DE200489C - - Google Patents

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DE200489C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K40/00Shaping or working-up of animal feeding-stuffs

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
^^PATENTSCHRIFT
KLASSE 53 g. GRUPPE
WITOLD von SKORZEWSKI in SCHLOSZ LUBOSTRON b. LABISCHIN.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Futtermittels aus frischen vegetabilischen Stoffen, wie Rübenblättern, Gras u. dgl. Solche Stoffe wurden bisher für die Aufbewahrung haltbar gemacht, indem man sie entweder an der Luft oder durch künstliche Wärmezufuhr trocknete. Das so hergestellte lose Trockenfutter hat aber besonders
ίο für die Zwecke der Aufbewahrung mannigfache Nachteile.
Zunächst ist der Raumbedarf dieser losen Futterstoffe ein außerordentlich großer, ferner ist die Gefahr einer Selbstentzündung in erheblichem Maße vorhanden; auch sind getrocknete Rübenblätter ein sehr mürbes und brüchiges Material, welches sich schlecht hantiert. Werden schließlich die genannten Futterstoffe in noch feuchtem Zustande eingestapelt, so geraten sie leicht in Fäulnis und werden dann vom Vieh nur mit Unlust oder gar nicht gefressen und sind wenig bekömmlich ; nicht minder ist unter derartigen Umständen die Gefahr der Selbstentzündung zu fürchten.
Zur Vermeidung des einen oder anderen dieser Übelstände ist bereits vorgeschlagen worden, frische Pflanzen eventuell nach vorheriger grober Zerkleinerung (Häckselung) zu trocknen, sie alsdann mit Wasserdampf zu behandeln und schließlich nötigenfalls unter Zusatz von Klebestoff in Briketf orm zu pressen. Der Hauptnachteil dieses Verfahrens bestand darin, daß es das uralte, wie oben erläutert, häufig nur sehr schwierig auszuübende Verfahren der Trocknung losen Pflanzenmaterials zur Voraussetzung hat und die Anwendung von Pressen unbedingt erfordert. Andererseits ist auch schon vorgeschlagen worden, frische Maisstengel zu mahlen und zu trocknen oder sie zu dämpfen und hierauf ohne mechanische Zerkleinerung einem Preßdrucke zu unterwerfen. Das Resultat ist in dem einen Falle ein loses Pulver, im anderen Falle urir geachtet der unumgänglichen Anwendung von Pressen mangels mechanischer Zerkleinerung ein grobfaseriges, wenig zusammenhängendes Brikett.
Demgegenüber werden gemäß der vorliegenden Erfindung die frischen Vegetabilien einem mechanischen Zerkleinerungsprozeß — zweckmäßig in einer der bekannten Torfzerkleinerungsmaschinen — bis zum Eintritt eines breiartigen Zustandes unterworfen, hierauf in Brikettform gebracht und schließlich getrocknet. Bei der Brikettierung ist die Anwendung von Klebestoff und von Brikettpressen entbehrlich, weil sich das Material infolge seines pastenartigen Zustandes ähnlich wie Stechtorf in Soden stechen läßt. Es ist dem angestrebten Zweck sehr förderlich, wenn das zu verarbeitende Gut vor Abschluß der mechanischen Zerkleinerung — zweckmäßig in der Zerkleinerungsmaschine — neben der mechanischen Bearbeitung gleichzeitig kräftig mit heißem Wasserdampf bearbeitet wird. Der Wasserdampf hat nicht nur die Wirkung, daß er die Zerkleinerung und Binde-
fähigkeit sehr energisch fördert und unterstützt, sondern auch diejenige, daß er die auf frischen Vegetabilien in Massen vorhandenen Fäulniserreger tötet, so daß eine Fäulnis oder Gärung während des Zerkleinerungs- und Trockenprozesses hintangehalten wird.
Eine solche Fäulnis oder Gärung, die man eigentlich erwarten sollte, tritt, wie andauernder praktischer Betrieb ergeben hat, nicht
ίο ein, weil die äußere Schicht der Briketts alsbald erhärtet und ein Häutchen bildet, welches das breiige Innere vor Luftzutritt und Fäulnis schützt. Diese Krustenbildung verhütet im Gegensatz zum Verhalten von feuchtem Heu die Fäulnis auch dann, wenn die Briketts versehentlich in noch nicht kerntrockenem Zustande eingestapelt sein sollten. Die Trocknung kann durch die Luft oder durch künstliche Wärmezufuhr usw. erfolgen.
Die nach dem neuen Verfahren hergestellten Briketts nehmen im Verhältnis zum Rohmaterial sehr wenig Raum ein, sind gut transportabel, nicht selbstentzündlich und werden vom Vieh, wie die Praxis gezeigt hat, begierig gefressen, ohne daß eine Zerkleinerung vor der Verfütterung nötig wäre.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung eines dauerhaften Futtermittels aus frischen Vegetabilien, wie Rübenblättern, Gras
o. dgl., unter Benutzung der an sich bekannten mechanischen Zerkleinerung, Brikettierung und Trocknung, dadurch gekennzeichnet, daß die zu verarbeitenden Stoffe in frischem Zustande' bis zur Breiform zerkleinert, alsdann —■ zweckmäßig durch einfaches Ausstechen von Soden ohne Anwendung von Pressen — brikettiert und schließlich getrocknet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, unter Benutzung der an sich bekannten Dämpfung, dadurch gekennzeichnet, daß das Arbeitsgut vor Abschluß der mechanischen Zer- kleinerung — zweckmäßig in der Zerkleinerungsmaschine selbst — mit heißem Wasserdampf behandelt wird.
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