DE201740C - - Google Patents

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DE201740C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L15/00Apparatus or local circuits for transmitting or receiving dot-and-dash codes, e.g. Morse code
    • H04L15/04Apparatus or circuits at the transmitting end
    • H04L15/12Apparatus or circuits at the transmitting end with keyboard co-operating with code-bars
    • H04L15/14Apparatus or circuits at the transmitting end with keyboard co-operating with code-bars combined with perforating apparatus

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVl 201740-KLASSE 21 α. GRUPPE
MAXIMILIAN KOTYRA in PARIS.
bewegt werden.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. November 1906 ab.
Es ist bekannt, die Lochung von Papierstreifen, die zum Geben von telegraphischen Nachrichten oder auch für andere Zwecke verwendet werden sollen, mit Hilfe von Vorrichtungen zu bewirken, die einerseits aus den Lochstempeln und andererseits aus Elektromagneten bestehen, durch welche die Lochstempel in Tätigkeit gesetzt werden.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine
ίο Lochvorrichtung, bei welcher die den Grundzeichen des Morsealphabetes entsprechenden Löchergruppen mit Hilfe des bekannten fünfstempeligen Lochapparates durch die Tastatur eines Gebers der in der deutschen Patentschrift 153198. beschriebenen Art, aber hur mittels dreier zur Betätigung der Lochvorrichtung dienenden Elektromagnete angebracht werden, derart, daß mittels der letzteren die j edem Zeichen entsprechende Loch- und Strichkombination hervorgebracht wird, . ohne daß die Handhabung des Apparates irgendeine Vorbildung erfordert, wobei der Bedienende durchaus frei bleibt von den schädlichen Einflüssen, welche die Handhabung des Morsetasters bekanntlich zur Folge hat.
Zu diesem Zwecke sind die auf dem Kontaktbrett unterhalb der Schleifkontakte der durch ein Triebwerk selbsttätig nach Anschlagen über das Kontaktbrett bewegten Tasthebel angeordneten Kontaktgruppen, deren jede Gruppe eine bestimmte, dem zugehörigen Buchstaben entsprechende Anzahl von Kontakten enthält, derart geschaltet, daß bei Hinwegschleifen des betreffenden durch die jeweilig angeschlagene Taste selbsttätig bewegten Schleifkontaktes die drei zur Betätigung der Lochstempel dienenden Elektromagnete wiederholt und in der durch die Kontaktgruppen gegebenen Reihenfolge so erregt werden, daß jede Lochkombination mit dieser Mindestzahl von Elektromagneten und Stempeln ganz mechanisch dadurch hervorgebracht wird, daß der Beamte nur jeweilig die den betreffenden Buchstaben tragende Taste anzuschlagen braucht.
In den beiliegenden Zeichnungen stellt
Fig. ι . schematisch die Einrichtung nach vorliegender Erfindung dar, wobei die Teile in der Ruhestellung sind.
Fig. 2 zeigt die Einrichtung, bei welcher sich einzelne Teile in der Arbeitsstellung befinden.
Fig. 3 ist ein Schnitt zur Darstellung eines Einzelteiles nach Linie 3-3 der Fig. 2.
Fig. 4 zeigt in größerem Maßstabe die Lochvorrichtung und die elektromagnetische Vorrichtung in der Seitenansicht.
Fig. 5 ist eine Draufsicht von Fig. 4 mit , abgenommener elektromagnetischer Einrichtung.
Fig. 6 ist eine ähnliche Ansicht wie Fig. 4, wobei einzelne Teile in der Arbeitsstellung im Schnitt nach der Linie 6-6 der Fig. 7 dargestellt sind.
Fig. 7 ist eine der Fig. 5 ähnliche Ansicht, wobei sich einzelne Teile in der Arbeitsstellung befinden.
Fig. 8 ist ein Schnitt nach der Linie 8-8 der Fig. 7.
Fig. 9 ist eine im vergrößerten Maßstabe dargestellte Draufsicht auf die Einrichtung der Kontaktplatte.
Fig. 10 ist ein senkrechter Querschnitt nach Linie 10-10 durch Fig. 9, und
Fig. 11 ist ein Querschnitt nach Linie 11-11 durch Fig. 9.
Die Lochvorrichtung kann von beliebiger bekannter Art sein und besitzt in der dargestellten Ausführungsform die Einrichtung eines Wheatstonelochers. Da dieser allgemein bekannt ist (s. z. B. Kraatz, Maschinentelegraphen, 1906, S. 8 bis 10), genügt es zum Verständnis der vorliegenden Erfindung, ihn nur kurz zu beschreiben. Im Gehäuse 1 (Fig. i, 5, 6 und 7) der Lochvorrichtung sind drei Tasten 2, 2", 2b angeordnet, deren Hebel die fünf Lochstempel 4, 4a, 4C, 4d (Fig. 6 bis 8) bewegen können, die den Papierstreifen 5 lochen. Die Stempel 4, 4*, 4d erzeugen Löcher 6, die entsprechend dem gewählten Kodex gruppiert sind, und zwar wird durch Niederdrücken von z. B. Taste 2 eine Lochgruppe gebildet, die aus je einem Loch der oberen, mittleren und unteren Lochreihe besteht. Diese Gruppe entspricht dem Punkt der Morsetelegraphen. Durch Niederdrücken der Taste 2b entsteht eine Gruppe von einem Loch der oberen, zwei Löchern der mittleren und einem Loch der unteren Lochreihe, und zwar derart, daß das Loch der oberen über dem ersten Loch der mittleren und das Loch der unteren unter dem zweiten Loch der mittleren Lochreihe liegt. Diese Gruppe entspricht dem Strich des Morsetelegraphen. Aus Punkt und Strich bzw. aus den beiden genannten Lochgruppen werden nun die Zeichen des ganzen Alphabetes in bekannter Weise zusammengesetzt. Die Taste 2a bewirkt das Lochen der mittleren Reihe von Punkten 7, mittels welcher der Streifen 5 einerseits durch die Lochvorrichtung befördert und andererseits die Zeichenlochgruppen voneinander getrennt werden (Fig. 8).
Ein Sternrad 16 (Fig. 5, 7 und 8) greift in die Löcher 7 des Papierstreifens 5 und bewirkt den Vorschub desselben bei jedem Anschlagen der Tasten 2, 2a, 2* und zugehöriger Hebel 3, 3*, 3* durch einen Arm 17 (Fig. 6 und 7), der bei 18 drehbar ist und auf eine Schaltklinke 19 in gebräuchlicher Weise wirkt. Der von einer nicht gezeichneten Vorratsrolle kommende Papierstreifen 5 geht vor den Lochstempeln zwischen der feststehenden Platte 9 und einer benachbarten Platte 20 hin und wird durch Rollen 21, 21 geführt.
Die Klaviatur, welche beispielsweise ähnlich wie diejenige bei Schreibmaschinen ausgebildet sein kann, besteht aus einer Anzahl Von Tastenhebeln 22 (Fig. 1 und 2), je einem für jedes Zeichen des gewählten Kodex.
In Fig. ι und 2 ist bloß ein bei 23 drehbarer Tastenhebel 22 dargestellt. Er ist an der Unterseite bei 24 gezahnt, so daß er mit einem sich beständig drehenden Langtrieb 25 in Eingriff treten kann, und trägt Ansätze 26, 27, die mit entsprechenden Nuten 28 (Fig. 3) zusammenarbeiten. Eine Feder 29 drückt den Tastenhebel aufwärts und eine Feder 30 sucht ihn beständig in die vordere oder Ausgangslage zurückzuführen. Ein an jedem Tastenhebel befestigtes federndes Stromschlußstück 31 schleift .über alle, jeder je einem Buchstaben entsprechenden Gruppe der untereinander auf einer Kontaktplatte (Fig. 9, 10 und 11) isolierten Stromschlußstücke 32, 32a, 32* usw. hinweg. Sämtliche Stromschlußstücke 32, 32", 32* jeder Kontaktgruppe sind durch drei gemeinsame Drähte 33 bzw. 33", 33* mit drei Elektromagneten 34, 35 und 36 verbunden, die zusammen mit ihren Ankern 37 und 38 (Fig. 4 und 6) die vorerwähnte elektromagnetische Vorrichtung bilden.
Jeder der Drähte 33 bzw. 33s, 33* führt zu einer bestimmten Kontaktplatte 32, 32* und 32* (Fig. 10 und 11). Die Kontaktplatte 32 (s. Fig. 9) dient bei Berührung mit dem Schleifkontakt 31 jedesmal zum Hervorbringen der Abstandlöcher; die Kontaktplatte 32° für die Punkt- und die Kontaktplatte 32* für die Strichzeichen, aus welchen die einzelnen Buchstaben zusammengesetzt sind. Mit der Kontaktplatte 32s leitend verbunden sind sämtliche Punktkontakte 32", und mit der Kontaktp'atte 32* stehen in leitender Verbindung sämtliche Strichkontakte .32*, wie dies aus den Fig. 10 und 11 ohne weiteres ersichtlich ist. Die drei Kontaktplatten 32, 32a, 32* sind natürlich entsprechend voneinander isoliert, und es erhellt ohne weiteres, daß, so oft ein Schleifkontakt 31 über einen in einer Kontaktgruppe vorhandenen Punktkontakt 32" aufläuft, der betreffende Punktstempel durch den bezüglichen Elektromagneten 35 gleich oft betätigt wird, und dasselbe gilt für die Strichkontaktplatte 32* und für die Abstandpunktplatte 32.
Die bei 39 drehbaren Anker 37, 38 werden durch Federn 40 in der Ruhestellung gehalten, und mit jedem dieser Anker ist ein Stößer 41, 42, 43 (Fig. 1 und 2) verbunden. Diese erstrecken sich längs der Kerne der Elektromagnete und sind gerade oberhalb der Hebel 2, 2a, 2b angeordnet. Von jedem Magneten führt ein Draht 44, 45, 46 zu einer Stromquelle 47, von der ein Rückleiter 48 zum Klaviaturgestell führt.
Wird beispielsweise bei der in Fig. ι gezeigten Ruhestellung eine Taste 22 angeschlagen, so daß die Zähne 24 ihres Hebels mit dem sich beständig drehenden Langtrieb 25 in Eingriff kommen, so wird dieser Hebel nach Fig. 2 von rechts nach links derart bewegt, daß das Stromschlußstück 31 über die feststehenden, nach Fig. 9 und 10 dem Buchstaben A entsprechenden Stromschlußstücke 32, 32a und 32* wegschleift. Die Elektromagnete 34, 35 und 36 werden so der Reihe nach eingeschaltet und von jedem der Kolben 43, 41, 42 ein Schlag auf die zugehörigen Tasten 2, 2a, 2b der Lochvorrichtung geführt.
Wenn gemäß der Fig. 9 und ii der Buchstabe; X hervorgebracht werden soll, so schleift beim Herabdrücken der so bezeichneten Taste 22 der Kontakt 31 über die unter dem Buchstaben X in Fig. 9 liegende, in Fig. 11 im Schnitt dargestellte Kontaktgruppe, und es ist leicht ersichtlich, daß dementsprechend die Stempel so bewegt werden, daß zuerst ein Strichkontakt 32*, dann zwei Punktkontakte 32" hintereinander und dann wieder ein Strichkontakt 32* zur Wirkung gebracht werden. Es ist demnach klar, daß die Zahl der Stromschlußstücke, über welche der jeweilig angeschlagene Tastenhebel der Klaviatur wegschleift, dem Zeichen entspricht, das auf dem Papierstreifen zu lochen ist, und daß auf diese Weise mit einer Mindestzahl von Elektromagneten und Stempeln die Lochkombination jedes Zeichens des Morseschen . Systems unter Ausschluß jeglichen Irrtums sozusagen mechanisch hervorgebracht werden kann.
Die' elektromagnetische Vorrichtung braucht nicht unmittelbar auf die Lochvorrichtung' zu wirken, sie kann letztere auch mittelbar unter Vermittlung einer pneumatischen Vorrichtung in Betrieb setzen. In jedem Falle ist die Wirkung des Elektromagneten lediglich auf die Steuerung der pneumatischen Vorrichtung beschränkt. Der Schlag auf die Lochstempel wird von der letzteren geführt.
Ob die Lochvorrichtung mittelbar oder unmittelbar in Tätigkeit gesetzt wird, immer können mehrere Lochmaschinen gleichzeitig von einer einzigen Klaviatur aus betrieben werden. Die vorstehend beschriebene Erfindung ist zwar hauptsächlich iür die Telegraphie bestimmt, sie kann aber überall dort verwendet werden, wo Papierstreifen o. dgl. nach einem bestimmten Kodex mechanisch gelocht werden sollen, beispielsweise bei Notenblättern für Musikwerke, den sogenannten Registrierstreifen für Letterngieß- und -setzmaschinen usw.

Claims (3)

Pate nt-An Sprüche:
1. Vorrichtung zum Lochen von Papierstreifen nach Morsesystem mit Hilfe von Lochstempeln, die elektromagnetisch von einer Tastatur aus bewegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die nach Anschlagen mit einer Bewegungsvorrichtung (25) gekuppelten Tasten (22) über gruppenweise angeordnete Kontakte (32, 32", 32*) hinweggeführt werden, deren gleichnamige,
d. h. für die Hervorbringung gleicher Zeichen bestimmten Kontakte (32, 32", 32*) aller Gruppen durch gemeinsame Leitungen (33. 33a> 33s) derart an drei zum Antrieb der Stempel dienende Elektromagnete angeschlossen sind, daß je nach dem Vorhandensein gleichnamiger Kontaktstücke in einer zur Wirkung tretenden Gruppe dieselben Stempel zur Anbringung gleicher Zeichen wie von Hand aus wiederholt in Tätigkeit treten.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungen (33, 33s, 33*) an Kontaktplatten (32, 32", 32*) angeschlossen sind, deren eine (32a) mit sämtlichen in jeder Gruppe voneinander isoliert vorhandenen Punktkontakten und deren andere (32*) mit sämtlichen in jeder Gruppe isoliert angeordneten Strichkontakten leitend verbunden ist, während die dritte Platte (32) die Kontaktplatte zur Hervorbringung sämtlicher Abstandpunkte bildet.
3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anker der die Lochstempel beherrschenden Magnete (34, 35, 36) mit Druckstempeln versehen sind, die bei Erregung der betreffenden Elektromagnete den Hebel niederdrücken, der auf die Lochstempel wirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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