DE2012165C - Verfahren zum Aussteifen eines dünnen Hullrohrs fur Spanngheder od dgl, das wahrend des Betonierens eines Bauwerks abschnittsweise eingebaut wird, sowie Aussteifungsrohr fur die Durch fuhrung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Aussteifen eines dünnen Hullrohrs fur Spanngheder od dgl, das wahrend des Betonierens eines Bauwerks abschnittsweise eingebaut wird, sowie Aussteifungsrohr fur die Durch fuhrung des Verfahrens

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DE2012165C
DE2012165C DE19702012165 DE2012165A DE2012165C DE 2012165 C DE2012165 C DE 2012165C DE 19702012165 DE19702012165 DE 19702012165 DE 2012165 A DE2012165 A DE 2012165A DE 2012165 C DE2012165 C DE 2012165C
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Auf Nichtnennung Antrag
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Philipp Holzmann Ag, 6000 Frankfurt
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Description

Aufgabe der Erfindung ist es, bei einem Verfahren der eingangs genannten Art so vorzugehen, daß auf Halterungen am freien Ende des jeweils zuletzt eingebauten Hüllrohrabschnitts verzichtet werden kann. Diese Aufgabe wird erfiadungsgemäß dadurch gelöst, daß mit dem frei stehenden Ende eines in einem ersten Betonierabschnitt einbetonierten Hüllrohrabschnitts ein zweiter frei stehender Hüllrohrabschnitt verbunden wird und durch den zweiten Hüllrohrabsctinitt ein Aussteifungsrohr so weit hindurchgeführt wird, daß es sich in den oberen einbetonierten Bereich des ersten Hüllrohrabschnitts erstreckt, und daß das Aussteifungsrohr vor dem Einbetonieren des zweiten Hüllrohrabschnitts für seine Halterung mit dem ersten Hüllrohrabschnitt lösbar verspannt und nach dem Einbetonieren des zweiten Hüllrohrabschnitts aus den beiden Hüllrohrabschnitten herausgezogen wird, worauf dies-r Vorgang gegebenenfalls wiederholt wird.
Dieses Verfahren hat den Vorteil, den Hüllrohrabschnitt während des nachfolgenden Betonierabschnitis durch ein Mittel absteifen zu können, das mit wenigen Handgriffen für eine gewünschte Zeit in dem bereits betonierten Bauwerksteil zu verankern ist unter Ausnutzung des darin bereits einbetonierten Hüllrohrabschnitts. Es können dadurch dünnwandige glatte oder gewellte Hüllrohre benutzt werden, ohne daß eine zusätzliche Abstützung ihres freien Endes oder die Herstellung arbeitsaufwendiger Stoßverbindungen erforderlich ist.
Das Aussleifungsrohr für die Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß es in seiner unteren Hälfte Verspannmittel aufweist, die mit dem Verslellmechanismus versehen sind, der sich bis über den Rand des oberen Endes vom Aussteifungsrohr erstreckt. Auf diese Weise kann die Aussteifung der Hüllrohrabschnitte schnell und in einfacher Weise erfolgen und das Aussteifungsrohr ohne Schwierigkeiten wieder ausgebaut werden. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens und des erfindungsgemäß ausgebildeten Aussteifungsrohrs sind Gegenstand der Unteransprüche.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend unler Bezugnahme auf eine Zeichnung erläutert. Es zeigt
F i g. 1 zwei miteinander gestoßene Hüllrohrabschnitte mit Aussteifungsrohr im Längsschnitt,
Fig.2 einen Schnitt nach der LinieH-II in der F i g. 1 und
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie Ht-III in der ig.l.
Bei der in der Zeichnung wiedergegebenen Anordnung ist in einem ersten Betonierabschnitt ein erster dünnwandiger Hüllrohrabschnitt 1 einbetoniert, dessen Länge der Höhe eines Betonierabschnitts· entspricht. Dieser Hüllrohrabschnitt ragt mit seinem oberen Ende über die Oberseite des ersten Betonierabschnitts heraus. An dem oberen Ende des unterer Hüllrohrabschnitts 1 ist ein zweiter oberer Hüllrohrabschnitt Γ von gleicher Beschaffenheit angernuffl.
Die Länge dieses oberen Hüllrohrabschmas entspricht dir des nachfolgenden Betomerabsctaiitts.
Durch den oberen Hüllrohrabschnitt 1 und in derTÖSren Bereich des unteren HB^«^» erstreckt sich ein Aussteifungsrohr 2, desse, Durchmesser etwa 5 mm kleiner ist ate derjenige der HuU-rohrabschnitte. Dieses Aussteifungsrohr2 erstreckt sich bis zu einer Tiefe von etwu einem Meter wι den ersten BcionierabschnitL Dieser Bereich.ist mit Schht-M zen3 versehen, und zwar mit jeweils drei |>"ή™. ßig über den Umfang verteilten SchliteenS, in,zwei Höhenebenen, die im Abstand von etwa <1,8iMeler stehen. In jedem Schlitz 3 liegt eine Klemmbacke 4 bzw. 4', die mit Ansätzen am oberen und.unteren X5 Rand über den Innenrand des Schlitzes 3 faßt, damit sie nicht nach außen herausfallen karin. Die unteren Klemmbacken 4 stützen sich an einem Keilkorpcr5 ab und die oberen Klemmbacken 4' an einem Keilkö-'rper«· Beide Keilkörper 5 und 6 sind mit einer ao Spindel 7 verbunden, die sich axial durch das Aussteifungsrohr 2 erstreckt und über den oberen Rand des Hüllrohrabschnitts 1' herausragt. Der Kcilkor-Pcr6 ist mit dieser Spindel 7 fest verbunden. Der untere Keilkörper 5 hingegen ist mittels zweier just.cra5 schrauben 8 und 8' höhenverstellbar auf der Spindel 7 gehalten, um den Abstand zwischen den beiden Keilkörpern S und 6 verändern zu können. Die Spindel? trägt außerdem scheibenförmige Abstandshalter 9 für die Zentrierung der Spindel. Auf seiner Unterseite ist das Aussicifungsrohr 2 • mit einem Deckel IO abgeschlossen und auf seiner Oberseite durch einen oberen Deckel 11. Der Deckel H ist mit einem Flansch versehen, der als Fuhrung
12 für den oberen Hüllrohrabschnitt 1 wirkt. Der sich über den Deckel 11 hinaus erstreckende Endabschnitt der Spindel 7 ist an seinem äußersten Ende mit einem Vierkant versehen und darunter mit einem Gewinde auf das eine Kiemmutter 13 geschraubt ist. die sich auf der Oberseite des Deckels 11 abstutzt.
Wird demzufolge die Spindel? bzw. die Kiemmutter
13 gedreht, so werden die Keilkörper 5 und 6 gleichmäßig angehoben und drücken die Klemmbacken 4 und 4' in den Schlitzen 3 nach außen gegen die Innenseite des unteren HüllrohrabschniUs 1. Dadurch
erfolgt eine Verspannung des Aussteifungsrohrs 2 und infolge seiner Verbindung mit dem Hullrohrabschnitt Γ eine Aussteifung desselben. Es ist demzufolge möglich, den zweiten Betonierabschnitt zu betonieren, ohne daß es irgendwelcher zusätzlicher Ab-Stützungen des oberen Endes des HüllrohrabschniUs 1' bedarf. Ist das Betonieren des zweiten Betonierabschnilts vollendet, so können die Keilkorper5 und 6 durch Drehen der Spindel 7 bzw. der Kiemmutter 13 abgesenkt werden, und das Ausstei-
fungsrohr2 läßt sich aus dem unteren Hüllrohrabschnitt 1 und dem nunmehr ebenfalls einbetonierten oberen Hüllrohrabschnitt Γ herausziehen, um an dem oberen Ende des Hüllrohrabschnitts 1 fur den nächstfolgenden Belonierabschnitt einen weiteren
Hüllrohrabschnitt anzumuffen und den Vorgang zu wiederholen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (11)

10, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel (7)
Patentansprüche: Abstandshalter (9) fiir ihre Zentrierung im Aussteifungsrohr (2) trägt.
, 1. Verfahren zum Aussteifen eines dünnen 12. Aussteifungsrohr nach einem der An-
Hüllrohrs für Spannglieder od. dgl., das während 5 spräche 1 bis I !,'dadurch gekennzeichnet, daß
des Betonierens eines Bauwerks abschnittsweise das Aussteifungsrohr (2) an seinem oberen Ende
eingebaut wird, dadurch gekennzeich- einen Deckel (11) trägt, der mit einer Führung
net, daß mit dem frei stehenden Ende eines in (12) für den zweiten Hüllrohrabschnitt (1') verse-
einem ersten Betonierabschnitt einbetonierten hen ist
Hüllrohrabschnitts ein zweiter frei stehender io
Hüllrohrabschnitt verbunden wird und durch den
zweiten Hüllrohrabschnitt ein Aussteifungsrohr
so weit hindurchgefühlt wird, daß es sich in den Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aussteioberen einbetonierten Bereich des ersten Hüll- fen eines dünnen Hüllrohrs für Spannglieder od. dgl., rohrabschnitts erstreckt, und daß das Ausstei- 15 das während des Betonierens eines Bauwerks abfungsrohr vor dem Einbetonieren des zweiten schnittsweise eingebaut wird, sowie ein Aussteifungs-Hüllrohrabschnitts für seine Halterung mit dem rohr für die Durchführung des Verfahrens. Derartige ersten Hülhohrabschnitt lösbar verspannt und Hüllrohre können auch beispielsweise für die Hernach dem Einbetonieren des zweiten Hüllrohrs stellung von Kanälen für Versorgungsleitungen beaus den beiden Hüllrohren herausgezogen wird, 20 nutzt werden.
worauf dieser Vorgang gegebenenfalls wiederholt Es ist bekannt, beispielsweise dickwandige Spannwird, betonbehälter mit einer ringförmig verlaufenden und
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- einer parallel zu der Zylinderachse in der Wandung kennzeichnet, daß das Aussteifungsrohr durch ra- gerade verlaufenden Spannbewehrung zu versehen, diale Verstellung von Klemmitteln mit einem 25 Bei derartigen Behältern erfolgt das Betonieren der Hüllrohrabschnitt verspannt wird. Wandung im allgemeinen in mehreren Abschnitten.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch Bei einem senkrecht stehenden hohen Spannbetonbegekennzeichnet, daß die Klemmittel im ersten hälter, beispielsweise einem Druckbehälter für ein Hüllrohrabschnitt durch Verstellen eines über Kernkraftwerk, ist es in der Regel konstruktiv nicht den oberen Rand des zweiten Hüllrohrabschnilts 30 möglich, den gerade verlaufenden Spannstahl vor hinausragenden Stellglieds verstellt werden. dem Betonieren in einem Spannkanal einzulegen.
4. Aussleifungsrohr für die Durchführung des Der notwendige Spannkanal wird erst durch die EinVerfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, lage eines Hüllrohrs in dem Beton hergestellt. Ein dadurch gekennzeichnet, daß das Aussteifungs- derartiges Hüllrohr muß aber so steif sein, daß es rohr (2) in seiner unteren Hälfte Verspannmittel 35 durch Einflüsse des rauhen Baustellenbetricbs vor aufweist, die mit einem Verstellmechanismus ver- und während des Betonierens nicht eingedrückt wird, sehen sind, der sich bis über den Rand des obe- Ein Hüllrohr für gerade verlaufende Spannstähle soll ren Endes vom Aussteifungsrohr (Z) erstreckt. auch möglichst steif sein, damit nur wenige Halterun-
5. Aussteifungsrohr nach Anspruch 4, dadurch gen erforderlich werden. Bei der Herstellung von gekennzeichnet, daß als Verspannmittel Klemm- 40 Spannbetondruckbehällern für Kernkraftwerke beibacken (4 und 4') vorgesehen sind, die durch hö- spielsweise wurden deshalb für die Herstellung der henverstellbare Keilkörper (5 und 6) radial ver- Spannkanäle für die geraden Spannglieder gewellte stellbar sind. Falzrohre oder glatte Stahlrohre als Hüllrohre be-
6. Aussteifungsrohr nach Anspruch 4 oder 5, nutzt. Es hat sich aber gezeigt, daß die gewellten dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Klemm- 45 Falzrohre eine Blechstärke von mindestens 0,5 mm backen (4) in gleicher Höhe und gleichmäßig als Schutz gegen ein Eindrücken aufweisen und zuüber den Umfang des Aussteifungsrohrs (2) ver- sätzlich mit Halterungen gegen ein Ausknicken verteilt angeordnet sind. sehen werden müssen. Für glatte Stahlrohre als Hüll-
7. Aussteifungsrohr nach Anspruch 6, dadurch rohre wurden hingegen Wandstärken von mindestens gekennzeichnet, daß mehrere Klemmbacken (4 50 2 mm für erforderlich befunden. Es versteht sich, daß und 4'), im Abstand übereinanderstehend, im derartige Hüllrohre relativ teuer sind, als Nachteil Aussteifungsrohr (2) angeordnet sind. wurde außerdem folgendes erkannt.
8. Aussteifungsrohr nach einem der An- Um ein einwandfreies Betonieren zu ermöglichen, sprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die ist es zweckmäßig, Hüllrohrabschnitte zu benutzen, Klemmbacken (4 und 4') in Schlitzen (3) des 55 die gerade so lang sind, daß sie den nachfolgenden Aussteifungsrohrs (2) liegen und mit Ansätzen Betonierabschnitt höhenmäßig überbrücken, so daß versehen sind, die sich über den Innenrand der sie nach dem Betonieren dieses Abschnitts mit einem Schlitze (3) erstrecken. weiteren Hüllrohr gestoßen werden können. Derar-
9. Aussteifungsrohr nach einem der An- tige Stöße lassen sich bei Verwendung von Muffen sprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß als 60 zwar einfach herstellen, wird eine solche Stoßstelle Verstellmechanismus eine im Aussteifungsrohr aber dicht über der Betonoberfläche des zuvor beto-(2) gelagerte Spindel (7) vorgesehen ist, die sich nierten Abschnitts angeordnet, wie es für den einüber den oberen Rand des Aussteifungsrohrs (2) wandfreien Verlauf der weiteren Arbeiten zweckmäerstreckt und die Keilkörper (5 und 6) verbindet. Big ist, so muß das Hüllrohr an seinem anderen frei
10. Aussteifungsrohr nach Anspruch 9, da- 65 stehenden Ende zusätzlich fixiert werden, da die durch gekennzeichnet, daß der Keilkörper (5) auf Stoßstelle nicht so starr auszubilden ist, daß durch der Spindel (7) höhenverstellbar gelagert ist. sie die Stellung des angemufften Hüllrohrabschnitts
11. Aussteifungsrohr nach Anspruch 9 oder beim weiteren Betonieren einwandfrei gesichert ist.
DE19702012165 1970-03-14 Verfahren zum Aussteifen eines dünnen Hullrohrs fur Spanngheder od dgl, das wahrend des Betonierens eines Bauwerks abschnittsweise eingebaut wird, sowie Aussteifungsrohr fur die Durch fuhrung des Verfahrens Expired DE2012165C (de)

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