DE2007235C - Einrichtung zur laboratoriumsmäßigen Erzeugung einer straßenverkehrsähnlichen Oberflächenbeanspruchung an einer Straßenprobe - Google Patents

Einrichtung zur laboratoriumsmäßigen Erzeugung einer straßenverkehrsähnlichen Oberflächenbeanspruchung an einer Straßenprobe

Info

Publication number
DE2007235C
DE2007235C DE2007235C DE 2007235 C DE2007235 C DE 2007235C DE 2007235 C DE2007235 C DE 2007235C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
needles
road
pins
sample
stress
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Auf Nichtnennung Antrag
Original Assignee
Sager & Woerner, 8000 München
Publication date

Links

Description

1 2
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung /ur labora- formte Probeküiper in teilweise mit Wasser gefüllten toriumsmäßigen Erzeugung einer Straßenverkehrs- Zylindern mechanisch gleichmäßig geschüttelt, um ähnliche bberflächenbeanspruchung an einer auf diese Weise die Körper einer Roll- und Fall-Straßenprobe, umfassend eine Einspannvorrichtung beanspruchung auszusetzen. Hs entsteht hierbei eine für die Straßenbelagprobe und ein Beanspruehungs- 5 Abnützung des Probekörpers, die aber nicht einem gerat. d:is ein senkrecht /u dieser Oberfläche auf- Verschleiß der Oberfläche infolge der Beanspruchung und abheweghares Teil umfaß'. durch Spikes-Reifen gleichgesetzt werden kann.
Wegen de·» zunehmenden Verschleißes \cm Bei einem apparativ sehr aufwendigen Gerät wer
Straßendecken infolge der Beanspruchung von den besonders geformte Probeplatten aus bitumi-Spikes Reifen, die bei Kraftfahrzeugen zur Erhöhung io nosem Mischgut in einem Rundiauf durch horizontal dw-i Verkehrssicherheit im Winter in zunehmendem ani'eosdnete und speziell entwickelte Spikes-Reifen Maße verwendet werden, ist es erwünscht, mit Hilfe beansprucht. Die mechanische Einwirkung ergibt von I aboratoriumsversuchen Prognosen über die einen Verschleiß der ProbepUticn -nfolge Spikes-Widerstandsfähigkeit gegen Verschleiß der aus Reifen, das Gerät hat abc/ neben seiner aufwendigen geeigneten Mineralstolfen und Bindemitteln her- 15 Einrichtung weitere Nachteile. So beträgt c'ie höchst-. gestellten Straßendecken zu stellen. mög'iche AbroIIgesclmmdigkeit nur etwa 30 km h.
Unter Verschleiß im Sinne der Technik wird die außerdem ist es nicht möglich, das große Gerät in unerwünschte Veränderung der Oberfläche von Ver eine Klimakammer /u bringen und di·.' Prüfungen bei brauchsgegenständen durch Lostrennen kleinerer tiefen Temperaturen durchzuführen. Dies ist iedoch Teilchen infolge mechanischer Ursachen verstanden. 20 unbedingt erwünscht, weil das Ausmaß des Yer-Hierbei ist die mechanische Einwirkung, welche schleiße;., insbesondere bei Straßendecken mit thermo hauptsächliche Ursache des Verschleißes ist, stoßend- plastischen Bindemitteln, von der Temperatur der schlagend, schleifend oder rollend. Straßendecke abhängt, und bei tiefen Temperaturen
Bei der Ein. irkung von Spikes-Reifen auf die ein höherer Verschleiß dutch [.ostrennen von sprö-Obcrflache von Straßendecken ist die mechanische 25 dem Feinmörtei erwartet werden muß. Einwirkung vorwiegend schlagend-kratzend: Bei der Schließlich soll noch auf eine »Straßenprüf-
Bewegung eines Kraftfahrzeuges mit Spikes-Reifen maschine" hingewiesen werden. Hierbei wird eine ohne Richtungsänderung und mit konstanter Ge- 2 m breite Ringfahrbahn mit einem mittleren Radius schwindigkeit wird die Straßenoberfläche einer kurz- von 10m mit Fahrgestellen befahren, die an einer zeitigen Schlagbeanspruchung der Metallstifte der 30 Drehbühne befestigt sind. Versci" dene Arten von Spikes-Reifen ausgesetzt. Ändert das Kraftfahrzeug Fahrbahndecken können so mit verschiedenen Rei durch gleichförmige oder ungleichförmige Beschleu- fentypen darunter auch Spikes-Reifen, beansprucht nigung otler Verzögerung seine Geschwindigkeit, werden. Auch bei diesem Gerät besteht nicht die erfährt die St.jßenoberfläche zusätzlich eine krat- Möglichkeit, di.: Prüfungen bei Temperaturen unter zende Beanspruchung durch die Metallstifte. Bei 35 —5' C durchzuführen, auch ist die Geschwindigkeit einer krummlir en Bewegung dt... Fahrzeuges — wie ähnlich niedrig wie bei dem vorher beschriebenen sie die Kurventahrt darstellt — vird infolge der auf- Rundlaufgerät. Außerdem ist das Gerät wegen seines tretenden Scitenkräfte, die mit HMe der Reifen auf maschinellen Aufwandes und seines Platzbedarfes für die Straßenoberfläche übertragen werden, bei Ver- Verschleißprüfungen in I.aboratoriumsräumen nicht Wendung von Spikes-Reifen ebenfalls schlagend- 40 geeignet,
kratzende Beanspruchungen auftreten. Schließlich ist es bei einem Gerät zum Messen der
Zur Untersuchung des Verschleißes infolge mecha- Viskosität von thermoplastik hen Materialproben nischer Einwirkung sind verschiedenartige Prüf- bereits bekannt, mit einem Gewicht behaftete Prüfgeräte bekannt. Für die Bestimmung des Stoßver- nadeln von oben auf die Materialprobe fallen zu schleißcs dient ein Fallbär, der unter festgelegten 45 lassen wobei die Eindringtiefe der Nadeln in die Prüfbedingungen mit Hilfe eines Fallwerkes Schläge Materialprobe als Maß für die Viskosität genommen auf eine zu prüfende Probe überträgt. Im Hinblick wird.
auf die Beanspruchungsart, die \ π Kraftfahrzeugen Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
mit Spikes-Reifen ausgeht, ist dieses Prüfverfahren Einrichtung anzugeben, welche neben der Simulieungeeignet. 5° rung andersartiger Verkehrsbeanspruchungen, ins-
Ein anderes Gerät dient dazu, den Verschleiß von besondere auch die Verkehrsbeanspruchung durch vorgefertigten Probekörpern durch schleifende Bean- Spikes-Reifen, zu simulieren gestattet, spruchung zu prüfen. Der zu untersuchende Probe- Zur Lösung dieser Aufgabe wird, ausgehend von
körper wird auf einer Schleifscheibe mit Hilfe einer der eingangs beschriebenen Einrichtung, erfindungs-Belastungseinrichtung in einer Schlcifbahn unter Ver- 55 gemäß vorgeschlagen, daß das bewegbare Teil aus Wendung eines Norm-Schleifmittels geprüft. Abwand- einem Bündel von Schlagnadeln oder Stiften besteht, jungen in der An der Beanspruchung sinü üauun ίι i'a: du Relativ bewegung z.u simulieren, die ίπι
möglich, daß der Hebelarm der Beiastiingseinrich- Straßenverkehr, insbesondere durch Kurvenfahren, lung /um Träger von Stahlrollen wird. Der Probe- Beschleunigen und Verlangsamen zwischen dem körper dreht sich also unter einer belasteten Rolle 60 Reiten und dem jeweils in Berührung mit dem Reifen hinweg. Audi dieses Gerät kann nicht die Va- stehende« Oberfiachenelement des StraßenbeJags aufschleißarl simulieren, die von Spikes-Reifen ausgeht. tritt, kann man zwischen den Nadeln und der Andere Geräte zur Prüfung des Rollverschleißcs Straßcnbelagsprobe eine Relativbewegung senkrecht beruhen darauf, daß auf der zu prüfenden Oberfläche zu der Schlagrichtung stattfinden lassen, eines sich drehenden Probestückes belastete Stahl- 65 Die Schlagnadeln können mit stumpfen oder kugeln rollen. Auch diese Beanspruchung entspricht spitzen Stahlenden auf die Straßenbelagsprobe einnicht der Beanspruchung durch Spikes-Reifen. wirken; dies entspricht der Beanspruchung eines
Bei anderen Prüfverfahren werden speziell ge- Straßenbelags durch Spikes. Man kann aber auch
3 4
die Nadeln mit Kappen versehen, weiche aus einem halter einwii'-.t; sie kann auf den Kolben über den dem Laufflachenmaterial von Autoreifen entspre- Nadelhalter, das Hammerstück und den Döper einenenden oder ähnlichen Material gefertigt sind, bei- wirken.
spielsweise aus Gummi, Hartgummi oder Kunststoff. Das Beanspruchungsgerät 'kann mittels eines Man hat demnach ein Universalgerät für das Labo- 5 KrafIterates zwischen einer probennahen Arbeitsratorium, das es erlaubt, sowohl die Beanspruchung stellung und einer probenfernen Ruhestellung hindurch normale Reifen, als insbesondere auch die und herbeweglich sein.
Beanspruchung durch Spikes für Prüfzwecke zu simu- I Jm in rascher Folge eine Vielzahl von Straßen-·
Iieren. Die Überlagerung der Schlagbewegung und belansproben untersuchen zu können, empfiehlt e·
der Relativbewegung zwischen den Schlagnadeln und io sich.' die Hinspannvorrichtung mit Einspannhacken
der Siraßenbelagspiobe ist ein Abbild der schlagend- auszuführen, die durch Kraftgeräte beaufschlagt
kratzende.! Beanspruchung, die ein über "einen sind. Die Verwendung von pneumatischen Kraft-
Straßenbelag fahrendes Auto mit Spikes-Reifen her- geraten, die ständig von Luftdruck beaufschlagt
vorruft. werden, ist besonders zweckmäßig, weil solche Geräte
Die /u prüfenden Straßenbela^sproben können aus 15 selbst nachstellend sind und deshalb den Verschleiß
einer fertig hergestellten Straßende ,e entnommen ausgleichen, der während der Erschütterungen der
sein, können aber au^h als Prohtkr -yy ausgeformt Straßenbelagsprobe durch das Beanspruchungsgerät
sein. Geeignete Probekörper sinu .K. nach dem Ver- auch an den Einspannstellen unvermeidlich auftritt,
fahren von Marschall hergest«·11: - t ,obekörper. Die Einspanneinrichtung kann auf einem Dreh-
Der eingetretene Versehe.^ kann gevvichtvmäßi«, 20 tisch angeordnet sein, welcher mit einem Drehantrieb volumcnmaßig oder r»"' Hilfe von Normensand ge- verbunden ist Auf diese Weise läßt sich die Relativmessen werden. bewegung zwischen Stra£»enbela£;sprobe und Nadel-
Eine Beziehung /wischen den nach dem erfin- bündel herstellen.
dungsiemäßen Verfahren erzielten Verschleißwerten Das Maß der Rdativbewegui.s; zwischen Straßen-
und /ugeiuirige-n Verkehrsbeanspruchungen kann 25 belagsprobe und Nadelbündel faßt sich durch die
dadurch gewonnen werden, daß man nach dem erfin- Einstellung einer Exzentrizität zwischen der Dreh-
dungsgomaße-n Verfahren behandelte Straßenbelags- iischachse und dem Nadelbündel verändern. Um von
proben mit aus Fahrbahnen entnommenen, einer dieser Möglichkeit Gebrauch machen zu ki neu.
echten Verkehrsbeanspruchung unterworfen gewese- kann man die Stellung der Drehtischachsc oeoen-
nen Stratknbelagsproben vergleicht und die bekannte 30 über dem Nadelbündef veränderbar machen.
Verkehrsbelastung zuordnet. Die erfindungsgemäße Art der Erzeugung einer
Die Schlaynadeln oder Stifte können in einem straßenverkehrsähnlichen Oberflächenbeanspruchung
Topfboden ein/ein in ihrer Längsrichtung beweglich unterscheidet sich von bekannten Methoden noch
geführt und von einer Schlageinrichiun» beaufschlagt unter einem weiteren Gesichtspunkt wesentlich: Bei
SCI11· 35 den bekannten, auf reibender Beanspruchung be-
Nadelzahl. Schlagfrequenz und Schlagheftigkeit ruhenden Methoden tritt ein meßbarer Abrieb erst
können variiert werden, um so verschiedenen Ver- dann ein, wenn durch die Reibung bereits eine erheb-
kehrsbeanspruchungen entsprechende Beanspruchun- liehe Erwärmung eingetreten ist."Dies bedeutet, daß
gen zu simulieren. leoino definierte "Prüftemperatur vorgegeben werden
Die Nadeln können in dem Beanspruchungsgerät 40 kann. Demgegenüber tritt bei Arbeiten"mit der erfin-
mtttcls Verdickungen im Boden eines topfförmigen dungsgemäßen Einrichtung eine Erwärmung nur
Nadelhalters aufgehängt sein, welcher in einem langsam ein. Es ist deshalb" möglich, eine bestimmte
Führungsgehäuse verschiebbar geführ' ist, und durch Prüftemperatur vorzugeben und einzuhatten, indem
eine Feder in eine probenfeme Stellung inneihalb man die Probe vor Beginn der Prüfung auf diese
Qes . u..ru!iubge.iauses vorgespannt ist. Dabei kann 45 Temperatur einstellt und dann entweder nur kurz-
in den loplTö.migen Nadelhalter ein Hammerstück zeitige Beanspruchungen durchführt, so daß dieTem-
eintauchc.i, welches in seiner curch Anschlag fest- peratur während der Prüfzeit nicht wesentlich
gelegten piobennächsten Stellung in dem Nadelhalter ansteigt oder aber die Beanspruchung in einem
mit seiner nadelseitigen Endfläche dem Topfboden klimatisierten Raum durchführt, so daß die durch
in einem Abstand gegenübersteht, der eine Beweg- 50 die Beanspruchung frei werdende Wärme abgeführt
hehkeit der Nadeln zwischen topfboden und Harn- wird.
merstiiek zuläßt. Das Hammerstück kann dabei von Die Figuren erläutern die Erfindung an Hand einem Döper beaufschlagt sein. Der Dnper wiederurr eines Ausführungsbeispiels. Fs zeigt kann von einem pneumatischen Oszillator angetrie- »ig. 1 eine Ansicht einer erfindungsgernäßen Einben sein. Solche pneumatischen Oszillatoren JmI 55 nchiun» huh der:en'aen Betr^chii^is-ieidiL::·.^. in der von pneumatischen Werkzeugen, beispielsweise sich die Bedienungsperson bei der Durchführung Schlaghämmern, her bekannt. Nach einer bevorzug- von Versuchsarbeiten der e-rfindungsge-mäßen Einten Ausführungsform ist der Döper mit einem KoI- richtung b.findet,
ben eines pneumatischen Oszillators verbunden, Fig. 2 eine Teilansicht der Einrichtung nach
welcher in einem Zylinder hin- und herbeweglich ist. 60 Fig. 1 aus einer um 9(P gedrehten Stellune.
Dabei ist der Zylinder an seiner einen Stirnfläche im Fig. 3 einen Schnitt durch die wesentlichen I,,.
Sinne einer Einwirkung auf das Hammerstück um des Beanspruchungsgeräts bei der erfindungsgL-r.i.tit. ■>
Druckluft beaufschlagt und steuert gleichzeitig eine Einrichtung
DruckliiftausfluPöffnung, welche sich in der proben- In Fig. 1 ist ein Tisch IO dargestellt, der J.
nahen Stellung des Kolbens öffnet; an der prosxn- 65 erfindungsgemäüe Einrichtung trägt. Die F.mrichiijr.j
nahen Seite des Kolbens kann eine Rückstellfeder umfaßt einen Fuß 12, auf dem sowohl die Einspann
angreifen. Die Rückstellfeder kann die gleiche Rück- einrichtung als auch das Beanspruchungsgera ι mon
Stellfeder sein, die n»ch auf den topfförmigen Nadc-I- tiert sind.
Auf dem Fuß 12 ist ein Drehtisch 14 gelagert. Dieser Drehtisch 14 ist über eine Kette 16 mit einem Drehantrieb 18 verbunden. Auf dem Drehlisch 14 ist eine Einspannvorrichtung 20 aufgebaut, die von einer Mehrzahl von Einspannbacken 22 gebildet ist. Die Einspannbacken 22 sind durch nicht eingezeichnete pneumatische Kraftgeräte betätigt, welche über eine Leitung 24, ein nicht eingezeichnetes Schlcifventil innerhalb des Drehtisches und eine Leitung 26 an eine Druckmittclvcrsorgung angeschlossen sind.
Die Steuer- und Regclgcrätc für den Drehantrieb und für die Einspanneinrichtung sind in den Block 28 zusammengefaßt. Der Drehtisch 14 ist in den Fuß 12 mittels ineinandergreifender Schwalbenschwanznulcn 30 und komplementärer Klauen 32 feslgespannl. Nach Lösen dieser Spannvorrichtung kann der Drehtisch 14 senkrecht zur Zeichenebenc verschoben werden.
Auf dem Fuß 12 ist ferner das Beanspruchungsgciät 34 angeordnet. Dieses Beanspruchungsgerät 34 ist von einem Tragbügcl 36 getragen, welcher mittels Führungsaugen 38 auf einer Fübrungssäule 40 des Fußes 12 höllenverschiebbar geführt ist. Das Führungsaupe 38 ist dabei in seiner Bewegung durch Anschläge 41,42 beschränkt. Eine Schraubcndruckfcdcr 44. welche sich einerseits an dem Anschlag 42 abstillet und andererseits gegen das Fülmingsauge 38 drückt, sucht den Lagerflügcl 36 nach oben zu verschieben. Der Anschlag 41 ist durch eine Stelleinrichtung 46 höhenverstellbar. Ein Kraftgerät 48 ist einerseits mittels einer Klemmvorrichtung 50 an der Säule 40 befestigt und wirkt andererseits über ein Verbindungsgestänge 52 auf den Tragbügel 36 des Beanspruchungsgeräts 34.
Dieses Kraflgerät drückt bei Druckbeaufschlagung den Bügel 36 mit dem Beanspruchungsgerät 34 gegen die Wirkung der Feder 44 nach unten.
Das Beanspruchungsgerät 34 weist, wie aus Fig. 1 ersichtlich, eine Vielzahl von Nadeln 54 auf, weicht zur Einwirkung auf die Oberfläche einer in der Einspann vorrichtung 20 eingespannten Slraßenbclagsprobc 56 bestimmt sind. Der Aufbau des Bcanspruchungsgcräts 34 ist im übrigen aus F i g. 3 zu entnehmen.
In der Fig. 3 erkennt man ein Führungsgehäuse 58. In diesem Führungsgehäuse 58 ist ein topfförmigcr Nadelträger 60 geführt, der in seinem Topfboden 62 eine Vielzahl von Perforationen 64 aufweist. In diese Perforationen sind Nadeln 54 mit Endverdickungen 68 eingehängt. Du Nadeln sind an ihrem unteren Ende durch eine Verengung 70 des Führungsgehäuses geführt. Eine Schraubendruckfedcr 72 versucht den topiförmigen Nadelhalter 60 in dem Gehäuse 58 nach oben zu verschieben.
Ein Hammerslück 74 taucht in den Nadelhalter 60 ein und stützt sich mit einem oberen Randflansch 76 gegen den Rand 78 des lopfförmigcn Nadelhallcrs 60 ab, so daß zwischen der unteren Endfläche 80 des Hammerstücks 74 und dem Boden 62 des NadelhaltcrsöO Platz für eine individuelle Auf- und Abbcwcgung der Verdickungen der einzelnen Nadeln 54 ist.
Der Flansch 76 stößt gegen das untere Ende eines RohrsUickcs 82, welches mit dem Führungsgehäuse 58 verschraubt ist. In dem Rohrstück 82 ist ein Döpcr 84 geführt, welcher einstückig mit einem Kolben 86 ausgeführt ist. Der Kolben 86 ist in einem Zylinder 88 geführt, welcher einstückig mit dem Rohrstück 82 ausgeführt ist. In den Zylinder 88 mündet oberhalb des Kolbens 86 eine gedrosselte Druckluftzuführung 90 ein. Zuströmende Druckluft sucht den Kolben 86 in dem Zylinder 88 nach unten
S zu schieben, gegen die Wirkung der Schraubendruckfedcr 72, welche nicht nur den Nadelhalter 60, sondern über diesen auch das Hammerstück 74 und den Döper 84 nach oben schiebt. Wenn der Kolben 86 durch die einwirkende Druckluft seine unterste Stellung erreicht, gibt er eine Druckluftausflußölfnung 92 frei, so daß die in dem Zylinder 88 über dem Kolben 86 stehende Druckluft plötzlich entweichen kann. Der Kolben 86 springt unter der Wirkung der Schraubendruckfcder 72 zurück nach oben, verschließt dabei die Ausflußöffnung 92 wieder und wird durch die über die Zuflußöffnung 90 erfolgende Neufüllung des Zylinders 88 mit Druckluft erneut nach unten gedrückt usw. Es findet also eine Os/illationsbewcgung statt, die sich von dem Kolben über den Döpcr 84, das Hammerstück 74 und den Nadelhalter 60 auf die Nadeln überträgt, so daß diese ähnlich den Spikes von Kraftfahrzeugreifen auf die Straßenbelagsprobe 56 einwirken. Die Einstellung des Bcanspruchungsgeräts 34 gegenüber der Straßcnbelagsprobc 56 ist so gewählt, daß die Nadeln 54 in der höchsten Stellung des Hammerstücks 74 Spiel in ihrer Längsrichtung zwischen dem Hammerstück 74 und der Straßenbelagsprobe 56 haben, andererseits aber durch das nach unten gehende Hammcrstück gegen die Straßcnbelagsprobe 56 geschlagen werden. Die lurch den Drehantrieb 18 bewirkte Drehbewegung des Drehtisches 14 überträgt sich auf die Einspannvorrichtung 20, so daß eine Relativbewegung /wischen der Probe 56 und dem Nadelbündel 54 stattfinde!, deren Maß durch die Exzentrizität zwischen der Drehachse des Drehtisches 20 und der Achse des Bündels 54 beeinflußt werden kann.
Durch Veränderung der Druckluftzufuhr kann die Kraft verändert werden, mit der die Mctallstifte auf die Oberfläche der Straßenbelagsprobe einwirken.

Claims (15)

Patentansprüche:
1. Einrichtung zur laboratoriumsmäßigen Erzeugung einer straßenverkehrsähnlichen Oberflächenbeansprudiung an einer Straßenprobe, umfassend eine Einspannvorrichtung fü«· die Straßenbclagsprobe und ein Beanspruchungsgerät, das ein senkrecht zu dieser Oberfläche auf- und abbewegbares Teil umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegbare Teil aus einem Bündel von Schlagnadeln oder Stiften (54) besteht.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einspannvorrichtung (20) relativ zu den Schlagnadeln oder Stiften (54) beweglich ist, und zwar senkrecht zu deren Schlagrichtung.
3. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlag-So nadeln oder Stifte (54) an ihren Einwirkungsenden stumpf sind.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlagnadcln oder Stifte (54) an ihren Einwirkungs-
enden spitz sind.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlagnadeln oder Stifte (54) an ihren Einwirkungs-
enden mil Kappen aus Gummi, Hartgummi. Kunststoii od. dgl. versehen sind.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlagnadeln oder Stifte (54) in einem Topfboden (62) einzeln in ihrer Längsrichtung beweglich geführt und von einer Schlageinrichtung (84, 86) beaufschlagt sind.
7. Einrichtung nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet, dal? die Schlagnadeln oder Stifte (54) nliltcls Verdickiingen (68) im Boden (62) eines lopfförmigcn Nadelhalters (60) hängen, welcher in einem Führungw.cltäiiSe (58) verschiebbar geführt ist und durch eine Rückstellfeder (72) in cmc probenferne Stellung innerhalb des f-'ülmiiigsgchäuscs (58) vorgespannt ist. dal!
in den topff'irmigeu Nadelhalter (60) ein Ilanimerstück (74) eintaucht, welches in seiner durch Anschlag an tW-n Nadelhalter (60) festgelegten pmbennäclr.ten Stellung innerhalb des Nadelhalten; (60) mit seiner nadelscitigen Endfläche dem Topfboden (62) in einem Absland gegenübersteht, der eine Beweglichkeit der Schlagnadeln (54) /wischen dem Topfboden (62) und dem Hamniersliick (74) zuläßt, und da» das Hammerstiiek (74) \<m einem Döper (84) beaufschlagt ist.
8. Hinrichtung nach Anspruch 7. dadurch gekennzeichnet. J.iß der Döper (84) von einem pneumatischen Oszillator (86) angetrieben ist.
V Hinrichtung nach Anspruch 8. dadurch gekennzeichnet, dal! der Döper (84) mit einem Kolben (86) des pneumatischen Oszillators verbunden ist, welcher in einem Zylinder (88) hin- und herbeweglich ist.
K). Hinrichtung nach Anspruch1', dadurch gekennzeichnet, dal! der Kolben (86) in dem Zylinder (88) auf seiner einen Stirnfläche im Sinne einer Einwirkung auf das Hammerstiiek (74) von Druckluft beaufschlagt ist und eine DruckluftausflußöfTnung (92) steuert, welche sich in der probennahen Stellung des Kolbens (86) öffnet, und daß an der probennahen Kolbenseitc eine Rückstellfeder (72) angreift.
11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet« daß die Rückstellfeder (72) des Nadelhalters (60) über den Nadelhalter (60). das Hammerstück (74) und den Döper (84) an dem Kolben (86) angreift.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis II. dadurch gekennzeichnet, daß das Beanspruchungsgerät (34) mittels eines Kraftgeräts (48) zwischen einer Arbeitsstellung u:'d einet Ruhestellung hin- und herbeweglich ist.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12. dadurch gekennzeichnet, daß die Einspannvorrichtung (20) durch kraftgeräte betätigte Einspannbackcn (22) aufweist.
14. Einrichtung nach jinem der Ansprüchen bis 13. dadurch gekennzeichnet, daß die Einspannvorrichtung (20) auf einem Drehtisch (14) angeordnet ist, welcher mit einem Drehantrieb (18) verbunden ist.
15. Hinrichtung nach Anspruch 14. dadurch gekennzeichnet, daß ι!.·.· Stellung der Drehtischachsc gegenüber dem Nadelbündel (54) veränderbar ist.
!* Betriebsverfahren für eine Einrichtung nach einem der Ansprüche I bis 15. dadurch gekennzeichnet, daß die zu prüfenden Straßenproben (56) vor dem Prüfversuch auf eine bestimmte i'rüftcmperatur eingestellt und dann entweder kurzzeitig oder in einem klimatisierten Raum beansprucht werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 209 634/26*5

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69717027T2 (de) Testvorrichtung für Strassenbelagproben
DE3545087C2 (de)
EP0350671B1 (de) Einrichtung zum Biegeumformen oder Richten von Werkstücken durch plastische Formänderung
DE3040355A1 (de) Pruefstand
WO2018114926A2 (de) Vorrichtung zum prüfen von fahrzeugen
DE2240319C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung mechanischer Eigenschaften von Werkstoffen
DE2401301B2 (de) Verfahren und geraet fuer pruefung der funktionsfaehigkeit von an fahrzeugen montierten stossdaempfern
DE2007235C (de) Einrichtung zur laboratoriumsmäßigen Erzeugung einer straßenverkehrsähnlichen Oberflächenbeanspruchung an einer Straßenprobe
EP2198262B1 (de) Vorrichtung und verfahren zum untersuchen der verschleissfestigkeit einer oberfläche einer strassenbelagsprobe
DE2834672A1 (de) Vorrichtung zum ritzen von glas
DE402079C (de) Abstechvorrichtung fuer Stangenmaterial
DE102017220010A1 (de) Vorrichtung zur Messung des Abriebs und/oder des Reibverhaltens eines Profilblockelements, welche eine verschiebbare Haltekomponente, eine bewegbare Komponente und einen, zwei oder mehr als zwei Sensoren umfasst, und Verwendung dieser Vorrichtung zur entsprechenden Messung
DE2007235B2 (de) Einrichtung zur laboratoriumsmaessigen erzeugung einer strassenverkehrsaehnlichen oberflaechenbeanspruchung an einer strassenprobe
DE2148362C2 (de) Pruefgeraet fuer fahrbahndeckenmaterial
CH143749A (de) Einrichtung zur Prüfung von Fahrbahnen und darauf rollenden Rädern.
DE60306589T2 (de) Kalt aufgebrachtes Mischgut und Deckschicht eines Strassenbelages mit solchem Mischgut
DE1939769A1 (de) Vorrichtung zur Pruefung der Schulterbruchfestigkeit von Fahrzeugluftreifen auf einer Lauftrommel
DE689878C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen der Abnutzung von Belaegen aus Beton
DE2400114A1 (de) Vorrichtung zum pruefen von gummimischungen
DE948453C (de) Verfahren zur Ermittlung der Schubsticherheit von plastisch verformbaren Werkstoffen, insbesondere von Asphaltbelaegen fuer Stahlfahrbahnen von Bruecken
DE102016002236B4 (de) Prüfstand und Verfahren zum Betrieb
DE2226138A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Ausbilden von Vertiefungen in Straßen
DE2331054C2 (de) Einrichtung zur Erzeugung von Wechselbeanspruchungen bei Dauerprüfungen, insbesondere in der Gummiindustrie
DE1936992C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Prüfen des Verhaltens von Straßenoberflachen bei Verkehrsbelastungen
DE29918490U1 (de) Profilierte Laufrolle für einen Fahrzeugprüfstand