DE199822C - - Google Patents

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DE199822C
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Germany
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runner
axis
rotor
grinding
grist
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DENDAT199822D
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English (en)
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C15/00Disintegrating by milling members in the form of rollers or balls co-operating with rings or discs
    • B02C15/14Edge runners, e.g. Chile mills

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)

Description

J* I
fet"
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JJfU 99822 -
KLASSE 50 c. GRUPPE
Kollergang mit festliegender Läuferachse. Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Juli 1907 ab.
Es sind Kollergänge mit umlaufender Mahlbahn bekannt, bei denen die Läufer je eine' besondere Achse besitzen und diese so be^ weglich angeordnet ist, daß sich die Läufer mit ihrer Achse senkrecht zur Mahlbahn bewegen, d. h. sich dem Mahlteller nähern bzw. sich von ihm entfernen können. Die Hebung erfolgt hierbei immer parallel zur Mahlbahn. Bei anderen ebenfalls bekannten Kollergängen
ίο sind die Achsen der Läufer am einen Ende gelenkig und am anderen Ende auf und ab bewegbar gehalten. Hierbei bedingt jede Hebung auch eine Schrägstellung des Läufers, und zwar immer nach der gleichen Seite.
Eine genaue Einstellung der Läufer entsprechend der Beschaffenheit und der Lage des Gutes auf der Mahlbahn ist also bei den bisher genannten Maschinen nicht möglich. Ferner sind auch Kollergänge bekannt, wo zwei Läufer auf einer gemeinsamen Achse sich befinden und diese so angeordnet ist, daß die Läufer auch in schräger Lage sich heben und senken können. Hierbei macht sich aber der Ubelstand fühlbar, daß ein Anheben eines Läufers wegen der starren Verbindung auch eine Schrägstellung des anderen Läufers bedingt. Hierdurch wird wieder die Leistungsfähigkeit der Maschine ganz wesentlich beeinträchtigt; denn wenn gröbere Stücke zwischen den ■ einen Läufer und die Mahlbahn gelangen und demzufolge dieser Läufer sich hebt, wird das schon teilweise zerkleinerte Material unter dem anderen, ebenfalls schräg gestellten Läufer nebenher hindurchgehen, ohne weiter zermahlen zu werden.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf einen Kollergang, bei welchem die erwähnten Übelstände vermieden sind. Bei diesem können ebenfalls zwei Läufer auf einer gemeinsamen. Achse angeordnet sein. Diese liegt hier aber fest, und es sind auf ihr die Läufer so gehalten, daß sie sowohl gegenüber der Achse in der Höhe verschiebbar sind als auch in jeder Höhenlage um eine parallel zur Mahlbahn verlaufende, in der Mittelebene des Läufers selbst liegende Achse nach rechts oder nach links kippen können.
Gelangt bei dieser Anordnung beispielsweise einseitig unter einen Läufer ein gröberes Stück des Mahlgutes, so wird sich dieser auch nur einseitig heben und dann nicht allein durch sein Eigengewicht, sondern auch durch sein Ausweichen in seitlicher Richtung sowohl ein Zerdrücken als auch ein Zerreiben jenes gröberen Stückes verursachen. Das Zerreiben des Mahlgutes geschieht dabei um so wirksamer, als die ermöglichte Seitenbewegung der Läufer, verursacht durch die stets wechselnde Zuführung der gröberen Stücke, bald von der einen, bald von der anderen Seite ein stets wechselndes Angreifen des Mahlgutes zur Folge hat.
Die Abnutzung der Läufer und der Mahlbahn ist bei vorliegender Erfindung ebenfalls eine gleichmäßigere als bei den älteren Einrichtungen, weil die Läufer stets mit ihrer
ganzen Breite auf dem Mahlgut bzw. auf der Mahlbahn lasten, da sie sich bei Lagerung des Mahlgutes anpassen können.
Da jeder Läufer bei vorliegendem Koliergang für sich die geeignete Stellung gegenüber dem Mahlgut einnehmen kann und nie wirkungslos über das Mahlgut hinweggeführt wird, wird der Gang gleichmäßiger, und deshalb kann auch die Tourenzahl des·, Kollerganges erhöht werden, so daß er gegenüber den bisher bekannten auch dadurch bedeutend leistungsfähiger ist. Die neue Anordnung der Läufer auf der Achse ermöglicht es auch, daß die Läufer entweder auf der Mahlbahn aufliegen oder mit einem gewissen Spielraum zwischen Läufer und Mahlbahn auf der festgelagerten Achse aufgehängt sind, so daß der Läufer, welcher zum Vorbrechen des groben Materials dient, nur dann zur Wirkung kommt, wenn grobe Stücke auf die Mahlbahn gelangen. Dies hat noch den Vorteil, daß beim Leerlauf des Kollerganges die Mahlbahn vom Gewicht der Läufer entlastet ist.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand durch zwei Ausführungsbeispiele veranschaulicht, und zwar zeigt:
Fig. ι einen senkrechten Schnitt durch das eine Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 1 in größerem Maßstabe,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie B-B der Fig. 2 und
Fig. 4 eine Ansicht eines Einzelteiles.
Fig. 5 ist ein senkrechter Schnitt durch das andere Ausführungsbeispiel,
Fig. 6 ein Schnitt nach der Linie C-C der Fig· 5 in größerem Maßstabe,
Fig. 7 ein Schnitt nach der Linie D-D der Fig. 6 und
Fig. 8 eine Ansicht eines Einzelteiles.
Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen wird die mit einer Platte 1 aus Hartguß belegte Mahlbahn 2 von einem Bock 2a um eine mittlere, senkrechte Säule 3 drehbar getragen. Sie erhält in bekannter Weise Antrieb mittels des Rädergetriebes 3a. Der Kopf der Säule 3 wird von der im Querschnitt rechteckigen Läuferachse 4 durchquert, welche bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 rechts und links von der Säule je einen Läufer 5 trägt und deren freie Enden in Stühlen 6 gelagert sind. In der Mitte jedes Läufers sind von links und rechts zwei Büchsen 7 eingesetzt, welche mit Flanschen 8 versehen und ,durch Schrauben 10 zusammengehalten sind und in der Mitte bündig gegeneinanderstoßen. Beide Büchsen 7 sind in ihrer Achsenrichtung von einem rechteckigen Schlitz 9 durchsetzt, mittels dessen die Büchsen samt dem Läufer auf die Läuferachse 4 aufgesteckt sind, welche ihrer Dicke nach genau in den Schlitz paßt, in 'der Höhenrichtung aber reichlich Spiel rindet, so daß der um die Büchsen 7 sich drehende Läufer zugleich mit diesen Büchsen sich in der Vertikalebene gegenüber der Achse 4 bewegen kann. Um eine Achsialverschiebung der Läufer auf der Achse 4 zu verhindern, ist die Achse an der Stelle, wo der Läufer auf ihr gehalten ist, links und rechts kulissenartig gestaltet, und in die Kulissen 14 zwischen den Brüstungen 14" der Achse sind Gleitstücke 12 auf und ab beweglich eingesetzt, welche mit Zapfen 13 in entsprechende Lochungen 11 der Büchsen 7 eingreifen und so den Läufern neben derVertikalbewegung eine Schwingung oder Drehung um diese senkrecht zur Achse 4 liegenden wagerechten Zapfen 13 gestatten.
Aus der beschriebenen und dargestellten Anordnung ergibt sich, daß, wenn gröbere Stücke des Mahlgutes einseitig unter einen Läufer zu liegen kommen, sich derselbe auf dieser Seite anheben und eine schiefe oder geneigte Stellung einnehmen wird, indem er sich um die Zapfen 13 dreht. Dabei erleidet der Läufer zugleich eine Verschiebung in der Richtung gegen das gröbere Mahlgut und übt dabei die eingangs erwähnte zerreibende Wirkung auf das gröbere Mahlgut aus.
Um die Schmierung der gleitenden Lagerteile in dem Läufer zu ermöglichen, befindet sich in der Mitte des Läufers eine von Querrippen 15 unterbrochene Ringnut 16 zur Aufnahme eines Schmiermittels. Infolge der Drehung des Läufers wird das Schmiermittel in der Ringnut mitgenommen, bleibt teilweise an den Rippen hängen und tropft von oben auf die gleitenden Teile herab.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5 bis 8 ist die Läuferachse 4 nur einseitig in der Säule 3, um welche sich die Mahlbahn dreht, gelagert. Sie ist . in der Mitte des Läufers zu einem nach unten und oben erweiterten Kopf ausgebildet, durch den ein Schlitz 18 hindurchgeht, und in diesen Schlitz ist mit einem quadratischen oder rechteckigen Mittelteil 17 der Doppelzapfen 13 verschiebbar eingesetzt, der zu beiden Seiten in den Büchsen gelagert; ist, so daß um ihn, ähnlich wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel, die Büchse und mit ihr der Läufer schwingen bzw. sich drehen kann, während der Schlitz 18 in der Achse die Auf- und Abwärtsbewegung des Läufers mit der Büchse gestattet. Im übrigen ist die Einrichtung und die Wirkungsweise die gleiche wie bei dem zuerst beschriebenen Ausführungsbeispiel.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Kollergang mit festliegender Läuferachse, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Läufer für sich neben seiner Drehung um
    die Achse gleichzeitig sowohl auf dieser senkrecht zur Mahlbahn sich bewegen als auch um eine in der Mittelebene des Läufers parallel zum Mahlteller liegende Achse in eine nach rechts oder links geneigte Lage sich einstellen kann, je nach der Schichtung und der Korngröße des unter ihm befindlichen Mahlgutes.
  2. 2. Kollergang nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Läufer auf einer Ausbuchsung (7) drehbar ist, die auf der Läuferachse (4) in senkrechter Richtung (zusammen mit dem Läufer) verschiebbar und dabei um an der Läuferachse senkrecht verschiebbare, wagerechte Zapfen schwingbar gelagert ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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