DE2007332B2 - Verfahren zum isolieren von objekten - Google Patents

Verfahren zum isolieren von objekten

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DE2007332B2 DE19702007332 DE2007332A DE2007332B2 DE 2007332 B2 DE2007332 B2 DE 2007332B2 DE 19702007332 DE19702007332 DE 19702007332 DE 2007332 A DE2007332 A DE 2007332A DE 2007332 B2 DE2007332 B2 DE 2007332B2
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Isolieren von Objekten, wie unterirdischen Rohrleitungen, Tanks, Rohren oder Leitungen, sowie Gebäudefundamenten, Straßen- und Eisenbahnbetten oder Brücken od. dgl., wobei das Isoliermaterial Kohleteilchen aufweist.
Aus der US-PS Re 25 757 ist die Verwendung einiger bituminöser Materialien, wie Asphaltit oder Gilsonit in Partikelform zum Isolieren derartiger Objekte bekannt. Bei diesen Materialien handelt es sich jedoch um komplizierte Verbindungen, die teuer und damit relativ unwirtschaftlich sind.
Ferner ist aus der DT-PS 4 24 331 ein Isoliermittel für Wärme- oder Kälteschutz bekannt, daß aus Pechkoks oder einer Mischung oder Verbindung von Pechkoks mit anderen Isoliermitteln besteht. Dieses kann v> u. a. in lockerer Mischung mit allen anderen bekannten Isoliermitteln jeder Art zu Isolierzwecken verwendet werden, und zudem mit Bindemitteln zu Formkörpern verarbeitet werden, die auch Steinkohlenruß enthalten können. Ein derartiges Material, daß ebenfalls relativ wi teuer ist, dient hauptsächlich dazu, bestimmte Formen aus Isoliermaterial herzustellen, wobei die flüchtigen Bestandteile bei der Verkokung entfernt sind. Ferner ist aus der GB-PS 8 05 767 die Isolierung von Wandungen eines Reaktionsgcfäßes gegen Angriffe durch h> korrosive Materialien, unter Verwendung von Graphit, Kohlenstoff, Ruß, Petrolruß u. dgl., bekannt. Hierbei handelt es sich jedoch nicht darum, im Freien oder im Erdreich angeordnete Bauteile thermisch zu iso lieren und gegen Korrosion gegen Eindringen voi Feuchtigkeit zu schützen. Vielmehr wird dort die Iso lationsschicht zwischen einer Innenwandung und eine: äußeren metallischen Umhüllung des Reaktionsgefäße; angeordnet. Hierbei wird somit praktisch reinei Kohlenstoff in Pulverform verwendet. Zur Isolierung von im Freien oder im Erdreich ungeordneten Bau teilen ist dies jedoch nicht geeignet.
Im allgemeinen hat sich die Isolierung durch die bis jetzt bekannten Verfahren bei tiefen Temperaturer als ausreichend erwiesen. So wurde mit Gilsonit gemäf. der US-PS Re 25 757 eine gute Isolierung bei Temperaturen über 210C erreicht. Wenn die Temperaturedoch die des Dampfes erreicht, d. h., bei etwa 93 C kann ein Abfall der Korrosionseigenschaften de; asphalthaltigen Materials eintreten, wenn die Isolierungsschicht nicht genügend dick ist und wenn ungünstige Bodenfeuchtigkeitsverhältnisse auftreten Man hat angenommen, daß ein derartiger Abfall aul ein Schmelzen des asphalthaltigen Materials und nachfolgendes Sintern zurückzuführen ist. Durch Sinlerr wird die Wasserbeständigkeit herabgesetzt, vor allem deshalb, weil dadurch beim Abkühlen ein sprödei Überzug entsteht, welcher brechen kann und Wassei hindurchtreten läßt.
Geschmolzenes und gesinterte asphalthaltige Stoffe geben solange einen geeigneten Schutz gegen Korrosion infolge von Feuchtigkeit, wie der Überzug unverletzt bleibt. Bei starken Temperaturänderungen jedoch, wie z. B. beim Kühlen einer Rohrleitung, welche normalerweise Flüssigkeit bei 210 C transportiert, aul Raumtemperatur tritt eine beachtliche Bewegung de: Rohrleitung auf. Bei Stahlrohren beträgt diese Bewegung etwa 7,6 cm auf 3040 cm Länge. Währenc der Kühlung des Rohres wird auch die umgebende Isolierung abgekühlt. Bei normalen Betriebstemperaturen ist die Schmelzzone plastisch und flexibel unc schützt die gesinterte Zone vor einer Rohrbewegunj im Verhältnis zur Isolierung. Bei tieferen Temperaturen, gewöhnlich im Bereich oberhalb 93'C, wire das plastische Material hart und spröde. Wenn da; Rohr weiter abgekühlt wird, verursacht seine Zusammenziehung die Entstehung von Rissen in den" spröden, geschmolzenen und gesinterten Material Diese Risse sind nicht selbstheilend. Beim später folgenden Betrieb des Systems bilden sie einen fertiger Durchlaß für korrodierendes Grundwasser, so daß e< die geschützte Rohrleitung erreichen und angreifer kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, welche« bei niedrigen Temperaturen gute Wasserbeständigkeil und Wärmeisolierungseigenschaften besitzt und diese korrosionshemmenden Eigenschaften auch be höheren Temperaturen behält, sowie kostengünstig ist
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Objekte mit einer Schicht, die hauptsächlich aus natürlicher Kohlegranulat besteht, bedeckt oder umgeben werden Hierdurch ergibt sich eine wärmebeständige, flexible Isolierung zum Korrosionsschutz der Objekte, welche eine ausgezeichnete Beständigkeit gegen das Eindringen von Wasser auch beim Aufheizen auf hohe Temperaturen und bei anschließendem Abkühlen behält
Kohlegranulat hat eine ausgezeichnete Wasserbeständigkeit. Die teilchcnförmige Schicht wird insofern nicht angegriffen, als Schmelzen oder Sintern bei Temperaturen oberhalb 256 C" auftritt; diese Temperatur
ist größer ab diejenige, die von den meisten Systemen, bei denen die Isolierung angewendet wird, erreicht wird. Die Schicht aus beweglichen, einzelnen Kohleteilchen kann durch Rohrbewegungen während des Aufheiz- oder Abkühlzyklus nicht merklich best ; ^t werden, da die Schicht in ähnlicher Weise v, ein halbflüssiges Medium reagiert. Wenn keine massiven Risse in dem Isolierungsbett auftreten, vermögen die wasserbeständigen Eigenschaften des granulierten Isolationsmaterials das Eindringen von Wasser in den Gegenstand, der von dem Bett umgeben ist, zu verlangsamen und verhindern so das Auftreten von Korrosion.
Die Kohle wird aus pflanzlichen Substanzen gebildet, wobei ein vollständiger Zerfall in einer geeigneten Umgebung verhindert wird. Daraufhin wird sie durch chemische und physikalische Prozesse verändert,, vgl. z. B. »Chemistry of coal Utilization«, Ergänzungsband H. H. Lowry, Hrsg. John Wiley & Sons, 1963, in Kapitel 1 von Bryan C. Parks, Bureau of Mines, U.S. Department of Interior. Asphalte, ζ. Β. Gilsonit, entstehen auf der anderen Seite aus der Umwandlung von Petroleum, vgl. z. B. »Asphalts and Allied Substances«, Band 1, von Herbert Abrharn D. Van Nostrand Co., 5. Auflage, 1956.
Es gibt verschiedene Klassifikationen oder Typen von Kohle. Allgemein beruht die Klassifikation auf dem Alter oder auf dem Stadium des Abbaus der Kohle. Das erste Stadium, durch welches abbauende Zellulose hindurchgeht, ist Torf. Dann wird sie zu Braunkohle umgewandelt, dann zu bituminöser Kohle und schließlich zu Anthrazit. Eine weitere Umwandlung des Anthrazits würde Graphit ergeben.
Obwohl die Ursachen für die Bildung und Umwandlung der Kohle noch nicht voll erforscht sind, nimmt man an, daß Kohle ursprünglich von Zellulose ausgeht, einem Kohlenwasserstoff der Formel (C6H10O5),,. Während der Umwandlung von Torf zu Anthrazit nimmt der Prozentsatz von Wasserstoff und Sauerstoff in der Kohle ab, während entsprechend der Anteil an Kohlenstoff ansteigt. Bituminöse Kohlen enthalten einen beträchtlichen Anteil an flüchtigen Stoffen.
Die Kohlen werden nach dem A.S.T.M-Systern entsprechend ihrem Rang klassifiziert, und zwar auf einer mineralfreien Basis entsprechend dem Gehalt an festem Kohlenstoff in der Kohle und dem Heizwert. Die Hauptkategorien von Kohle sind Anthrazit (mehr als 86% fester Kohlenstoff) bituminöse Kohle (weniger als 86% fester Kohlenstoff, aber ein Heizwert von mehr als 25 586 000 Joules/kg), unterbituminöser Kohle (Heizwert im Bereich zwischen 25 586 000 und 19 205 800 Joules/kg).
Allgemein werden bituminöse, unterbituminöse und braunkohleartige Kohlesorten zum Gebrauch entsprechend der vorliegenden Erfindung bevorzugt verwendet. Obwohl Anthrazit eine gewisse Isolierung und einen gewissen Korrosionsschutz gewährleistet, ist er viel weniger wirkungsvoll als bituminöse, unterbiluminöse und braunkohleartige Kohle.
Es ist einzusehen, daß nicht alle Kohlen eine gleichförmige Zusammensetzung haben, und daß beispielsweise eine bituminöse Kohle in ihrer Zusammensetzung von derjenigen verschieden sein kann, die an einem anderen Ort gefördert wird. Aus diesem Grund ist eine Auswertung der wasserhemmenden Eigenschaften der Kohle von Vorteil. Die Eignung einer Kohle kann jedoch schon mit den einfachen Testmethoden festgestellt werden, welche hier be· schriehen sind. Es ist ohne weiteres möglich, diejenige geeignete bituminöse, unterbiturr.inöse oder braunkohlearlige Kohle zu bestimmen, die Tür eine bestimmte Isolierungsanwendung ausreichend ist.
In der US-PS Re 25 757 wird die Bedeutung der Teilchengröße des asphalthaltigen Isolationsmaterials betont. Obwohl Beschränkungen der Teilchengröße bei dem vorliegenden Verfahren nicht notwendig sind, hat es sich ergeben, daß die Wasserhemmung mit abnehmender Teilchengröße der Kohleteilchen zunimmt. Demnach würde also eine Betrachtung der Wasserhemmung allein eine extrem kleine Teilchengröße vorschreiben. Im allgemeinen ist es jedoch leichter, die Kohle dicht zu packen, wenn die Teilchengröße etwas größer ist. Aus Gründen der praktischen Anwendbarkeit kann es deshalb wünschenswert sein, die Belastbarkeitseigenschaften der Kohleteilchen gegen die Wasserhemmungseigenschaften abzuwägen und eine Kohle von mittlerer Teilchengröße auszuwählen.
Wenn Kohle gemahlen oder gebrochen wird, erhält man normalerweise eine Korngrößenverteilung. Da ein Trennprozeß durch den man Teilchen von einheitlicher Größe erhielte, normalerweise unwirtschaftlich ist, wird im allgemeinen ein gewisser Bereich verschieden großer Teilchen in der verwendeten Kohle vorliegen. Die Korngrößenverteilung kann insofern wünschenswert sein, als sie die Abwägung der Eigenschaften bewirkt, die in der US-PS Re 25 757 beschrieben werden. Beispielsweise hat es sich ergeben, daß die Wasserhemmung von Teilchen, die größer sind als 0,43 mm, dadurch verbessert werden kann, daß man sie mit feineren Partikeln mischt, welche kleiner als 0,15 mm sind.
Allgemein sollte die Teilchengröße der verwendeten Kohle derart sein, daß dann, wenn eine größere Wasserhemmung erwünscht ist, ein größerer Betrag, vorzugsweise die gesamte Masse, der teilchenförmigen Kohle kleiner als 0,43 mm, vorzugsweise kleiner als 0,15 mm sein. Die Teilchen dürfen so klein sein, wie es wünschenswert ist. Obwohl Teilchen, welche kleiner als 0,15 mm sind für die meisten Anwendungszwecke eine genügende Wasserhemmung aufweisen, sind Teilchen kleiner als 0,075 mm oder sogar 0,035 mm ebenfalls sehr geeignet.
Wenn in einem bestimmten Fall eine geringere Wasserhemmung, dafür aber eine höhere Belastbarkeit des Isolierungsbettes erwünscht ist, können 40% oder mehr der Kohleteilchen größer als 0,833 mm und kleiner als 4,7 mm sein.
Sowohl der Kohletyp als auch die Teilchengröße bestimmen die Wasserhemmung einer teilchenförmigen Kohle. Daher kann für jede Kohlesorte die Eignung zur Wasserhemmung am besten durch die Testmethode ermittelt werden, welche als Schnelltestmethode der Wasserhemmung in Beispiel 1 beschrieben ist. Für die meisten Anwendungszwecke ist eine Hemmung von etwa 38 cm ausreichend, obwohl natürlich in trockenen Böden etwa 25 cm oder weniger ausreichend sein können. Im allgemeinen ist eine Hemmung von wenigstens etwa 61 cm erwünscht, vorzugsweise beträgt die Hemmung wenigstens etwa 150 cm.
Das vorliegende Verfahren ist besonders nützlich bei der Isolierung von unterirdischen Rohrleitungen gegen Korrosion und Wärmeverlust. Das Verfahren kann auch beispielsweise zum Schutz von unterirdischen Tanks, Leitungen, Rohren und Gebäudefundamenten angewendet werden. Darüber hinaus können
Straßenbcttungen, Eisenbahnbettungen und Brücken isoliert werden, um sie gegen das Eindringen von Grundwasser zu schützen und die Gefrier- und Schw^- reeigenschaften zu verringern. Das Verfahren kann auch zum Schutz von oberirdischen Gegenständen verwendet werden, und zwar sowohl zum Korrosionsschutz als auch zur Wärmeisolierung. Die Gegenstände, die geschützt werden sollen, werden in allen Fällen mit einer Schicht von Kohleteilchen bedeckt oder umgeben, welche, falls dies wünschenswert ist, fest gepackt und gepreßt werden können. Allgemein werden die Kohleteilchen in derselben Weise angewendet wie die asphalthaltigen Stoffe, welche in der US-PS 26 68 125 und in der US-PS Re 25 757 auf deren Beschreibung hier Bezug genommen wird, beschrieben werden.
Die Kohleteilchen können mit anderen Materialien gemischt werden, um ihre Isolierungseigenschaften zu modifizieren; beispielsweise kann die Wärmeisolierung dadurch verbessert werden, daß hohle Glaskugeln unter die Kohleteilchen verteilt werden. Außerdem können andere Zusätze hinzugegeben werden, um die Eigenschaften der Kohle zu modifizieren, beispielsweise die Belastbarkeiteigenschaften und die Brennbarkeit. Der Anteil des Isolierungsmatarials, welcher mit dem Objekt in Kontakt steht, wird teilweise durch den erforderlichen Betrag der Wärmeisolierung bestimmt. Allgemein wird eine Lage von 5 cm oder mehr wünschenswert sein. Bei günstigen Bodenfeuchtigkeitsverhältnissen können dickere Lagen erforderlich sein. Ausreichende Isolierungseigenschaften können jedoch auf der anderen Seite auch mit
Tabelle I
viel dünneren Schichten erreicht werden, und es ist möglich, eine ausreichende Isolierung mit Schichten zu bewirken, welche dünner als 5 cm sind.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Bei-■) spielen beschrieben:
Beispiel 1
Gemahlene bituminöse Kohle wurde mit zwei kom-
Ki merziell verfügbaren Isolationsstoffen verglichen. Das eine Isoliermaterial war gemahlener Kalkstein, der mit Stearinsäure beschichtet war. Das andere Isolationsmaterial bestand aus granuliertem Asphaltmaterial des Typs, der in der US-PS Re 25 757 beschrieben
r, ist. Die thermische Leitfähigkeit, die Massendichte und die Sintertemperatur jedes Materials wurde bestimmt. Die Wasserhemmung wurde dadurch ermittelt, daß ein zylindrisches Bett, welches aus dem Isolationsmaterial bestand, einem von unten gerichteten Wasser-
:o strahl ausgesetzt war, der alle zwei Minuten um 2,54 cm erhöht wurde. Das Eindringen von Wasser in das Isolierungsmaterial wird durch eine Messung der Abnahme des elektrischen Widerstandes des Bettes gemessen. Diese Methode zur Messung der Wasser-
r> hemmung wird die schnelle oder beschleunigte Methode genannt und ist in der US-PS Re 25 757 beschrieben. Das Meßverfahren, welches hier verwendet wurde, unterscheidet sich nur insofern von dem der US-PS Re 25 757, daß der Wasserstrahl alle zwei Minuten um 2,54 cm erhöht wurde, anstelle von einer Erhöhung um 2,54 cm alle fünf Minuten. Die Eigenschaften der Materialien sind in Tabelle I angegeben.
Beschreibung Beschichteter Geleimtes Gemahlene
Kalkstein Gilsonit Kohle
Veröffentlichter Temperaturbereich für die Anwendung bis 266' C 0-240'C
Thermische Leitfähigkeit Watt/m°C 0,125 0,094 0,076
Massendichte (in der Grube zusammengepreßt), in g/cm3 1,12 0,78 0,77
Sintertemperatur CiC 88CC über 230X
Wasserhemmung, Schnellmethode >152cm 127 cm >152 cm
Korngrößenverteilung, Gew.-% angehäuft
>0,833 mm 40
>O,175mm 66
>0,15mm -
>0,l mm 15,1
>O,O75 mm 30,9
>0,05 mm 45,6
>O,O35 mm 57,4
X),175mm 34 42i
X),035 mm 100
Die obigen Stoffe wurden so gepackt, daß sie um e-ine Rohrleitung von 5 cm Durchmesser eine Isolierung von 10 cm ergaben, wobei sie elektrisch bis auf 2040C aufgeheizt wurden. Als der Test beendet war, war der beschichtete Kalkstein bis zu einem Abstand von 6,3 cm von der Rohrleitung dicht gesintert, lose gesintert auf den nächsten 1.9 cm und ungesintert auf den äußeren 2,9 cm. Der Gilsonit war auf 7,6 cm gesintert und auf den äußeren 2,5 cm ungesintert. Die Kohle war vollständig ungesinieri. Sintern verursacht einen Verlust an Korrosionsschutz infolge von Rissen in dem gesinterten Material, weiche das Eindringen von Wasser gestatten.
Beispiel 2
Der Einfluß der Korngröße einer bituminösen Kohle mit hohem Anteil an flüchtigen Bestandteilen auf die Wasserhemmung wurde experimentell durch den Dauer- oder Langzeitstrahltest bestimmt. Die Wasscrhcmmung wurde nach dem Dauerstrahltest ermittelt. Dieser Test stimmt mit der beschleunigten Methode, welche in Beispiel 1 beschrieben wurde, überein, außer
daß dann, wenn eine gegebene Strahlhöhe erreicht wird, 152 cm im vorliegenden Fall, keine weiteren Veränderungen vorgenommen werden. Die Zeit, welche bis zum Eindringen von Wasser vergeht, wird gemessen. Die Permanent-Methode ist in der US-PS Rc 25 757 vollständig angegeben. Die Resultate sind in Tabelle Il zusammen mit der Korngrößenverteilung angegeben.
Tabelle II Partikeln feiner als 0,175 mm 0,15 mm
0,43 mm 0,2 mm
Wasserhemmung bei Strahlhöhe 3 Tage mehr als
von 152 cm 2Std. 15Std. 28 Tage
Zeit bis zum Versagen
5,9 2,2
Korngrößenverteilung Gcw.-% 44,1 15,9 21,4 25,5
>0,15mm 57,0 34,5 32,7 39,1
X), 1 mm 64,3 46,0 45,5 52,5
X),075 mm 71,6 57,7 56,0 55,2
X),05 mm 77,9 66,2 44,0 44,8
X),035 mm 22,1 33,8
X),035 mm
Beispiel 3
Die Wasserhemmung verschiedener Kohlen (Anthrazit, bituminöser Kohle mit hohem Gehalt an flüchtigen Bestandteilen, welche in Utah gefördert wurde, bituminöse Kohle mit hohem Gehalt an flüchtigen Bestandteilen, welche in Colorado gefördert wurde, und unterbituminöser Kohle) wurde nach der Schnellmethode entsprechend dem Verfahren in Beispiel 1 bestimmt. Die Kenngrößen der Kohle und die Ergebnisse sind in Tabelle III wiedergegeben.
Tabelle IH
Anthrazit Bit. Kohle Bit. Kohle Unlerbit. Braun
m.h.G.a.fl.B. m.h.G.a.n.B. Kohle kohle
Feuchtigkeit Gew.-Vo 0,6 1,2 2,0 11,3 40,6
Asche 9,3 6,5 5,7 7.2 8,3
Flüchtige Bestandteile 8,3 42,3 37,5 45,5 14,0
Fester Kohlenstoff 81,8 50,0 54,8 36,0 37,1
Wasserhemmung für eine 2,54 cm 152 cm + 152 cm + 61 cm 111 cm
Korngröße 0,15 mm
Sintern bei 256'C nicht kein kein nicht kein
geprüft geprüft
Beispiel 4
Ein Langzeit-Wasscrhcmmungstcsl wurde mil der bituminösen Kohle mit hohem Gehalt an flüchtigen Bestandteilen aus Utah durchgeführt. Ein Stahlrohr mit einem Durchmesser von 5 cm wurde mit einer Hülle von 10 cm Isolierung am Boden und an den Seiten und 14 cm am oberen Ende isoliert. Die Isolationsschicht oben wurde mit einer 2,54 cm starken Sandschichi bedeckt, um Luft auszuschließen. Die Korngrößenverteilung der Isolierung ergab:
X),2 mm
X),15 mm
X),l mm
X),O75 mm
X),05 mm
X),O35 mm
X).O35 mm
Gew.-"/«
15.1
30.9
45.IS
57.4
42,6
709 646/112
ίο
Das Rohr wurde elektrisch geheizt und wurde bei 210 C 33 Tage lang kontrolliert. Innerhalb der Isolierung stellte sich ein Temperaturgleichgcwicht bei folgenden Niveaus ein:
cm von der
Rohrwand
Temperatur C
0 cm 210
1,27 cm 168
2,54 cm 147
3,8 cm 125
5 cm 113
6,4 cm 95
7,6 cm 85
Am Ende des Versuchs lieB man die Temperatur auf Raumtemperatur abkühlen. Das Isolationsbett wurde entfernt, und seine Struktur wurde sorgfältig untersucht. Durch das ganze Bett hindurch war das Material lose, und es gab kein Anzeichen für einen Sinterprozeß. Das Material zwischen 0 und 5 cm, vom Rohr aus gemessen, wurde sorgfaltig eingesammelt. Dieses Material wurde auf Wasserhemmung untersucht, und es wurden Ergebnisse von mehr als 152 cm erhalten. Die gesamte Dicke der Isolierung war an der Hemmung der Wasserdurchdringung beteiligt, nicht nur die äußere Schicht, wie es bei einigen kommerziellen Produkten der Fall ist.

Claims (7)

ü'uttiitansprüche:
1. Verfahren zum Isolieren von Objekten, wie unterirdischen Rohrleitungen, Tanks, Rohren oder r> Leitungen sowie Gebäudefundamenten, Slraßen- und Eisenbahnbetten oder Brücken od. dgl., wobei das Isoliermaterial Kohleteilchen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Objekte mit einer Schicht, die hauptsächlich aus natürlichem id Kohlegranulat besteht, bedeckt oder umgeben werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bituminöse Kohle verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- r> zeichnet, daß unterbituminöse Kohle verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Braunkohle verwendet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Kohlepartikel verwendet werden, deren wenigstens größerer Anteil eine Korngröße von weniger als 0,43 mm und vorzugsweise weniger als 0,15 mm beträgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, 1-, dadurch gekennzeichnet, daß der Schicht eine Dicke von wenigstens 5 cm gegeben wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Objekte derart mit einer Schicht bedeckt oder umgeben werden, jo daß diese eine Wasserhemmung (beschleunigt) von wenigstens 38 cm, vorzugsweise wenigstens 192 cm hat, wenn sie einer Rate von 2,54 cm in zwei Min. hat, wenn sie einer Rate von 2,54 cm in zwei Min. ausgesetzt wird. j-,
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