DE2017281B2 - Verfahren zur verringerung oder beseitigung des anteils uebelriechender bestandteile in industrieabgasen - Google Patents

Verfahren zur verringerung oder beseitigung des anteils uebelriechender bestandteile in industrieabgasen

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DE2017281B2
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Steuler industriewerke GmbH, 5410 Hohr-Grenzhausen
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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    • B01D47/00Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
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    • B01D53/34Chemical or biological purification of waste gases

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verringerung oder Beseitigung des Anteils übelriechender Bestandteile in Industrieabgasen, wie diese in zahlreichen industriellen Produktionsverfahren auftreten. Solche Bestandteile ergeben sich insbesondere in fischverarbeitenden Betrieben, Tierkörper-Verwertungsanstalten, Schweinemästereien, in Betrieben zur Herstellung von Mais- und Stärkeprodukten sowie in vielen anderen Betrieben der Lebensmittelindustrie. Ebenso treten übelriechende Abgase in großem Umfang bei der Oberflächenbehandlung von Werkstoffen durch Lackierung auf. Bedingt durch rationelle Fertigungsverfahren werden die oberflächenbehandelten Werkstoffe in einem Lacktrockenofen getrocknet und die aus diesen öfen austretenden Gase enthalten unangenehm riechende Bestandteile. Auch in gummierzeugenden Betrieben, wie z. B. bei der Schaumgummiherstellung, treten solche Abgase auf, die zum Teil vor; den Vulkanisationsbeschleunigern, teilweise aber auch von den Treibmitteln stammen.
In all diesen Fällen sind die übelriechenden Bestandteile, auf die brennbare Substanz bezogen, sehr gering. Die brennbaren Anteile liegen sehr oft zwischen 0,1 bis 5 g/Nm3, der Heizwert dieser Gase zwischen 0,1 bis 80 kcal/Nm3. Die Abgase fallen teilweise bereits bei Normaltemperatur, teilweise aber auch bei höheren Temperaturen (Lacktrockenöfen) an. Die Temperatur-Obergrenze solcher Abgase liegt meist bei 180°C.
Die bisher wirkungsvollste Methode zur Vernichtung der übelriechenden Bestandteile war deren Verbrennung. Man hat durchweg zwei Verbrennungsverfahren angewandt, nämlich das thermische und das kataiytische Nachverbrennungsverfahren. Bei diesen Verfahren werden die zu vernichtenden Bestandteile unter Zusatz von Heizöl in einem Ofen verbrannt Während die Verbrennung nach dem thermischen Verfahren rein thermischer Natur ist, wobei die Verbrennungstempera-
Hi türen entsprechend hoch liegen müssen (800° C bis 1000°C), arbeitet das kataiytische Nachverbrennungsverfahren mit entsprechenden Katalysatoren, die eine niedrigere Verbrennungstemperatur (300° C bis 500"C) gestatten.
M Der wesentliche Nachteil beider Verfahren liegt in den relativ hohen Betriebskosten. Man kann zwar durch die Installation von Wärmeaustauschern und Abgasrückführung, also Wärmerückgewinnung, die Betriebskosten herabsetzen, muß in der Praxis jedoch mit Kosten von DM 3,00 bis DM 15,00/1000 cbm/h rechnen. Kataiytische Nachverbrennungsanlagen sollen betriebskostengünstiger arbeiten, bringen aber den Nachteil mit sich, daß die Lebensdauer der Katalysatoren begrenzt und nicht genau vorherbestimmbar ist.
2!i Nach der Erfindung lassen sich die erwähnten Schwierigkeiten beseitigen, wenn man die Gase in einem Gaswäscher mit einem Amidosulfonsäure enthaltenden Waschwasser behandelt. Praktische Versuche haben ergeben, daß bei einem Amidosulfonsäureanteil von 0,1% bis 10% im Waschwasser aus Abgasen aus Lacktrockenöfen einer Automobilfabrik (Elektrophoreselacke, öladduktlacke und Acrylhaizlacke, neben geringen Anteilen Butylglykol und Spuren anderer Lösungsmittel) 80% bis 97% der übelriechenden Bestandteile beseitigt wurden, also einen Wirkungsgrad von 80% bis 97,3% erreicht wurde. Zur Verbesserung des Absorbtionseffektes haben sich dabei in einigen Fällen Emulgatoren als nützlich erwiesen.
In einem Betrieb zur Schaumgummiherstellung, in dem die übelriechenden Bestandteile im Abgas aus Aminen bestanden, vor allem aus Trimethylamin, konnte durch Waschen mit einer l-4%igen Amidosulfonsäurelösung über einen Kapillarabsorber erreicht werden, daß im Abgas qualitativ kein Amin mehr
■cj nachzuweisen war.
Das Waschverfahren, gegebenenfalls unter Anwendung von Emulgatoren und unter Umständen Entschäumern, eignet sich für eine Vielzahl verschiedenartigster Bestandteile von Abgasen, die deren üblen Geruch hervorrufen.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Verringerung des Anteils übelriechender BestandteJe in Industrieabgasen, dadurch gekennzeichnet, daß die Gase in einem Gaswäscher mit einem Amidosulfonsäure enthaltenden Waschwasser behandelt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Amidosulfonsäureanteil 0,1% bis 10% beträgt.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und/oder 2, gekennzeichnet durch die zusätzliche Verwendung von Emulgatoren.
4. Verfahren nach einem oder mehreren Ansprüchen der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch die zusätzliche Anwendung von Entschäumern.
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