DE199693C - - Google Patents

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DE199693C
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retort
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stone
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B29/00Other details of coke ovens
    • C10B29/02Brickwork, e.g. casings, linings, walls

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furnace Charging Or Discharging (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 199693 KLASSE 26«. GRUPPE
GEBR. KAEMPFE in EISENBERG, S.-A.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. April 1907 ab.
Für das Verkoken von Steinkohle u. dgl. sind Retorten bekannt, welche aus einzelnen mittels Randfeder und Randnut ineinandergreifenden Ringen aufgebaut sind. Die Ringe können hierbei entweder aus einem Stück bestehen oder selbst wiederum aus einzelnen Steinen zusammmengesetzt sein, die ebenfalls mittels Feder und Nut ineinandergreifen, derart, daß die Stoßfugen der Längsachse der
ίο Retorte parallel gerichtet sind. Bei den bisher für solche Zwecke verwendeten Steinen war die Anordnung stets in der Weise getroffen, daß die eine Randfeder des Steines mit seiner Außenfläche, die andere mit seiner Innenfläche bündig lag, und daß demgemäß sowohl die an der Innenwandung der Retorte liegende Randfeder als auch die an der Außenwandung befindlichen je für sich in gleichem Sinne gerichtet waren, wie dies die mit a bezeichneten Steine der Fig. 1 der Zeichnung erkennen lassen.
Das Aufbauen eines Ofens aus solchen Steinen ist eine sehr bequeme und einfache Arbeit. Allein es ist schlecht möglich, einen etwa defekt gewordenen Stein aus dem Verband herauszunehmen und durch einen neuen zu ersetzen, da. bei dieser Anordnung ein einzelner Stein nicht herausgenommen werden kann, ohne daß der vorhergehende gleichzeitig aus dem Verbände gelöst wird, wodurch wiederum der Verband des nächstvorhergehenden gelockert wird usf. Sind einzelne Steine defekt geworden, so muß zwecks Ersatzes derselben die ganze Retorte auseinandergenommen und unter eventueller Wiederverwendung der noch brauchbaren Steine aufs neue aufgebaut werden.
Stünde zu erwarten, daß die Retorte an ihrem ganzen Umfange gleichmäßige Beanspruchung erfährt, derart, daß das Auswechsein einzelner Steine nur ganz selten und ausnahmsweise notwendig werden würde, so wäre die Anordnung des Aufbaues der Retorte aus' Steinen der beschriebenen Art als eine vorteilhafte zu bezeichnen. Tatsächlich nutzen sich nun aber vor allem die wagerecht und geneigt gelegten Retorten sehr ungleichmäßig ab. Die unteren Partien der Retorte, deren Außenflächen die direkte Hitze erhalten, und über deren Innenflächen die schweren Koksmassen beim Entleeren der Retorte entlang geschoben werden, nutzen sich sehr viel schneller ab als die oberen Partien.
Gemäß vorliegender Erfindung sollen die unteren Partien der vorzugsweise geneigt oder wagerecht gelegten Retorte aus Steinen zusammengesetzt sein, bei denen Falze und Nuten in der Weise angeordnet sind, daß das Herausnehmen einzelner Steine aus dem Verband und das Wiedereinsetzen neuer Steine in einfacher Weise möglich ist. Die Fig. 1 und 2 der Zeichnung zeigen in Längsschnitt und Querschnitt eine nach dem neuen Verfahren aufgebaute geneigte Retorte von ovalem Querschnitt. Die oberen geringerer Beanspruchung ausgesetzten Partien der Retorte sind aus Steinen α der oben beschriebenen Art zusammengefügt. Die zum Aufbau der
unteren Partien dienenden Steine sind derart gestaltet, daß wechselweise immer bei dem einen Stein beide Randfedern an der Außenfläche, bei dem nächstfolgenden an der Innenfläche des Steines liegen und somit wechselweise beide Randfedern des einen Steines mit der Außenfläche der Retorte und beide Randfedern des nächsten Steines mit der Innenfläche der Retorte bündig liegen. Die Steine
ίο der ersteren Art sind auf der Zeichnung mit b, die der letzteren Art mit c bezeichnet. Die Steine b können leicht aus dem Verband herausgenommen werden, ohne daß hierdurch der Verband der benachbarten Steine im geringsten gelockert würde. Zwecks Auswechselns eines Steines c wird zunächst einer der beiden angrenzenden Steine b aus dem Verband gelöst; alsdann kann der Stein c in die entstandene Lücke ein Stück weit hineingeschoben und herausgenommen werden.
Selbstverständlich könnte auch die ganze Retorte aus solchen Steinen b und c zusammengesetzt sein.
Die zum Aufbau der einzelnen Ringe, aus denen sich die Retorte der Länge nach zusammensetzt, dienenden Steine der beschriebenen Art sollen möglichst einfache Form haben und für alle Ringe möglichst dieselben sein, so daß die Herstellung der Steine und das Aufbauen der Retorte mittels derselben einfach ist, und daß der zwecks Auswechselung defekt gewordener Steine zu haltende Steinvorrat klein sein kann. Um diese an die Formsteine der beschriebenen Art zu stellende Anforderung nach Möglichkeit in Einklang . zu bringen mit der weiteren Anforderung, daß der Querschnitt der Retorte in Richtung nach der Abzugsöffnung für die verkokten Massen sich stetig erweitere, kann die An-Ordnung getroffen sein, daß nur die in der Mitte der breiten Seitenwände der Retorte liegenden Steine d für die verschiedenen Ringe verschiedene Breite aufweisen, derart, daß die Grundrißform dieser Steine d ein Trapez ist, und daß die längere Grundlinie des Trapezes bei einem Stein d irgendeines Ringes ebenso lang ist, wie die kürzere Grundlinie des Trapezes bei dem Stein d des nächstfolgenden Ringes. Diese Steine d werden zweckmäßig an solche Stelle gelegt, daß sie mögliehst geringer Beanspruchung ausgesetzt sind, derart, daß erwartet werden kann, daß im Betriebe nur die für alle Ringe formgleichen Steine a, b, c ausgewechselt zu werden brauchen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Aus Falzsteinen aufgebaute, geneigt oder wagerecht gelegte Retorte für Verkokungsöfen u. dgl., dadurch gekennzeichnet,.daß entweder bei sämtlichen oder nur bei den zum Aufbau der unteren stärkerer Beanspruchung ausgesetzten Teilen der Retorte dienenden Steinen beide Randfedern wechselweise bei dem einen Stein (b) mit der Außenfläche der Retorte, bei dem nächsten Stein (c) mit der Innenfläche der Retorte bündig liegen.
2. Retorte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Erzielung einer stetigen Querschnittserweiterung der Retorte in Richtung nach der Abzugsöffnung für die verkokten Massen nur ein Teil der Steine, aus denen sich die einzelnen Ringe zusammensetzen, beispielsweise nur die in der Mitte der Seitenwände dieser Ringe gelegenen Steine (d), für die verschiedenen Ringe verschieden breit ausgeführt sind, derart, daß die Grundrißform dieser Steine ein Trapez ist, und daß die längere Grundlinie des Trapezes bei einem solchen Stein (d) eines Ringes ebenso lang ist wie die kürzere Grundlinie des Trapezes beim Stein (d) des nächstfolgenden Ringes.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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