DE2007162C3 - Logarithmierende Schaltungsanordnung für die Belichtungszeitsteuerung eines Kameraverschlusses - Google Patents
Logarithmierende Schaltungsanordnung für die Belichtungszeitsteuerung eines KameraverschlussesInfo
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Description
35
Es sind Anordnungen zur Verschlußzeitstcuerung bei Kameras bekannt, bei denen gleichzeitig mit dem
Öffnen des Kameraverschlusses ein /?C-Zeitkreis gestartet wird. Sobald bei diesen Anordnungen die
Ladung des Kondensators einen vorgegebenen Spannungspegel erreicht, spricht ein Schwellwertschalter an
und schließt den Kameraverschluß. Bei diesen Schaltungsanordnungen
wird im allgemeinen der verwendete Fotowiderstand alls Ladewiderstand benutzt. Es wurde
auch bereits vorgeschlagen, bei einer Meßwertspeicherung den Ladestrom des Kondensators des Zeitkreises
indirekt in Abhängigkeit vom Belichtungsmesser zu steuern. Ein anderer Vorschlag sieht einen unabhängigen
Zeitkreis vor, dessen jeweiliger Ladezustand in einem Komparator mit der vom Belichtungsmesser
gelieferten Spannung verglichen wird. Mit einer solchen Anordnung läßt sich eine angenähert logarithmische
Zeitfunktion für die Verschlußsteuerung erreichen.
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung zu schaffen, die eine exakte
logarithmische Zeitfunktion für die Verschlußsteuerung liefert.
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 gekennzeichneten Maßnahmen.
Die Erfindung geht von der Überlegung aus, daß die Ladungsmenge, die dem Kondensator des Zeitkreises
zu- bzw. abgeführt werden muß, in gleichen relativen Zeiträumen stets die gleiche sein muß. Es muß also in
der Zeitspanne zwischen '/iooosec und '/ίου see die
gleiche Lademenge zu- bzw. abgeführt werden wie beisnielsweise in der Zeitspanne zwischen 1 see und
2 see. Der Lade- bzw. Entladestrom muß also reziprok
zur Zeit sein. Da mit diesem Strom eine Spannung logarithmisch verknüpft sein soll, war zu untersuchen,
inwieweit ein Halbleiter als Entladewiderstand zum gewünschten Ziel führt.
Die Kennlinie einer Diode läßt sich bekanntlich durch folgende Gleichung wiedergeben:
. / U-U,
In = _,
Ό '■
wobei bedeuten: /der jeweilige Strom, LJdie jeweilige
Spannung, /0 der Anfangsstrom bei einer Anfangsspannung U0 und Uc die Spannung, um welche die Spannung
U geändert werden muß, damit sich der Strom / um den Faktor e=2,71 ändert. Diese Gleichung, welche den
logarithmischen Zusammenhang zwischen Spannung und Strom wiedergibt, wird mit gewissen Abweichungen
in Vorwärtsrichtung von allen Dioden erfüllt, in Sperrichtung aber auch von einigen Zenerdioden.
Benutzt man als Entladewiderstand eine Diode, die der genannten Gleichung gehorcht, so erhält man, wie
sich mathematisch beweisen läßt, einen Zeitkreis, dessen Entladezeit sich exponentiell mit der Spannung ändert.
Es gilt dann /0 T0=CUc T0 ist die Zeit, um die, gegen den
Beginn der Verschlußöffnung verzögert, der Start des Zeitkreises erfolgt. Diese Zeit wird kleiner oder gleich
der mit dem Verschluß erzielbaren kürzesten Öffnungszeit gewählt. Sie kann in Abhängigkeit von der
Verschlußbetätigung mechanisch oder elektrisch dargestellt werden.
Soll im Zweierlogarithmus gerechnet werden, wie dies bei der Belichtungsmessung üblich ist, so ist an
Stelle von Ue die Spannung einzusetzen, die bei dem
Logariihmierungselement notwendig ist, um den Strom um den Faktor 2 zu ändern.
Beim in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel für die neue Schaltungsanordnung ist ein Ladekondensator
10 vorgesehen, der über einen Umschalter 11 von einem
Spannungsteiler 12 mit einer Ladespannung LO versorgt
wird. Durch Betätigung des Umschalters kann eine Diode 13 zum Kondensator 10 als Entladewiderstand
parallel gelegt werden. Der Kondensator ist an den ivertierenden Eingang eines Operationsverstärkers 14
gelegt, dem ein Relais 15 zur Steuerung des Verschlusses einer nicht mit dargestellten Kamera nachgeschaltet
ist. Der nicht invertierende Eingang des Verstärkers 14 wird mit einer Spannung L/rgespeist, die linear mit dem
Logarithmus des Reziprokwertes der gewünschten Verschlußzeit ansteigt, d. h. auch proportional den
Lichtwerten. 1st die Ladespannung U0 größer als die
Spannung Ut am nicht invertierenden Eingang des Operationsverstärkers 14 gewählt, so wird dieser voll
durchgesteuert und beeinflußt das Relais 15 nicht. Wird nunmehr der Schalter U umgeschaltet, so entlädt sich
der Kondensator 10 über die Diode 13 und sein Potential sinkt gemäß der in F i g. 2 gezeigten Kennlinie
ab. Sinkt dieses Potential unter das Potential der Spannung Ur ab, so wird das Relais mit Strom
beaufschlagt und schaltet um. Mit dein Relais 15 wird vorzugsweise das Schließen des Karncrnvcrschlusses
gesteuert.
F i g. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel als Belichtungsautomatik mit Meßwcrtspeicherung. Mit einem Fotowiderstand
20 wird die öbjcktleuchtclichte gemessen. Dieser Fotowiderstand muß einen konstanten Exponenten
aufweisen. Er ist an den invertierenden Eingang eines Operationsverstärkers 21 gelegt, der eine Diode
22 im Gegenkopplungszweig aufweist. Der nicht invertierende Eingang des Operationsverstärkers 21
wird mit einer Spannung beaufschlagt, die über der Diode eines aus einer Serienschaltung eines Ohmschen
Widerstandes 23 und einer Diode 24 gebildeten Spannungsteilers ansteht. Die soweit beschriebene
Anordnung wird von einer Gleichspannungsquelle 25 gespeist. Ein Kondensator 26 ist an die Schaltarme
zweier Umschalter 27,28 gelegt. Der linke Kontakt des Umschalters 27 ist mit dem Schleifer eines Potentiometers
29 verbunden, welches zwischen den Ausgang des Operationsverstärkers 21 und den Minuspol der
speisenden Quelle gelegt ist und das dazu dient, auf den Wert des Exponenten des verwendeten Fotowiderstandes
einzustellen. Der linke Kontakt des Umschalters 28 ist mit dem Schleifer eines Potentiometers 30 mit
linearer Kennlinie verbunden, welches parallel zur speisenden Quelle 25 gelegt ist und es gestattet,
Belichtungsparameter (z. B. Filmempfindlichkeit) in den Meßvorgang einzuschleusen. Der rechte Kontakt dieses
Umschalters ist mit dem invertierenden Eingang eines Operationsverstärkers 31 verbunden, an dessen nicht
invertierenden Eingang ein Speicherkondensator 32 gelegt ist sowie der Schaltarm eines Umschalters 33.
Letzterer erlaubt es, einmal den Kondensator 32 mittels des zur Quelle 25 parallel gelegten Potentiometers 12
auf ein bestimmtes Potential aufzuladen oder über eine parallel geschaltete Diode 34 zu entladen. Vom
Verstärker 31 wird ein Transistor 37 geschaltet, dessen Kollektor-Emitterstrecke in Serie zu einem Relais 35
liegt, welches dem Relais 15 der F i g. 1 entspricht. Zum Relais 35 ist ein Potentiometer 36 parallel gelegt, dessen
Schleifer am rechten Schaltkontakt des Schalters 27 anliegt.
Der Operationsverstärker 21 liefert wegen der Diode 22 im Gegenkopplungszweig eine dem Logarithmus der
Beleuchtungsstärke proportionale Ausgangsspannung. Mit dem Potentiometer 30 lassen sich beispielsweise
Belichtungsparameter eingeben, welche auf der Empfindlichkeit des in der Kamera verwendeten Filmes oder
deren Blendenöffnung beruhen. Die Differenz zwischen der Spannung des Schleifers des Potentiometers 29 und
der Spannung des Schleifers des Potentiometers 30 isl
proportional dem Logarithmus des Reziprokwertes der zu bullenden Verschlußzeit. Diese Spannung wird bei
Linkslage der Schaltarme der Schalter 27, 28 in den Kondensator 26 eingespeist und gespeichert. Die
Schalter 27, 28 sind mit Funktionsglied^rn der Kamera
ίο gekoppelt derart, daß für die Zeit der Belichtungsmessung
die Schaltarme links liegen, dann in ihre Ruhestellung (wie dargestellt) zurückkehren und
schließlich bei der öffnung des Verschlusses nach rechts bewegt werden, um die Spannung des Kondensators 26
in den Operationsverstärker 31 einzugeben. Zu Beginn der Entladung des Kondensators 32 hat der Verstärker
31 eine positive Ausgangsspannung, die beispielsweise angenähert der Spannung der Quelle 25 sein kann.
Demzufolge ist der Transistor 37 gesperrt und das Relais 35 und das Potentiometer 36 spannungslos. Sinkt
nun das Potential des Kondensators; 32 unter das Potential des Kondensators 26 ab, so wird die
Ausgangsspannung des Verstärkers 31 negativ. Damit aber wird der Transistor 37 leitend und die Bauteile 35,
36 bekommen Spannung. Durch den Abgriff der Spannung am Potentiometer 36 und ihre Rückführung
an den Kondensator 26 wird das gegenseitige Überschreiten der Spannungen noch beschleunigt. Das
Relais 35 erhält also rasch die Spannung, die zum Ansprechen ausreicht. Das Relais kann beispielsweise
das Schließen des Kameraverschlusses steuern.
Die gezeigte Schaltung nach Fig. 1 kann auch dazu benutzt werden, die Verschlußzeiten einer Kamera von
Hand einzustellen, ohne daß dazu ein exponentiell gestufter Widerstand nötig wäre. Es genügt vielmehr als
Zeitsteller ein (in der Figur gestrichelt dargestelltes) Potentiometer mit linearer Kennlinie, das an der
Versorgungsspannung Un anliegt und an dessen Schleifer die Spannung Uj abgenommen wird.
Hierzu 1 Blatl Zeichnungen
Claims (5)
1. Logarithrnierende Schaltungsanordnung für die Belichtungszeitsteuerung eines Kameraverschlusses
mit Hilfe eines ÄC-Zeitkreises, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen dem Kondensator
(10, 32) parallel schaltbaren Halbleiter (13, 34) aufweist, wobei dieser Halbleiter einen logarithmischen
Zusammenhang zwischen Strom und Spannung hat, und daß diesem Zeitkreis eine Vcrgleichsstufe
(14, 31) nachgeschaltet ist, welche die Spannung des Zei'kreises mit einer Spannung
vergleicht, welche dem Logarithmus der zu bildenden Zeit proportional ist, und deren Ausgangssignal
das Schließen des Kameraverschlusses steuert.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Vergleichsstufe ein Operationsverstärker
(14,31) vorgesehen ist.
3. Schaltungsianordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der logarithmische Zeitkreis nach einer Zeit T0 nach öffnen des Kameraverschlusses
gestartet wird, wobei diese Zeit kleiner oder gleich der kürzesten Verschlußzeit des
Kameraverschlusses ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß diese Zeit T0 mechanisch oder
elektrisch in Abhängigkeit vom Öffnungsglied des Kameraverschlusses abgeleitet ist.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur manuellen Eingabe von
Belichtungszeiten ein Potentiometer mit linearer Kennlinie vorgesehen ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702007162 DE2007162C3 (de) | 1970-02-17 | Logarithmierende Schaltungsanordnung für die Belichtungszeitsteuerung eines Kameraverschlusses | |
| JP9250670A JPS4923894B1 (de) | 1970-02-17 | 1970-10-22 | |
| CH1770670A CH508892A (de) | 1970-02-17 | 1970-11-30 | Logarithmierende Schaltungsanordnung für die Steuerung eines Kameraverschlusses |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702007162 DE2007162C3 (de) | 1970-02-17 | Logarithmierende Schaltungsanordnung für die Belichtungszeitsteuerung eines Kameraverschlusses |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2007162A1 DE2007162A1 (de) | 1971-09-02 |
| DE2007162B2 DE2007162B2 (de) | 1976-09-23 |
| DE2007162C3 true DE2007162C3 (de) | 1977-08-18 |
Family
ID=
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