DE201680C - - Google Patents

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DE201680C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B5/00Preservation of eggs or egg products
    • A23B5/02Drying; Subsequent reconstitution
    • A23B5/022Drying with use of gas or vacuum

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
201680 KLASSE 53 c. GRUPPE
PETER ADAM SCHMITT und OTTO AHRENS in HAMBURG.
Verfahren zum Trocknen von flüssigem Eiweiß, Eigelb u. dgl. Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. September 1907 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zum Trocknen von flüssigem Eiweiß, Eigelb u. dgl. Das Verfahren besteht im wesentlichen darin, daß das Eiweiß auf einer durchlochten Unterlage ausgestrichen und dann wie üblich getrocknet wird. Die Verwendung derartiger Unterlagen ist bereits beim Trocknen von Leimprodukten bekannt. Hier wird aber der flüssige Leim
ίο vorher verdickt, bis er eine halbfeste, zusammenhängende Konsistenz besitzt, und dann erst in Form von Tafeln, Streifen o. dgl. auf die Trockenmulden gebracht. Bei dem vorliegenden Verfahren hingegen wird das noch völlig flüssige Eiweiß ohne weitere Vorkonzentration oder sonstige Vorbehandlung unter Benutzung durchlochter Unterlagen getrocknet. Bisher wurde das Eiweiß zum Trocknen auf Glasplatten o. dgl. ausgebreitet und dann einige Zeit einer Temperatur von etwa 50° ausgesetzt. Hierbei bildet das Eiweiß, wenn es in dünner Schicht ausgebreitet wurde, eine dünne Haut, welche auf der Unterlage so fest haftet, daß sie nur mit großer Mühe durch Abschaben losgelöst werden kann. Selbst in dicker Schicht aufgetragen haftet das Eiweiß nach dem Eintrocknen teilweise noch auf der Unterlage fest, so daß das Abkratzen auch hierbei nicht ganz vermieden werden kann. Da das Eiweiß nur an der Oberfläche von der Luft bestrichen werden kann, so verliert es seinen Wassergehalt nur langsam und nur bei erhöhter Temperatur. Hierin liegt ein großer Übelstand, weil das Eiweiß sehr empfindlich ist und besonders im Sommer sehr rasch verdirbt. Bei Benutzung durchlochter Unterlagen gemäß dem vorliegenden Verfahren kann das Eiweiß in beliebig dünner Schicht ausgebreitet werden. Es trocknet hierbei ungemein schnell schon während des Ausstreichens auf der Unterlage bei niederer Temperatur, weil die Luft die Eiweißschicht auch von der Unterseite der Unterlage her bestreichen kann. Das trockene Eiweiß kann durch einfaches Abbürsten leicht und schnell von der Unterlage entfernt werden und springt auch schon durch bloßes Klopfen auf die Unterseite der Unterlage ab. Man kann das Eiweiß vor dem Auftragen auf die Unterlage auch in bekannter Weise etwas schlagen.
Die Vorzüge des vorliegenden Verfahrens bestehen einerseits darin, daß es viel leichter und schneller ausgeführt werden kann, andererseits aber auch noch besonders darin, daß das erhaltene trockene Eiweiß von besserer Qualität ist. Denn je schneller das Trocknen vor sich geht und je niedriger die Temperatur ist, bei der es geschieht, desto leichter und klarer löslich ist das erhaltene Eiweiß.
Das Verfahren wird etwa folgendermaßen ausgeführt: Das Eiweiß wird entweder direkt oder nachdem es vorher mehr oder weniger stark geschlagen ist, mit einem Pinsel, einer Bürste- o. dgl. auf einer durchlöcherten Unterlage, z. B. einem Geflecht aus Draht, Pferdehaar o. dgl., in dünner Schicht ausgestrichen und dann im Freien der Einwirkung der Sonnenstrahlen oder eines starken Luftzuges
ausgesetzt. Bei ungünstigem Wetter erfolgt das Trocknen in Räumen, welche auf etwa 250 C. erwärmt werden und aus denen die feuchte Luft in geeigneter Weise entfernt wird. Sobald die Eiweißschicht ihr Wasser abgegeben hat, fährt man mit einer harten Bürste über das Geflecht, wobei das trockene Eiweiß von der Unterlage vollständig abgestreift wird. Wenn man ein ganz feinmaschiges Geflecht als Unterlage benutzt, so erhält man das trockene Eiweiß direkt in Pulverform. Will man das Eiweiß in Form von Schuppen oder Blättchen erhalten, so verwendet man ein gröberes Geflecht, und zwar sind die erhaltenen Lamellen um so größer, je weitmaschiger das die Unterlage bildende Geflecht ist. Wird das Eiweiß vor dem Aufstreichen in bekannter Weise geschlagen, so wird dadurch die Bildung der Pulverform beim Abbürsten begünstigt, und zwar um so mehr, je stärker das Eiweiß geschlagen ist.
Das Verfahren kann auch zum Trocknen von flüssigem Eigelb verwendet werden, überhaupt überall da, wo es sich darum handelt, derartige flüssige Substanzen rasch und ohne Anwendung höherer Temperatur zu trocknen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Trocknen von flüssigem Eiweiß, Eigelb ti. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß das Eiweiß auf einer durchlochten Unterlage, z. B. einem Drahtgeflecht, ausgestrichen und dann in bekannter Weise bei niedriger Temperatur getrocknet wird.
2. Ausführungsform des Verfahrens gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
. daß das Eiweiß o. dgl. zur Erzielung von Pulver auf ganz feinem, zur Erzielung von Schuppen auf mehr oder weniger grobem Drahtgeflecht ausgestrichen wird.
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