DE2002607B2 - Verfahren zur Herstellung einer mit einem Cyanin oder Merocyaninfarbstoff sensibilisierten ZnO Bindemittel Schicht - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer mit einem Cyanin oder Merocyaninfarbstoff sensibilisierten ZnO Bindemittel SchichtInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer mit einem Cyanin- oder Merocyaninfarbstoff
sensibilisierten ZnO-Bindemittel-Schicht, bei dem eine Beschichtungsflüssigkeit mit einem organischen Lösungsmittel
und gegebenenfalls einer hydrophilen Verbindung auf einen Schichtträger aufgebracht und
getrocknet wird.
Die spektrale Sensibilisierung von Zinkoxid ist bekannt und wird im weiten Umfang angewandt,
indem eine Vielzahl von Farbstoffen an der Oberfläche von feinzerteiltem Zinkoxid adsorbiert wird.
Die Farbstoffadsorption wird nach einem der folgenden Verfahren durchgeführt:
1. Eintauchen von Zinkoxidpulver in eine Farbstofflösung,
2. Zusatz einer Farbstofflösung zu einer Suspension so aus Zinkoxid und einer Lösung eines harzartigen
Binders,
3. Anfärbung eines dünnen Überzugs der photoleitenden Masse aus Zinkoxid und einem harzartigen
Binder auf einem Träger mit einer Färbstofflösiing.
Zu geeigneten, spektral sensibilisierenden Farbstoffen gehören Xanthen-, Triphenylmethan-, Anthrachinon-,
Azo-, Cyanin- und lvicrocyaninfarbstoffe.
Im allgemeinen ist bei einem Zinkoxidüberztig ein
isolierender harzartigen Binder erforderlich, worin das Zinkoxidpulver einheitlich dispergiert ist. wobei das
erhaltene Gemisch auf den Träger aufgezogen wird. Zu geeigneten harzartigen Materialien zur Anwendung
für den vorliegenden Zweck gehören Silicon-, Alkyd-. Polyvinylchlorid-, Polyvinylacetatharze, Copolymere
aus Vinylchlorid und Vinylacetat, Polystyrol-, PoIy- ;ilk\!nicllincrylat-, Polyalkylacrylat-, Styrol-Butadieii-Copolymer-,
Epoxy-, Epokyesterharze und ähnliche Materialien.
Nachteilig daran ist, daß grcße Schwierigkeiten auftreten, wenn man die sogenannten J-Aggregate von
Cyanin- oder Merocyaninfarbstoffen zur spektralen Sensibilisierung von Zinkoxid verwenden wiil, obwohl
die J-Aggregate in weitem Umfang auf dem Gebiet der Silberhalogenidemulsionen verwendet werden.
Dabei tritt ein deutlicher Unterschied hinsichtlich der Leichtigkeit auf, mit der die J-Aggregate eines
Cyanin- oder Merocyaninfarbstoffes auf der Oberfläche von Zinkoxid- und Silberhalogenidkristallen gebildet
werden kann.
Von zahlreichen Forschungsgruppen wurden ihre Versuchsergebnisse, die den vorstehenden Unterschied
stützen, wovon Professor H. F r i e s e r und Mitarbeiter auf dem internationalen Colloquium für die
photographische Wechselwirkung zwischen Strahlung und Material im Jahre 1966 berichteten, daß die
spektrale Sensibilisierung von Zinkoxidphotoleitern durch J-Aggregate von Farbstoffen ziemlich schwierig
ist, bekannt gegeben.
In letzter Zeit gewinnen elekirophotographische
Überzüge, die unter Anwendung von wäßrigen Emulsionen von harzartigen Bindern hergestellt wurden,
zunehmende Bedeutung. Bei derartigen Überzugsansätzen werden Cyanin- oder Merocyaninfarbstoffe
leichter adsorbiert und bisweilen ergibt sich ein J-Aggregation an der Zinkoxidoberfläche, die
bei organischen Überzugsansätzen nicht entsteht.
Im Fall von elektrographischen Zinkoxidschichten, insbesondere solchen, die aus ÜberzugsgemLchen
unter Anwendung von organischen Lösungsmitteln hergestellt wurden, wurde die Ausbildung von J-Aggregaten
auf Zinkoxid und eine dadurch bewirkte spektrale Sensibilisierung kaum beobachtet, selbst bei
Anwendung von Cyanin- oder Merocyaninfarbstoffen, wie von Prof. H. F r i e s e r berichtet. Eine
ausführliche Beschreibung der J-Aggregate von Cyaninfarbstoffen findet sich in »The Theory of the
Photographic Process«, von Dr. M e e s, Macmillan Co.
Andere Gruppen untersuchten die Photoleitfähigkeit von Zinkoxid unter Anwendung von Zinkoxidpulvern,
die Cyanin- oder Merocyaninfarbstoffe adsorbierten. Einige Gruppen berichteten die spektrale
Sensibilisierung von Zinkoxid durch die J-Aggregate der Farbstoffe. Es ist daran zu erinnern, daß die
Sensibilisierung durch die J-Bande stets in Zinkoxidpulverschichten erkannt werden kann, d. h. Schichten,
die von filmbildenden harzartigen Bindern frei sind, da hierdurch eine Zunahme des Photostroms auftritt.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung eines Verfahrens zur spektralen Sensibilisierung von
Zinkoxid und zur Bildung von verbesserten elektrophotographischen Zinkoxidüberzügen unter Verwendung
von Cyanin- und Merocyaninfarbstoffen, die im weiten Umfang zur Sensibilisierung von Silbcrhalogenidkristallcn
verwendet werden, die in Form von J-Aggregaten zur Anwendung gelangen.
Cyanin- oder Merocyaninfarbstoffe, die ebene Molekiilarstrukturen besitzen, sind bekannt und
zeigen zusätzlich zn ihrer eigenen optischen Absorption weitere Absorptionen auf Grund von aggregicrten
Molekülen. Unter diesen zusätzlichen Absorptionsbanden ist eine intensive scharfe Bande
bekannt, die bei einer längeren Wellenlänge als der dem Farbstoff eigenen auftritt und die auf die Bildung
von .!-Aggregaten zurückgeführt wird. Diese
scharfe Bande erwies sich als wirksames Mittel zur Sensibilisierung von photographischen Silberhalogenidmaterialien.
Bei ausgedehnten Untersuchungen im Rahmen der
Bei ausgedehnten Untersuchungen im Rahmen der
auf Grund des J-Aggregates des Farbstoff- wenn das Lösungsmittel abgedampft wurde, und änderte
sich in eine andere Farbe entsprechend der gewöhnlichen Adsorption des Farbstoffes. Wenn die Farb-
Erfindung ergaben sich bemerkenswerte Einflüsse 5 stoff adsorption mit einer Lösung des Farbstoffes in
der harzartigen Binder auf den Mechanismus der
spektralen Sensibilisierung bei Zinkoxid; selbst wenn eine optische Absorption auf Grund der J-Aggregate
eines Cyanin- oder Merocyaninfarbstoffes ein entMethanol durchgeführt wurde, trat die J-Adsorption
bei einer Zwischenstufe beim Trocknen des Pulvers auf; jedoch verschwand sie erneut beim vollständig
, . - -— getrockneten Pulver. Aus diesen Versuchsergebnissen
sprechendes spektrales Ansprechen des Photostromes io zeigte es sich, daß das J-Aggregat zeitweilig auf
in einem Zinkoxidpulver mit adsorbiertem Farbstoff Zinkoxidpulver gebildet wird, wenn das Pulver eine
beobachtet wurde, verschwand diese Absorptions- geeignete Menge Wasser enthält. Im ersteren Fall
bande sowie das spektrale Ansprechen, nachdem verdampfte das flüchtigere Methanol zuerst und es
das Pulver in einem isolierenden harzartigen Binder wurde ein feuchter Zustand, wie er günstig zur
dispergiert war und aus dem erhaltenen Gemisch 15 Bildung der J-Aggregate ist, ausgebildet, während
ein dünner Überzug geformt war. Das Verschwinden im letzteren Fall eine kleine Menge des ursprünglich
der J-Bande, welches bis jetzt theoretisch nicht erklärt als Verunreinigung im Methanol vorliegenden Waswero.cn
kann, erfolgt zu einem sehr frühen Zeitpunkt sers zusammen mit dem aus Jer Atmosphäre konbeim
Vermischen mit dem Binder. Ein Mischa.-beits- densierten Wasser bei der rascheu Abdampfung des
gang im Dunkeln zur Vermeidung einer möglichen 20 Methanols wirksam war. Wenn jedoch das Pulver
photokatalytischen Aktivität des Zinkoxids ergab gründlich getrocknet wurde, fiel der Wassergehalt
ebenfalls das gleiche Verschwinden der J-Bande. In des Pulvers auf einen derartigen Wert ab, daß das
Anbetracht dieser Beobachtungen läßt sich schließen, einmalig gebildete J-Aggregat wieder zersetzt wurde,
daß zur Erzielung einer J-Bandensensibilisierung in Es gibt jedoch einige Arten von Cyaninfarbstoffe^
einem Zinkoxid-Harzüberzug eine Verbesserung oder 25 die die J-Aggregate auch nach einem gründlichen
Modifizierung des Mischverfahrens oder die Bildung Trocknen beibehalten können.
eines J-Aggregates, das eine mechanische Misch- Auf Grund der vorstehend abgehandelten Fest-
wirkung aushält, wesentlich sind. Stellungen zur Bildung von J-Aggregaten von Cy-
Der Gegenstand der Erfindung geht von einem aninfarbstoffen oder cyaninähnlichen Farbstoffen auf
Verfahren zur Herstellung einer mit einem Cyanin- 30 der Oberfläche von Zinkoxid muß eine bestimmte
oder Merocyaninfarbstoff sensibilisierten ZnO-Binde- Menge Wasser beim Mischarbeitsgang mit dem harzmittel-Schicht,
bei dem eine Beschichtungsflüssigkeit artigen Binder anwesend sein. Trotz der angenommemit
einem organischen Lösungsmittel und gegebenen- nen schlechten Dispergierbarkeit von Zinkoxid in
falls einer hydrophilen Verbindung auf einen Schicht- einem harzartigen Binder auf Grund der Anwesenheit
träger aufgebracht und getrocknet wird, aus und 35 einer beträchtlichen Wassermenge (adsorbierte Wasserist
dadurch gekennzeichnet, daß eine Beschichtungs- schicht) auf der Oberfläche des Zinkoxids ergab das
flüssigkeit mit 1 bis 30 Gewichtsprozent Wasser, Vermischen mittels eines Homogenisators oder einer
bezogen auf das ZnO, verwendet und die ZnO- Kugelmühle einen gut dispergieren homogenen Uber-Bindemittel-Schicht
bis zu einem Wassergehalt zwi- zug, der mit denjenigen vergleichbar ist, wie sie nach
sehen 2 und 20 Gewichtsprozent getrocknet wird. 40 den üblichen Verfahren und Ansätzen erhalten werden.
Durch das Verfahren gemäß der Erfindung wurde Überraschenderweise wird jedc;h erfindungsgemäß
erreicht, ein stabiles J-Aggregat des Farbstoffes auf ein permanentes J-Aggregat in der erhaltenen hchtder
Oberfläche von Zinkoxid auszubilden, das den empfindlichen Schicht gebildet. Mischarbeitsgang mit dem filmbildenden Binder aus- Üblicherweise wird eine auf dem Zinkoxid adsor-
hält, wodurch sich ein neues Verfahren zur spektralen 45 bierte Feuchtigkeit- oder Wasserschicht als schädlich
Sensibilisierung der fhotoleitfähigkeit von Zinkoxid für eine feine Dispersion des Zinkoxides in einer
mit Cyanin- oder Merocyaninfarbstoffen ergibt. organischen Lösung eines harzartigen, mit Wasser
Von feinzerleiltem Zinkoxid ist es bekannt, daß nicht mischbaren Binders betrachtet, da hau ng eine
es Feuchtigkeit aus der umgebenden Atmosphäre schlechte Dispersion oder eine Abtrennung von
aufnimmt, wenn es in Luft gehalten wird. Es ist 50 wäßrigen Tröpfchen verursacht wird. Der nervor"
- - ragende Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung
liegt darin, daß eine positive Anwendung von der adsorbierten Feuchtigkeits- oder Wasserschicht ge-
ebenfalls bekannt, daß die adsorbierten Wassermoleküle einen bemerkenswerten Einfluß auf die
photoleitenden Eigenschaften des Zinkoxids ausüben, obwohl der Mechanismus dieser Wirkung im Einmacht
wird.
zelnen nicht klar ist. Weiterhin werden Cyanin- oder 55 Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung werden
Merocyaninfarbstoffe wirksamer auf Zinkoxidöber- als Cyanin- oder Merocyaninfarbstoffe Anhydroflächcn
in wäßrigen Lösungen oder in Wasser- 3,3' - di - β - carboxyäthyl - 9 - äthylthiacarbocyanin-
hvdroxid. Anhydro- 3.3'-di -ß - sulfoäthyl - 5.5' -di-
wäßrigen Lösungen
Methanol-Lösungen absorbiert. hydroxid. Anhydro - 3.3' - di -ß
Es wurde festgestellt, daß eine klare Änderung chlor-9 - äthylthiacarbocyanin - hydroxid verwendet
der Farbe an dem Zinkoxidpulver mit adsorbierten fio Ganz allgemein sind diejenigen, die die vorstchenc
aufgeführten Eigenschaften, d. h. ebene Struktur unc
Fähigkeit zur Bildung von J-Aggregaten bei dei Adsorption, besitzen, insgesamt geeignet.
Farbstoff im Verlauf des Abdampfcns des Lösungsmittels
der Farbstii/flösung stattfindet, wobei diese
Erscheinung durch die Änderung des Feuchtigkeits-
Typische isolierende filmbildende Binder zur An
gchaltes im Zinkoxidpulver ei klärt werden kann. Typische isolierende nimoiiaenue muuu an ,-m
Falls ein Cyaninfarbstoff an der Oberfläche eines 65 wcndung im Rahmen der Erfindung umfassen thermo
Zinkoxidpulvers aus einer Lösung desselben in einem plastische und thermisch härtbare Polymere, wi<
' ' ' '"
Polyvinylchlorid, Polyvinylacetate, Polyvinylstyrol
Polystyrol-Polybutadien-Copolymere, Polymethacry
Gemisch aus Wasser und Methanol als Lösungsmittel iidsorbiert wurde, verschwand die Anfangsfarbe
5 6
late, Polyacrylate, Polyacrylnitrile, Alkydharze, SiIi- Eine hohe Konzentration derartiger feuchthaltender
konharze, chlorierte Kautschuke, Epoxyharze ein- Verbindungen sollte jedoch in photoleitcnden Schich-
schließlich halogcniertcr Epoxy- und Phenoxyharze, ten vermieden werden, da sie nachteilige Effekte auf
Phenolharze, Epoxy-Phenol-Copolymerc, Epoxy- die Isoliereigenschaften der Schicht besitzen. Deshalb
Harnstoff - Formaldehyd - Copolymere, Epoxy-Mel- 5 soll deren Menge vorzugsweise auf weniger als 1 %
amin - Formaldehyd - Copolymere, Polycarbonate, des Zinkoxids, auf das Gewicht bezogen, begrenzt sein.
Polyurethane, Polyamide, gesättigte Polyester, unge- Im nachfolgenden wird die Erfindung an Hand
sättigte Polyester, die mit Vinylmonomeren und eines üblichen Verfahrens zur Herstellung zum Ver-
Epoxyestern vernetzt sind, Vinylepoxyharze, mit gleich und einigen für die Praxis geeigneten Beispielen
Tallöl modifizierte Epoxyharze und Copolymere io gemäß der Erfindung erläutert,
und Gemische hiervon. A,., . ,, . , , „ , _ ..... .
Insbesondere werden Alkydharze oder Epoxyester, Übllches Verfahren zur spektralen Sensibilisierung
die mit Isocyanat vernetzt sind, bevorzugt. (zum verB|eicnJ
Weiterhin sind Copolymere aus Styrol und Butyl- 100 mg Anhydro - 3,3' - di -ß - carboxyäthyl-
methacrylat, Methacrylate von Alkyden und Styrol 15 9-äthylthiacarbocyanin-hydroxid wurden in 400 ml
mit einem Säurebestandteil, wie Acrylsäure, Croton- Methanol gelöst; in der erhaltenen Farbstofflösung
säure, ebenfalls geeignet. wurden 100 g photoleitendes Zinkoxid mit Hilfe
Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung werden von Ultraschallwellen dispergiert, wodurch der Farbais
Bindemittel ein Alkydharz, ein mit Isocyanat stoff auf der Oberfläche des Zinkoxids adsorbiert
vernetzter Epoxyester oder ein Styrol-Methacrylsäure- ao wurde. Das gefärbte Zinkoxidpulver wurde aus der
butylestcr-MischpoIymerisat verwendet. Dispersion mittels einer Zentrifugaltrenneinrichtung
Jedoch sind für den isolierenden Film Bestandteile, abgetrennt, getrocknet und dann gepreßt. Die gedie
ein Schwermetallsalz, beispielsweise ein Kobalt- preßte Pulverschicht wurde einer Bestimmung der
salz einer Naphthensäure, enthalten, im Rahmen spektraisn Reflektanz unterworfen. Drei Adsorptionsdieser
Erfindung ungeeignet, da durch die vorstehend 35 gipfel zusätzlich zu dem einen auf Grund der Eigenaufgeführten
Metallsalze die im Rahmen der Erfin- adsorption des Zinkoxids bei 38Ομ erschien bei 525,
dung eingesetzten Cyanin- oder Merocyaninfarb- 560 und 600μ entsprechend den H-, M- und J-Banden
stoffe oxydiert werden. des eingesetzten Thiacarbocyanjiifarbstoffes. Die
Es ließ sich zeigen, daß durch die Einverleibung M-Bande war im intensivsten, dann folgte die
von Wasser in ein homogenes Gemisch, das aus 30 J-Bande, und die Η-Bande war die schwächste,
einer Lösung eines harzartigen Binders in einem 100 g des auf diese Weise hergestellten gefärbten
organischen Lösungsmittel und von photoleitendem Zinkoxids wurden mit 20 g eines Vinylchlorid-Vinyl-
Zinkoxid innerhalb des vorstehend aufgeführten acetat-Copolymeren mit einem Gehalt von 70 Ge-
Bereiches bestand, keine schädlichen Wirkungen auf wichtsprozent Vinylchlorid und einer Polymerisations-
die Ausbildung einer einheitlichen Schicht erhalten 35 zahl von 260 zusammen mit 100 g Toluol als Lösungs-
wurden. Die Hauptmenge des Wassers scheint stabil mittel vermischt. Die Vermischung erfolgte in einer
auf der Zinkoxidoberfläche adsorbiert zu sein und Porzellankugelmühle während 10 Stunden. Das erhal-
verbleibt in der Schicht selbst nach Trocknung des tene Überzugsgemisch wurde auf ein mit dünnem
Lösungsmittels. Die zur Ausbildung eines stabilen Aluminium beschichtetes Papier als Unterlage auf-
J-Aggregates auf der Zinkoxidoberfläche erforderliche 40 getragen, so daß sich eine Trocknungsstärke von
Wassermenge hängt von der Größe der Oberfläche etwa 8 μ ergab. Die gesamten vorstehend beschrie-
und den Oberflächeneigenschaften des eingesetzten benen Arbeitsgänge wurden in einer Atmosphäre
Zinkoxids, des Cyanin- oder Merocyaninfarbstoffes mit 200C, 50% relativer Feuchtigkeit, insgesamt im
sowie der Menge des Farbstoffes ab. Im Fall eines Dunkeln durchgeführt. Die spektrale Reflektanz des
Zinkoxidpulvers mit einem mittleren Durchmesser 45 getrockneten Überzuges wurde bestimmt und ergab
von etwa 0,5μ sollte ein Wassergehalt im Bereich eine Kurve, die grundsätzlich unterschiedlich von
von 1 bis 30%, bezogen auf das Gewicht des Zink- derjenigen der gefärbten Pulverschicht war. Die
oxids, in dem Überzugsgemisch vorhanden sein. beiden Gipfel entsprechend den vorhergehend beob-
Zinkoxide mit einem mittleren Durchmesser von achteten H- und J-Banden verschwanden und die
etwa 0,3 μ adsorbieren etwa 0,2% Wasser, bezogen 5° M-Bande verschob sich um etwa 10 ΐημ zu einer
auf ihr Eigengewicht, wenn sie im Gleichgewichts- längeren Wellenlänge mit entsprechendem Abfall der
zustand mit atmosphärischer Luft mit einem Gehalt Absorptionsintensität. Der überzogene Bogen wurde
an relativer Feuchtigkeit von etwa 60% relativer dann in einem bei 500C gehaltenen Thermostaten
Feuchtigkeit der Raumtemperatur gehalten werden. während 20 Stunden gehalten, so daß das verbliebene
Diese Wassermenge ist jedoch unzureichend, um 55 Lösungsmittel oder die verbliebene Feuchtigkeit aus
die Ausbildung eines stabilen J-Aggregates eines dem Überzug abgetrieben wurde. Eine weitere Mes-
Cyaninfarbstoffes zu ergeben. sung nach dieser zusätzlichen Trocknung ergab keine
Man kann zusätzliche Verbindungen, die das Änderung der spektralen Reflektanzkurve.
Wasser besser als Zinkoxid adsorbieren, verwenden, Hinsichtlich der elektrophotographischen Eigenbeispielsweise Gelatine, Kaliumsalze von Vinylbenzol- 60 schäften zeigte sich dieser Überzug zufriedenstellend, äulfonsäure, wie in den Beispielen gezeigt, Casein, da er ein Anfangspotential von —300 Volt zeigte, Leim, mehrwertige Hydroxyverbindungen, ober- welches lediglich um 8% bei einer Minute Dunksllächenaktive Mittel oder hygroskopische anorga- belichtung abfiel. Die spektrale Empfindlichkeit dieses lische Salze u. dgl. Überzuges, die mittels des in F i g. 1 gezeichneten
Wasser besser als Zinkoxid adsorbieren, verwenden, Hinsichtlich der elektrophotographischen Eigenbeispielsweise Gelatine, Kaliumsalze von Vinylbenzol- 60 schäften zeigte sich dieser Überzug zufriedenstellend, äulfonsäure, wie in den Beispielen gezeigt, Casein, da er ein Anfangspotential von —300 Volt zeigte, Leim, mehrwertige Hydroxyverbindungen, ober- welches lediglich um 8% bei einer Minute Dunksllächenaktive Mittel oder hygroskopische anorga- belichtung abfiel. Die spektrale Empfindlichkeit dieses lische Salze u. dgl. Überzuges, die mittels des in F i g. 1 gezeichneten
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfin- 65 Spektrographen bestimmt wurde, welcher einen erhöh-
lung werden als hydrophile Verbindung Gelatine, ten Spektralbereich der Empfindlichkeit hatte, hatte
las Kaliumsalz einer Polyvinylbenzolsulfonsäure, ihren Maximalwert bei 570 πιμ, wie es sich aus der
Casein oder Leim verwendet. spektralen Reflektanzkurve erwarten läßt. Die Emp-
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lindlichkeit gegenüber weißem Licht aus einer Her- etwa lOnial rascher als diejenige der iinscnsihilisicrtcn
kunft mit einer Farbtemperaiiir w>n 3000 K war Schicht.
Snial rascher als diejenige des entsprechenden linsen- Die Lagerung dieses lichtempfindlichen Materials
sibilisicrtcn Überzuges. in einem bei 60 C gehaltenen Luftofcn während
„■•ii s 10 Tagen verursachte keine Änderung der spektralen
15 c ' s I1' c ' ' Rcflcktanz und der Lmpfindlichkcitskurvcn.
F.inc FarbstofTlösunn wurde durch Auflösung von . .
100 g Anhydro- 3,3' -di-/7-carboxyäthyl -9 -äthyl- Beispiel 2
thiacarbocyaninhydroxid in einem Gemisch aus Ein nach dem gleichen Verfahren, wie im Beispiel 1
300 ml Methanol und 100 ml Wasser hergestellt. io hergestelltes gefärbtes Zinkoxydpulvcr, wurde ge-100g
Zinkoxid wurden in dieser Lösung mittels trocknet, bis der Wassergehalt auf 3°/0 des Zink-Ultraschallrühren
zur Adsorption des Farbstoffes oxyds abfiel. Dieses Pulver wurde zur Herstellung
dispcrgiert. Das dispergiertc Pulver wurde auf der eines photoleitcndcn Überzuges in genau der gleichen
Zentrifuge gesammelt und in einem bei 60pC gehal- Weise, wie im ersten Beispiel, verwendet. Der erhaltenen
Ofen getrocknet, wobei dieses noch 20 Ge- 15 tene Überzug zeigte die gleiche spektrale Rcflektanz
wichtsprozent des Lösungsmittels, bezogen auf sein und die gleiche spektrale Empfindlichkeit. Das vcrvollständigcs
Trockengewicht, enthielt. Diese Ge- bliebcne Potcntialvcrhältnis nach 1 Minute Aufwichtsdiffercnz
dürfte auf das verbliebene Wasser bewahrung im Dunkeln betrug 92%, und die photozurückzuführen
sein. Eine sofortige Bestimmung der empfindliche Geschwindigkeit war etwa 10°/0 niedriger
spektralen Refiektanz wurde mit diesem feuchten 20 als beim Überzug nach Beispiel 1.
Pulver ausgeführt. Die erhaltene Kurve zeigte außer .
Pulver ausgeführt. Die erhaltene Kurve zeigte außer .
der Eigcnabsorptionsspitzc des Zinkoxids drei Ab- ti e 1 s ρ 1 e 1 i
sorptionsspitzen bei 525, 560 und 600ηιμ entsprechend Dieses Beispiel unterschied sich von Beispiel 2
der LI-, M- und J-Absorption. In diesem Fall wurde lediglich insofern, als der Scnsibilisierfarbstoff durch
die Stärke der J-Absorptionsbande von den anderen 25 Anhydro - 3,3' - di - β - sulfoäthyl - 5,5' - di - chlor-Banden
hinsichtlich der Absorptionsintensität nicht 9-äthylthiacarbocyanin-hydroxid ersetzt wurde. Das
übeistiegen, wobei die M-Bande am nächsten lag. gefärbte Zinkoxydpulver mit einem Gehalt von etwa
Somit war die Rcfiektanzkurve völlig unterschiedlich 3% Wasser zeigte zwei Absorptionsmaxima bei 580
von derjenigen der Pulverschicht beim vorstehenden und 640 mti, die ihren Ursprung in der M-Bande
Vergleichsbeispiel. Im Verlauf der weiteren Trock- 30 des adsorbierten Farbstoffes haben dürften. Das
nung dieses Pulvers konnte eine entschiedene Ände- Maximum bei 640 ιημ hatte eine etwa 2,5fach stärrung
der Farbe, beginnend bei einem Feuchtigkcits- kere Absorptionsintensität als das andere,
gehalt von etwa 2 Gewichtsprozent, beobachtet Dieses Maximum wurde zu der längeren Wcllen-
gehalt von etwa 2 Gewichtsprozent, beobachtet Dieses Maximum wurde zu der längeren Wcllen-
wcrden, die ein Aussehen völlig ähnlich zu dem länge von etwa 5 ιτιμ verschoben, wenn das Pulver
getrockneten Pulver im Vergleichsbeispiel erreichte. 35 in den Binder zur Bildung eines Überzuges eingefüllt
Im Rahmen der Erfindung wurde erfolgreich ein wurde, während andererseits die relativen Intensiiäten
clektrophotographischer Überzug hergestellt, wenn der beiden Maxima unverändert verblieben,
ein gefärbtes Zinkoxyd mit einem Gehalt von 20 Ge- Das verbliebene Verhältnis des Anfangspotentials
ein gefärbtes Zinkoxyd mit einem Gehalt von 20 Ge- Das verbliebene Verhältnis des Anfangspotentials
wichtsprozent Wasser, bezogen auf Eigengewicht, betrug 90% nach Aufbewahrung während 1 Minute
verwendet wurde. Der Ansatz des Überzuges ent- 40 im Dunkeln und die Geschwindigkeit für weißes
sprach dem vorstehenden Beispiel, jedoch bestand Licht (3000°K) war etwa l,5fach so schnell, wie
das als Verdünnungsmittel verwendete Lösungsmittel beim Überzug des zweiten Beispiels,
aus einem Gemisch von 85% Toluol und 15 g R-Id
aus einem Gemisch von 85% Toluol und 15 g R-Id
Methanol. Das Überzugsgemisch '·. urde erfolgreich Beispiel
in gleicher Weise auch auf eine Aluminiumfolie 45 100 mg Anhydro-3,3'-di-/?-sulfoäthyl-5.5'-diaufgezogen.
Der erhaltene Überzug zeigte eine ahn- chlor - 9 - äthylthiacarbocyanin - hydroxid wurden in
liehe Reflektanzkurve, wie die befeuchtete Pulver- 80 ml Methanol gelöst. Getrennt wurde eine wäßrige
schicht hinsichtlich der relativen Intensität der drei Gelatinelösung durch Auflösen von 50 mg Gelatine
Gipfel. Die elektrophotographischen Eigenschaften in 20 ml Wasser hergestellt; diese Lösung wurde in
wurden bei 200C und 50% relativer Feuchtigkeit 50 die Farbstofflösung gegossen. Falls keine klare Lösung
nach einer Trocknung während 20 Stunden bei 400C entstand, wurde eine geringe Menge verdünnter Salzbestimmt. Die Schicht zeigte eine Ladungsaufnahme säure zugesetzt. Dann wurden 100 g Zinkoxyd in
von -300VoIt, wovon 90% noch nach 1 Minute der Mischlösung mittels eines Ultraschallhomogeni-Aufbewahrung
im Dunkeln erhalten blieben. Die sators dispergiert. Nachdem die Dispersion völlig
aufgenommene spektrale charakteristische Ansprech- 55 im Dunkeln während 2 Stunden gehalten worden
kurve durch einen Spektrographen ergab zusätzlich war, wurde das Zinkoxyd abzentrifugiert und im
zu dem Eigcngipfel drei Spitzen in dem ausgedehnten Dunkeln getrocknet. Das Reflektanzspektrum der
Bereich, wovon der eine auf Grund des J-Aggregats feuchten Aufschlämmung war ziemlich ähnlich dem
die höchste Empfindlichkeit zeigte. In der Zeichnung der im Beispiel 3 beschriebenen Aufschlämmung mit
(F i g. 2) ist die spektrale Empfindlichkeitskurve für 60 einer intensiven scharfen J-Adsorptionsbande nahe
diesen Überzug dargestellt, wobei ein scharfer Abfall 640 πιμ, welche beobachtet werden konnte, bis der
auf der Seite der längeren Wellenlänge der J-Bande Feuchtigkeitsgehalt der Aufschlämmung auf 1%
deutlich auftritt, wie sie für zahlreiche J-Aggregate abgefallen war. Die Aufschlämmung muß als flüchcharakteristisch
ist. Auch die Absorptionsgipfel für tigen Bestandteil eine Spur Methanol zusammen mit
die Pulverschicht verschoben sich um 5 bis 10μ zu 65 Wasser enthalten. Es war sehr schwierig, diese verüer
Seite der längeren Wellenlänge im Binderüberzug. bleibende Feuchtigkeit abzudampfen, die durch die
Die Geschwindigkeit dieses Überzuges für weißes hydrophile Gelatine fest in der Aufschlämmung
Licht mit einer Farbtemperatur von 3000° K war gehalten werden dürfte, da einige Stunden Erhitzen
2 002
ίο
bei 40 C zur Abdampfung erforderlich sind. Die erhaltene Dispersion im Dunkeln während 4 Stunden
Gclatinemolekülc werden vermutlich an den Zink- stehengelassen. Das gefärbte Zinkoxyd wurde durch
oxydoberflächen zusammen mit den Cyaninfarbstoff- Zentrifugieren gesammelt und eine feuchte gefärbte
inolckülen adsorbicrt. Durch weiteres Erhitzen über Aufschlämmung erhalten. Die bestimmung der spek-
Nacht fiel die J-Absorptionsspitzc markant ab. 5 iralcn Rcflektan/ dieser Aufschlämmung zeigte, daß
während anderseits die Molckiilarbandc (M-ßande) sie eine scharfe J-Absorptionsbande auf CΊrund des
bei 5H0 ηιμ stark anstieg. ^ J-Aggregates des eingesetzten Thiacarbocyaninfarb-
Zur Herstellung eines elektrophotogiaphischenÜbcr- stoffes sowie drei Absorplionsmaxima auf Grund
zuges unter Anwendung der in diesem Beispiel her- der Eigenabsorptionen von Zinkoxyd, Fluorescein und
gestellten Aufschlämmung wurde das Pulver mit io Erythrosin hatte. Dies belegt, daß die Anwesenheit
einem Gehalt von etwa 3 % ,Wasser mit der Binder- von anderen Farbstoffen, wie Fluorescein und Ery-
lösung vermischt und der Überzug in der gleichen throsin, die auf dem Zinkoxyd adsorbiert sind, die
Weise, wie im Vergleichsbeispiel, hergestellt. Der Ausbildung des J-Aggregates dieses Cyaninfarbstoffe«
erhaltene Überzug zeigte eine Potentialaufnahme von nicht stört. Hinsichtlich Form und Wellenlänge der
— 280 Volt, die auf 90% nach 1 Minute Aufbewah- 15 J-Bande war die Rcflcktanzkurve ziemlich ähi.lich
rung im Dunkeln bei 20cC jnd 50% relativer Feuch- der im Beispiel 3 erhaltenen. Diese Aufschlämmung
tigkcit abfiel. Die Lichtcinpfindlichkeilsgeschwindig- wurde zu einem Wassergehalt von etwa 7% getrocknet
keit für weißes Licht von 3000°K war 0,9mal so und zur Herstellung eines clektrophotographischen
rasch wie diejenige des Überzugs nach Beispiel 3. Überzuges in der gleichen Weise, wie im Vcrglcichs-
Das Reflektanzspektrum und die spektrale Emp- 20 bcispicl, verwendet. Das erhaltene lichtempfindliche
findlichkeit zeigten praktisch keine Änderung nach Material hatte ausgezeichnete elektrophotographische
einer Lagerung während 10 Tagen in einem bei Eigenschaften; der Anfangspotentialwert von 280VoIt
6O0C gehaltenen Thermostaten. fiel bei 20'C und 50% relativer Feuchtigkeit auf
Beispiel 5 %%°lo nach der Lagerung während I Minute im
μ 25 Dunkeln ab. Es ergab sich eine 25fach höhere Ge-
Dieses Beispiel unterscheidet sich von Beispiel 4 schwindigkcit für weißes Licht von 3000' K im Ver-
nur insofern, als 100 mg Kaliumpolyvinylbenzolsulfo- gleich zu dem nichtsensibilisierten Material,
nat an Stelle von 50 mg Gelatine verwendet wurden. Dieses Material ergab ein gutes Bild wenn es zur
Dieses hydrophile Polymere diente als wasserbei- elektrolytischcn Elektrophotncranhie in der »!eichen
behaltendes adsorbiertes Material auf der Zinkoxyd- 30 Weise, wie im Beispiel 6, verwendet wurde, und
oberfläche. zeigte eine 2fach höhere ' Geschwindigkeit als der
Die elektrophotographische Schicht zeigte eine Überzug in jenem Beispiel.
Potentialaufnahme von —250 Volt, die auf 89%
Potentialaufnahme von —250 Volt, die auf 89%
nach 1 Minute Aufbewahrung im Dunkeln abfiel. Beispiel 8
Die Lichtempfindlichkeitsgeschwindigkeit war l,2mal 35 Die Aufschlämmung des vorstehenden Beispiels
so rasch, wie diejenige der Schicht nach Beispiel 4. wurde mit einem styrolhaltigen Alkydhar: vermischt,
Empfindlichkeit und Reflektanzspektrum der Schicht nachdem sie auf 5% Wassergehalt getrocknet v. orden
erlitten keine Änderung bei einer Lagerung während war. Das Vermischen wurde mittels eines I'omo-
10 Tagen in einem bei 60°C gehaltenen Ofen. gonisators während 15 Minuten durchgeführt, der
Beispiel 6 4° mit 10° ε dcs 8efärbten Zinkoxyds, 12 g des styrol-
haltigen Alkydharzes und 80 g Toluol beschickt
Das nach Beispiel 5 hergestellte Aufzeichnungs- wurde. Dann wurde eine 75%ige Losung einor Poly-
material wurde einer elektrolytischen Entwicklung isocyanatverbindung in Äthylacetat in einer Menge
in einer 0,5%igen wäßrigen Lösung von Triphenyl- von 11g zusammen mit 20 g Butylacctat /u Jem
tetrazomumchlorid unterworfen, nachdem es einem 45 Gemisch zugegeben, worauf eine weitere Minute
optischen Negativbild mittels einer Photolichtlampe gerührt wurde. Das erhaltene Überzugsgemisch wurde
von 3000°K ausgesetzt war. Die Lampe war in einem in gleicher Weise, wie im Beispiel I1 auf cine AIu-
solchen Abstand angebracht, daß sich eine Beiich- miniumfolie aufgezogen: die überzogene Folie wurd(
tung von 1000lux auf dem Zinkoxydüberzug ergab, während 20 Stunden in einem bei 40cC gehaltener
wobei die Aussetzungszeit 10 Sekunden betrug. 50 Thermostaten getrocknet
Nach der Aussetzung wurde die elektrolytische Die Bestimmung der elektrophotographischen Eigen
Entwicklung durchgeführt indem der belichtete schäften ergab ein Anfangspotential von -35OVoI
Bogen in ein Bad unter Anwendung von 10 Volt bei 200C und 50% relativer Feuchtigkeit, wovor
Gleichstrom zw.schen dem leitenden Trager für den 93% nach 1 Minute Aufbewahrung im Dunkelr
Überzug als Kathode und einer Platingegenelektrode, 55 beibehalten wurden. Die Lichtempfindlichkeitsge
die m dem Bad eingetaucht war, während 15 Sekunden schwindigkeit für weißes Licht von 3000'K wa:
eingebracht wurde. Eine positive Wiedergabe des l,2fach so rasch, wie für den Überzug nach Beispiel 1
Lichtbildes mit einem magentafarbigen Aussehen Wenn dieses Probestück der elektrolytischen Elek
wurde erhalten. trophotographie nach den im Beispiel 6 beschriebene
B e i s ρ i e I 7 6n Arbeitsweisen unterworfen wurde, ergab es eine etwi
τ on 1 \/t tu 1 j ™ τι- · 5·'? Zehntel langsamere Geschwindigkeit wie de
In 80 ml Methanol wurden 50 mg T-iuorescein, Überzug nach Beisoiel 7
f i"g ,Λ?ΛΓ°ί?<
Ant 1^-T8, ,Anhydro-3,3'- Die Polyisocyanatverbindung reagiert mit den
di-/?-sulfoathyl-5,5 -d.chlor-^athylthiacarbocyafiin- styfolhaltigen Alkyd sehr rasch Es wurde ein groPe
hydroxid ge ost. Zu dieser Losung wurden 50 mg 65 Überschuß an Isocyanatresten gegenüber den Hy
Gelatine, gelost m 20 ml Wasser, zugesetzt. 100 g droxylresten im styrolhaltigen AlWd verwendet u*
Zinkoxyd wurden in der erhaltenen Lösung mittels entgegen der Erwartung, daß das überschüssige Iso
eines Ultraschallmischgerates dispergiert und die cyanat mit dem in der Aufschlämmung enthaltene.
2697
11 12
Wasser riagieren konnte und rl as T-Aggregat des trennt und getrocknet, bis es 20"..',, r.osiinasmn n:i,
verwendeten Cyaninfarbstoffe* zerstören würde, wurde bezogen auf /inkoxyd. enrhielt. Die Bestimmung
die T-Rande stabil im fertigen überzug beobachtet. dm spektralen Retiektanz der feuchten Paste ergab
Das rnfrarotabsorptionsspektnim des getrockneten Ahsorptionsmaxima bei 405 niu. und 4HO inu. wöbe;
fjber/uges ergab eine Spitze auf Grund der ver- 5 die letztere der T-Bande des Farbslotfes entspricht.
bliehenei'i NCO-Gruppe. die praktisch unendlich Wenn der Farbstoff aus einer wasserfreien Farbstoff-
beständig war. lösung absorbiert wurde und das /inkoxyd voll-
Beispiel 0 ständig getrocknet wurde, wurde das Nfaximu..'. bei
der längeren Wellenlänge nicht beobachtet.
Beispiel 3-Carhoxyäthyl-5-[(3-äthoxycarbonylmethyl- ähnlicher Weise, wie im Beispiel I, mit der feuchten
2-(3H)-thiazolinyliden)-äthyli(ien]-rhodanin,daszuden Zinkoxydpaste hergestellt. Die spektrale Reflektanz-
Merocyaninfarbstoffen gehört, verwendet. F:s zeigte kurve der getrockneten Schicht hatte eine Absorp-
sich, daß die Ausbildung an T-Aggregaten bei diesem tionsspitze bei 530 mix. Gleichfalls wurde eine Spitze
Farbstoff schwieriger ist als bei Cyaninfarbstoffe^ 15 der spektralen Empfindlichkeit in dem gleichen
100 GewichtsteiIe Zinkoxyd wurden in eine Färb- Bereich beobachtet.
Stofflösung aus 200 Gewichtsteilen Methanol, 200 Tei- Obwohl in diesem Fall die Empfindlichkeit, im
len Wasse' and 0,05 Teilen des Merocyaninfarbstoffes T-Absorptionsbereich nicht den normalen Absorp-
gegeben und gründlich gerührt, un->
den Farbstoff tionsbereich des Farbstoffes überstieg, konnte dei
zu absorbieren. 20 Empfindlichkeitsbereich zu einer längeren Wellen-
Das Zinkoxyd wurde durch Zentrifugieren abge- lange ausgedehnt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
2697
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung einer mit einem Cyanin- oder Merocyaninfarbstoff sensibilisierten
ZnO-Bindemittel-Schicht, bei dem eine Beschichtungsflüssigkeit
mit einem organischen Lösungsmittel und gegebenenfalls einer hydrophilen Verbindung
auf einen Schichtträger aufgebracht und getrocknet wird, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Beschichtungsflüssigkeit mit 1 bis 30 Gewichtsprozent Wasser, bezogen auf das ZnO,
verwendet und die ZnO-Bindemittel-Schicht bis zu einem Wassergehalt zwischen 2 und 20 Gewichtsprozent
getrocknet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Cyanin- oder Merocyaninfarbstoff
Anhydro-3,3'-di-/9-carboxyäthyl-9-äthylthiacarbocyaninhydroxid
oder Anhydro-3,3'-di-/?-sulfoäthyl - 5,5'-dichlor-Q-äthylthiacarbocyaninhydroxid
verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel ein Alkydharz, ein
mit Isocyanat vernetzter Epoxyester oder ein Styrol-Methacry.säurebutylester-Mischpolymerisat
verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ais hydrophile Verbindung Gelatine,
das Kaliumsalz einer Polyvin},oenzolsulfonsäure, Casein oder Leim verwendet wird.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP424869 | 1969-01-21 | ||
| JP424869 | 1969-01-21 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2002607A1 DE2002607A1 (de) | 1970-08-06 |
| DE2002607B2 true DE2002607B2 (de) | 1972-11-09 |
| DE2002607C DE2002607C (de) | 1973-06-07 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE744600A (fr) | 1970-07-01 |
| GB1257154A (de) | 1971-12-15 |
| US3707392A (en) | 1972-12-26 |
| FR2028800B1 (de) | 1975-12-26 |
| NL7000701A (de) | 1970-07-23 |
| DE2002607A1 (de) | 1970-08-06 |
| FR2028800A1 (de) | 1970-10-16 |
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|---|---|---|---|
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