DE199699C - - Google Patents
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- DE199699C DE199699C DENDAT199699D DE199699DA DE199699C DE 199699 C DE199699 C DE 199699C DE NDAT199699 D DENDAT199699 D DE NDAT199699D DE 199699D A DE199699D A DE 199699DA DE 199699 C DE199699 C DE 199699C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05C—APPARATUS FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05C3/00—Apparatus in which the work is brought into contact with a bulk quantity of liquid or other fluent material
- B05C3/18—Apparatus in which the work is brought into contact with a bulk quantity of liquid or other fluent material only one side of the work coming into contact with the liquid or other fluent material
Landscapes
- Coating Apparatus (AREA)
- Drying Of Solid Materials (AREA)
Description
Das bisherige Verfahren zum einseitigen Lackieren endloser Metallbänder, bei welchem
diese nach einer losen Berührung mit einer Lackierrolle in einem Gestell in verdrehter
Lage hin und her bewegt werden, hat trotz zahlreicher Versuche und bedeutender Opfer
an Material und Zeit ein brauchbares Band nicht geliefert.
Die Gründe hierfür, die in der Ausgestalte» tung des Verfahrens und in dem Bau der
Trockeneinrichtung liegen, sind im wesentlichen darin zu finden, daß infolge der Elastizität
des Metallbandes die Lackauftragung Sprungweise, unregelmäßig, fleckenartig und vielfach auch an den Rändern der Bandrückseite
erfolgt, daß infolgedessen die Leitrollen mit Lack beschmiert werden und ein Ankleben
des Bandes bewirken, wodurch wiederum das ungehinderte Passieren des Bandes
verhindert wird, das infolgedessen und infolge der ständigen Verdrehung reißt. Durch das Aufsuchen der gerissenen Bandstücke
und das Vernieten derselben wird nicht nur deren Lackschicht, sondern auch die der übrigen, noch zusammenhängenden
Bänder infolge der Berührung mit den Armen auf große Strecken abgewischt und beschädigt.
Ein weiterer wesentlicher Übelstand besteht darin, daß infolge des öfteren Verdrehens
der Bänder die Lackschicht einesteils abtropft, so daß das Band blanke bzw. nicht
genügend gedeckte Stellen zeigt, andernteils an ihrer ungestörten Trocknung verhindert
wird und infolgedessen in ihrer ganzen Ausdehnung rissig wird; ferner daß die Dämpfe
der frisch eintretenden Lackschichten es verhindern, daß die der oberen Bandlagen vollkommen
trocken werden, so daß eine lufttrockene Lackschicht mit diesem Verfahren überhaupt nicht zu erreichen ist und das aus
dem Trockenraum austretende Band infolgedessen an der Luft noch längere Zeit trocknen
muß, bevor es aufgewickelt werden kann. Das so erzielte Produkt ist wegen der fehlerhaften
Lackschicht unbrauchbar geworden, und selbst als Schrottmaterial wegen des anhaftenden
Lackes nur schwer verkäuflich.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Einrichtung, welche die genannten Übelstände
gänzlich vermeidet und nach den praktisch angestellten Versuchen ein einseitig lackiertes endloses Band in solcher Vollkommenheit
liefert, daß dasselbe auch den höchsten Anforderungen entspricht.
In der Zeichnung ist die neue Einrichtung in einem Ausführungsbeispiel in Fig. 1 und 2
in Längs- und Querschnittansicht zur Darstellung gebracht.
Die Einrichtung besteht aus einem langgestreckten Ofen α, in dessen hinteres Ende
die Feuerung b eingebaut ist. Dieselbe ist durch einen Kanal c, der sich durch die
ganze Länge des Ofens erstreckt, mit einem durch einen Schieber d verschließbaren Fuchs e
verbunden.
In dem Ofen sind je nach der Größe des beabsichtigten Betriebes ein oder mehrere, an
beiden Enden offene Rohre f von beliebigem Querschnitt in der Richtung des Kanals c
eingebaut. Die Rohre werden folglich in ihrer ganzen Länge durch die Feuergase derart
erwärmt werden, daß ihre Erwärmung am hinteren stärker als am vorderen Ende ist. Dabei ist der Außenluft ein ungehinderter
Durchgang durch die Rohre möglich. Zwischen den Röhren f und dem Kanal c
ist eine Chamotteplattenlage g angeordnet, welche die Röhren gegen eine direkte Einwirkung
der Feuergase schützt. Ebenso ist über den Röhren eine Chamotteplattenlage gl
und über dieser eine Sandschicht h angeordnet, um die erzielte Erwärmung der Rohre
möglichst lange zu erhalten. An beiden Enden jedes Rohres sind auf Trägern i ruhende
Leitrollen k, kl angeordnet, durch welche das Band B derart durch das Rohr geführt
wird, daß es, ohne mit der Rohrwandung in Berührung zu kommen, frei schwebend das
Rohr passiert, so daß eine allzu große Erwärmung durch die Rohrwandung und ein
Schmelzen des Lackes vermieden wird. Zum gleichen Zweck können auch in den Röhren
Leitrollen / angeordnet werden, deren Anwendung namentlich dann von Vorteil ist,
wenn bei schweren Bändern die Gefahr vorliegt, daß sich das Band zwischen den ■Leitrollen
k nach unten ausbiegt.
Am vorderen Ende des Ofens ist ein Lackbehälter m, zwischen diesem und dem Ofen
ein Bandrollenständer η und zur anderen Seite des Lackbehälters eine Führungsscheibe ο angeordnet.
■ Der Lackbehälter ist in an sich bekannter Weise mit einer Entnahmewalze τρ, welche
den Lack aus dem Behälter hebt, und einer zu dieser einstellbaren Abgabewalze q, welche
den Lack von der Walze p entnimmt und ihn auf das Band B aufträgt, ausgerüstet.
Unter der Abgabewalze q sind eine geeignete Anzahl Druckrollen r, unter welchen das Band
hindurchgeführt wird, derart angeordnet, daß sie das über die Abgabewalze geleitete Band
gegen ein selbsttätiges Abspringen von dieser sichern, ohne dasselbe auf die Walze zu
drücken. Am hinteren Ende des Ofens ist eine Bandaufwickeltrommel s für das fertige
Band in einem derartigen Abstände vom Ofen angeordnet, daß das Band vom Austritt aus
diesem bis zur Erreichung der Trommel durch einen ungeheizten Raum if geführt wird.
Jedes der Rohre f ist mit einer geeigneten Anzahl Entlüftungsröhren u zur Abführung
der Lackdämpfe und mit einem Pyrometer ν ausgerüstet.
Nach der Anzahl der vorgesehenen oder benutzten Rohrleitungen f richtet sich die
Anordnung und Anzahl der Lackbehälter, der Bandab- und -aufwickelvorrichtungen.
Die Einrichtung arbeitet in folgender Weise: .
Nachdem der Ofen genügend geheizt und der Ständer η mit einer Bandrolle w beschickt ist, wird das Band B von dieser unter
den Druckrollen r hindurch über die Abgabewalze q hinweggeführt. Hierbei verhindern
die Rollen r, daß das elastische Band die Walze q wie bei dem bisherigen
Verfahren nur sprungweise berührt und sichern eine gleichmäßige, strichartige Abgabe
der Lackauf tragung auf das Band. Die Stärke der Lackschicht wird dabei durch die
Einstellung der Abgabewalze q zur Entnahmewalze ρ geregelt. Das so lackierte
Band wird mit der lackierten Seite nach oben über die Führungsscheibe 0 und die Leitrolle
k hinweg in das Rohr f ein- und über die Leitrolle k1 hinweg aus diesem herausgeführt
und, nachdem es den Raum t passiert hat, auf die Aufwickeltrommel 5 aufgewickelt.
Infolge der Anordnung des Lackbehälters m zwischen dem Bandrollenständer η und der
Führungsscheibe 0 ist es ermöglicht, .das Band derart durch den Ofen zu führen, daß
es, ohne seine Lage zu verändern, nur mit seiner freien Unterseite die Führungsmittel
0, k, Jc1, I berührt und mit der nach oben
gerichteten Lackseite den Ofen bzw. das Rohr passiert. Dadurch wird einesteils ein
Abtropfen des Lackes und damit eine Beschmierung der Führungsmittel und andernteils
ein Reißen der Lackschicht gänzlich vermieden.
Das Band passiert das Rohr/in der entgegengesetzten
Richtung, in welcher die Feuergase dasselbe erwärmen. Es wird daher, da die Erwärmung des Rohres am vorderen
Ende geringer ist als am hinteren Ende, erst allmählich der größten Wärmezone
zugeführt. Es wird hierdurch der bedeutende Vorteil erreicht, daß die Lackschicht
eine allmähliche Trocknung erfährt und sich nicht, wie bei dem bisherigen Verfahren,,
durch zu schnelles Trocknen fleckenartig zusammenzieht. Da der Trockenkanal f an
beiden Seiten offen ist, wird gleichzeitig der selbsttätige Durchtritt eines Kaltluftstromes
durch den Trockenkanal bewirkt, welcher zur Folge hat, daß die sich bei der
Trocknung entwickelnden Dämpfe aus dem Kanal herausgetrieben werden und durch die
Abzügsrohre u entweichen. :, Die Folge dieser
Dämpfeabführung ist, daß ein einmaliges Passieren des Bandes: durch den Ofen genügt,
um die darauf befindliche Lackschicht vollständig zu trocknen.
Um dem Bande die innewohnende Wärme zu entziehen und es dadurch sofort zur. Auf wick-
lung auf die Scheibe s geeignet zu machen, wird dasselbe durch einen nicht geheizten
Raum t geführt.
Bei Großbetrieben kann der Ofen a als Etagenofen mit mehreren Feuerungen ausgebaut
werden und erfolgt alsdann die Aufstellung der Lackbehälter und der Bandscheiben
auf Bühnen vor und hinter dem Ofen.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:I. Einrichtung zum einseitigen Lackieren und Trocknen endloser Metallbänder in einem ununterbrochenen Arbeitsgang, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandrolle (w), die Farbauftragvorrichtung (m, p, q), die Trockenvorrichtung (a, J) und die Aufwickelrolle (s) derart zueinander angeordnet sind, daß das Metallband unverdreht, mit dem Farbauftrag auf der Oberseite, durch den Trockenofen (a, f) und hinter diesem durch einen Kühlraum (t) völlig lufttrocken zur Aufwickelrolle gelangt.> 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandrolle (w) zwischen der Trockeneinrichtung und der Lackauftragvorrichtung aufgestellt und hinter letzterer eine Führungsscheibe (0) derart angeordnet ist, daß das über die Lackauftragvorrichtung geleitete Metallband mit der Lackseite nach oben ohne Verdrehung weitergeleitet wird, zum Zweck, das Abtropfen des Lackes zu verhüten.3. . Trockenvorrichtung der Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen langgestreckten Ofen (a) mit längsgerichteten, an beiden Enden offenen, der Luftströmung zugänglichen Rohrleitungen (J), unter welchen die Feuerung(b) derart angeordnet ist, daß die Feuergase entgegengesetzt zur Durchführungsrichtung der Metallbänder den Heizkanal(c) durchstreichen, so daß der Wärmegrad in den Rohrleitungen (J) in der Durchführungsrichtung zunimmt, zum Zweck, eine allzu starke Hitzeeinwirkung auf die Lackschicht zu vermeiden und letztere allmählich zu trocknen.4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrleitungen (J) mit Abzugsröhren (u) ausgerüstet sind, so daß die sich bei der Lacktrocknung entwickelnden, die Trocknung verzögernden Dämpfe entweichen.5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in, vor und hinter den Trockenrohren (J) zur Leitung des Metallbandes Leitrollen (k, k1 und I) angeordnet sind, so daß eine Berührung des Metallbandes mit der heißen Rohrwandung und das dadurch bedingte Brennen und Schrumpfen des Lackes verhindert wird.6. Bandführung der Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks gleichmäßigen Farbauftrages auf beiden Seiten und oberhalb der Farbauftragwalze (q) Druckrollen (r) vorgesehen sind, welche ein Schwanken des zwischen den Walzensystemen (q, r) hindurch geführten Bandes an der Auftragwalze verhindern.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.HerliN. Gedruckt tu der rEichsdrüCkereI.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT199699D Active DE199699C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE199699C (de) |
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