DE487361C - Verfahren zum Haltbarmachen von Gruenfutter durch Einlagern - Google Patents
Verfahren zum Haltbarmachen von Gruenfutter durch EinlagernInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01F—PROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
- A01F29/00—Cutting apparatus specially adapted for cutting hay, straw or the like
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- A01F29/025—Cutting apparatus specially adapted for cutting hay, straw or the like having rotating knives with their cutting edges in a plane perpendicular to their rotational axis with feeding direction parallel to axis
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- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
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Description
Das Haltbarmachen des frischen, grünen Futters ist für die Winterfütterung von großer
Bedeutung. Man hat darum schon seit vielen Jahren versucht, das geerntete frische
Futter einzulagern, um ein Dauersüßgrünifutter
zu erzielen. Es sind auch schon Verfahren bekannt geworden, durch die eine gewisse
Haltbarkeit des geernteten Futters erzielt wird. Diese Verfahren sind jedoch noch
mit Mängeln behaftet. Die Erfahrung hat aber gelehrt, daß die Sicherheit des Gelingens
der Futtereinlagerung davon abhängt, daß das Pflanzenleben schnell zum Erlöschen
gebracht wird, daß ferner die schnelle und genügende Milchsäurebildung gefördert wird,
daß der Wassergehalt des Silofutters geregelt wird, und daß endlich die in dem eingelagerten
Futterstock enthaltene Luft möglichst weitgehend verdrängt und der Silo schnell gefüllt wird.
'Nach den bisherigen Verfahren hat man das Futter gehäckselt, in Gruben oder Kammern
gefüllt und durch Selbsterwärmung oder künstliche Erwärmung über die wegen der Butter- und Essigsäurebildung schädliche
Temperaturstufe von 30 bis 500 erhitzt und nach Ausbreitung der Milchsäurebakterien
wieder sinken lassen. Zu diesem Zweck hat man das Futter lose in die Kammern gefüllt,
so daß möglichst viel Luft zwischen die Pflanzenteile kam, die die schnelle Temperaturerhöhung
durch Förderung der Gärung begünstigte. Die in dem Futter enthaltene Luft mußte aber nachträglich wieder durch
Pressen verdrängt werden, um den sdhädliehen Fäulniserregern, die das Futter gefährden,
die Lebensmöglichkeit zu entziehen.
Die auf diesen Voraussetzungen beruhenden Verfahren weisen jedoch große Nachteile
auf, die zum Teil darin bestehen, daß das Erlöschen des Pflanzenlebens noch nicht
schnell genug erfolgt, und ein unerwünschter Abbau von Nährstoffen durch die vermehrte
Atmung der verwundeten Pflanzen eintritt, daß ferner durch die Erwärmung eine Beeinträchtigung
der Verdaulichkeit des Futters hervorgerufen wird, und daß außerdem die in dem eingelagerten Futterstock enthaltene Luft
nur schwer durch Auspressen entfernt werden kann, so daß man gezwungen ist, das Futter
schichtweise einzulagern und die folgenden Schichten erst nach Erhitzung und Abpressung der vorhergehenden einzufüllen. Auch
ist die Regelung des in dem Futterstock enthaltenen Wassergehaltes, der leicht die Fäulnis
begünstigt, mangelhaft und kann im allgemeinen nur durch Einfüllen von Aufsaugematerial,
wie Häcksel, Spreu usw., erfolgen.
Es hat sich nun herausgestellt, daß die Silage leicht gelingt und ein gutes Dauersüßfutter
erzielt wird, wenn es für die Einlagerung einer Zerkleinerung und Abpressung durch eine an sich bekannte, mit Schnecken
und Schneidwerkzeugen sowie einer Abpreßvorrichtung versehene Zerkleinerungsmaschine
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unterworfen und hierauf fest in die Behälter eingestampft wird. Durch diese Behandlung
werden die Pflanzen so gründlich zerkleinert und abgepreßt, daß ihnen die Lebensmögliehkeit
schneller als bisher entzogen und die bei den gehäckselten Pflanzen auftretende lebhafte
Atmung und der damit verbundene Nährstoffabbau vermindert wird} und die
Einlagerung nicht, wie bisher, verhältnisimäßig lose, sondern fest und ohne Hinterlassung
von schädlichen Lufträumen erfolgen kann.
Durch diese Behandlung wird erreicht, daß das Futter sich nur wenig- über die Außemtemperatur
erwärmt und daher unter der wegen der Bildung der Butter- und Essigsäure schädlichen Temperatur von 30 bis
500 bleibt.
Bei Vergleichsversuchen, die im Herbst veranstaltet wurden, wurden zwei Silos gefüllt,
von denen der eine nach dem vorliegenden Verfahren gefüllt wurde und einen Inhalt
von 21 900 kg zerkleinerten Rübenblättern hatte, wohingegen der andere, nach dem
alten Süßpreßverfahren mit gehäckseltem Futter gefüllte Silo einen Inhalt von 10 500 kg
hatte. Dieses Futter war zur stärkeren Hervorhebung des Unterschiedes zwischen dem
alten und dem neuen Verfahren im Verhältnis ι: 2 mit einem Zusatz von gehäckseltein
Grünmais, also einem dem Rübenblatt gegenüber besonders leicht zu silierenden Futter,
versehen. Trotzdem wurde bei der Öffnung der Türme nach Ablauf der Einlagerungszeit
gefunden, daß das nach dem vorfegenden Verfahren eingelagerte Futter 4,9 o/o Protein
mehr und ungefähr 24 0/0 mehr N-freie Stoffe enthielt als das nach dem alten Verfahren
eingelagerte Futter. Außerdem wurde festgjestellt, daß das nach dem alten Verfahren eingelagerte
Futter sich um 50 cm gesetzt hatte, wohingegen sich das nach dem vorliegenden
Verfahren eingelagerte Futter nur um 5 cm gesetzt hatte.
Der nach dem neuen Verfahren gefüllte Turm hat also außer dem besseren Futter
auch noch eine bedeutend bessere Ausnutzung des Fassungsvermögens und eine größere
Sicherheit gegen die Bildung von schädliehen Hohlräumen als der nach dem alten
Verfahren gefüllte Silo.
Äußer diesem hat das vorliegende Verfahren
ferner noch, den Vorteil, daß sich im Futter keine Gase bilden, die einen schädlichen
Druck auf die Behälterwände ausüben, und
die die in der Futtermasse emhaltene Feuchtigkeit
durch die Undichtigkeiten der Behälterwände hindurchtreiben.
Eine zur Vorbereitung des Futters für das vorliegende Verfahren dienende Maschine ist
in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargesteEt.
Abb. ι zeigt die Maschine im Längsschnitt und
Abb. 2 in einem Querschnitt nach Linie ArB der Abb. 1.
Das Einfüllen des Futters erfolgt bei dieser Maschine durch den Einfülltrichter r. Hier
wird das Futter von den nebeneinanderliegenden Schnecken s und s1 (Abb. 2) erfaßt und
von diesen dem Messerwerk, das aus den Messernm und der Lochscheibe/ besteht, zugeführt.
Ein großer Teil der dem Futter anhaftenden Feuchtigkeit bzw. des in dem Futter vorhandenen Saftes wird hierbei abgepreßt
und fließt durch die Siebe/,/1,/2 ab.
Das stark zusammengepreßte, den Messern m und der Lochscheibe/ zugeschobene Futter
wird durch diese so fein zerkleinert, daß die Pflanzenzellen aufgeschlossen werden und die
Luft durch den hohen Druck, den die Schnekken ausüben, völlig verdrängt wird. Das
aus der Lochscheibe austretende zerkleinertje Gut gelangt hierauf in die Abpreß,vorrichtungjt?.
Es wird hier durch eine regelbare, verhältnismäßig enge Öffnung gedrückt, so
daß die Feuchtigkeit in dem für die Silage erforderlichen, dem jeweiligen Zustande dier
Pflanzen entsprechenden Maße abgepreßt und der zur Einlagerung erforderliche Grad der
Trockenheit des Futters erzeugt wird.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum Haltbarmachen von Grünfutter durch Einlagern, dadurch gekennzeichnet, daß die Futterpflanzen vor der Einlagerung einer an sich, bekannten Bearbeitung in einer mit Schnecken und Schneidwerkzeugen sowie einer Abpreß,-vorrichtung versehenen Zerkleinerungsmaschine unterworfen werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA44897D DE487361C (de) | 1925-05-08 | 1925-05-08 | Verfahren zum Haltbarmachen von Gruenfutter durch Einlagern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA44897D DE487361C (de) | 1925-05-08 | 1925-05-08 | Verfahren zum Haltbarmachen von Gruenfutter durch Einlagern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE487361C true DE487361C (de) | 1929-12-07 |
Family
ID=6934439
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA44897D Expired DE487361C (de) | 1925-05-08 | 1925-05-08 | Verfahren zum Haltbarmachen von Gruenfutter durch Einlagern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE487361C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1017901B (de) * | 1954-06-12 | 1957-10-17 | Norbert Felber Dipl Ing | Vorrichtung zum Pressen und Zerflocken von pflanzlichem Gut zwecks Vorbereitung der Trocknung oder Silierung |
| DE1033498B (de) * | 1955-07-26 | 1958-07-03 | Bonda S Veevoederbureau N V | Verfahren und Vorrichtung zum Vorbehandeln von zu silierendem Gruenfutter |
-
1925
- 1925-05-08 DE DEA44897D patent/DE487361C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1017901B (de) * | 1954-06-12 | 1957-10-17 | Norbert Felber Dipl Ing | Vorrichtung zum Pressen und Zerflocken von pflanzlichem Gut zwecks Vorbereitung der Trocknung oder Silierung |
| DE1033498B (de) * | 1955-07-26 | 1958-07-03 | Bonda S Veevoederbureau N V | Verfahren und Vorrichtung zum Vorbehandeln von zu silierendem Gruenfutter |
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