DE2003231B2 - Zigarettenspitze - Google Patents

Zigarettenspitze

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DE2003231B2 DE19702003231 DE2003231A DE2003231B2 DE 2003231 B2 DE2003231 B2 DE 2003231B2 DE 19702003231 DE19702003231 DE 19702003231 DE 2003231 A DE2003231 A DE 2003231A DE 2003231 B2 DE2003231 B2 DE 2003231B2
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24DCIGARS; CIGARETTES; TOBACCO SMOKE FILTERS; MOUTHPIECES FOR CIGARS OR CIGARETTES; MANUFACTURE OF TOBACCO SMOKE FILTERS OR MOUTHPIECES
    • A24D1/00Cigars; Cigarettes
    • A24D1/08Cigars; Cigarettes with lighting means

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  • Cigarettes, Filters, And Manufacturing Of Filters (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft Zündspitzen von selbstzündenden Zigaretten. Der Hauptnachteil der meisten Zündspitzen dieser Art besteht darin. daC nach dem Zünden der Zündspitze die Flamme und die Glut in kürzester Zeit erlöschen, während der Raucher dieser Art von Zigaretten instinktiv einen Augenblick wartet, um die Entzündung stattfinden zu lassen. In diesen Fällen muß der Raucher im Augenblick der Zündung der Zündspitze sehr schnell an der Zigarette ziehen, wobei er die unangenehmen und schädlichen Schwefeldämpfe in den Mund saugt.
Es ist zwar bereits eine Zigarettenzündspitze aus zwei itufenweise zur Wirkung kommenden, benachbart angebrachten Zündmitteln bekannt, wovon das eine durch Reibung entflammbar ist und das andere als Glimm-Mittel zur Übertragung der Flamme auf den Tabak dient. Das durch Reibung entflammbare Zündmittel besteht aus einem Scheibchen aus dünnem Gewebe oder Papier mit einer dünnen Schicht aus einer als Reibungszünder dienenden Substanz. Das als Glimm-Mittel zur Übertragung der Flamme auf den Tabak dienende Zündmittel ist ebenfalls als Scheibchen ausgebildet und besteht aus einem langsam brennenden Material, wie sie z. B. für Zünder verwendet werden. Zu seiner Herstellung wird auf einer Unterlage aus brennbarem Papier oder Gewebe eine Suspension einer Mischung aus Kaliumchlorat, Kaliumchromat, Dextrin, Holzkohlenpulver, Paraffin in Gummiarabicum aufgebracht. Das Gummiarabicum ist mit geeigneten Konservierungsmitteln, z. B. Formaldehyd versetzt. Dieser Suspension können solche Substanzen, die Gerüche neutralisieren oder (angenehme) Aromen hervorbringen, zugesetzt werden, wie z. B. Myrrhe, Weihrauch, Bleiacetat, Würzstoffe od. dgl. Diese Zündspitze hat den Nachteil, daß sie unangenehme und schädliche Gase hervorbringt welche den Raucher in hohem Mjiße irritierein oder schädigen. Kaliumchicrat, Kaliumbrcimat und Bleiacetat sind starke Gifte; die beiden letzteren Substanzen enthalten Schwermetalle, die zu schwersten chronischen Vergiftungen führen. Die von dem Raucher mit dem Rauch eingeatmeten Schwebestoffe enthalten mit Sicherheit auch Rückstände dieser Schwermetalle, so daß die durch das Zigarettenrauchen an sich schon gegebene Gesundheitsgefährdung bei Verwendung dieser Zündvorrichtung ein nicht mehr tragbares Maß annimmt. Ferner sind die Gase, die beim Verbrennen der Gummiarabicum-Suspension entstehen, auch geschmacklich unangenehm.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden und eine Zigarettenzümdspitze zur Verfugung zu stellen, die beim Verbrennen weder Geruch noch Geschmack noch schädliche Gase abgibt.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine hoble, zylindrische Innenschicht oder Grundschicht, die an beiden Enden offen ist und aus gewöhnlichem Zigarettenpapier besteht.das mit einer Nitrocelluloselösung behandelt worden ist, eine Außenschicht oder Kohleschicht die aus verkohltem brennbaren Material besteht, das mit einer Nitrocelluloselörung behandelt und auf dk Innenschicht oder Grundschicht aufgebracht worden ist und eine an sich bekannte an der Stirnflache angeordnete ringförmige Zündschicht, die aus der bekannten Zündmasse von Sicherheitszündhölzern besteht, mit einer Nitrocelluloselösung behandelt und auf dem kreisförmigen Spitzenteil des zylindrischen Körpers auf der Innenschicht oder Grundschicht und der Außenschicht oder Kohleschicht aufgebracht worden ist
Die erfindungsgemäße Zündspitze wird an der Zigarettenspitze befestigt. Diese kann dann ohne Verwendung eines Streichholzes, eines Feuerzeuges oder einer ähnlichen Vorrichtung angezündet werden, indem sie mit der Zündspitze an einer Streichholzreibfläche angerissen wird. Die Streichholzreibfläche kann an der Zigarettenpackung angebracht werden. Durch das Anreißen entzündet sich zunächst die an der Stirnfläche angeordnete ringförmige Zündschicht und anschließend die Schicht aus verkohltem brennbaren Material. Diese brennt lange genug, um die Zigarette einwandfrei anzuzünden, ohne daß der Raucher die Zigarette unmittelbar nach dem Anzünden ziehen muß.
Kohlebildende Materialien reichen von Papier, Holzmehl. Sägemehl und Textilien bis zu Tabak. Pflanzen usw. Die bisher gemachten Versuche, Zündelemente für selbstzündende Zigaretten aus einem der oben genannten kohlebildenden Materialien herzustellen, waren erfolglos. Diese kohlebildenden Materialien sind in Wirklichkeit keine Kohle und ergeben chemisch behandelt oder chemisch unbehandelt keine Glut, die lange genug anhält, um eine Zigarette anzuzünden, ganz abgesehen von den häufig für den Raucher schädlichen und unangenehmen beißenden Dämpfen und Gasen, die sie während ihrer Verkohlung abgeben.
Bei vielen bisherigen Versuchen zur Herstellung von kohlebildendem Material für diesen speziellen Zweck wurde bekanntlich hauptsächlich Papier oder mehrschichtiges Papier verwendet. Papier ergibt ohne Rücksicht darauf, wie die entflammbaren Chemikalien darin eingearbeitet sind, nur eine so schwache glimmende Kohle, daß eine Zigarette kaum damit angezündet werden kann, ganz abgesehen von dem
unangenehmen abgegebenen Rauch.
Es wurde nun gefunden, daß Holzkohle oder verkohltes Unkraut, vorzugsweise Holzkohle in Pulverform, bei Vermischung mit der bekannten Nitrocelluloselösung ein vollkommenes brennbares Material für diesen speziellen Zweck darstellt Verkohlte brennbare Materialien lassen sich leichter zünden und entwickeln weniger, wenn überhaupt, unangenehme Verbrennungsgase und -dämpfe, weil der größte Teil oder zu.rundest mehr als die Hälfte der Verbrennungsgase und -dämpfe bereits während der Verkohlung entwichen ist Hinzu kommt die bemerkenswerte Eigenschaft, daß die Kohle längere Zeit glimmt, was ein unerläßlicher und wichtiger Faktor ist, der für den speziellen Verwendungszweck für selbstzündende Zigaretten unerläßlich ist
Eine Zündspitze gemäß der Erfindung, die unter Verwendung von Holzkohlepulver hergestellt worden iu, entflammt leicht bei der Entzündung und hat eine Kohle, die etwa 2 Minuten glimmt. Diese Zeit ist ausreichend, um eine Zigarette anzuzünden.
Bei den bisherigen Versuchen zur Herstellung von länger giimmendem Material für selbstzündende Zigaretten ist dieses Problem nicht erfolgreich gelöst worden. Ferner ist bisher keine Holzkohle oder ein anderes verkohltes Material für die Herstellung von Zündspitzen für diesen Zigarettentyp verwendet worden.
Die Erfindung wird nachstehend in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben.
F i g. t zeigt perspektivisch die an einer Zigarette angebrachte Zündspitze gemäß der Erfindung,
F i g. 2 ist ein Längsschnitt durch die in F i g. 1 dargestellte Zündspitze gemäß der Erfindung,
F i g. 3 ist eine perspektivische Ansicht, die veranschaulicht, wie die neue Zündspitze gemäß der Erfindung gezündet wird.
Die in F i g. 1 dargestellte Zigarette 24 ist an einem Ende mit einem Filter 26 versehen. Am anderen Ende der Zigarette 24 ist mit einem Papierstreifen 22 in der gleichen Weise wie ein Filter eine hohle zylindrische Spitze befestigt, die an beiden Enden offen ist und den gleichen Durchmesser wie die Zigarette 24 hat. Diese Spitze besteht aus drei Schichten, nämlich einer Innenschicht oder Grundschicht 16, einer Außenschicht oder Kohleschicht 18 und einer stirnseitigen Schicht oder Zündschicht 20.
Die Innenschicht oder Grundschicht 16 der zylindrischen Spitze besteht aus gewöhnlichem Zigarettenpapier, das in eine etwa 20%ige Nitrocelluloselösung getaucht worden ist und nach dem Trocknen eine genügende Steifigkeit als Trägerschicht und die Eigenschaften hat, bei jedem Wetter Feuchtigkeit abzuweisen und schnell zu brennen. Die Außenschicht oder Kohleschicht 18 besteht aus verkohltem brennbarem Material, vorzugsweise Holzkohlapulver, das eine Teilchengröße von 0,11 mm hat, in einer 20 %igen Nitrocelluloselösung zu einer Paste angemacht worden ist und nach dem Auftrag und nach dem Trocknen steif, beständig gegen Feuchtigkeit ist, schnell brennt und nach dem Entzünden eine genügend lange glimmende 6c Kohleschicht darstellt. Die stirnseitige Schicht oder Zündschicht 20 besteht aus leicht entzündbarem Material, beispielsweise aus der Zündmasse der bekannten Sicherheitszündhötzer, die lediglich durch Reibung entzündbar ist. Diese Zündmasse wird ebenfalls in Nitrocelluloselösung getaucht, um nach dem Auftrag und dem Trocknen die Eigenschaften der Steifigkeit, Feuchtigkeitsbeständigkeit und schnellen Verbrennung zu haben.
Die in Fig.2 im Schnitt dargestellte Außenschicht oder Kohleschicht 18 wird als Paste, die in der oben beschriebenen Weise hergestellt wird, sorgfältig auf die Außenfläche der Innenschicht oder Grundschicht 16 aufgebracht, die durch die vorherige Behandlung mit der Nitrocelluloselösung bereits gehärtet und versteift ist Anschließend wird die sürnseitige Schicht oder Zündschicht 20 in Form einer Paste auf den kreisförmigen Stirnteil des zylindrischen Körpers aufgebracht, der aus der zylindrischen Innenschicht 16 und der Außenschicht oder Kohleschicht 18 besteht Dann wird der Papierstreifen 22 um ein Ende der zylindrischen Zündspitze 16,18,20 und um ein Ende der Zigarette 24 gehüllt, um die Teile miteinander zu verbinden.
Die Reibfläche 14 zur Entzündung der Zündspitze wird rings um den oberen Teil 12 einer Zigarettenpakkung 10 gelegt. Dieser obere Teil 12 wird durch das Abreißen des oberen Teils der Cellophanpackung freigelegt
Wie die vorstehenden Ausführungen zeigen, wird der Zündspitze gemäß der Erfindung durch die jeweilige mit Nitroedluloselösung behandelte Innenschicht 16. Außenschicht 18 und stirnseitige Schicht 20 genügend Härte verliehen, um der Kraft zu widerstehen, die beim Anzünden der Zigarette durch Reiben über die Reibfläche ausgeübt wird. Gleichzeitig erhält die Zündspitze hierdurch genügend Beständigkeit gegen mögliche Feuchtigkeit, während die Außenschicht oder Kohleschicht 18 aus verkohltem brennbarem Material eine genügend lang anhaltende Kohleglut gewährleistet, die die Zigarette zuverlässig anzündet und weniger, wenn überhaupt unangenehme Verbrennungsgase und -dämpfe entwickelt, die vom Raucher inhaliert werden.
Zum Anzünden der Zigarette 24 wird lediglich die Zündspitze 16,18, 20 über die Reibfläche 14 am oberen Teil 12 der Zigarettenpackung 10 in der gleichen Weise gezogen, wie dies bei einem Streichholz der Fall und in F i g. 3 veranschaulicht ist Durch die Reibwirkung wird die Zündspitze 16, 18, 20 entflammt, wodurch das Ende der Zigarette 24 angezündet wird. Da die stirnseitige Schicht oder Zündschicht 20 nach dem Anzünden schnell aufgebraucht ist und die Verbrennungsgase und -dämpfe nach außen an die Luft abgibt, während die Außenschicht oder Kohleschicht 18 aus Holzkohle nach der Entzündung durch die Zündschicht 20 etwaige restliche Verbrennungsgase und -dämpfe sowohl nach außen an die Luft als auch nach innen in den hohlen Teil der zylindrischen Zündspitze abgibt, wo ebenfalls die Außenluft vorhanden ist, wird die Tabakfüllung der Zigarette 24 tatsächlich nur durch den Rest der Holzkohle in Form von genügend lange anhaltender Glut angezündet, während die unangenehmen und schädlichen Gase und Dämpfe nicht in die Tabakfüllung eindringen und vom Raucher eingesaugt werden können.
Es ist offensichtlich, daß die Anordnung gemäß der Erfindung sehr zuverlässig in bezug auf die Art und Weise ist, wie sie das Einsaugen von unangenehmen Gasen und Dämpfen verhindert, Feuchtigkeit abweist und, was am wichtigsten und bisher nicht erreicht worden ist, aufgrund der Holzkohle eine genügend lang anhaltende Glut gewährleistet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. ZJgaretteDzündspitze aus zwei stufenweise zur Wirkung kommenden, benachbart angebrachten S Zündmitteln, wovon das eine durch Reibung entflammbar ist und das andere als Glimm-Mittel zur Übertragung der Flamme auf den Tabak dient gekennzeichnet durch eine hohle zylindrische Innenschicht oder Grundschicht (16), die an beiden Enden offen ist und aus gewöhnlichem Zigarettenpapier besteht, das mit einer Nitrocelluloselösungibehandelt worden ist, einer Außenschicht oder Kohleschicht (18), die aus verkohltem brennbarem Material besteht, das mit einer Nitrocelluloselösung behandelt und auf die Innenschicht oder Grundschich) (16) aufgebracht worden ist, und eine an sich bekannte, an der Stirnfläche angeordnete ringförmige Zündschicht (20J, die aus der bekannten Zündmasse von Sicherheitszündhölzern besteht, mit einer Nitrocelluloselösung behandelt und auf den kreisförmigen Spitzenteil des zylindrischen Körpers auf der Innenschicht oder Grundschicht (16) und der Außenschicht oder Kohleschicht (18) aufgebracht worden ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere Schicht oder Kohleschicht (t8) aus HoJzkohlepulver besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet daß die Zündschicht (20) auf die Außenschicht oder Kohleschicht (18) aufgebracht ist.
DE19702003231 1970-01-24 Zigarettenspitze Expired DE2003231C3 (de)

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DE2003231A1 DE2003231A1 (de) 1971-08-12
DE2003231B2 true DE2003231B2 (de) 1976-10-21
DE2003231C3 DE2003231C3 (de) 1977-06-08

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