DE199192C - - Google Patents

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DE199192C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B1/00Metal-rolling methods or mills for making semi-finished products of solid or profiled cross-section; Sequence of operations in milling trains; Layout of rolling-mill plant, e.g. grouping of stands; Succession of passes or of sectional pass alternations
    • B21B1/08Metal-rolling methods or mills for making semi-finished products of solid or profiled cross-section; Sequence of operations in milling trains; Layout of rolling-mill plant, e.g. grouping of stands; Succession of passes or of sectional pass alternations for rolling structural sections, i.e. work of special cross-section, e.g. angle steel
    • B21B1/085Rail sections

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 199192 -KLASSE Ta. GRUPPE
Verfahren zum Nachwalzen abgenutzter Eisenbahnschienen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Juli 1906 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren zum Nachwalzen abgenutzter Eisenbahnschienen.
Es ist bekannt, durch Nachwalzen alter Schienen die ursprünglichen Abmessungen einzelner Querschnittsteile dadurch wiederzugewinnen, daß man andere Querschnittsabmessungen verringert.
Dieses Verfahren ist nach der vorliegenden
ίο Erfindung benutzt worden, um durch eine bestimmte Reihenfolge von eigenartigen Walzkalibern sowohl die ursprüngliche Höhe der Schiene wiederzuerhalten, wie auch die obere von den Fahrzeugen befahrene Fläche des Kopfes wieder herzustellen. Das zur Ergänzung des Kopfes erforderliche Material wird durch Streckung des Steges und durch Niederwalzen der unter dem Schienenkopf befindlichen Verjüngung erhalten. Man erhält nach dem neuen Verfahren eine Schiene mit etwas schwächerem Stege.
Die abgenutzte Schiene wird zuerst zwischen zwei Walzen durchgeführt, welche die Stegdicke verringern und welche den Schienenkopf von dem Schienenfuß wegziehen, während sie zur selben Zeit einen Teil des an der Unterseite des Schienenkopfes befindlichen konisch verlaufenden Teiles niederwalzen. Durch eitlen zweiten Walzendurchgang wird Material vom Schienensteg nach dem Schienenkopf gestaucht, dadurch, daß durch eine Walze gegen den Schienenkopf ein Druck ausgeübt wird, so daß dieser gegen den Schienenfuß gedrückt wird, während der Steg zwischen zwei Walzen festgehalten wird. Die gegen den Kopf drückende Walze bringt gleichzeitig die abgenutzte Fläche des Schienenkopfes auf die gewünschte Form. Indessen kann diese Formung der Kopfoberfläche auch durch ein drittes Kaliber bewirkt werden.
Die Zeichnung stellt dar:
In Fig. ι bis 4 Querschnitte von Schienen mit Doppelkopfform in den verschiedenen Arbeitsstufen.
In Fig. 5 eine Ansicht der zu dem Verfahren benutzten Walzen.
In Fig. I veranschaulicht die punktierte Linie den ursprünglichen Umriß einer Doppelkopfschiene und die vollen Linien beispielsweise die Form einer abgenutzten Schiene. Fig. 2 zeigt die Schiene nach dem ersten Walzendurchgang, wobei der in den punktierten Linien angegebene Umriß der Schiene in den in den vollen Linien dargestellten übergeführt wird. Fig. 3 veranschaulicht den bei dem nächsten Durchgang erreichten Querschnitt, bei welchem die punktiert angegebene Form in die durch volle Linien dargestellte umgewandelt wird. Fig. 4 veranschaulicht in ähnlicher Weise die durch den letzten Durchgang erreichte Wirkung. Fig. 5 stellt die zur Durchführung des Walzprozesses dienende Vorrichtung dar. Die Walzen der Vorrichtung setzen sich zusammen aus horizontal übereinander gelagerten Walzen A, B und seitlich zu diesen liegenden Walzen C und D. Zwischen diesen Walzen befinden sich die drei Kaliber L, M und P. Das Kaliber L entspricht der Form der Fig. 2, Kaliber M der Form der Fig. 3 .und das Kaliber P derjenigen der Fig. 4. Im Kaliber L wird der
Kopf der Schiene infolge der durch die Flächen e und f bewirkten Streckung des Schienensteges gehoben, wobei dieser dann nur um ein möglichst geringes Maß geschwächt wird. Das erforderliche Material wird hauptsächlich von dem konisch zulaufenden Teil r in der Nähe des Kopfes und dem oberhalb des Fußes liegenden Teil r1 genommen, wie dies bei einem Vergleich der
ίο punktierten und vollen Linien der Fig. 2 zu ersehen ist. Auf diese Weise wird der Schienenkopf genügend gehoben, um die durch Abnutzung stattgefundene Höhenverringerung ausgleichen zu können. In dem nächsten Durchgang M wird der Steg der Schiene von den Flächen h und i fest umfaßt, aber nur so, daß ein in der Nähe des Schienenkopfes liegender Stegteil (der Teil zwischen den punktierten und den vollen Linien bei s in Fig. 3) nicht abgestützt wird. Dieser Teil ragt vor, so daß bei der mittels der seitlichen Walzen C bewirkten Stauchung nicht nur der Kopf an seinem oberen Ende abgeflacht wird, sondern kräftig gegen den Fuß der Schiene gedruckt wird. Hierbei wird das nicht abgestützte Material des Schienensteges in den Schienenkopf hineingedrückt, wie dies aus einem Vergleich der punktierten und vollen Linien der Fig. 3 zu ersehen ist. Beim Durchgang der Schiene durch das Kaliber P wird die abgenutzte Fläche des Schienenkopfes vermittels der genuteten Seitenwalze D in die ursprüngliche Form übergeführt und gleichzeitig weiteres Material aus dem Schienensteg in den Schienenkopf hineingedrückt, wie dies ein Vergleich der punktierten und vollen Linien der Fig. 4 erkennen läßt. Das Strecken des Steges im Kaliber L ist nötig, um die ursprüngliche Höhe der Schiene wiederzuerhalten. Das Verfahren ist mit geringer Änderung der Kaliber auch zum Nachwalzen von abgenutzten breitbasischen Schienen verwendbar.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Nachwalzen abgenutzter Eisenbahnschienen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiene zunächst ein Walzenpaar passiert, welches die unter dem Schienenkopf befindliche Verjüngung niederwalzt, und deren Material unter Strecken des Steges in diesen hineinpreßt, und daß die Schiene sodann von zwei Walzen am Steg bis auf einen kleinen Teil nahe dem Kopf gefaßt wird, während eine dritte Walze das Material des noch freiliegenden Stegteils in den Kopf wieder hineindrängt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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