DE487361C - Verfahren zum Haltbarmachen von Gruenfutter durch Einlagern - Google Patents

Verfahren zum Haltbarmachen von Gruenfutter durch Einlagern

Info

Publication number
DE487361C
DE487361C DEA44897D DEA0044897D DE487361C DE 487361 C DE487361 C DE 487361C DE A44897 D DEA44897 D DE A44897D DE A0044897 D DEA0044897 D DE A0044897D DE 487361 C DE487361 C DE 487361C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
feed
storing
green fodder
fodder
filled
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA44897D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alexanderwerk AG
Original Assignee
Alexanderwerk AG
Alexanderwerk A von der Nahmer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alexanderwerk AG, Alexanderwerk A von der Nahmer AG filed Critical Alexanderwerk AG
Priority to DEA44897D priority Critical patent/DE487361C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE487361C publication Critical patent/DE487361C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01FPROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
    • A01F29/00Cutting apparatus specially adapted for cutting hay, straw or the like
    • A01F29/02Cutting apparatus specially adapted for cutting hay, straw or the like having rotating knives with their cutting edges in a plane perpendicular to their rotational axis
    • A01F29/025Cutting apparatus specially adapted for cutting hay, straw or the like having rotating knives with their cutting edges in a plane perpendicular to their rotational axis with feeding direction parallel to axis

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description

Das Haltbarmachen des frischen, grünen Futters ist für die Winterfütterung von großer Bedeutung. Man hat darum schon seit vielen Jahren versucht, das geerntete frische Futter einzulagern, um ein Dauersüßgrünifutter zu erzielen. Es sind auch schon Verfahren bekannt geworden, durch die eine gewisse Haltbarkeit des geernteten Futters erzielt wird. Diese Verfahren sind jedoch noch mit Mängeln behaftet. Die Erfahrung hat aber gelehrt, daß die Sicherheit des Gelingens der Futtereinlagerung davon abhängt, daß das Pflanzenleben schnell zum Erlöschen gebracht wird, daß ferner die schnelle und genügende Milchsäurebildung gefördert wird, daß der Wassergehalt des Silofutters geregelt wird, und daß endlich die in dem eingelagerten Futterstock enthaltene Luft möglichst weitgehend verdrängt und der Silo schnell gefüllt wird.
'Nach den bisherigen Verfahren hat man das Futter gehäckselt, in Gruben oder Kammern gefüllt und durch Selbsterwärmung oder künstliche Erwärmung über die wegen der Butter- und Essigsäurebildung schädliche Temperaturstufe von 30 bis 500 erhitzt und nach Ausbreitung der Milchsäurebakterien wieder sinken lassen. Zu diesem Zweck hat man das Futter lose in die Kammern gefüllt, so daß möglichst viel Luft zwischen die Pflanzenteile kam, die die schnelle Temperaturerhöhung durch Förderung der Gärung begünstigte. Die in dem Futter enthaltene Luft mußte aber nachträglich wieder durch Pressen verdrängt werden, um den sdhädliehen Fäulniserregern, die das Futter gefährden, die Lebensmöglichkeit zu entziehen.
Die auf diesen Voraussetzungen beruhenden Verfahren weisen jedoch große Nachteile auf, die zum Teil darin bestehen, daß das Erlöschen des Pflanzenlebens noch nicht schnell genug erfolgt, und ein unerwünschter Abbau von Nährstoffen durch die vermehrte Atmung der verwundeten Pflanzen eintritt, daß ferner durch die Erwärmung eine Beeinträchtigung der Verdaulichkeit des Futters hervorgerufen wird, und daß außerdem die in dem eingelagerten Futterstock enthaltene Luft nur schwer durch Auspressen entfernt werden kann, so daß man gezwungen ist, das Futter schichtweise einzulagern und die folgenden Schichten erst nach Erhitzung und Abpressung der vorhergehenden einzufüllen. Auch ist die Regelung des in dem Futterstock enthaltenen Wassergehaltes, der leicht die Fäulnis begünstigt, mangelhaft und kann im allgemeinen nur durch Einfüllen von Aufsaugematerial, wie Häcksel, Spreu usw., erfolgen.
Es hat sich nun herausgestellt, daß die Silage leicht gelingt und ein gutes Dauersüßfutter erzielt wird, wenn es für die Einlagerung einer Zerkleinerung und Abpressung durch eine an sich bekannte, mit Schnecken und Schneidwerkzeugen sowie einer Abpreßvorrichtung versehene Zerkleinerungsmaschine
483361
unterworfen und hierauf fest in die Behälter eingestampft wird. Durch diese Behandlung werden die Pflanzen so gründlich zerkleinert und abgepreßt, daß ihnen die Lebensmögliehkeit schneller als bisher entzogen und die bei den gehäckselten Pflanzen auftretende lebhafte Atmung und der damit verbundene Nährstoffabbau vermindert wird} und die Einlagerung nicht, wie bisher, verhältnisimäßig lose, sondern fest und ohne Hinterlassung von schädlichen Lufträumen erfolgen kann.
Durch diese Behandlung wird erreicht, daß das Futter sich nur wenig- über die Außemtemperatur erwärmt und daher unter der wegen der Bildung der Butter- und Essigsäure schädlichen Temperatur von 30 bis 500 bleibt.
Bei Vergleichsversuchen, die im Herbst veranstaltet wurden, wurden zwei Silos gefüllt, von denen der eine nach dem vorliegenden Verfahren gefüllt wurde und einen Inhalt von 21 900 kg zerkleinerten Rübenblättern hatte, wohingegen der andere, nach dem alten Süßpreßverfahren mit gehäckseltem Futter gefüllte Silo einen Inhalt von 10 500 kg hatte. Dieses Futter war zur stärkeren Hervorhebung des Unterschiedes zwischen dem alten und dem neuen Verfahren im Verhältnis ι: 2 mit einem Zusatz von gehäckseltein Grünmais, also einem dem Rübenblatt gegenüber besonders leicht zu silierenden Futter, versehen. Trotzdem wurde bei der Öffnung der Türme nach Ablauf der Einlagerungszeit gefunden, daß das nach dem vorfegenden Verfahren eingelagerte Futter 4,9 o/o Protein mehr und ungefähr 24 0/0 mehr N-freie Stoffe enthielt als das nach dem alten Verfahren eingelagerte Futter. Außerdem wurde festgjestellt, daß das nach dem alten Verfahren eingelagerte Futter sich um 50 cm gesetzt hatte, wohingegen sich das nach dem vorliegenden Verfahren eingelagerte Futter nur um 5 cm gesetzt hatte.
Der nach dem neuen Verfahren gefüllte Turm hat also außer dem besseren Futter auch noch eine bedeutend bessere Ausnutzung des Fassungsvermögens und eine größere Sicherheit gegen die Bildung von schädliehen Hohlräumen als der nach dem alten Verfahren gefüllte Silo.
Äußer diesem hat das vorliegende Verfahren ferner noch, den Vorteil, daß sich im Futter keine Gase bilden, die einen schädlichen Druck auf die Behälterwände ausüben, und die die in der Futtermasse emhaltene Feuchtigkeit durch die Undichtigkeiten der Behälterwände hindurchtreiben.
Eine zur Vorbereitung des Futters für das vorliegende Verfahren dienende Maschine ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargesteEt.
Abb. ι zeigt die Maschine im Längsschnitt und
Abb. 2 in einem Querschnitt nach Linie ArB der Abb. 1.
Das Einfüllen des Futters erfolgt bei dieser Maschine durch den Einfülltrichter r. Hier wird das Futter von den nebeneinanderliegenden Schnecken s und s1 (Abb. 2) erfaßt und von diesen dem Messerwerk, das aus den Messernm und der Lochscheibe/ besteht, zugeführt. Ein großer Teil der dem Futter anhaftenden Feuchtigkeit bzw. des in dem Futter vorhandenen Saftes wird hierbei abgepreßt und fließt durch die Siebe/,/1,/2 ab. Das stark zusammengepreßte, den Messern m und der Lochscheibe/ zugeschobene Futter wird durch diese so fein zerkleinert, daß die Pflanzenzellen aufgeschlossen werden und die Luft durch den hohen Druck, den die Schnekken ausüben, völlig verdrängt wird. Das aus der Lochscheibe austretende zerkleinertje Gut gelangt hierauf in die Abpreß,vorrichtungjt?. Es wird hier durch eine regelbare, verhältnismäßig enge Öffnung gedrückt, so daß die Feuchtigkeit in dem für die Silage erforderlichen, dem jeweiligen Zustande dier Pflanzen entsprechenden Maße abgepreßt und der zur Einlagerung erforderliche Grad der Trockenheit des Futters erzeugt wird.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum Haltbarmachen von Grünfutter durch Einlagern, dadurch gekennzeichnet, daß die Futterpflanzen vor der Einlagerung einer an sich, bekannten Bearbeitung in einer mit Schnecken und Schneidwerkzeugen sowie einer Abpreß,-vorrichtung versehenen Zerkleinerungsmaschine unterworfen werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEA44897D 1925-05-08 1925-05-08 Verfahren zum Haltbarmachen von Gruenfutter durch Einlagern Expired DE487361C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA44897D DE487361C (de) 1925-05-08 1925-05-08 Verfahren zum Haltbarmachen von Gruenfutter durch Einlagern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA44897D DE487361C (de) 1925-05-08 1925-05-08 Verfahren zum Haltbarmachen von Gruenfutter durch Einlagern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE487361C true DE487361C (de) 1929-12-07

Family

ID=6934439

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA44897D Expired DE487361C (de) 1925-05-08 1925-05-08 Verfahren zum Haltbarmachen von Gruenfutter durch Einlagern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE487361C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1017901B (de) * 1954-06-12 1957-10-17 Norbert Felber Dipl Ing Vorrichtung zum Pressen und Zerflocken von pflanzlichem Gut zwecks Vorbereitung der Trocknung oder Silierung
DE1033498B (de) * 1955-07-26 1958-07-03 Bonda S Veevoederbureau N V Verfahren und Vorrichtung zum Vorbehandeln von zu silierendem Gruenfutter

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1017901B (de) * 1954-06-12 1957-10-17 Norbert Felber Dipl Ing Vorrichtung zum Pressen und Zerflocken von pflanzlichem Gut zwecks Vorbereitung der Trocknung oder Silierung
DE1033498B (de) * 1955-07-26 1958-07-03 Bonda S Veevoederbureau N V Verfahren und Vorrichtung zum Vorbehandeln von zu silierendem Gruenfutter

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2714995C3 (de) Herstellung von cellulosehaltigen) Material mit verbesserter Verdaubarkeit für Wiederkäuer
DE4444285C2 (de) Vorrichtung zum Formen von Abfallpapier enthaltendem Fasermaterial und deren Verwendung
DE487361C (de) Verfahren zum Haltbarmachen von Gruenfutter durch Einlagern
DE836737C (de) Verfahren zum Behandeln von zum Einsilieren bestimmtem, frisch geschnittenem Gras und anderen Futterpflanzen zwecks Konservierung
DE504949C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Nahrungsmitteln aus Getreide
CH682039A5 (de)
DE971550C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von gepressten Futtermitteln in Granularform
DE1284145B (de) Vorrichtung zur Verarbeitung von Gruenfutter
EP0736163B1 (de) Verfahren und vorrichtung zum entzug von wasser aus frischgras und zum nachtrocknen des vorbehandelten grases
DE668311C (de) Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Futtermitteln
DE3406370A1 (de) Verfahren zum behandeln von schalenfruechten
DE851297C (de) Verfahren und Behaelter zur Konservierung von Gaerfuttermitteln
DE2928240C2 (de) Verfahren zum Verarbeiten und Haltbarmachen von eiweißhaltigen Grünpflanzen
DE1033498B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Vorbehandeln von zu silierendem Gruenfutter
DE604745C (de) Verfahren zur Vorbehandlung von frisch geschnittenem Gras und Kraeutern, um das Trocknen zu beschleunigen
DE719257C (de) Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels
DE832239C (de) Verfahren zur Herstellung eines Mischfutters aus mindestens zwei verschiedenen pflanzlichen Futterstoffen
DE974545C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Verbessern der Qualitaet und der Lagerfaehigkeit von Heu
DE856383C (de) Verfahren und Maschine zum Zerkleinern und Trocknen von Gras und anderen Pflanzen
DE1492921C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Konservierung von vorgewelktem Grünfutter
DE2334296A1 (de) Verfahren und mittel zum konservieren von silage
DE334652C (de) Verfahren zur Herstellung von Ruebensaft und hochwertigen Schnitzeln aus Zuckerrueben
DE686453C (de) Verfahren zur Gewinnung von Wirkstoffen (Extrakte, Alkaloide) aus Arzneipflanzen
DE2005779A1 (de) Verfahren beim Brikettieren von Gras und ähnlichem Grünfutter
DE568080C (de) Verfahren zur Herstellung von Futterpresskuchen