbaustücks 6 entsteht, ohne daß sich die Walze 2 vertikal verschiebt. Bei Drehung der Gewindespindel 15 nach rechts kann also die Walze 2 in axialer Richtung um das Maß b verschoben werden, bei Drehung nach links um das Maß a; die Maße a und b betragen zusammen in der Praxis einige Millimeter, welche zum Ausgleich von Montage- und Fertigungsungenauigkeiten ausreichen.
Die Verstelleinrichtung ist von Hand betätigbar und wird vorzugsweise zu beiden Seiten des Einbaustücks 5 und innerhalb des Walzenständers 7 eingebaut. Das gegenüberliegende Einbaustück 6 wird im Walzenständer 8 im Schlitz 12 mit dem gleichen Spiel a plus b geführt wie das Einbaustück 5.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Vorrichtung zur axialen Einstellung von Walzen, insbesondere Kaliberwalzen, die zusammen mit ihren Einbaustücken im Ständer eines Walzgerüsts verschiebbar angeordnet sind, bei der mindestens eine Walze mit ihren Einbaustücken durch zwei, spiegelbildlich zu beiden Seiten eines Einbaustücks am Walzenständer angeordnete, über eine Antriebseinrichtung senkrecht zur Walzenachse verschiebbare Führungsstücke in axialer Richtung der Walze verstellbar ist und diese Führungsstücke keilförmige Gleitflächen aufweisen, die nsit entsprechenden Gleitflächen am Ansatz eines der Einbaustücke zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsstücke (13) in Schlitzen (11, 12) des Walzenständers (7, 8) geführt sind und die Ansätze (14) der Einbaustücke (5) U-förmig umschließen, und als Antriebseinrichtung für die Führungsstücke (13) eine mit einer am Führungsstück (13) befestigten Mutter (16) in Eingriff stehende hohle Gewindespindel (15) vorgesehen ist, welche mit dem Ansatz des Einbaustücks (5) durch einen Bolzen (26) und einer Befestigungsplatte (17) kraftschliissig verbunden ist.
    gigen Stranggießanlagen, besteht das Problem, die Walzgerüste, mit denen die Stränge im Anschluß an den Gießvorgang weiter verformt werden, möglichst raumsparend anzuordnen, weil die Waligerüste mögliehst nahe nebeneinander und möglichst nahe hinter einander angeordnet sein sollen. Es besteht auch das Bestreben, diese Gerüste möglichst leicht und einfach zu bauen. Die Walzgerüste sollen rasch und einfach ausgewechselt und gegebenenfalls gegeneinander aus-
    getauscht werden können. Zum Unterschied von üblichen Walzenstraßen wird bei diesen, einer Stranggießanlage nachgeschalteten Vorstraßen die Einstellung der Walzen, d. h. die Einstellung des Kalibers, nicht an Ort und Stelle, sondern bevorzugt in einer Walzen werkstatt vorgenommen. Sobald das komplette Walz gerüst betriebsbereit montiert ist, sollen nur noch Einstellungs- bzw. Justierarbeiten vorgenommen werden. Von besonderer Bedeutung für eine sorgfältige Kalibereinstellung ist dabei die axiale Einstellung der WaI-
DE19702018488 1969-04-23 1970-04-17 Vorrichtung zur axialen Einstellung von Walzen, insbesondere Kaliberwalzen Expired DE2018488C3 (de)

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AT391469 1969-04-23
AT391469A AT297641B (de) 1969-04-23 1969-04-23 Vorrichtung zur axialen Einstellung einer Walze, insbesondere einer Kaliberwalze

Publications (3)

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DE2018488A1 DE2018488A1 (de) 1970-11-05
DE2018488B2 DE2018488B2 (de) 1976-03-18
DE2018488C3 true DE2018488C3 (de) 1976-11-11

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