DE199461C - - Google Patents

Info

Publication number
DE199461C
DE199461C DENDAT199461D DE199461DA DE199461C DE 199461 C DE199461 C DE 199461C DE NDAT199461 D DENDAT199461 D DE NDAT199461D DE 199461D A DE199461D A DE 199461DA DE 199461 C DE199461 C DE 199461C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
scribe
knocker
combination
case
telegraphic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT199461D
Other languages
English (en)
Publication of DE199461C publication Critical patent/DE199461C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L15/00Apparatus or local circuits for transmitting or receiving dot-and-dash codes, e.g. Morse code
    • H04L15/24Apparatus or circuits at the receiving end
    • H04L15/28Code reproducing apparatus
    • H04L15/285Telegraph sounders; Apparatus for acoustic reception

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Recording Measured Values (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ju 199461 KLASSE 21 a. GRUPPE
GUSTAV REUTHE in BERLIN
in LONDON.
Bei den Schreibempfängern der drahtlosen Telegraphic mit Benutzung von Frittern als Detektoren wird allgemein eine zweifache Wirkung erstrebt. Einmal muß der Kohärer während des Zeichenempfangens möglichst häufig und gleichmäßig entfrittet werden und zweitens sind die Zeichen zu registrieren. Das erstere geschieht durch den sogenannten Klopfer, das zweite durch den Schreiber. Da
ίο ein Klopfer möglichst schnell und häufig entfritten, hingegen der Schreiber gleichzeitig einen ununterbrochenen Strich aufzeichnen soll, so ergeben sich aus der Verschiedenheit dieser Aufgaben Schwierigkeiten, welche durch eine in bezug auf Einfachheit, Sicherheit des Arbeitens und Ökonomie des Betriebes einwandsfreie Kupplung zwischen diesen beiden Instrumenten zu überwinden bisher nicht gelungen war. Gab man dem Schreibermecha-
•2o nismus eine größere Trägheit als dem Klopfer-'hebel, wie dies bisher nötig erschien, so fand bei loser Kupplung beispielsweise durch Verwendung . zweier elektrisch in Reihe oder in Serie betriebener magnetischer Felder oder etwa durch Verwendung zweier getrennter Anker in einem Magnetfeld leicht ein Versagen des Schreibers statt, da das Schreibrädchen durch die Trägheit seines Hebels behindert war, bei einem einmaligen Klopferschlag einen Punkt aufzuzeichnen. Kuppelte man die beiden Mechanismen dagegen fest, etwa mechanisch, so war durch die gegenseitige Beeinflussung und Rückwirkung ein zufriedenstellendes Arbeiten nicht mehr erreichbar.
Durch die vorliegende Erfindung werden diese Übelstände behoben. Der Klopfer und der Schreiberhebel besitzen eine möglichst geringe Trägheit, wodurcruein schnelles, sicheres und ökonomisches Arbeiten gewährleistet wird. Damit das Schreibrädchen aber beim Strich nicht eine Reihe von Punkten aufzeichnet, wird für die Abwärts- oder Zurückbewegung des Schreibrädchens oder -Stiftes eine zusätzliche Trägheit eingeschaltet, welche eine zeitliche Verzögerung dieser Bewegung bewirkt.
Kurve A (Fig. 1) gibt ein Bild von der Arbeitsweise des Schreibhebels in bezug auf Zeit und Weg. In h ist der Stand des Färb-' rädchens und in \ die Zeit eingetragen. Kurve B (Fig. 2) zeigt die Schwingungen des Schreibers, wenn in diesem die zusätzliche Trägheit beim Niedergange fehlen würde. Ein gleiches oder ähnliches Bild wie B würde auch die Bewegung des Klopfers ergeben. Wenn diese beiden Mechanismen zusammengekuppelt werden, so wird zunächst der Schreiber dem Klopfer folgen und bei einem Klopferschlage ein Punkt entstehen. Bei wiederholten Klopferschlägen würde das Farbrädchen oder der Schreibstift jedoch nicht
Zeit gewinnen, den Papierstreifen zu verlassen; er würde einen Strich geben, bis der. Klopfer zu arbeiten aufhört.
Einige praktische Ausführungsformen sind beispielsweise in den Fig. 3, 4 und 5 schematisch dargestellt, s sei der Schreiberhebel (Fig. 3) mit dem Anker a, dem Farbrädchen/, der Regulierfeder e und der Lagerung /. An dem dünnen Arm d sitzt ein leichtes Blättchen b als Kolben in dem Zylinder c. Bei der Aufwärtsbewegung des Farbrädchens bzw. des Kolbenblättchens strömt Luft durch eine Öffnung 0 in den Boden des Zylinders ein, welche durch eine leichte Glimmerklappe g verschlossen ist. Letztere schließt die Einlaßöffnungen als Rückschlagklappe ab, sobald das Farbrädchen seine höchste Lage erreicht hat und die Zurückbewegung beginnt. Diese wird durch den Luftwiderstand bedeutend verzögert. Besser wirkt noch eine Anordnung, die Fig. 4 darstellt, ρ ist eine Aluminiumplatte, welche starr mit dem Hebel s verbunden ist; ν ist eine Gegenplatte mit dünnen Glimmerklappen g, welche bei gehobenem Farbrädchen auf minimalen Abstand einstellbar ist. Auch hierdurch wird bei geringer Trägheit in der Aufwärtsbewegung des Sch.reiberhebels eine beträchtliche Verzögerung in der Zurückbewegung erzielt.
Natürlich können-auch ähnliche Anordnungen unter Benutzung elektrischer, magnetischer, hydraulischer, pneumatischer, mechanischer oder anders erzielter Verzögerungen ausgeführt werden, die alle den gleichen Zweck erfüllen. In Fig. 5 ist beispielsweise eine Ausführung unter Benutzung von Friktion und Massenträgheit wiedergegeben. Der Schreiberhebel s trägt am Ende den Arm g. Dieser liegt in der. Rille eines kleinen Schwungrädchens h, welches von der Blattfeder i getragen und leicht gegen den Drahtarm g gedruckt wird. Hebt sich der Hebel mit dem Arm g, so ist die Friktion mit dem Rädchen h aufgehoben, letzteres folgt in der Pfeilrichtung und legt sich wieder bei Höchststellung des Farbrädchens f unter den Drahtarm g. Ein schnelles Zurückschwingen des Schreibhebels ist so vermieden, da sich wegen ,der bestehenden Friktionen zwischen g und h ersterer auf letzteren abrollen muß; da sich h im Ruhezustand befindet, ruft dies eine starke Verzögerung hervor. Es ist selbstverständlich, daß man die Kupplung zwischen den verschiedenen Mechanismen beliebig ausführen kann, sowohl elektrisch, magnetisch, wie auch mechanisch oder auf andere Weise.

Claims (7)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Kombination zwischen Klopfer und Schreiber bei strahlentelegraphischen Empfängern, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der schwingenden Bewegung des Schreibermechanismus durch eine zusätzliche Trägheit oder einen geeigneten Ersatz derselben verzögert wird, zu dem Zwecke, ein schnelles Folgen aus der Ruhestellung in die Arbeitsstellung und ein langsames Zurückkehren in die Ruhestellung zu erreichen.
2. Eine Kombination zwischen Klopfer und Schreiber bei strahlentelegraphischen Empfängern nach Anspruch i,-dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerung eines Teiles der Schwingungsbewegung durch die Verdichtung oder Verdünnung von Gasen bewirkt wird. .
3. Eine Kombination zwischen Klopfer und Schreiber bei strahlentelegraphischen ' Empfängern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Flüssigkeiten zur Erzielung der Verzögerung benutzt werden.
4. Eine Kombination zwischen Klopfer und Schreiber bei strahlentelegraphischen Empfängern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Massenträgheit eines. Rades oder eines anderen -festen Körpers zur Erzielung der Verzögerung benutzt wird.
5. Eine Kombination zwischen Klopfer und Schreiber bei strahlentelegraphischen Empfängern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein permanentes oder veränderliches, magnetisches oder elektrisches Feld zur Verzögerung benutzt wird.
6. Eine Kombination zwischen Klopfer und Schreiber bei strahlentelegraphischen Empfängern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung der Mecbanismen durch Verwendung getrennter magnetischer Felder erfolgt, welche durch gemeinsame oder getrennte elektrische Stromkreise erzeugt werden.
7. Eine Kombination zwischen Klopfer und Schreiber bei strahlentelegraphischen Empfängern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein magnetisches Feld auf einen gemeinsamen, oder zwei oder mehrere getrennte Anker wirkt, durch welche der Schreiber- und Klopfermechanismus angetrieben werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT199461D Active DE199461C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE199461C true DE199461C (de)

Family

ID=462176

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT199461D Active DE199461C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE199461C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE199461C (de)
DE809490C (de) Vorrichtung zur Verhinderung falscher Gewichtsabdrucke an Druckapparaten fuer Zeigerwaagen
DE453166C (de) Anordnung an elektrischen Apparaten mit schrittweise fortgeschalteten Wellen, wie z.B. Typendruckern, Waehlern, Registrier-, Schreib- oder Rechenmaschinen
DE523399C (de) Steuerventilanordnung fuer Fernsteuerungen
DE26513C (de) Neuerungen an Indikatoren
DE180231C (de)
AT122543B (de) Kraftantriebsvorrichtung für Schreibmaschinen.
DE1015100B (de) Vorrichtung zum Vermeiden von Kontaktprellungen bei einem elektromagnetisch betaetigten Schalter
DE733775C (de) Vorrichtung zum selbsttaetigen Stillsetzen von graphischen Maschinen
DE307840C (de)
DE754784C (de) Elektrischer Antrieb fuer die Typentraeger von Schreibmaschinen u. dgl.
DE2953825C1 (de) Ansteuereinrichtung fuer den elektromagnetischen Antrieb eines Druckhammers
DE2935939C2 (de)
DE442274C (de) Einrichtung zur Erhoehung der Anziehungskraft bei Anordnungen nach Johnsen und Rahbek
DE415991C (de) Vorrichtung zum Antriebe von Reklametraegern
DE27255C (de) Erd-Rotationszeiger
DE334212C (de) Registrierapparat fuer die Staerke des Anschlages von Klaviertasten
DE126564C (de)
DE434565C (de) Einrichtung zum Empfangen telegraphischer Zeichen
DE732624C (de) Vorrichtung zum Drucken von Morsezeichen, deren einzelne Zeichenelemente durch Betaetigung einer Schreibmaschinentastatur selbsttaetig zu dem entsprechenden Morsezeichen zusammengesetzt werden
DE311773C (de)
DE90621C (de)
DE602981C (de) Vorrichtung zur Ermittlung von Steuergroessen bei Stabilisierungsanlagen, insbesondere Schiffsstabilisierungsanlagen
DE422265C (de) Einrichtung zur Regelung der Gegenkraft elektromagnetischer Apparate
DE947374C (de) Steuerschalter fuer elektromagnetisch betaetigte Tastenhebel von Schreib-, Buchungsmaschinen u. dgl.